Schlagwort: Herren I

Herren I – TSV Wertingen 21:23 (9:9)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1
Erste Niederlage der Rückrunde gegen Wertingen.

Das letzte planmäßige Heimspiel der Saison 2018/2019 fand am vergangenen Samstagabend, 06.04.2019, zwischen dem TSV 1871 Augsburg und den Gästen vom TSV Wertingen statt. Nach einer sehr zerfahrenen Partie mussten sich die Tigers erstmals in der Rückrunde damit abfinden, dass der Gegner mit 21:23 die Punkte vom Meierweg entführte.

Nachdem man in der Woche zuvor beim SV Mering nur zu einem Unentschieden gekommen war, galt es diesen leichten Dämpfer schnell wieder abzuhaken und erneut zum Angriff zu blasen. Trainer Lubos Urban konnte zu seinem Glück auf eine voll besetzte Bank zurückgreifen und forderte von seinen Mannen folglich eine temporeiche und körperlich präsente Spielweise. Aus dem Hinspiel war bekannt, dass den Tigers eine sehr robust und hart agierende Abwehr gegenüber stand und man sich durch schnellen Kombinationshandball einfache Tore erspielen musste. Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Spielaufbau und technischen Fehlern fanden die TSV-Cracks nach drei Spielminuten das erste Mal den Weg vorbei am Gästekeeper. In der Defensive zeigte man den in der Tabellenmitte befindlichen Wertingern, wer der Herr im Haus ist, musste jedoch nach eher harmlosen Aktionen direkt Verwarnungen und eine Zweiminutenstrafe von den Unparteiischen hinnehmen. Nach acht Minuten hatte sich eine enge Partie entwickelt, in der man knapp mit einem Tor in Front lag. Angestachelt von den zahlreichen Zuschauern legten die Augsburger Jungs nun endlich den Schalter um und man konnte bis zur 17. Minute mit 8:4 davonziehen. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer, denn das bis dahin souverän agierende Schiedsrichterduo schickte nach, für den Zuschauer und Spieler nicht nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheidungen gleich drei Spieler der Heimmannschaft mit einer Zweiminutenstrafe vom Spielfeld, sodass man sich einer zahlenmäßig überlegenen Gästetruppe entgegensah. Die Wertinger hatten sichtlich Mühe trotz des personellen Vorteils Gewinn aus dieser Situation zu schlagen, sodass die Lubos-Schützlinge lediglich zwei Treffer in Unterzahl erhielten. Nachdem man im Angriff um einige Möglichkeiten gebracht worden war und die Nerven nur noch am seidenen Faden hingen, schlichen sich zusätzlich auch noch technische Fehler und Aufgeregtheit in das eigene Spiel. Das aus den siegreichen Begegnungen der letzten Wochen bekannte Tempospiel über die erste und zweite Welle fand quasi nicht statt und das Aluminium schien an diesem Abend für die Augsburger Jungs gepachtet zu sein. Daraus resultierte auch der Pausenstand von 9:9.

In seiner Halbzeitansprache schärfte Coach Urban seinen Spielern ein sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und vor allem durch schnelle Tore das Momentum auf seine Seite zu bringen. Auch die fahrlässige Chancenverwertung bot Anlass zu Tadel.

Nachdem die zweiten 30 Minuten eingeläutet waren bot sich jedoch ein gänzlich anderes Bild. Die Gäste aus Wertingen setzten die Vorgaben ihres Trainers überzeugend um und konnten nach 38 gespielten Minuten erstmals mit 11:14 in Vorsprung gehen. Endlich besannen sich die Tigers eines Besseren und versuchten durch temporeichen Ballvortrag zu einfachen Toren zu gelangen, denn man musste der aggressiven Abwehr der Gäste im Positionsangriff zunehmend Tribut zollen. Angesichts des Rückstandes war es tragisch, dass Lukas Nachbaur nach erbittertem Kampf am Kreis nach einem Foul verletzungsbedingt das Spiel beenden musste. Tor um Tor kämpften sich seine Mitspieler wieder an die enteilten Wertinger heran und Lukas Schmölz konnte in der 47. Minute zum 15:15 ausgleichen. Nachdem die erste Zweiminutenstrafe auf Seiten der Gäste gegen Julian Hofbaur ausgesprochen worden war, legte auch Moritz Voit nach und konnte wichtige Tore von der Außenposition erzielen. Die Geschwindigkeit, mit der der Ball durch die Reihen gepasst wurde erhöhte sich zusehends und es war nicht abzusehen, wer diese hitzige Partie für sich entscheiden konnte. Die Schiedsrichter blieben ihrer, aus Augsburger Sicht, etwas unglücklichen Linie auch weiterhin treu. Nichtsdestotrotz hielten die Tigers mit und konnten vier Minuten vor Spielende noch einmal per Siebenmeter den Ausgleich zum 21:21 erzielen. Daraufhin nahm der Trainer der 1871er seine Auszeit, um sein Team für die letzten Spielminuten einzustellen und vielleicht mit der richtigen Stellschraube doch noch den Erfolg zu erwirken. Leider wurde ein Foulspiel an Lucas Schubert, der von der linken Außenposition Richtung Tor absprang vom Schiedsrichtergespann nicht als solches gewertet, sodass nur 22 Sekunden vor dem Ende der Wertinger Matthias Reitenauer mit seinem Treffer die Entscheidung zugunsten der Gäste markieren konnte. Das letzte Tor des Spiels war lediglich Ergebniskosmetik zum 21:23 Auswärtserfolg des TSV Wertingen, welcher dadurch seinen Rang im Mittelfeld des Klassements festigen konnte.

