Schlagwort: Herren I

TSV Göggingen – SG 1871 Gersthofen 35:21 (14:9)

Team_Herren II_Saison_2019/2020
Deutliche Niederlage gegen den Ligaprimus

Am vergangenen Samstagabend trafen in der altehrwürdigen Anton-Bezler-Halle die SG 1871 Gersthofen und der bis dahin ungeschlagene TSV Göggingen aufeinander. Letztlich musste man sich den stark aufgestellten Hausherren mit 35:21 geschlagen geben. Somit bleibt die SG schon die dritte Partie in Folge sieglos.

Mit einer zahlenmäßig sehr dezimierten Truppe musste Coach Lubos Urban die Begegnung gegen den favorisierten TSV Göggingen beginnen, da ihm einige Akteure für längere Zeit ausfallen. Dies sollte jedoch keine Ausrede sein, da man den Göggingern auf jeden Fall eine Aufgabe stellen wollte. Von Beginn an war klar, dass man sich gegen die sehr variable Deckungsformation des Gastgebers erst einmal durchsetzen musste. Man hatte sichtliche Mühe mit der offensiven 3:2:1-Abwehr, welche der Tabellenführer in den ersten 15 Minuten spielte. Das Kombinationsspiel im Rückraum war an diesem Tag immer wieder von Fehlpässen und technischen Fehlern geprägt, welche sicher auch auf die ungewohnte Deckungsvariante, die Stephan Volmering seinen Männern auferlegt hatte, zurückzuführen war. Auch in der Chancenausbeute zeigte man sich nicht von bester Seite, denn man vergab zahlreiche sichere Möglichkeiten, die man sich mühevoll herausgespielt hatte. Nichtsdestotrotz konnte man bis zur achten Spielminute mit dem Topteam der Bezirksoberliga mithalten und musste erst in Folge mehrerer erfolgreicher Angriffe aus der ersten Welle abreißen lassen. Nach nur 19 Minuten waren die Gögginger auf fünf Tore enteilt. Da der eigene Spielaufbau in dieser Phase abermals von großer Hektik und Unsicherheit gekennzeichnet war, konnte man sich nicht wieder herankämpfen. Zumal auch der Torhüter der Gastgeber zu glänzen wusste, indem er todsichere Treffer mit Glanzparaden verhinderte. Beim Spielstand von 14:9 beendeten die beiden Unparteiischen die ersten 30 Minuten. 

Die Worte der Halbzeitansprache von Coach Lubos Urban waren deutlich, denn man durfte auf keinen Fall nachlassen, um nicht vom Gögginger Angriff im Tempohandball überrollt zu werden. 

Da man vor dem Halbzeitpfiff zwei unnötige Zwei-Minuten-Zeitstrafen erhalten hatte, musste man die ersten Minuten in doppelter Unterzahl starten, doch die Gögginger taten sich schwer weitere Treffer in dieser Zeit zu erzielen. Kurze Zeit später wurden auch zwei Akteure der Hausherren zeitweise des Feldes verwiesen, doch auch hierin konnte man keine wesentliche Beeinflussung des Spielgeschehens erkennen. In der eigenen Defensive agierte man zu zögerlich und ließ die Spieler des Gegners weitestgehend gewähren, sodass diese zu einfachen Torerfolgen aus dem Rückraum und von den Außenpositionen gelangen konnten. Auch der Angriff ließ von der 38. Minute bis zur 43. Minute kein Aufbäumen erkennen, denn man konnte in dieser Zeit kein einziges Tor verbuchen. Geschuldet war dies vor allem mangelnder Bewegung ohne Ball. So war es keine große Überraschung, dass der Tabellenführer nun nochmals aufs Tempo drückte und bis zur 50. Spielminute auf zwölf Tore Vorsprung davonziehen konnte. Auch die 4 Treffer, die Kapitän Lukas Schmölz in den letzten 10 Minuten noch erzielen konnte, konnten das Ruder nicht herumreißen, sodass man letzten Endes mit 35:21 unter die Räder kam und fortan den Blick nach unten richten muss.

Am nächsten Wochenende gilt es sich neu zu besinnen und in der Paul-Klee-Turnhalle in Gersthofen gegen den aktuell auf Rang Sechs befindlichen TSV Schwabmünchen Punkte einzufahren, denn ansonsten wird die Luft auch für die SG 1871 Gersthofen immer dünner hin zu den Abstiegsrängen, da ja stets ungewiss ist wie viele Absteiger es letztlich am Ende der Saison geben wird. Anpfiff zur Begegnung SG 1871 – TSV Schwabmünchen ist am Samstag, 23.11.2019 um 19:30 Uhr. Auch hierzu freuen wir uns wieder über zahlreiche Unterstützung von der Tribüne.

Für die SG spielten:

Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M. (2), Koppe B. (1), Erhard (2), Schmölz (6), Walter (1), Tomov (1), Bossauer (5/5), Feistle (3).

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BHC Königsbrunn – SG 1871 Gersthofen 33:23 (19:11)

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Die Siegesserie der SG 1871-Gersthofen endet durch eine 33:23 (19:11) Niederlage beim BHC Königsbrunn.

Nach drei siegreichen Partien in Folge war die Zielsetzung für die Auswärtspartie am 09.11.2019 ganz klar: die Serie galt es fortzusetzen, um möglichst früh viele wichtige Punkt im Kampf um den Klassenerhalt auf der Habenseite einzusammeln. Trainer Urban konnte dabei auf einen breiten Kader zurückgreifen, wobei in dieser Begegnung die Linkshänder Felix Reisner und Yannis Pauler nicht zur Verfügung standen.

Ungeachtet dessen hatte die SG den deutlich besseren Start in die Begegnung, da zu Beginn der Abwehrblock stand und schöne Angriffskombinationen über den Kreis zu einer 3:6 Führung beitrugen. Torhüter Michael Müller knüpfte nahtlos an seine tolle Leistung aus der Vorwoche an. Ab der achten Spielminute machte sich ein Bruch in der Defensive bemerkbar, da man zusehends größere Probleme mit dem Rückraum der Hausherren aus Königsbrunn bekam. Sowohl Würfe aus der Distanz, als auch kluge Sperren des Kreisläufers führten zu einer Wende, sodass die Gastgeber in der 20. Minute erstmals eine höhere Führung herausspielen konnten. Dazu trugen auch die zahlreichen Zeitstrafen gegen die SG 1871 Gersthofen bei, die sich über weite Strecken der Begegnung in einer Unterzahlsituation behaupten musste. Das unausgeglichene Verhältnis der Zeitstrafen (SG 1871-Gersthofen: 7 vs. BHC Königsbrunn: 2) resultiert insbesondere aus der Schlussphase der ersten Hälfte, als sich die SG kurzzeitig in einer 3-Mann-Unterzahl Situation befand. So war es wenig verwunderlich, dass Königsbrunn weiter davonziehen konnte und letztlich mit einer 19:11 Führung in die Pause gehen konnte.

In der Halbzeitpause gab Trainer Urban seinen Männern mit auf den Weg, dass man die Partie zu Beginn der ersten Hälfte schon einmal dominiert hat. Darauf aufbauend solle man sich auf die eigenen Stärken besinnen und das Spiel gedanklich „auf Null“ zurücksetzen.

