Das letzte Spiel vor heimischer Kulisse fand am vergangenen Donnerstag, 12.04.2019, gegen den nahezu unbesiegbaren Meister der Bezirksliga Schwaben, den BHC Königsbrunn statt. Da das Spiel aufgrund von Rutschgefahr verschoben werden musste, fand der Anwurf zu später Stunde unter der Woche statt. Nichtsdestotrotz konnten die Augsburger Tigers in diesem Kräftemessen mit 22:21 die Oberhand bewahren.
Der direkte Wiederaufstieg war bereits am vergangenen
Spieltag bewältigt worden, obwohl man gegen den TSV Wertingen eine bittere
Heimpleite hinnehmen musste. Doch für das Aufeinandertreffen, mit den im
Hinspiel unterlegenen Tabellenführer waren alle Spieler bis in die Haarspitzen
motiviert, wollte man dem Ligaprimus doch noch ein wenig die
Meisterschaftsfeier versalzen. Auch die Zuschauer fanden sich ein letztes Mal
für diese Handballrunde am Meierweg ein und konnten eine von Beginn an höchst
engagierte Mannschaft von Coach Lubos Urban beobachten. Bastian Koppe kam
glänzend in die Partie und konnte die ersten beiden Treffer für sein Team
erzielen, sodass nach sechs Minuten ein 2:2-Unentschieden zu verzeichnen war.
In der Abwehr versuchte man mit einer 5:1-Formation das Angriffsspiel der Gäste
zu stören, was dazu führte, dass die Gäste aus Königsbrunn einige Würfe neben
das Gehäuse von Elias Winkelbauer setzten. Nach knapp zehn Spielminuten
schaltete sich auch der Topscorer der BHCler, Tim Sailer (139 Treffer) aktiver
in das Spielgeschehen ein und konnte den Anschlusstreffer für seine Mannschaft
erzielen. Nach einem Foul mussten die Gäste die erste Zwei-Minuten-Zeitstrafe
akzeptieren und die Augsburger Jungs gingen erstmals mit 6:3 in Führung. Manuel
Feistle kämpfte sich ein ums andere Mal durch die harte Defensivreihe, sodass
man folglich mit 10:5 nach 22 Spielminuten in Front lag. Diesen recht
komfortabel wirkenden Vorsprung galt es bis zur Halbzeit zu retten, um die
Gemüter der eigenen Spieler und auch das aufbrausende Gemüt des Gästetrainers
abzukühlen. Der Schiedsrichter bat die beiden Mannschaften mit 12:8 zugunsten
des TSV Augsburg 1871 in die Pause.
Der Heimtrainer versuchte seine in voller Euphorie
befindlichen Akteure in seiner Halbzeitansprache zu beruhigen, sodass man
konzentriert an die zweiten 30 Minuten herangehen konnte, ohne große Aufregung
zu schüren. Zu oft hatte man in dieser beinahe abgelaufenen Saison das böse
Erwachen nach dem Seitenwechsel erlebt, welches nur durch mannschaftlich
Geschlossenheit doch noch zu Zählbarem umgewandelt werden konnte.
Prompt kam die Antwort der Königsbrunner, welche den
Wiederanpfiff kaum abwarten konnten. Diese versuchten von der ersten Minute der
zweiten Halbzeit an mehr Geschwindigkeit in ihr Angriffsspiel zu bekommen und
die Lücken in der Augsburger Deckung besser zu nutzen. Tor um Tor näherten sich
die Gäste wieder an, sodass nach 38 Spielminuten der Anschlusstreffer zum 16:15
gelang. Dies ist vor allem einer langsamen Spieleröffnung und zu wenig
Einsatzwillen in der Defensive geschuldet, da man die Rückraumshooter des BHC
mehr und mehr ins Spiel kommen ließ und auch der bullige Kreisläufer mehr Platz
fand. Nachdem man sich im Angriff den ein oder anderen ruhigen Angriff
leistete, der beinahe im Zeitspiel endete, vollstreckte Moritz Voit sicher von
Rechtsaußen bzw. von der rechten Rückraumseite und stellte eine
zwischenzeitliche 19:16-Führung Mitte der zweiten Spielhälfte her. Bis zur 51.