Nach den zuletzt schwächeren Leistungen blicken die Augsburger Jungs nun der finalen Woche entgegen, in der sich am Donnerstagabend um 20:30 Uhr das Nachholspiel gegen den Meister der Bezirksliga Schwaben zuträgt, da das regulär angesetzte Spiel aufgrund der Unbespielbarkeit der Halle kurzfristig abgesagt werden musste. Die Gewährleistung eines verletzungsfreien Spiels für beide Mannschaften konnte aufgrund eindringenden Schmelzwassers durch die Hallendecke nicht verantwortet werden, ganz zum Unverständnis der hoch motivierten Königsbrunner. Ziel der Tigers wird es sein, den BHClern, wie im ersten Saisonspiel bereits bewiesen, das Meistersüppchen ein wenig zu versalzen und den Kommentaren nach dem abgesagten Spiel ein wenig die Spitzzüngigkeit zu nehmen. Rein rechnerisch darf man den Jungs bereits zum direkten Wiederaufstieg gratulieren, obgleich das letzte Wörtchen von Verbandsseite noch nicht gesprochen ist, liegen sie doch zwei Spiele vor Schluss mit vier Punkten Abstand vor den nächsten aufstiegsberechtigten Meitingern. Das letzte Spiel der aktuellen Handballrunde findet dann am folgenden Samstag um 17:30 Uhr auswärts beim VfL Günzburg II statt, welcher zusammen mit den Augsburgern in der Vorsaison abgestiegen war.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Unterstützern für den Besuch unserer Heimspiele und würden uns freuen den ein oder anderen Zuschauer am Donnerstagabend begrüßen zu dürfen.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:

Schalk, Winkelbauer (beide Tor), Kranz M., Koppe B. (1), Tomov, Wessoly, Voit (6), Schubert (1), Nachbaur (3), Schmölz (7/3), Reisner, Feistle (3).

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SV Mering – Herren I 26:26 (11:13)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1
Nur ein Punkt gegen den SV Mering.

Der TSV 1871 Augsburg konnte sich trotz einer Führung über die gesamte Länge der Spielzeit am 30.03.2019 nicht gegen den SV Mering durchsetzen und musste sich letztendlich mit einem 26:26 Unentschieden zufrieden geben.

Die Marschroute für die letzten vier Begegnungen wurde von Trainer Lubos Urban klar vorgegeben: durch maximalen Einsatz sollte die volle Punkteausbeute eingefahren werden. Hierfür musste erst einmal die große Hürde Mering genommen werden, die den Augsburgern auch schon in der Hinrunde große Probleme bereitete. Zudem gab es in diesem Spiel ein erneutes Wiedersehen mit dem langjährigen Spieler Patrick Kasten, der in dieser Begegnung gegen seinen Vater Udo antreten musste. Obwohl die Tigers berufsbedingt auf Bastian Koppe und Torhüter Elias Winkelbauer verzichten mussten, konnte Trainer Urban auf einen vollen Kader setzen, da Goran Tomov, Maximilian Wessoly, Jorge Manuel Mendes und Alexander Schalk verfügbar waren.