Diese Vorgabe wurde direkt umgesetzt, indem man den Kreisläufer Maximilian Kranz besser in Szene setzen konnte und dieser nur durch Fouls gestoppt werden konnte. Die zahlreichen Strafwürfe an diesem Abend konnten von Eduard Bossauer zu 100% verwandelt werden. Nach 35 Minuten schmolz der Rückstand erstmals auf sechs Tore. Zwischenzeitlich erfolgte auf Seiten der SG ein Torhüterwechsel, da Michael Müller bei einem Gegenstoß umgerannt wurde. Hannes Wittgen machte seinen Job jedoch ebenso gut und hielt die Mannschaft im Spiel. Eine Zeitstrafe gegen Königsbrunn nutzte die SG 1871 Gersthofen und setzte den Spielstand auf 22:17. Leider hielt sich diese Phase des Aufbäumens wieder nur zehn Minuten lang, da man in die bekannten Muster aus der ersten Hälfte zurückfiel. Der Königsbrunner Rückraum wurde förmlich zu Torerfolgen eingeladen, da man zu spät auf die jeweiligen Spieler heraustrat. In der Offensive fehlten zudem leider die Alternativen, da die eingespielte Achse mit den beiden Linkshändern fehlte. So kam man in der 50. Minute zwar noch einmal auf 26:21 heran, doch konnte man die Situation nicht weiter verbessern. Vielmehr sorgten vier Gegentreffer in Folge dafür, dass man die letzte Chance auf einen möglichen Punktgewinn aufgeben musste. Das Spiel dümpelte in den letzten Minuten vor sich hin, ehe die Unparteiischen beim Stand von 33:23 die Begegnung beendeten.

Für das anstehende Duell gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Göggingen gilt es nun die Trainingswoche bestmöglich zu nutzen. Abwehrfehler wie gegen Königsbrunn gilt es definitiv zu vermeiden, da jede Mannschaft in der Bezirksoberliga diese gnadenlos bestrafen wird. Die Offensive muss zudem variabler gestaltet werden, um die Gögginger herauszufordern. Spielbeginn in der Anton-Bezler-Halle ist am 16.11.2019 um 19:30 Uhr.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Müller, Wittgen (TW), M. Kranz (1), B. Koppe (2), Schmölz (4), Bossauer (6/6), Feistle (3), Walter (3), Reithmeier (2), Tomov (2), Torpier, Öschay

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Kissinger SC – SG 1871 Gersthofen I 23:26 (10:12)

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Bissigen Kissingern die Punkte abgerungen

Die Partie zwischen dem gastierenden SG 1871 Gersthofen und dem bis dato zweitplatzierten Kissinger SC am vergangenen Samstag, 02.11.2019 fand einen überraschenden Sieger. Die SG 1871 gewann dank einer starken Mannschaftsleistung und einem hervorragenden Torhüter das Duell mit 23:26 und etabliert sich somit im Mittelfeld des Klassements.

Im Vorfeld der Begegnung war klar, dass diese Auswärtsfahrt kein leichtes Unterfangen sein würde, da man es, bei dem seit Jahren mit dem Aufstieg liebäugelnden Kissinger SC, mit einer starken Mannschaft aufnehmen musste. Zugleich konnte Alex Fischer als Vertretung von Lubos Urban nicht auf alle Spieler zurückgreifen, weswegen einigen Jungspielern aus der zweiten Mannschaft eine Chance gegeben wurde sich zu empfehlen. Von Beginn des Spieles an machten die beiden Schiedsrichter klar, dass sie eine konsequente Linie verfolgen und kleinste Rangeleien und Fouls sofort ahnden, was zunächst ein wenig den Spielfluss hinderte, doch insgesamt zu einer allzeit fairen Partie führte. Zunächst einmal mussten sich die Augsburger an die sehr schnelle Spielweise der Heimmannschaft gewöhnen, welche mit unbändigem Antrieb nach vorne stürzten. In den ersten Minuten schenkten sich beide Teams nichts. Kissingen agierte aus einer stabilen Abwehr heraus und schaltete schnell um. Die Gäste ließen in der Anfangsphase zahlreiche Tormöglichkeiten ungenutzt, sodass bis zur elften Minute ein Kopf-an-Kopf-Rennen stattfand. In der 16. Spielminute wusste sich Yannik Scherer im Mittelblock nicht mehr anders zu helfen als den Kreisläufer der Gastgeber am Trikot zu halten, woraufhin er eine gerechtfertigte Zwei-Minuten-Zeitstrafe erhielt. In dieser Unterzahlsituation verteidigte man mit Mann und Maus und verhinderte so, dass Kissingen den Abstand vergrößern konnte. Nachdem auch der Spielmacher der Kissinger, Tim Antonitsch, aufgrund eines zu losen Mundwerks von den Unparteiischen temporär des Feldes verwiesen wurde, konnten die SGler zum 6:6 ausgleichen, auch dank eines gehaltenen Siebenmeters und mehrerer entschärfter Würfe aus dem Feld durch Torhüter Müller. Im Angriff gesellte sich nun bei den Gästen ein wenig Aluminiumpech dazu. Nichtsdestotrotz gelang es durch schöne Einzelaktionen eine Zwei-Tore-Führung herzustellen, welche auch bis zur Halbzeit Bestand hatte, sodass beide Teams beim Spielstand von 10:12 den Gang in die Katakomben antraten.

Die Worte, die Coach Alex Fischer in der Pausenansprache fand, trafen offenbar mitten ins Schwarze, denn nach dem Pausentee legten seine Männer konzentriert los und vergrößerten den Vorsprung auf 10:14 Tore. Unterstützt vom, an diesem Tag in Topform befindlichen, Michael Müller im Gehäuse, war die Abwehr nun bissiger als vor der Halbzeitpause. Dies äußerte sich jedoch auch in etwas unüberlegten Defensivaktionen, welche sogleich mit Zwei-Minuten-Strafen geahndet wurden. Nun legte auch Manuel Feistle so richtig los und konnte durch geistreiche Aktionen einige Tore erzielen. Doch in der Verteidigung musste man dem hohen Tempo und der damit verbundenen Konzentration Tribut zollen, sodass die Abwehrreihen in der Folge zu passiv agierten und den Kissingern zu viel Raum boten, welchen diese umgehend ausnutzten. So kämpften jene sich Tor um Tor zurück ins Spiel und beschäftigten die in Überzahl spielenden Fischer-Jungs zusehends. In eigener Unterzahl gelang den Kissingern der Ausgleich zum 18:18 nach 43 gespielten Minuten. Dazu gesellten sich Schwächen im Abschluss auf Seiten der SG, welche deren Trainer dazu nötigten seinen Spieler eine kurze Verschnaufpause zu gönnen. Fortan gelang es wieder sich den Kissingern mit breiter Brust in der Abwehr entgegenzustellen und deren Kombinationshandball zu stören. Im Angriff wurde man zwingender und erarbeitete sich dadurch zwei Siebenmeter, welche Lukas Schmölz sicher verwandelte, sodass nach 54 Minuten erneut eine 21:23-Führung auf der Anzeigetafel zu erkennen war. Doch die Blau-Weißen steckten nicht auf und fanden, nach einer Auszeit, zurück zu ihrem Spiel. Angepeitscht von den eigenen Fans stellten sie in der 56. Minute den Ausgleich zum 23:23 her. Dennoch blieben die SG-Cracks gelassen und ließen sich auch von einer offensiveren Deckungsvariante nicht verwirren. Hinzu kam, dass Michael Müller im Tor seine katzengleichen Fähigkeiten ein ums andere Mal unter Beweis stellte und die Werfer zur Verzweiflung trieb. Die letzten Minuten der Begegnung waren geprägt von einer mannschaftlichen Geschlossenheit, welche man in dieser Saison selten so gesehen hatte. Den vorentscheidenden Treffer zum 23:26-Auswärtssieg erzielte Markus Walter bereits in der 58. Spielminute und man konnte ein letztes Aufbäumen der Kissinger verhindern, indem man, auch mit ein wenig Glück und einigen sehr starken Torhüterparaden, das Momentum auf seiner Seite behalten konnte.

Dieser Auswärtserfolg ist, umso höher einzuordnen, da man gegen den klar favorisierten Aufstiegsaspiranten als Underdog in die Partie gestartet war. Durch eine kämpferische Einstellung und Lust am Handballspiel konnte man den Gastgebern zwei wichtige Punkte um den Klassenverbleib abringen. Das nächste Spiel findet am kommenden Samstag, 09.11.2019 um 20:00 Uhr beim Mitaufsteiger BHC Königsbrunn statt, dem man in der vergangenen Spielzeit zwei Mal die Punkte abnehmen konnte und welcher sich aktuell auf Rang Neun der Tabelle befindet. Es ist davon auszugehen, dass diese Partie erneut einiges an Brisanz zu bieten hat und deswegen freuen sich Mannschaftsverantwortliche und Spieler umso mehr darauf auch in Königsbrunn auf ihre zahlreichen Anhänger zählen zu können.