Minute sah es danach aus, dass die 1871er am heutigen Abend als Sieger vom
Spielfeld gehen konnten, denn auch auf Seiten des BHC Königsbrunn machte sich
eine mangelhafte Chancenverwertung breit. Durch einen Siebenmeter konnten diese
erneut auf zwei Tore verkürzen und nach der Auszeit ihres
Mannschaftsverantwortlichen und einer gleichzeitig verhängten
Zwei-Minuten-Strafe gegen Augsburg gelang es auf 21:20 heranzukommen. Diese
Tatsache nötigte TSV-Trainer Lubos Urban an der Seitenlinie dazu eine taktische
Auszeit zu nehmen, um seine Jungs auf die letzten Aktionen des Spiels
einzustellen. Nach 58 Spielminuten konnten die Gäste letztmals auf 22:21
verkürzen, denn in den letzten Minuten wollten die Tigers diesen wichtigen
Prestigesieg nicht mehr verschenken. Eines Verlierers nicht würdig, fielen auf
Seiten der Gäste zum Ende hin unschöne Worte in Richtung der Heimbank. Doch
dies änderte nichts am Spielstand von 22:21, mit dem die Partie nach einem
direkten Freiwurf, der seinen Weg nicht finden wollte, vom Unparteiischen
beendet wurde.
Die Mannschaft hat mit diesem Spiel eindrucksvoll bewiesen,
dass mit ihr immer zu rechnen ist, obwohl man sich im Verlauf der Spielrunde,
gerade zum Ende hin, einige Patzer gegen vermeintlich schwächere Gegner
geleistet hatte. Ferner blieb man das einzige Team, welches gegen den
übermächtigen Bezirksligameister aus Königsbrunn zwei Mal siegreich vom Parkett
gehen konnte. Wie man so schön sagen könnte, die Kätzchen können doch ein wenig
kratzen (in Anlehnung an den Spielbericht des BHC Königsbrunn vom 12.02.2019
nachzulesen unter https://www.handball-in-koenigsbrunn.de/2019/02/12/herren-ii-bhc-reserve-fuehrt-genau-einmal-im-ganzen-spiel-und-siegt-mit-2322/).
Das Finale der Saison 2018/2019 steht nun am kommenden Samstag gegen die
Bayernligareserve des VfL Günzburg an. Da davon auszugehen ist, dass wie im
vergangenen Jahr drei Mannschaften in die Bezirksoberliga Schwaben aufsteigen
werden, könnte man den Gastgebern dabei noch ein Bein stellen, denn rein
rechnerisch ist es ihnen noch möglich am bisher potenziellen dritten Aufsteiger,
dem TSV Meitingen (der TSV Friedberg III kann aufgrund des Verbleibs derer
zweiter Mannschaft nicht aufsteigen) sozusagen in letzter Sekunde
vorbeizuziehen.
Ein herzliches Vergelt’s Gott noch einmal an die zahlreichen
Besucher unserer Heimspiele. Auch für unsere letzte Auswärtsfahrt würden wir
uns freuen, wenn uns ein paar treue Supporter begleiten würden.
Am vergangenen Sonntag, den 17.03.2019, stand das so wichtige Derby der Damen gegen die TSG Augsburg II an. Um sich zum letzten Tabellenplatz mehr Luft zu verschaffen, musste dieses Spiel unbedingt gewonnen werden. Entsprechend motiviert gingen die Mädels in das Spiel, bei dem man dieses Mal sogar auf vier Auswechselspieler zurückgreifen konnte. Jedoch musste man sich am Ende auch hier wieder in einer wie erwartet hart umkämpften Partie mit 20:23 knapp geschlagen geben.
Der Start gestaltete sich zunächst recht holprig, denn den 1871-Damen wollte und wollte einfach kein Treffer gelingen und man vergab zahlreiche Chancen neben das Tor. Aber auch die gute Abwehrleistung der gegnerischen Torhüterin trug ihren Teil dazu bei. So sehr es die Mädels auch aus verschiedensten Positionen versuchten, gegen den direkten Tabellennachbarn wollte einfach kaum ein Tor gelingen. Auch in der Abwehr taten sich die Mädels anfangs schwer, sodass man mit einem 12:8 in die Pause ging.
Deutlich besser gestaltete sich die Abwehrhaltung in der zweiten Spielhälfte, sodass einige Bälle gewonnen und auch über Tempogegenstöße zügig im gegnerischen Tor versenkt werden konnten. So arbeitete man sich immer weiter an die Gastgeber des Spieltages heran, bis zur Mitte der zweiten Halbzeit erstmalig der Ausgleich (17:17) erzielt werden konnte. In einer kurzen Auszeit puschten die Damen sich noch einmal gegenseitig, wollte man den so dringend benötigten Sieg doch unbedingt nach Hause holen. Die Partie war in den letzten zehn Minuten ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen, mit dem besseren Ausgang für die TSG Augsburg II. Diese setzte sich in den finalen Minuten mit drei Toren ab und gewann am Ende die so wichtigen Punkte im Abstiegskampf.
Nun muss man alles mobilisieren, um doch noch einen Sieg in einem
der letzten beiden Spiele zu erzielen, was kommenden Sonntag, den 24.03.2019,
gegen den TSV Niederraunau oder in der darauffolgenden Woche gegen den TSV
Neusäß keine leichtere Aufgabe wird.