Augsburg erwischte zu Beginn der Partie auch einen guten Start und zog relativ schnell mit 0:3 davon. Man hatte den Rückraum der Hausherren im Griff und auch die Außenspieler kamen nicht an Udo Kasten vorbei. Im weiteren Verlauf schlichen sich jedoch Nachlässigkeiten, sowohl im Angriffs- als auch im Abwehrspiel, ein. Mehrere klare Torchancen wurden vergeben, darunter auch drei Tempogegenstöße. Im Defensivverbund offenbarten sich im Spielverlauf die Probleme bei der Deckungsarbeit gegen den Rechtsaußen Martin Leuprecht, der ein ums andere Mal einnetzen konnte. Statt davonzuziehen gaben die Augsburger bis zur Halbzeitpause einen weiteren Treffer Vorsprung ab und mussten mit 11:13 in die Kabine gehen.

Mit Beginn der zweiten Hälfte kam wieder frischer Schwung in das Spiel der Tigers. Innerhalb von vier Minuten wurde der Spielstand auf 11:17 gestellt. Kurz danach begann jedoch eine Phase mit zahlreichen Zeitstrafen gegen Augsburg. Innerhalb weniger Minuten kam die Heimmannschaft ganz nah heran, indem das Spiel nahezu ausschließlich über die Außenspieler lief. So musste man kurz nach der 40. Spielminute den Anschlusstreffer zum 18:19 hinnehmen. Bedingt durch einen Zwischenspurt der Augsburger, wirkte es so, dass der Treffer zum 20:23 in der 50. Minute einen vorentscheidenden Charakter hatte. Durch einige harte Regelauslegungen durch die Schiedsrichter wurde dieser Trend jedoch jäh gestoppt, da sich der TSV 1871 in der Schlussphase nahezu durchgängig in Unterzahl befand. Diesen Umstand nutzte der SV Mering insbesondere in Person von Martin Leuprecht, der sich bis zum Spielende insgesamt 13 Mal in die Torschützenliste eintragen konnte. Neun Sekunden vor Ablauf der Spielzeit erzielte er den Ausgleichstreffer und entriss den Augsburgern somit den sicher geglaubten Sieg.

Letztendlich müssen sich die Tigers über die eigene Leistung ärgern, da man vor allem in der ersten Hälfte zahlreiche Hochkaräter ausgelassen hat. Für die ausstehenden Partien besteht die Zielsetzung weiterhin darin, möglichst jedes Spiel siegreich zu gestalten. Dies gilt es unter Anderem auch in der nächsten Heimbegegnung am 06.04.2019 gegen den TSV Wertingen umzusetzen. Die Partie in der Hinrunde konnten die Männer aus dem Augsburger Norden nur knapp für sich entschieden, sodass auch in dieser Begegnung viel Spannung zu erwarten ist. Da es sich hierbei um das letzte Heimspiel dieser Saison an einem Samstag handelt, würden sich die Herren des TSV 1871 Augsburg um besonders viel Unterstützung freuen.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:

Kasten, Schalk (TW), M. Kranz, Tomov (1), Wessoly (5), Voit (4), Schubert (1), Nachbauer (5), Schmölz (4), Mendes, Bossauer (1/1), Feistle (5)

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Herren I – VSC Donauwörth 24:21 (11:12)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1
Heißer Kampf am Meierweg endet ohne Blessuren für den TSV 1871.

Das Rückspiel zwischen dem gastgebenden TSV 1871 Augsburg und den, im Hinspiel stark spielenden Männern vom VSC Donauwörth fand am Samstagabend, 23.03.2019 statt und endete nach großer Aufopferungsbereitschaft mit 24:21 für die Tigers.

Anpfiff zum nächsten Kracherspiel war zu gewohnter Zeit um 19:30 Uhr, sodass die Spieler von Trainer Lubos Urban wieder ihren gewohnten Rhythmus fanden. Da die zweite Mannschaft zuvor ihre Begegnung ausgetragen hatte, konnte der Tigerscoach mehrere Spieler in die erste Mannschaft nachberufen, sodass die Ersatzbank gut gefüllt war. Mit Jorge Manuel Mendes durfte sogar ein Neuzugang sein Debüt im Dress der Grünen feiern. Nach nur zwei Minuten führte man mit 2:0, doch plötzlich wollten auch die Gäste aus Donauwörth an der Partie teilhaben und hielten fortan bis zur achten Spielminute munter mit. Moritz Voit auf der Rechtsaußenposition verwandelte sicher und ließ dem Gästekeeper keine Chance an den Ball zu kommen, sodass sich die Augsburger Jungs mit 7:4 leicht absetzen konnten. Doch der Siebtplatzierte wollte sich keinesfalls abhängen lassen und legte seinerseits nach und verkürzte Tor um Tor den Vorsprung der 1871er bis schließlich sogar eine hauchdünne Führung von 7:8 Toren Mitte der ersten Halbzeit für die Donaustädter auf der Anzeigentafel zu lesen war. Um diesen knappen Vorteil zu bewahren agierten die Gäste vehement in der Abwehr und konnten sich in der 20. Minute nur durch ein grobes Foulspiel helfen. Das Schiedsrichtergespann zückte die rote Karte, da ein freier Wurf auf das Tor durch den Griff in den Wurfarm verhindert wurde. Dass das Gästeteam diese Hinausstellung allemal verkraften konnte, zeigten diese bestimmt und allen voran Valentin Friedewold führte sein Team zur knappen 11:12-Pausenführung für die Gäste. 