Für die SG spielten:

Müller (Tor), Koppe M., Kranz M., Koppe B., Erhard (1), Fischer, Pauler (7), Schmölz (7/2), Walter (2), Reithmeier (2), Scherer (1), Feistle (6), Öschay.

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Herren I – SC Ichenhausen 30:22 (18:11)

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Pflichtsieg an „neuer“ Spielstätte gegen Ichenhausen eingefahren

Das letzte Punktspiel der SG 1871 Gersthofen gegen den bisher sieglosen SC Ichenhausen am vergangenen Samstag, 26.10.2019, endete mit 30:22 für die SG 1871 Gersthofen, welche somit ihre Punktestatistik ausgleichen konnte und sich nach vier Spieltagen nun auf dem siebten Tabellenrang eingefunden hat.

Im Gegensatz zu der Ausgangslage des letztwöchigen Gastspiels in Bobingen, konnte Coach Lubos Urban wieder auf die volle Mannschaftsstärke zurückgreifen, weswegen ein Heimsieg gegen die bereits recht abgeschlagenen Ichenhauser sozusagen die Pflicht vor der Kür kommendes Wochenende in Kissing darstellte. Unglücklicherweise verletzte sich mit Johannes Wittgen einer der beiden Stammtorhüter unmittelbar vor dem Spiel, sodass Elias Winkelbauer aus der zweiten Mannschaft einspringen musste. Für die Augsburger und Gersthofer Jungs war es das erste Mal, dass sie zusammen als ein Team und nicht als Kontrahenten in der Paul-Klee-Turnhalle in Gersthofen auf Punktejagd gingen. Bei dieser Heimpremiere, vor teilweise neuem Publikum, wollte man sich nicht blamieren und so gingen die Herren die Partie höchst motiviert an. Bis zur neunten Minute konnten die Gäste überraschenderweise noch sehr gut mithalten und ein Spielstand von 6:6 Toren ergab sich. Doch dann schalteten die Hausherren einen Gang nach oben, sodass man schon nach 17 Minuten mit 13:6 Toren einen komfortabel anmutenden Vorsprung erspielt hatte. Den Gästen aus Ichenhausen fehlte im Angriff der Druck und die Durchschlagskraft aus dem Rückraum, sodass die Defensive um Abwehrchef Bastian Koppe kaum gefordert war. In der Offensive konnten sich nahezu alle aufgebotenen Spieler in die Torschützenliste eintragen und auch junge Spieler kamen zu wichtiger Spielzeit, um sich an den schnelleren und härteren Seniorenbereich zu gewöhnen. Hervorzuheben ist hier Goran Tomov, der an diesem Tag sein bislang bestes Spiel hinlegte und wertvolle Tore beisteuern konnte. Beim Spielstand von 18:11 schickten die beiden Unparteiischen die Teams nach den ersten 30 Minuten in die Kabinen.

In der Halbzeitpause mahnte der Heimtrainer seine Männer dazu keinesfalls die Geschwindigkeit herauszunehmen und sich in der Abwehr weiter körperlich zu präsentieren. Sich des Sieges nicht zu gewiss sein, das wussten die Spieler nur zu gut aus der vergangenen Saison einzuordnen. Folglich setzten die Gersthofer Jungs alles daran, den beruhigenden Vorsprung zur Halbzeit konstant zu halten, wenn nicht sogar auszubauen. Anfangs gelang dies auch scheinbar mühelos, doch plötzlich war ein Riss im Spiel der Urban-Schützlinge und in der gegnerischen Spielfeldhälfte tat man sich schwer Tore zu erzielen. Das Rückzugsverhalten nach vergebenen Chancen war in dieser Phase der Partie desolat, sodass man zahlreiche einfache Tore von der Rechtsaußenposition aus Tempogegenstößen hinnehmen musste. Auch passte die Abstimmung im Abwehrverbund nicht mehr vollends nachdem Yannik Scherer mit seiner dritten Zwei-Minuten-Zeitstrafe des Spielfeldes verwiesen wurde. Dies führte auch dazu, dass Michael Müller im Tor vermehrt gefordert wurde und sich durch die ein oder andere Torhüterparade auszeichnen konnte. So geschah es, dass der zwischenzeitliche Abstand von zehn Toren auf nur noch fünf Tore zusammengeschmolzen war. Doch dieses Aufbäumen der Ichenhausener hielt nur kurz an und die Herren der SG fanden erfolgreich zurück in die Partie. Den Schlusspunkt der Begegnung setzte, der für den Zwei-Minuten-Sünder Yannik Scherer eingewechselte, Maximilian Kranz mit seinem Tor zum, nur kurzzeitig gefährdeten, 30:22-Heimsieg. Insgesamt dominierte man über weite Spielabschnitte und konnte die Leistung aus der Partie gegen den TSV Bobingen bestätigen.

Das nächste Spiel findet schon am kommenden Wochenende beim aktuell zweitplatzierten Kissinger SC statt. Anpfiff zur Partie in der Paartal-Halle in Kissing ist am Samstag, 02.11.2019 um 19:30 Uhr. Natürlich stellt dieser Gegner eine andere Hausnummer dar. Zu erwarten ist, dass man es mit einer verhältnismäßig jungen Truppe aufnehmen wird, welche durch beständigen Drang nach Vorne und schnellen Tempohandball die beiden Punkte in eigener Halle behalten wollen wird. Dieser Underdog-Rolle ist man sich bewusst, doch vielleicht kann es gelingen den siegessicheren Kissingern ein Bein zu stellen. Eine unschöne Botschaft ereilte Coach Lubos Urban bereits am Montagnachmittag, denn mit Felix Reisner fällt einer seiner beiden Linkshänder auf der rechten Seite verletzungsbedingt für mehrere Wochen aus. Bereits im Vorbericht zur Saison fand Erwähnung, dass man nach derartigen Nachrichten gerade als Mannschaft noch enger zusammenstehen will und muss.

Wir freuen uns über zahlreiche Zuschauer, die uns auch gegen den favorisierten Kissinger SC tatkräftig anfeuern!

Für die SG spielten:

Winkelbauer, Müller (beide Tor), Kranz M. (1), Koppe B., Erhard (5), Reisner (1), Pauler (2), Schmölz (4), Walter (3), Reithmeier, Scherer (3), Tomov (4), Bossauer (5/4), Feistle (2).

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TSV Bobingen – Herren I 22:30 (9:15)

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Erste Zähler gegen Bobingen erkämpft

Die beiden ersten Saisonspiele endeten bisher mit jeweils nur einem Tor Unterschied zugunsten des Gegners. Dies sollte gegen den TSV Bobingen nicht erneut geschehen und so setzte man alles daran die ersten beiden Punkte beim Gastspiel in Bobingen zu erringen. Das Spiel endete am Samstagabend, 19.10.2019, nach hartem Kampf mit 22:30 für die SG 1871 Gersthofen.