Wichtiges Zwischenziel im Abstiegskampf der Damen.
Nachdem sich die 1871-Damen durch das minimal bessere
Torverhältnis auf den vorletzten Tabellenplatz gekämpft hatten, stand mit dem
VSC Donauwörth, der aktuell auf Tabellenplatz Zwei rangiert, am Sonntag, den
10.03.2019, eine riesige Herausforderung vor den Mädels. Zusätzlich waren die
Augsburgerinnen an diesem Wochenende erneut durch zahlreiche gesundheitliche
Ausfälle geschwächt und konnten nur auf lediglich drei Auswechselspieler
zurückgreifen. Doch auch auf Seiten der Gäste war die Bank mit insgesamt neun
Personen alles andere als gut besetzt. Nach 60 Minuten Kampf um jedes Tor
endete die Partie mit einem akzeptablen Endstand von 19:26.
Da man im Hinspiel zahlreiche einfache Tore durch das
schnelle Anspiel oder Kontergegenstößen der Donauwörtherinnen hinnehmen musste,
war es das Ziel der Mädels, diese Stärke der Gegner gar nicht erst ausspielen
zu lassen. Gelang dies über weite Teile des Spiels relativ gut, musste man sich
dennoch immer wieder eingestehen, dass man sich zu viele einfache Fehler im
Rückzugsverhalten erlaubte. Dank des fehlenden Zielwassers bei einigen freien
Würfen und der tollen Torhüterleistung von Keeperin Marie war es den Gästen
aber nicht möglich sich deutlich vor den Augsburgerinnen abzusetzen. Im Angriff
kämpften die 1871-Mädels um jedes Tor und konnte durch teils schöne Anspiele
über den Kreis punkten. Mit einem Zwischenstand von 10:13 verabschiedeten sich
die beiden Teams in die Halbzeitpause.
Dass in diesem Spiel noch einiges an Verbesserungspotenzial
liegt war allen Beteiligten klar. Die zweite Halbzeit wollte man
dementsprechend im Angriff breiter und aktiver gestalten, um die Abwehr noch
mehr in Bewegung zu versetzen. Dieser Vorsatz gelang und die Mädels erkämpften
sich in der 41. Minute den Anschlusstreffer zum 15:16. Doch zunehmend traten
nun bekannte Ermüdungserscheinungen auf Seiten der Gastgeberinnen auf und die
vermehrten Fehlpässe wurden durch das Team aus Donauwörth erfolgreich genutzt.
Nachdem mit Franzi Sendl dann auch noch eine wichtige Stütze im Rückraum
verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen musste, gestaltete sich das Spiel
zunehmend zu Gunsten der Gäste. Mit einem Endstand von 19:26 gab man dem VSC
die Punkte mit ins Gepäck.
Das kommende Spiel am 17.03.2019 um 14:20 Uhr wird für die
Damen hierdurch aber noch einmal besonders brisant. Im Derby gegen die TSG
Augsburg II müssen die 1871erinnen unbedingt punkten um sich hoffentlich
dauerhaft vom letzten Tabellenplatz verabschieden zu können und noch eine
Chance auf den Klassenerhalt zu halten.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Holtz (Tor), Birk (4),
Sendl (2), Lindloff, Höfner (6), Pittner (3), Heiß, Pogacias, Schwemmreiter
(4), Anke
Sonntagnachmittag. Strahlender Sonnenschein. Etliche Spaziergänger sind auf den Gehwegen unterwegs. Man könnte sich gut vorstellen überall zu sein, nur nicht in der Sporthalle. Die Jungs der mC hingegen waren genau dort. Und zwar zu 100 Prozent, ab der ersten Sekunde. In der Abwehr wurde durch harte, aber faire Arbeit der Grundstein für den Erfolg im Angriff gelegt. Nahezu jeder Ballgewinn konnte im gegnerischen Tor versenkt werden. Die wenigen Chancen, die die Hausherren bekamen wurden glänzend pariert oder landeten am Pfosten bzw. neben dem Tor. Der Gegner erwachte erst beim 0:4 nach fünf Minuten. Der Heim-Trainer reagierte auf den verkorksten Auftritt seines Teams und nahm in der 15. Minute die erste Auszeit (2:9). Auch nach dieser kurzen Unterbrechung machten die Tiger-Jungs genau dort weiter wo sie aufgehört hatten und erkämpften einen zehn Tore Vorsprung (5:15) bis zur Halbzeit.