In der Kabine fand der Trainer der Augsburger Jungs deutliche Worte, denn wollte man das Spiel gewinnen, so musste man eine gute Schippe nachlegen. Die Donauwörther wollten sich ihren Schneid nicht so leicht abkaufen lassen und man war aus dem Hinspiel gewarnt, dass zu große Lässigkeit und mangelnde Chancenverwertung die zwei wichtigen Punkte schnell zerrinnen lassen konnten.

Nach Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern eine von der Einstellung her veränderte Tigertruppe, welche sich in der 36. Spielminute den Ausgleich zum 13:13 erspielte und fortan bissiger in der Abwehr agierte. Getrieben von schnellen Ballgewinnen und tollen Torwartparaden, konnten die Augsburger auf 18:14 davonziehen und die Messe schien gelesen zu sein, doch die an diesem Tag sehr konzentriert zu Werke gehenden Donauwörther ließen nicht locker und kämpften sich erneut auf nur ein Tor Rückstand heran. Kurzzeitig hatte man das Gefühl, dass die Lubos-Schützlinge die beiden Punkte noch aus der Hand geben würden, denn im Angriff wurden reihenweise hochkarätige Tormöglichkeiten ausgelassen, doch dank des an diesem Tag starken Rückhalts durch Elias Winkelbauer im Tor, hatte dieser Vorsprung bis zum Spielende bestand. Obwohl man sich in der entscheidenden Spielphase erneut eine unnötige Zweiminutenstrafe einhandelte, behielt man diesmal einen kühlen Kopf und besiegelte den nächsten Erfolg im Kampf um den direkten Wiederaufstieg. Die Partie endete mit 24:21 zugunsten des TSV Augsburg 1871.

Dank einer tollen Mannschaftsleistung kann man nun guter Dinge in die nächste Begegnung gegen den momentan auf Rang acht befindlichen SV Mering gehen, gegen den möglicherweise erneut ein Vater-Sohn-Duell bevorsteht. Die Meringer werden gut daran tun, die zwei Punkte in heimischer Halle zu behalten, denn die Männer um Ex-Augsburg-Spieler Patrick Kasten befinden sich, ebenso wie die besiegten Donauwörther, mitten im Abstiegsstrudel. Lediglich diese zwei Punkte trennen in der Bezirksliga Schwaben das Schlussquintett von der roten Laterne. Anpfiff zum Duell zwischen dem SV Mering und der ersten Herrenmannschaft des TSV 1871 Augsburg ist am kommenden Samstag, den 30.03.2019 um 19:00 Uhr in der Eduard-Ettensberger-Halle. Nachdem der TSV Friedberg III in Meitingen überraschend Punkte liegen lassen musste, könnten die Augsburger bereits am kommenden Wochenende, mit ein wenig Schützenhilfe aus Günzburg, Rang Zwei im Endklassement sichern.

Wir freuen uns natürlich wieder über jeden, der sich dieses Handballschmankerl nicht entgehen lassen will und vielleicht den nächsten Sieg, gegebenenfalls den Wiederaufstieg mit uns feiern möchte.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Winkelbauer (Tor), Kranz M. (1), Koppe B., Mendes, Wessoly (2), Voit (5), Schubert, Nachbaur (1), Schmölz (10/3), Reisner, Feistle (3).

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TSV Bäumenheim – Herren I 28:32 (12:10)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1
Tigers beißen sich zurück ins Spiel.

Die letzte Begegnung in der Bezirksliga Schwaben führte die Augsburger Tigers am vergangenen Samstag, 16.03.2019, zu eher ungewohnter Anwurfzeit zum TSV Bäumenheim. Im Hinspiel konnte man dem Gegner sehr klar in seine Schranken weisen und auch im Rückspiel waren die Augsburger siegreich und konnten knapp mit 28:32 gewinnen.