Die Vorboten des Spiels waren alles andere als gut, da man mit einer Rumpftruppe von gerade einmal acht Feldspielern und zwei Torhütern beim Altrivalen TSV Bobingen antreten musste. Aufgrund von Krankheit war die Spielerdecke von Lubos Urban innerhalb von wenigen Tagen zusammengeschrumpft, sodass sogar noch ein ambitionierter Spieler aus der zweiten Mannschaft aktiviert werden musste, um nicht gänzlich ohne Ersatzspieler zu bleiben. Das Aufwärmen zeigte, dass die Jungs an diesem Abend besonders heiß auf die ersten Punkte in der Bezirksoberliga Schwaben waren und so konnte man dennoch guter Dinge in die Partie starten. Von Anfang an zeigten die Hausherren eine sehr ruppige Gangart, welche den SGlern zunächst ein wenig Probleme bereitete, da man den eigenen Rhythmus noch nicht gefunden hatte. Bis zur siebten Minute schenkten sich die beiden Kontrahenten recht wenig und das Spiel gestaltete sich sehr eng. Schon in dieser Phase konnte Johannes Wittgen im Tor durch zahlreiche Paraden glänzen und hielt seine Vorderleute somit im Spiel. Nach einem, zunächst mit ganzem Herzblut erkämpften und schließlich verwandelten Siebenmeter durch Markus Walter ging ein Ruck durch die Sieben des Augsburger Coaches. Man hatte sich nun auf die harte Spielweise der Bobinger eingestellt und konnte durch konzentrierte und geduldige Angriffe Tor um Tor erzielen, sodass nach zwölf Minuten ein Spielstand von 3:8 zu Buche stand. Auch in Unterzahl gelang den Herren ein wichtiges Tor, welches den Torlauf zum 6:11 bis zur 19. Spielminute einläutete. Nun sah sich Trainer Urban jedoch gezwungen seine Mannen ein wenig einzubremsen, denn es war noch ein weiter Weg bis zum Spielende und man musste mit den eigenen Kräften gut haushalten. Bis zur Halbzeitpause konnte die Führung durch konsequent zu Ende gespielte Angriffe und beherzten Einsatz in der Defensive auf 9:15 ausgebaut werden.

Die kurze Erholungspause nutzte der Mannschaftsverantwortliche dazu seinen Spielern bewusst zu machen, wie wichtig eine stabile Defensive und eine geduldige Spielweise in der Offensive noch sein würden. Man durfte keineswegs ob des recht deutlichen Vorsprungs in Leichtsinnigkeit verfallen und musste die Konzentration hochhalten, sollte man eine knappe Niederlage vermeiden wollen.

Nachdem die Unparteiischen die Begegnung für die zweiten 30 Minuten angepfiffen hatten bot sich ein ähnliches Bild wie zu Spielbeginn. Die Gastgeber versuchten durch aggressive Defensivaktionen den Spielfluss der Augsburger zu stören, wobei man durchaus mehre zwei Minuten Zeitstrafen vergeben hätte können. Doch zur großen Überraschung hielt die starke Abwehrleistung der Lubos-Schützlinge auch in Halbzeit Zwei weiter an, sodass man sich Ball für Ball in der eigenen Hälfte erarbeiten konnte. Auch die, an diesem Tag, hervorragenden Torhüterleistungen sind an dieser Stelle hervorzuheben. Mal um Mal verhinderte Johannes Wittgen im Gehäuse todsichere Tore. Nach ungefähr 40 Minuten schienen die Kräfte zwar zu schwinden, doch durch eine erstklassige mannschaftliche Geschlossenheit wusste man sich der Angriffe der Bobinger zu erwehren. Das temporeiche Spiel der Gastgeber wurde immer wieder im Aufbau unterbunden und die Rückraumschützen der Männer von der Singold verweigerten nahezu vollends die Arbeit, was mit Sicherheit auch auf die guten Torhüteraktionen zurückzuführen sein dürfte. Daher sah sich der Heimtrainer genötigt beim Spielstand von 14:22 in der 50. Minute eine taktische Auszeit zu nehmen, um auf die Spielgestaltung seiner Herren Einfluss nehmen zu können. Die etwas langsamere Spielweise der Augsburger machte den, auf schnelle Konter lauernden, Bobingern zusehends zu schaffen und auch diese offenbarten nun Lücken in ihrem Abwehrverbund. In den Schlussminuten war lediglich die rote Karte ohne Bericht für Yannik Scherer, der zuvor für weitaus harmlosere Aktionen bereits zwei Mal die zwei Minuten auf der Bank verbringen durfte, etwas betrübend. Den Schlusstreffer zum Endstand von 30:22 markierte Manuel Feistle, der Toptorschütze der Partie, der sich mit sage und schreibe acht Treffern in die Torschützenliste eintragen durfte. Hier sind sie also die ersten beiden Punkte der neuen Saison.

Das lange Warten hatte ein Ende. Dieser wichtige Auswärtserfolg gegen den TSV Bobingen bedeutet für die neu gegründete Spielgemeinschaft aus Augsburger und Gersthofer Handballern die ersten beiden Zähler dieser noch langen Saison. Somit konnte man die zwei knappen Auftaktniederlagen ein wenig wettmachen und blickt nun zuversichtlich auf das nächste Heimspiel am Samstag, 26.10.2019 um 19:30 Uhr gegen den gegenwärtig auf dem letzten Platz rangierenden SC Ichenhausen. Ausgetragen wird die Partie in der Sporthalle des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen. Doch auch diese Begegnung dürften die Jungs von Lubos Urban, hoffentlich wieder in personeller Vollbesetzung, nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aus der vergangenen Saison ist bekannt, dass man gerade gegen vermeintlich schwächere Gegner zu lässig agierte. Mit einer ähnlichen Einstellung wie im letzten Spiel, sollte man diesen unbequemen Gegner jedoch bezwingen können und den Platz im Mittelfeld der Tabelle festigen können.

Wir freuen uns über zahlreiche Zuschauer, die uns auch in unserer zweiten Heimspielstätte stimmgewaltig unterstützen!

Für die SG spielten: Wittgen, Müller (beide Tor), Koppe B. (2), Erhard (3), Reisner (3), Pauler (3), Walter (7/1), Scherer (1), Tomov (3), Feistle (8), Öschay.

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SG 1871 Gersthofen – TSV Friedberg 29:30 (13:16)

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Zweite knappe Niederlage gegen Friedberg II

Nachdem man im ersten Saisonspiel nur undenkbar knapp den Kürzeren ziehen musste, sollte dies im zweiten Spiel anders laufen. Doch auch nach 60 Minuten gegen die zweite Auswahl des TSV Friedberg mussten die Herren der SG 1871 Gersthofen am Samstag, den 12.10.2019, als Verlierer vom Parkett gehen. Am Ende war erneut ein 29:30 auf der Anzeigentafel zu lesen, sodass man weiterhin auf die ersten Punkte in der Bezirksoberliga Schwaben warten muss.

Beim Aufwärmen und bei der Ansprache in der Kabine ermunterte Coach Lubos Urban seine Jungs alles in die Waagschale zu werfen, denn man musste sich wahrlich nicht vor dem Gegner verstecken und wollte vor eigenem Publikum zeigen, wie gut die neue Truppe schon zusammengewachsen war. In den ersten Minuten der Partie lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, bei dem auf Seiten der SG vor allem Eduard Bossauer vom Siebenmeterpunkt immer wieder für den Anschluss sorgte. Ab der sechsten Minute wendete sich das Blatt jedoch gänzlich zugunsten der gastierenden Friedberger, denn die Abwehrreihe der SG hatte insbesondere mit den einlaufenden Außenspielern ihre liebe Müh, sodass zahlreiche Siebenmeter, die Valentin Schmid (TSV Friendberg II) sicher verwandeln konnte, die Folge waren. Auch die frühen Zwei-Minuten-Zeitstrafen gegen den Mittelblock verunsicherten die Lubos-Schützlinge zusehends und folglich agierte man bei vielen Aktionen mehr passiv als aktiv. Auch das schnelle Spiel nach vorne wollte noch nicht so recht gelingen und einige Pässe fanden nicht ihren Adressaten. Dies wollte sich der Trainer der Heimmannschaft nicht weiter mit ansehen und so griff er nach 17 Minuten zur taktischen Auszeit, um sein Team neu einzustellen. Leider gelang dies nicht vollends, sodass nach knapp 23 Spielminuten ein beachtlicher Rückstand von sieben Toren entstanden war. Doch dies war den SGlern bereits aus dem ersten Auftreten gegen den TSV Haunstetten II bekannt. Prompt fand man besser ins Spiel und konnte bis zur Halbzeit auf 13:16 verkürzen.

Die Halbzeitansprache bestand in erster Linie darin, die erste Halbzeit sacken zu lassen und den Kopf für die zweite Hälfte freizubekommen, um nicht wieder abreißen lassen zu müssen. Urban monierte, dass man in der Abwehr zu passiv agierte und im Angriff schlichtweg zu wenig Eigeninitiative ergriff.