Die Ansprache in der Heim-Kabine schien gefruchtet zu haben, denn die Hausherren präsentierten sich in den ersten Minuten der zweiten Hälfte mit einem ganz anderen Gesicht und konnten ihrerseits zu fünf Treffern in Folge gelangen. Geschenkt wurde den Augsburger Jungs hier nun also doch nichts. Nach dieser kleinen Schwächephase zu Beginn des zweiten Spielabschnitts entwickelte sich doch noch ein spannendes Duell. Ausruhen war nicht. Wir mussten nochmal ordentlich dagegen halten um von der guten ersten Halbzeit profitieren zu können und die Punkte mit einem Endstand von 21:30 zu entführen.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Eric (Tor), Sandro (1), Benjamin (5), Markus (4), Luis (1), Ivan (5), Felix (8), Noah (6)
Die
letzte hohe Niederlage gegen den mittlerweile Tabellenführenden TSV Meitingen
steckte den Augsburger Mädels noch im Hinterkopf, als sie am 22.02.2019 die
Fahrt nach Schwabmünchen antraten. Ohne mitreisenden Trainer waren die Damen an
diesem Tag zudem ganz für sich selbst verantwortlich. In der Hinrunde musste
man gegen das Team des TSV Schwabmünchen II eine recht deutliche Niederlage
hinnehmen, obwohl man hier bereits über weite Teile des Spiels zeigte, dass man
mit den Gegnern durchaus mithalten konnte. Ein ähnliches Bild bot sich den
Zuschauern vergangenen Samstag erneut, doch dank großen Kampfgeistes bis zur
letzten Minute fiel das Ergebnis mit einem Endstand von 25:22 weit nicht so
deutlich aus wie im letzten Aufeinandertreffen.
In
den ersten Minuten der Partie schien es für die Augsburgerinnen wie verhext.
Zwar erspielte man sich in nahezu jedem Angriff gute Chancen, doch der Ball
wollte einfach nicht den Weg an der Schwabmünchner Torhüterin vorbei finden,
die keinerlei Mühe hatte die halbhohen Würfe zu entschärfen. Erst in der achten
Minute, als die Gastgeberinnen bereits mit vier Toren in Front lagen gelang der
erste Treffer für die 1871er durch Jennifer Schmatkow. Doch auch das zweite Tor
ließ ganze weitere zehn Minuten auf sich warten. Nur dank einer soliden
Abwehrarbeit und einer gut aufgelegten Sandra Stohrer im Tor gelang es den
Schwabmünchnerinnen nicht sich deutlicher abzusetzen. Mit diesem zweiten Tor
schien jedoch endlich der Bann gebrochen und das Glück kehrte zu den Mädels
zurück, denn nun fand der Ball vermehrt den Weg ins Eckige und auch die
Abwehrformation der Augsburgerinnen agierte noch gefestigter. So entwickelte
sich in den letzten zehn Minuten ein offener Schlagabtausch, bei dem allerdings
der TSV Schwabmünchen immer knapp die Oberhand behielt. Mit einem Zwischenstand
von 9:8 verabschiedeten sich die Teams in die Halbzeitpause.
Die
Mädels nutzten die Halbzeitpause um sich zu erholen, zu besprechen und sich
gegenseitig zu motivieren, denn ein Sieg war zu diesem Zeitpunkt in greifbarer
Nähe. Hoch motiviert trat man mit den besten Vorsätzen zurück auf das
Spielfeld. Jedoch ähnlich wie zu Beginn der ersten Halbzeit wollte den 1871-Damen
einfach nichts gelingen. Tor um Tor vergrößerte sich die Führung der
Gastgeberinnen bis auf 21:13 und es deutete sich erneut ein Endergebnis an, das
den Spielverlauf nicht adäquat widerspiegelt. Doch nach einem Timeout, das die
Mädels nutzten, um sich noch einmal komplett neu zu ordnen und endlich wieder
Ruhe in das eigene Spiel zu bekommen ging erneut ein Ruck durch das Team. In
einer rasanten Aufholjagd in den letzten zehn Minuten der Partie pirschten sich
die Augsburger Mädels innerhalb kürzester Zeit wieder bis auf drei Tore an das
Heimteam heran, das durch den plötzlichen Umschwung sichtlich überrumpelt war.
Wären zu diesem Zeitpunkt noch fünf Minuten länger zu spielen gewesen, wäre der
Sieg erneut in greifbare Nähe gerückt, doch so mussten sich die 1871-Damen nach
60 gespielten Minuten leider mit einem Endstand von 25:22 erneut geschlagen
geben.
Dennoch
hat sich der Kampf um jedes dieser Tore gelohnt, denn dank des Torverhältnisses
konnten die Damen erneut den letzten Tabellenplatz verlassen. Dies sollte für
die Mädels Ansporn genug sein im nächsten Spiel gegen den VSC Donauwörth am
10.03.2019 die gleiche Entschlossenheit und Aufopferungsbereitschaft auf das
Parkett zu bringen.