Ohne Stammtrainer im Gepäck reiste man in die sehr niedrig gebaute Mehrzweckhalle nach Bäumenheim, die mehr einer Theaterstätte glich, denn einer Sporthalle. Die Enge der Halle und die Nähe der Zuschauer am Spielfeldrand versetzte die Augsburger Jungs offensichtlich in Bedrängnis und man agierte in den ersten Minuten sehr zaghaft im Angriff, sodass sich bis zur zwölften Minute kein Ball in das Gehäuse der Gastgeber verirren wollte. Erst durch einen Siebenmeter wurde der Offensivgeist der Tigers geweckt und es entwickelte sich ein Spiel, welches auf Messers Schneide stand. Trotz Toren von Kranz und Nachbaur gelang es den favorisierten 1871ern nicht in Führung zu gehen, denn der sehr agile Spielmacher der Bäumenheimer, Jago Heinisch, konnte seine Mitspieler durch schnelle Körpertäuschungen immer wieder eindrucksvoll in Szene setzen und die Gästedeckung versagte mehrmals auf ganzer Linie. Kurz vor der Halbzeit waren die, auf dem vorletzten Tabellenplatz befindlichen Bäumenheimer auf drei Tore enteilt, sodass man sich ernsthafte Sorgen machen musste, ob man den Gegner nicht doch zu sehr auf die leichte Schulter genommen hatte. Den Treffer zum 12:10 Halbzeitstand markierte, der überragend kämpfende Lukas Schmölz.

In der Halbzeitansprache merkte Aushilfstrainer Fischer an, dass man entschiedener mit höherer Geschwindigkeit auf das Tor der Heimmannschaft spielen musste, um letztlich das Blatt noch einmal wenden zu können.

So gesagt, besannen sich die Tigers wieder auf ihre schnelle Mitte und man konnte den Pausenrückstand bereits bis zur 35. Spielminute egalisieren. In der Defensive trat man den Angreifern nun aktiv und entschlossen entgegen und konnte sich so einige Bälle erkämpfen, welche im Tempogegenstoß prompt verwandelt wurden. Nach kurzer Diskussion, ob des Gebrauchs von Haftmittel, welches in dieser Halle verboten ist, und einer Sichtkontrolle durch das Schiedsrichtergespann, wurde das Spiel fortgesetzt. Nach einer unglücklichen Abwehraktion auf der rechten Angriffsseite, musste Maximilian Kranz mit der roten Karte vom Spielfeld. Dies nahmen seine Teamkameraden jedoch zum Anlass um endlich das gewohnt starke Angriffsspiel zu eröffnen. Bastian Koppe, der Denker und Lenker der Augsburger, setzte sich wiederholt gegen seinen direkten Gegenspieler durch und verschaffte den Augsburgern die erste Führung nach der Hinausstellung. Postwendend glichen die Gastgeber diesen knappen Vorsprung jedoch aus. Erst in der 46. Spielminute durfte man sich nach einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe für Bäumenheim erstmals über eine Zwei-Tore-Führung freuen. Doch diese Freude war nur von kurzer Dauer, denn das Team um den verletzten Topscorer der Gastgeber, Thomas Reissner (96 Saisontreffer) suchte das Heil in der Flucht nach vorne. Nachdem sich auch die Gäste wieder mit einer kurzen Spielpause für Moritz Voit abmühen mussten, konnte das Heimteam zum letzten Mal auf 23:23 ausgleichen. In der turbulenten Endphase des Spiels nutzte Trainer Fischer sein Teamtimeout effektiv und verschaffte seinen Jungs eine kurze Auszeit, um ihnen letzte Anweisungen für die verbleibenden Minuten zu geben. Diesen knappen Vorsprung galt es über die Zeit zu bringen und nachdem auch die Umstellung der Bäumenheimer hin zu einer Mann-Mann-Deckung nicht von Erfolg gekrönt war, konnten die Augsburger Tigers ihren achten Sieg in Folge mit einer starken Mannschaftsleistung mit 28:32 feiern.