Auch nach Wiederanpfiff fanden die Augsburger kein Mittel gegen den stark spielenden Valentin Schmid, der sich auf der Mitteposition immer wieder gegen zu zögerlich heraustretende Verteidiger durchzusetzen wusste. Im Angriff präsentierte man sich nun bissiger und mit mehr Spielwitz. Endlich griffen auch die Rückraumschützen mit mehr Agilität ins Spielgeschehen ein. Folglich konnte man mehrere Durchbrüche erreichen oder Siebenmeter ziehen, welche Eduard Bossauer souverän verwandelte. Nach 38 Minuten war man wieder in Schlagdistanz. Nur noch zwei Tore trennten die beiden Mannschaften, doch fortan wollte zunächst in der Offensive wenig Zählbares gelingen. In der Defensive war man wieder in das passive Spiel der ersten Halbzeit verfallen, daher war man mehrmals nicht rechtzeitig mit vollem Körpereinsatz am Angreifer und musste zwei Siebenmeter hinnehmen, welche, der vom TSV Bäumenheim nach Friedberg gewechselte, Thomas Reissner sicher einnetzte. Fortan betrug der Vorsprung wieder fünf Tore für die Gäste, doch die SG-Cracks gaben nicht auf, sondern besannen sich eines Besseren. Man kämpfte in der Abwehr und im Spielaufbau warf man sich mit aller Gewalt in die Angriffe. Tor um Tor schmolz so der sicher geglaubte Vorsprung der Friedberger erneut dahin. In der 55. Spielminute konnte man sogar wieder auf zwei Tore verkürzen. Doch die Kräfte schwanden und auch die nötige Cleverness wurde nur spärlich zum Vorschein gebracht, sodass Maximilian Kranz 28 Sekunden vor dem Abpfiff nur noch für den Anschlusstreffer und gleichzeitig zum Endstand von 29:30 sorgen konnte. Analog zum vergangenen Spiel in Haunstetten sollte es für die Herren an diesem Samstag nicht reichen, obwohl man in den letzten Sekunden in einer ähnlichen Situation war, diesmal jedoch zu eigenen Gunsten. Dabei fehlte letztlich die schon erwähnte Abgeklärtheit, welche vielleicht noch für einen Siebenmeter sorgen hätte können. Nach Ablauf der Spielzeit meinte der überragendeste Torschütze (12 Tore) der Friedberger den Ball noch Richtung Tribüne feuern zu müssen, woraufhin er mit einer blauen Karte belegt wurde. Dies änderte jedoch nichts mehr am Ausgang des Spiels.

Somit wartet die neue Spielgemeinschaft weiterhin auf die ersten beiden Punkte in der Bezirksoberliga Schwaben. Die gezeigten Leistungen bieten allerdings genug Potenzial zur Verbesserung, um im nächsten Spiel gegen den TSV Bobingen endlich wieder jubeln zu dürfen. Dass die Bobinger die SG keinesfalls unterschätzen lässt sich daran festmachen, dass sich einige Spieler des TSV unter den Zuschauern befanden, um die Spielzüge der SG zu beobachten und Rückschlüsse für das eigene Spiel zu ziehen. Nach nun zwei sieglosen Spielen ist es für die Herren an der Zeit Punkte zu sammeln, um den Abstieg nicht schon vor der Weihnachtspause fürchten zu müssen.

Denn am kommenden Samstag, den 19.10.2019 steigen die beiden altbekannten Rivalen um 19:30 Uhr in Bobingen in den sprichwörtlichen Ring. Vielleicht gelingt den Männern von Trainer Urban dort ja der heiß ersehnte erste Sieg dieser Saison. Allen Anhängern ein großes Dankeschön für die tolle Stimmung und wir würden uns freuen Sie auch in Zukunft bei uns begrüßen zu dürfen.

Für die SG 1871 Gersthofen spielten:

Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M. (2), Koppe B. (1), Reisner (2), Pauler (4), Schmölz (3), Walter (2), Reithmeier (3), Scherer (1), Tomov (1), Bossauer (7/6), Feistle (3).

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TSV Haunstetten II – SG 1871 Gersthofen 30:29 (13:12)

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Handballkrimi endet mit unglücklicher Auftaktniederlage.

In der gerade begonnen Saison startet die neu gegründete SG 1871 Gersthofen in der Bezirksoberliga Schwaben und darf sich mit starken Gegnern messen. Das erste Kräftemessen dieser Art fand am Samstag, den 28.09.2019, beim Landesligaabsteiger TSV Haunstetten II statt. Nach hartem Kampf mussten die Lubos-Männer die ersten beiden Zähler in der allerletzten Sekunde den Gastgebern überlassen und unterlagen mit 30:29.

Vor dem Spiel war eine gewisse Anspannung bei Spielern und Trainer zu verspüren, denn nun ging es richtig los. Noch nie zuvor war man zusammen in dieser personellen Konstellation angetreten, zumal sich die Spielgemeinschaft erst finden musste und man in den Vorbereitungsspielen nicht unbedingt glänzen konnte. Darin offenbarte sich für Lubos Urban, dass noch jede Menge Arbeit vor ihm liegen würde.

Konzentriert erwärmten sich seine Spieler und starteten hoch motiviert in die Partie. Man wusste nicht so genau, mit wem man es zu tun bekommen würde, da man einem ehemaligen Landesligisten gegenüberstand, der es mit Sicherheit zu verstehen wusste körperlich präsent zu agieren. Dem galt es mit aller Macht entgegenzuhalten. In den ersten Minuten des Spiels wurde sofort klar, dass in der Bezirksoberliga eine härtere Gangart die Regel sein würde und man sowohl in der Defensive, als auch in der offensive vollen Körpereinsatz zeigen musste. Das erste Tor für die SG erzielte Timm Erhard und markierte somit die einzige Führung in Halbzeit Eins, denn fortan drückten die Haunstetter Jungs förmlich aufs Gaspedal und konnten schnell zwei Tore Vorsprung zwischen sich und die Augsburger bringen. Es entwickelte sich ein körperbetontes Spiel, bei dem die Abwehrreihen der SG anfangs ein wenig Präsenz vermissen ließen. Erst nach zehn Minuten fand auch der Innenblock bestehend aus Bastian Koppe und Yannik Scherer ein probates Mittel gegen den Kreisläufer des TSV. Der wiedergenesene Lukas Schmölz konnte sich im Angriff vermehrt gegen zwei Spieler durchsetzen und verschaffte dadurch dem Kreisspieler mehr Raum, sodass dieser besser zum Zuge gelangen konnte. Nach 15 Spielminuten befand es Coach Lubos Urban an der Zeit seine Männer beim Spielstand von 7:4 neu einzuschwören, denn jetzt musste man unbedingt dranbleiben. Durch eine engagierte Abwehrarbeit und tollen Torhüterparaden blieb man im Spiel und erwirkte fünf Minuten vor Halbzeitpfiff sogar den Ausgleichstreffer zum 10:10. Kurz vor Ablauf der ersten 30 Minuten erhielt Yannik Scherer bereits seine zweite Zwei-Minuten-Zeitstrafe, sodass zu befürchten war, dass er die Partie nicht über die vollen 60 Minuten bestreiten dürfen würde. Beim Spielstand von 13:12 zugunsten der Hausherren schickten die Unparteiischen die beiden Teams in die Kabinen.

In seiner Halbzeitansprache ermunterte Urban seine Jungs weiter beherzt in der Abwehr zuzupacken und die Haunstetter nicht davonziehen zu lassen. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der zuletzt gezeigten Vorstellung, erwartete sich im Angriff aber noch ein wenig mehr Druck auf das Tor der Haunstetter.