Diese weiße Weste hat nun schon seit dem 15.12.2018 bestand und soll auch im Rückspiel gegen den VSC Donauwörth, welcher sich gegenwärtig auf Tabellenrang Sieben befindet, bestand haben. Anpfiff zu dieser wegweisenden Partie ist am kommenden Samstag, den 23.03.2019 zu gewohnter Anwurfzeit um 19:30 Uhr am Meierweg. Aus dem Hinspiel ist Coach Lubos Urban sehr wohl bewusst, dass man die Gäste von der Donau auf keinen Fall unterschätzen darf, denn diese unterlagen dem Klassenprimus BHC Königsbrunn 09 im letzten Spiel nur sehr knapp mit 22:24. Da die Donauwörther dieses Jahr akut abstiegsgefährdet sind, denn nur zwei Punkte trennen sie von der roten Laterne, dürfte auch hier zu erwarten sein, dass das Team um jeden Zentimeter kämpfen wird. Dank der Unterstützung der hoffentlich wieder zahlreichen Anhänger, sollten die Tigers den Gästen sprichwörtlich das Wasser abgraben können und die wichtigen Punkte im Kampf um den direkten Wiederaufstieg für sich verzeichnen können.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:

Winkelbauer (Tor), Kranz M. (2), Koppe B. (2), Voit (4), Schubert, Nachbaur (3), Schmölz (12/4), Reisner, Bossauer (3/1), Feistle (6).

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Herren I – TSV Schwabmünchen II 29:22 (14:8)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1
1871er setzen Siegesserie gegen Schwabmünchner Reserve fort.

Am vergangenen Samstag, 09.03.2019, begegneten sich die im Positivtrend befindlichen Augsburger Tigers und der recht abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz rangierende TSV Schwabmünchen II zum Punktekampf in der Halle am Meierweg. Das Kräftemessen mit sehr ungleichen Voraussetzungen endete, nach einer mit Strafzeiten gesäten Partie, mit 29:22 für die Hausherren, welche damit ihre Aspirationen auf den direkten Wiederaufstieg untermauerten.

Im Hinspiel konnte man den Gegner trotz Anfangsschwierigkeiten recht deutlich in seine Schranken weisen. Dies zu wiederholen galt es im Kampf um Platz Zwei zu zeigen, denn nur ohne sich Patzer in vermeintlich leichten Spielen zu leisten, kann man am TSV Friedberg III in der Tabelle vorbeiziehen und dessen neuerliche Auswärtsschwäche nutzen. Dennoch standen die Vorzeichen in Sachen personeller Ausstattung für Trainer Lubos Urban ungünstig, denn mit Lukas Schmölz meldete sich ein wichtiger Schlüsselspieler ab. Aufgrund der aktuell doch länger werdenden Ausfallliste war die Mannschaft auf lediglich acht Feldspieler zusammengeschrumpft, sodass man auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen musste. Unglücklicherweise verletzte sich die Aushilfskraft im zuvor stattfindenden Spiel und die Bank war nahezu unbesetzt.

Von Beginn an wollte man den Gästen zeigen, wer denn der Herr im Haus war und so langte man in der Defensive in den ersten Minuten etwas übereifrig zu und erhielt prompt die Quittung für eher harmlos anmutende Fouls. Im Angriff versuchte man zunächst mit der Brechstange zum Torerfolg zu kommen und konnte sich dadurch direkt zwei Siebenmeter erarbeiten, welche von Eduard Bossauer mit hundertprozentiger Sicherheit verwandelt wurden. Nach zehn Minuten führte man mit 4:1 Toren, doch nach der ersten Zwei-Minuten-Strafe der Begegnung gegen Moritz Voit drehte sich das Blatt und die Schwabmünchner gelangten durch einfach herausgespielte Tore zum 4:4-Ausgleich. Ehe man sich versah, hatte sich ein knapper Spielverlauf abgezeichnet, wobei den Tigers in dieser Phase die nötige Cleverness im Torabschluss fehlte. In der Defensive versuchte man sich zwar gegenseitig zu motivieren, doch ließ man die nötige Konsequenz im Handeln vermissen, sodass sich die Gästetruppe aus Schwabmünchen bis zur 19. Spielminute in Schlagdistanz halten konnte. Der Spielertrainer der Gäste und sein Assisstent auf der Bank verordneten ihrer Mannschaft in der 23. Minute eine Auszeit, welche jedoch zur Folge hatte, dass sich das Team von Trainer Lubos Urban durch schöne Treffer von Maximilian Kranz endlich auf eine erleichternde 14:8-Pausenführung absetzten konnte.

In der Kabine mahnte der 1871-Coach seine Mannen abermals nicht zu leichtfertig mit dieser Führung umzugehen, denn noch waren 30 Minuten intensiven Handballs zu spielen. Trotz reduzierter Personaldecke forderte er seine Männer auf weiter ein hohes Tempo im Angriff zu gehen, denn über das schnelle Gegenstoßspiel versprach man sich einfache Tore.

Direkt nach Wiederanpfiff konnte man diese Forderung umsetzen und erhöhte den Vorsprung auf sieben Tore, doch in der Abwehr wurden harmlose Aktionen hart mit Zwei-Minuten-Strafen geahndet, was sich den TSV-Cracks teils nicht erschloss und zu Diskussionen mit dem Unparteiischen führte. Daraufhin musste Bastian Koppe bereits nach 37 Minuten mit der roten Karte infolge dreier Zwei-Minuten-Strafen das Feld verlassen, sodass sich die Bank zusehends leerte. Nachdem man sich von diesem Schreck erholt hatte, legten Maximilian Kranz und der Topscorer des Abends Manuel Feistle eine Serie hin und brachten ihr Team mit 20:12 Toren in Front. Angespornt von den guten Leistungen ihrer Mannschaftskameraden besannen sich auch die bislang recht erfolglos agierenden Mitspieler auf das Torewerfen, wodurch man in der 48. Minute mit 23:14 führte. Wiederholt jedoch waren einige Schiedsrichterentscheidungen nicht direkt nachvollziehbar, sodass sich ein weiterer 1871er eine rote Karte einhandelte. Fortan musste man hoffen, dass kein verletzungsbedingter Ausfall hinzukam, da die Bank von der 48. Spielminute nur noch von den Mannschaftsverantwortlichen besetzt war. Gänzlich unbeirrt von den Geschehnissen war Eduard Bossauer vom Siebenmeterpunkt und netzte zielsicher ein. Ein wenig überrumpelt war man in dieser Spielphase von der taktischen Maßnahme des Gästetrainers, welcher wie bei der WM 2019 bereits zu sehen war, auf den Torhüter verzichtete und stattdessen einen siebten Feldspieler einsetzte, um eine permanente Überzahlsituation im eigenen Angriff herbeizuführen. Dadurch konnten die Schwabmünchner den zwischenzeitlichen 9-Tore-Vorsprung kurzzeitig wieder auf sieben Tore reduzieren, was aber auch einer schlechten Chancenverwertung der Augsburger zu verdanken war. Den Schlusspunkt für den TSV 1871 markierte Manuel Feistle mit seinem zehnten Treffer an diesem Abend, dem nur noch von Ergebniskorrektur der Gäste folgte. Das Spiel endete 29:22 für den nun auf Tabellenplatz Zwei gekletterten TSV 1871 Augsburg.

Die nächste Partie für die erste Herrenmannschaft findet am nächsten Samstag, den 16.03.2019 um 17:30 Uhr beim TSV Bäumenheim, gegen den im Hinspiel bereits ein Kantersieg gelandet werden konnte, statt. Mit gestärkter Brust können die Herren in diese Begegnung starten, denn man konnte durch den Zweipunkterfolg gegen den TSV Schwabmünchen erstmals in dieser Saison den TSV Friedberg III vom zweiten Tabellenplatz, der vermutlich den direkten Wiederaufstieg ermöglicht, verdrängen.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:

Winkelbauer (Tor), Kranz M. (7), Koppe B., Voit (4), Schubert (2), Nachbaur (1), Reisner (1), Bossauer (4/4), Feistle (10).

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TSV Meitingen – Herren I 22:28 (20:12)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1
Tigers bleiben in der Erfolgsspur gegen Meitingen.

Im letzten Rundenspiel gegen den TSV Meitingen galt es, die im Hinspiel erlittene bittere Heimpleite wieder gut zu machen. Das Lubos-Team setzte alles daran und konnte nach Schwierigkeiten in Halbzeit Eins das Ruder rechtzeitig herumreißen und einen dann ungefährdeten 22:28-Erfolg feiern. Somit bleibt man im neuen Handballjahr noch unbezwungen und blickt optimistisch auf die nächsten Aufgaben.