Nach Wiederanpfiff bot sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit. Die Haunstetter Cracks spielten geduldig ihre Angriffe und konnten teilweise zu leicht aus dem Rückraum zum Torerfolg kommen. Im Angriff versuchten die SGler zunehmend durch ein Auflösen zum Kreis hin die offensive 3:2:1-Deckung vor diffizilere Aufgaben zu stellen, was vermehrt gelang und dem Rückraum dadurch mehr Zug zum Tor ermöglichte, sodass Lukas Schmölz und Timm Erhard wertvolle Tore besteuern konnten um den Abstand nicht größer werden zu lassen. Leider behielten die Haunstetter stets mit zwei oder drei Toren Vorsprung die Oberhand im Spiel. Auf der Außenposition konnte Yannis Pauler, ein Neuzugang aus Donauwörth, überzeugen und erzielte einige Tore. Auch auf der anderen Seite wusste der Routinier Michael Reithmeier mit seiner Schnelligkeit zu glänzen und konnte in der 38. Minute auf nur noch ein Tor zum 18:17 verkürzen. Nach 41 Minuten war es soweit, die Gäste gingen mit einem Tor in Führung. Doch dieser Erfolg währte nur kurz und die beiden Schiedsrichter stifteten mit der Auslegung einer Spielsituation auf der halbrechten Abwehrseite enorme Verwirrung, sowohl unter Augsburgern, als auch Haunstettern und Zuschauern. Folgendes ist geschehen: Der Haunstetter Marcus Seybold war im Rückraum auf Höhe der Freiwurflinie Richtung Kreis unterwegs und wurde von Maximilian Kranz rüde durch eine Umklammerung gestoppt. Der Angreifer befreite sich jedoch aus dessen Umklammerung nicht ganz regelkonform und setzte wohl den Ellenbogen dazu ein. Dabei waren sich die beiden Referees nicht eins, wer denn nun eigentlich mit der Zwei-Minuten-Strafe belegt werden sollte. Zunächst verließ nur der Augsburger Spieler das Feld, um nach langer Diskussion der Schiedsrichter einen Gefährten auf der Strafbank aus dem Haunstetter Lager zu bekommen. Fortan fehlte beiden Teams der sechste Feldspieler. Wenige Sekunden später wurde auch Lukas Schmölz zeitweise des Feldes verwiesen. Nichtsdestotrotz gelang den Augsburgern durch den sprunggewaltigen Yannis Pauler die Führung zum 22:23. So ging es auch in die entscheidende Phase des Spieles. Die Augsburger Jungs erkämpften sich Tor um Tor. Nach 58 Minuten war auf der Anzeigentafel ein 28:28 abzulesen, woraufhin sich die Haunstetter eine taktische Auszeit genehmigten. Unglücklicherweise schwanden zudem die Kräfte der Spieler von Lubos Urban, sodass man eine weitere Zwei-Minuten-Zeitstrafe akzeptieren musste und die letzten 41 Sekunden des Spiels einen Mann weniger auf dem Feld hatte. Dennoch nahm man erneut jeglichen Mut zusammen und gewann den Ball in der Defensive. Nach exakt 59:59 Minuten erzielte Lukas Schmölz in Unterzahl den Ausgleichstreffer zum 29:29, doch ein sehr schnelles Anspiel gefolgt von einer sehr unbedachten Aktion auf Höhe der Mittellinie, die einen letzten Wurf auf das Tor der SG verhinderte, zog eine harte, wenn auch regelkonforme Schiedsrichterentscheidung nach sich. Die Schiedsrichter befanden, dass eine klare Torchance vereitelt worden war und entschieden Millisekunden vor dem Ertönen der Sirene auf Siebenmeter für den TSV Haunstetten. Fabian Link ließ Johannes Wittgen im Tor der SG 1871 Gersthofen keine Chance den Ball zu parieren und netzte zum 30:29-Endstand ein. Vor Enttäuschung brachen einige SGler noch auf dem Spielfeld in sich zusammen.

Dennoch bot dieses Spiel, alles was zu einem tollen Handballspiel gehört. Jede Menge Tore, physische Präsenz und einen Ticken Nervenkitzel. Auch wenn das erste Saisonspiel nur undenkbar knapp verloren wurde, so macht das Auftreten der neuen SG 1871 Gersthofen Lust auf mehr. So bemerkte auch Coach Lubos Urban nach dem Spiel, dass er mit dem Spiel seiner Truppe weitestgehend zufrieden war, jedoch direkt auch Schwächen erkennen konnte, an denen bis zum ersten Heimspiel gegen den TSV Friedberg II, dem zweiten Absteiger aus der Landesliga gearbeitet werden soll. Anpfiff zum nächsten Kracherspiel ist am Samstag, 12.10.2019 um 19:30 Uhr am Meierweg.

Wir freuen uns auf zahlreiche Zuschauer sowohl aus Gersthofen und Augsburg, die uns tatkräftig nach Vorne peitschen werden.

Für die SG 1871 Gersthofen spielten: Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M., Koppe, Erhard (5), Reisner (1), Pauler (4), Schmölz (6), Walter (4), Reithmeier (3), Scherer (3), Tomov, Bossauer (2), Feistle (1).

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Molten Cup Runde 1: VSC Donauwörth – SG 1871-Gersthofen 20:22 (8:12)

Trotz Findungsphase ein Pflichtsieg gegen den Absteiger in der ersten Pokalrunde

Der Auftakt der neuen Handballsaison fand recht früh in der Vorbereitung statt. Am Sonntag, den 14.07.2019, war man beim VSC Donauwörth in der ersten Runde des BHV-Pokals zu Gast und konnte in neuer Besetzung mit 20:22 siegreich von dannen ziehen.

Das erste Wiedersehen mit bekannten Gesichtern gab es bereits mit den Donauwörthern im BHV-Pokal. Nachdem die Donaustädter den schmerzlichen Gang in die Niederungen der Handballwelt im Bezirk Schwaben antreten mussten, konnte sich die neu zusammengeschlossene Spielgemeinschaft bestehend aus TSV Gersthofen und TSV 1871 Augsburg erstmals den neugierigen Zuschauern präsentieren. Dass von diesem, wie es Coach Lubos Urban titulierte, „Vorbereitungsspiel“ noch keine richtungsweisenden Schlussfolgerungen getroffen werden können, liegt auf der Hand. Seit Pfingsten befindet sich die Mannschaft in der Findungsphase, welche zunächst über gemeinsame Bolzeinheiten und mehrere Spinning-Termine eingeleitet wurde. Erst seit Kurzem bewegen sich die Herren aus Gersthofen und Augsburg auch mit dem Handball, was am vergangenen Sonntag deutlich zu erkennen war.

Im Angriffsspiel sowie in der Abwehr waren eklatante Defizite zu erkennen, welche auf die neue Formation des Teams zurückzuführen sein dürften. Dennoch waren auch positive Ansätze sichtbar, gerade was das Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreisläufer betrifft. Das schnelle Umschalten aus der Defensive heraus funktionierte nur bedingt und ist unbedingt ausbaufähig, zumal man mit den beiden Gersthofer Keepern zwei exzellente Passgeber gewinnen konnte. Ein Schlüssel zum Erfolg in der neuen Bezirksoberligasaison wird das Spiel über eine schnell vorgetragene erste und zweite Welle sein, so Urban.

Nach knapp sieben Minuten war eine hauchdünne 2:4-Tore-Führung für die Gäste aus dem Augsburger Land abzulesen, doch musste man bereits bis dorthin sämtliche gelben Karten gegen sich erdulden, was bedeutete fortan für harte Fouls einen Spieler zu verlieren. Denn die beiden Unparteiischen zogen ihre Linie über das Spiel hinweg durch. Erst zum Ende der ersten Halbzeit konnten sich die SGler mit 6:10 Toren leicht absetzen und diesen Vorsprung auch bis zum Halbzeitpfiff bewahren. Aus Sicht der Augsburger waren die doch sehr dürftige Chancenverwertung, sowie die fehlenden Absprachen im Defensivverband die offensichtlichsten Negativpunkte in den ersten 30 Spielminuten.

In seiner Halbzeitansprache monierte Gäste-Coach Urban, dass man konsequenter in die Aktionen gehen und geradliniger mit mehr Tempo gegen die VSC-Verteidigung agieren musste.

Nach Wiederanpfiff setzten seine Jungs alles daran diese Vorgaben umzusetzen und zügiger umzuschalten. Dennoch schlich sich im Torabschluss weiterhin Leichtsinnigkeit ein, die auch mit mangelnder Spielpraxis nicht zu erklären war. Man vergab Torgelegenheit um Torgelegenheit, sodass man die sechs Treffer Differenz um die 50. Spielminute vom Spielstand von 15:21 leichtfertig herschenkte und der jungen Mannschaft des Gastgebers noch einmal Hoffnung auf den Anschluss machte. Auch die Schiedsrichter wirkten beim Herankommen der Donauwörther ein wenig mit, sodass man den Gegner drei Minuten vor dem Ende nur noch mit Mühe auf Abstand halten konnte. Die neue Truppe der Donaustädter kämpfte erbittert gegen die Niederlage an und spielte sehr schnell nach vorne, womit die neu zusammengestellte Mannschaft der SG 1871-Gersthofen zu kämpfen hatte, letzten Endes aber dennoch siegreich mit 20:22 in die nächste Runde des BHV-Pokals einziehen konnte. Nebst dem Sieg war es Ziel der Begegnung, verletzungsfrei in die weiteren Vorbereitungswochen starten zu können, welches glücklicherweise erreicht wurde.

Die nächsten Wochen werden für die Urban-Schützlinge sehr kräftezehrend, denn um in der Bezirksoberliga zu bestehen, ist noch einiges verbesserungswürdig. Die Jungs müssen sich noch weiter einspielen, um auch als Team zusammenzuwachsen und vielleicht mit einer gewissen Underdog-Rolle im Oberhaus des Bezirks Schwaben doch ein wenig die Verhältnisse aufzurütteln.

Für die nächste Begegnung in Runde Zwei des BHV-Pokals muss der Gegner noch ermittelt werden. Doch sicher ist, dass möglicherweise eine der Topadressen für Handball in der Region der neue Sparingspartner der Augsburger wird.

Für die SG 1871-Gersthofen spielten:

Wittgen, Müller (beide Tor), Öschay (2), Kurtovic, Bossauer (3/2), Koppe B., Feistle (3), Kranz (1), Walter (3/1), Kraus, Tomov (4), Erhard (2), Reisner (2), Koppe M. (2).

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VfL Günzburg II – Herren I 25:29 (11:13)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1
Augsburger beenden die Saison mit einem Auswärtssieg beim VfL Günzburg II.

Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen bestritten die Augsburger Tigers das letzte Saisonspiel am Samstag, 13.04.2019, bei der Bayernligareserve des VfL Günzburg, welcher zu diesem Zeitpunkt noch geringe Hoffnungen auf den Aufstieg haben konnte. Das Spiel endete mit einem 25:29-Auswärtserfolg der Männer vom Meierweg.

Nach nur sehr kurzer Regenerationspause nach dem Spitzenspiel gegen den bis dato unangefochtenen BHC Königsbrunn, krönten die Augsburger Jungs eine phasenweise durchwachsene Saison mit einem Sieg im letzten Spiel. Die Vorzeichen der Partie waren gut, denn Trainer Lubos Urban konnte auf alle etatmäßigen Spieler zurückgreifen und diese waren nochmals hoch motiviert. In den ersten Zügen der Begegnung konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen, sodass nach acht Minuten ein 3:3 auf der Anzeigentafel zu erkennen war. Darauf schien es, dass die Gäste sich ein wenig absetzen konnten, doch die Günzburger konterten diesen Ansätzen effektiv und den Augsburgern fehlte im Angriff die letzte Durchschlagskraft. Mitte der ersten Halbzeit konnten die Gastgeber dann mit 9:7 Toren in Führung gehen, doch Lukas Schmölz, der noch um die Torjägerkrone der Bezirksliga Schwaben kämpfte, führte sein Team wieder heran und konnte den Rückstand ausgleichen. Dank Torhüter Winkelbauer konnten mehrere Tempogegenstöße entschärft werden, wodurch die Günzburger um einfache Tore gebracht wurden. Nach dieser noch ausbaubaren Vorstellung, gerade in Sachen Angriffsspiel, bat der tadellose Schiedsrichter die beiden Mannschaften beim Spielstand von 11:13 in die Katakomben.

In seiner Ansprache zur Halbzeit forderte der Tigers-Trainer eine geschlossene Abwehrformation und einen rascheren Spielaufbau über die erste und zweite Welle, wollte man doch die beiden Punkte mit zurück nach Augsburg nehmen.

Nachdem der Unparteiische den Ball zu Halbzeit Zwei freigegeben hatte, bot sich den Zuschauern eine in ihrer Einstellung veränderte Tigers-Truppe. Man setzte jedem Ball wieder energischer nach und versuchte die Günzburger in ihrer Spielentfaltung zu hindern, sodass man in der Offensive geduldig zu weiteren Treffern gelangte. Doch nach wenigen Minuten hatten die Bayernligareservisten durch Julian Rothbauer wieder zum 17:17 ausgleichen können. Das Positionsspiel der Augsburger Jungs wirkte zu diesem Zeitpunkt etwas fahrig und unkonzentriert wodurch sich einige technische Fehler ergaben, die der Gegner eiskalt zu nutzen wusste. Nach diesem zwischenzeitlichen Aufbäumen der Heimmanschaft nahm sich Lukas Schmölz erneut zusammen und erzielte wichtige Tore für sein Team, musste dann jedoch eine zweiminütige Zwangspause einlegen, aus welcher, die zahlenmäßig nun knapp überlegenen Günzburger, jedoch kein Kapital schlagen konnten. Dennoch gelang es ihnen in der 45. Spielminute den Anschlusstreffer zum 21:22 herzustellen. In dieser Phase konnte man den 1871ern deutlich anmerken, dass sie um alles in der Welt auch die letzten beiden zu vergebenden Punkte an den Meierweg entführen wollten und Manuel Feistle sowie Lukas Nachbaur zeigten ihre ganze Klasse und brachten die Tigers erstmals mit vier Toren Abstand auf die Siegergerade. Beim Spielstand von 21:25 sah sich der Heimtrainer genötigt eine taktische Auszeit zu nehmen, um seine Spieler neu einzustellen, doch die Gäste aus Augsburg ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und erzielten Tor um Tor, sodass nach 54 Spielminuten ein 21:28 zu Buche stand. Auch die Treffer der Günzburger Rennert und Hämmerle konnten am Erfolg der Augsburger Jungs nichts mehr ändern, sodass die Partie mit einem dann auch in der Höhe verdienten 25:29 zugunsten des Zweitplatzierten endete.

Erfreulich war auch, dass sich mit Goran Tomov ein weiterer vielversprechender, junger Akteur den Weg in die erste Herrenmannschaft erspielt hat und sich mit drei Toren glänzend einfügen konnte. Mit diesem Auswärtserfolg sicherten sich die Männer von Coach Urban endgültig den Aufstieg zurück ins Oberhaus des Handballs im Bezirk Schwaben. Zusammen mit dem BHC Königsbrunn stehen sie als Aufsteiger in die Bezirksoberliga fest, noch ist jedoch nicht geklärt wie viele Absteiger es geben wird, da es sich ankündigt, dass die zweite Garde des TSV Haunstetten den Gang aus der Landesliga Süd antreten muss und somit der TSV Haunstetten III zwangsabsteigen müsste. Gesichert ist indes, dass der VSC Donauwörth, der TSV Aichach II sowie die zweite Vertretung des TSV Schwabmünchen in die Niederungen des Handballsports im nächsten Jahr weichen müssen.

Mit diesem großen Finale gegen den VfL Günzburg II verabschieden sich die Herren würdig aus der Bezirksliga und freuen sich die kommende Spielrunde in der Bezirksoberliga bestreiten zu dürfen. Wir dürfen gespannt in die nahe Zukunft blicken und hoffen, dass Sie uns auch im neuen Spieljahr treu bleiben.

Wir möchten uns wiederholt bei Ihnen als Zuschauer und Unterstützer für eine fulminante Saison mit wenigen Tiefpunkten bedanken und verabschieden uns in die wohlverdiente Sommerpause.

Bezirksoberliga, we are back!!!  

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:

Schalk, Winkelbauer (beide Tor), Kranz M. (2), Tomov (3), Koppe B., Voit (1), Schubert, Nachbaur (6), Schmölz (11/2), Reisner (1), Feistle (5).

Quelle: Wertachanzeiger AZ vor Ort, veröffentlicht am 26.04.2019

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Herren I – BHC Königsbrunn 22:21 (12:8)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1
Tigers bezwingen Meister Königsbrunn erneut.

Das letzte Spiel vor heimischer Kulisse fand am vergangenen Donnerstag, 12.04.2019, gegen den nahezu unbesiegbaren Meister der Bezirksliga Schwaben, den BHC Königsbrunn statt. Da das Spiel aufgrund von Rutschgefahr verschoben werden musste, fand der Anwurf zu später Stunde unter der Woche statt. Nichtsdestotrotz konnten die Augsburger Tigers in diesem Kräftemessen mit 22:21 die Oberhand bewahren.

Der direkte Wiederaufstieg war bereits am vergangenen Spieltag bewältigt worden, obwohl man gegen den TSV Wertingen eine bittere Heimpleite hinnehmen musste. Doch für das Aufeinandertreffen, mit den im Hinspiel unterlegenen Tabellenführer waren alle Spieler bis in die Haarspitzen motiviert, wollte man dem Ligaprimus doch noch ein wenig die Meisterschaftsfeier versalzen. Auch die Zuschauer fanden sich ein letztes Mal für diese Handballrunde am Meierweg ein und konnten eine von Beginn an höchst engagierte Mannschaft von Coach Lubos Urban beobachten. Bastian Koppe kam glänzend in die Partie und konnte die ersten beiden Treffer für sein Team erzielen, sodass nach sechs Minuten ein 2:2-Unentschieden zu verzeichnen war. In der Abwehr versuchte man mit einer 5:1-Formation das Angriffsspiel der Gäste zu stören, was dazu führte, dass die Gäste aus Königsbrunn einige Würfe neben das Gehäuse von Elias Winkelbauer setzten. Nach knapp zehn Spielminuten schaltete sich auch der Topscorer der BHCler, Tim Sailer (139 Treffer) aktiver in das Spielgeschehen ein und konnte den Anschlusstreffer für seine Mannschaft erzielen. Nach einem Foul mussten die Gäste die erste Zwei-Minuten-Zeitstrafe akzeptieren und die Augsburger Jungs gingen erstmals mit 6:3 in Führung. Manuel Feistle kämpfte sich ein ums andere Mal durch die harte Defensivreihe, sodass man folglich mit 10:5 nach 22 Spielminuten in Front lag. Diesen recht komfortabel wirkenden Vorsprung galt es bis zur Halbzeit zu retten, um die Gemüter der eigenen Spieler und auch das aufbrausende Gemüt des Gästetrainers abzukühlen. Der Schiedsrichter bat die beiden Mannschaften mit 12:8 zugunsten des TSV Augsburg 1871 in die Pause.

Der Heimtrainer versuchte seine in voller Euphorie befindlichen Akteure in seiner Halbzeitansprache zu beruhigen, sodass man konzentriert an die zweiten 30 Minuten herangehen konnte, ohne große Aufregung zu schüren. Zu oft hatte man in dieser beinahe abgelaufenen Saison das böse Erwachen nach dem Seitenwechsel erlebt, welches nur durch mannschaftlich Geschlossenheit doch noch zu Zählbarem umgewandelt werden konnte.

Prompt kam die Antwort der Königsbrunner, welche den Wiederanpfiff kaum abwarten konnten. Diese versuchten von der ersten Minute der zweiten Halbzeit an mehr Geschwindigkeit in ihr Angriffsspiel zu bekommen und die Lücken in der Augsburger Deckung besser zu nutzen. Tor um Tor näherten sich die Gäste wieder an, sodass nach 38 Spielminuten der Anschlusstreffer zum 16:15 gelang. Dies ist vor allem einer langsamen Spieleröffnung und zu wenig Einsatzwillen in der Defensive geschuldet, da man die Rückraumshooter des BHC mehr und mehr ins Spiel kommen ließ und auch der bullige Kreisläufer mehr Platz fand. Nachdem man sich im Angriff den ein oder anderen ruhigen Angriff leistete, der beinahe im Zeitspiel endete, vollstreckte Moritz Voit sicher von Rechtsaußen bzw. von der rechten Rückraumseite und stellte eine zwischenzeitliche 19:16-Führung Mitte der zweiten Spielhälfte her. Bis zur 51. Minute sah es danach aus, dass die 1871er am heutigen Abend als Sieger vom Spielfeld gehen konnten, denn auch auf Seiten des BHC Königsbrunn machte sich eine mangelhafte Chancenverwertung breit. Durch einen Siebenmeter konnten diese erneut auf zwei Tore verkürzen und nach der Auszeit ihres Mannschaftsverantwortlichen und einer gleichzeitig verhängten Zwei-Minuten-Strafe gegen Augsburg gelang es auf 21:20 heranzukommen. Diese Tatsache nötigte TSV-Trainer Lubos Urban an der Seitenlinie dazu eine taktische Auszeit zu nehmen, um seine Jungs auf die letzten Aktionen des Spiels einzustellen. Nach 58 Spielminuten konnten die Gäste letztmals auf 22:21 verkürzen, denn in den letzten Minuten wollten die Tigers diesen wichtigen Prestigesieg nicht mehr verschenken. Eines Verlierers nicht würdig, fielen auf Seiten der Gäste zum Ende hin unschöne Worte in Richtung der Heimbank. Doch dies änderte nichts am Spielstand von 22:21, mit dem die Partie nach einem direkten Freiwurf, der seinen Weg nicht finden wollte, vom Unparteiischen beendet wurde.

Die Mannschaft hat mit diesem Spiel eindrucksvoll bewiesen, dass mit ihr immer zu rechnen ist, obwohl man sich im Verlauf der Spielrunde, gerade zum Ende hin, einige Patzer gegen vermeintlich schwächere Gegner geleistet hatte. Ferner blieb man das einzige Team, welches gegen den übermächtigen Bezirksligameister aus Königsbrunn zwei Mal siegreich vom Parkett gehen konnte. Wie man so schön sagen könnte, die Kätzchen können doch ein wenig kratzen (in Anlehnung an den Spielbericht des BHC Königsbrunn vom 12.02.2019 nachzulesen unter https://www.handball-in-koenigsbrunn.de/2019/02/12/herren-ii-bhc-reserve-fuehrt-genau-einmal-im-ganzen-spiel-und-siegt-mit-2322/). Das Finale der Saison 2018/2019 steht nun am kommenden Samstag gegen die Bayernligareserve des VfL Günzburg an. Da davon auszugehen ist, dass wie im vergangenen Jahr drei Mannschaften in die Bezirksoberliga Schwaben aufsteigen werden, könnte man den Gastgebern dabei noch ein Bein stellen, denn rein rechnerisch ist es ihnen noch möglich am bisher potenziellen dritten Aufsteiger, dem TSV Meitingen (der TSV Friedberg III kann aufgrund des Verbleibs derer zweiter Mannschaft nicht aufsteigen) sozusagen in letzter Sekunde vorbeizuziehen.

Ein herzliches Vergelt’s Gott noch einmal an die zahlreichen Besucher unserer Heimspiele. Auch für unsere letzte Auswärtsfahrt würden wir uns freuen, wenn uns ein paar treue Supporter begleiten würden.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:

Schalk, Winkelbauer (beide Tor), Kranz M. (1), Tomov, Wessoly (1), Voit (3), Schubert (1), Nachbaur (4), Schmölz (4/2), Reisner, Bossauer, Feistle (4), Koppe B. (4).

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