Wie zuletzt gegen den Gegner aus Aichach war man aus der Hinrundenpartie gewarnt, denn zu Hause ließ man gegen die Meitinger wichtige zwei Punkte liegen, was der eigenen Unkonzentriertheit in den letzten Minuten geschuldet war. Damit sich dies nicht wiederholen sollte, fokussierte man sich in der Vorbereitung auf diese schwere Begegnung darauf schneller von der Defensive in den Angriff umzuschalten. Zu Beginn gelang dies den Augsburgern überhaupt nicht und man musste ab der siebten Spielminute ständig einem Rückstand hinterherrennen. Die Hausherren setzten den Tigers in der Anfangsphase eine harte, aber faire Abwehrformation entgegen, die die 1871er vor unerwartet große Probleme stellte und nur sehr mühsam durchdrungen werden konnte. Aus dieser sicheren Defensive heraus legten die Meitinger los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und konnten zahlreiche einfache Tore aus dem Tempogegenstoß oder der zweiten Welle erzielen. Auf Seiten der Augsburger war das Angriffsspiel zu bewegungsarm und der Ball wollte nicht so recht laufen, sodass man nur dank Lukas Schmölz und Maximilian Kranz zumindest den Anschluss halten konnte. Die Gastgeber agierten im Angriff überwiegend über den Kreisspieler sowie im Eins-gegen-Eins auf den Außenpositionen und man ließ sich dort auf einige Scharmützel ein, woraus mehrere vermeidbare Zeitstrafen resultierten. Kurze Verwirrung herrschte auf dem Spielfeld in dieser Phase des Spiels dennoch, denn die beiden Damen am Zeitnehmertisch waren mit der Spieluhr für den Moment überfordert. In all dieser Hektik und Aufregung nahm Coach Urban seine erste Auszeit, um sein Team neu zu ordnen. Daraufhin kehrte wieder Ordnung in den Abwehrverband und das Angriffsspiel ein, sodass man das Blatt bereits zur Halbzeitpause wenden konnte und sich mit einer knappen 9:11-Führung in diese begeben konnte.

In der Halbzeitansprache appellierte der Mannschaftsverantwortliche an seine Männer, dass diese unbedingt temporeicher zu Werk gehen mussten und in der Verteidigung körperlich sowie geistig präsenter sein mussten.

Unverändert betraten die Augsburger Jungs das Parkett zum Anpfiff der zweiten Spielhälfte und versuchten direkt die taktischen Vorgaben umzusetzen. Dies gelang ausgesprochen gut, denn der TSV Meitingen erzielte zwischen der 31. und der 39. Spielminute kein einziges Tor, was auch der hervorragenden Torhüterleistung von Elias Winkelbauer zu verdanken ist. Zusammen mit einer engagierten Deckungsarbeit vereitelte der Torwart zahlreiche gute Möglichkeiten der Heimmannschaft und konnte somit maßgeblich zu dieser starken Phase des Spiels beitragen. Erst nach einer Auszeit von Trainer Christian Olmer fand dessen Team wieder den Weg ins Eckige, doch der Abstand zu den Augsburgern war bereits auf acht Tore angewachsen. Nach 39 Spielminuten konnten die wenigen mitgereisten Unterstützer ein Zwischenergebnis von 10:18 an der Anzeigentafel erblicken. Diesen Vorsprung wollte man in den verbleibenden 20 Minuten wahren beziehungsweise noch ausbauen. Doch aus unzähligen vorangegangenen Spielen war den Tigers sehr wohl bewusst, dass gerade in solchen Phasen die Konzentration oft nachließ und sich der Gegner wieder heranpirschen konnte. Im Hinspiel war dies bereits so geschehen und brachte ein böses Erwachen für die Augsburger mit sich als diese sich mit 23:25 in der eigenen Halle geschlagen geben mussten. Diesmal sollte es anders kommen, denn die Herren bissen sich regelrecht in die Partie. Eine von Bastian Koppe gut formierte 5:1-Abwehr konnte, abgesehen von wenigen einfachen Toren von der rechten Außenposition, die gegnerischen Angriffsbemühungen in Schach halten und der Gastgeber konnte bis zur 51. Spielminute lediglich auf minimal sieben Treffer Differenz herankommen. In den letzten Atemzügen der Partie merkte man den Gästen durchaus an, dass dieser Kampf zurück ins Spiel Kräfte gekostet hatte und man die Spielgeschwindigkeit etwas reduzierte. Infolgedessen gelang es den Meitingern den Endstand von 22:28 herbeizuführen, da sich auch die Trefferquote auf Seiten der Augsburger Jungs verschlechterte. Dieser Auswärtserfolg war letzten Endes mehr als verdient, denn man besann sich kurz vor der Halbzeitpause seiner eigenen Stärken und konnte den Meitingern Paroli bieten. Ausgehend von einer stark verbesserten Defensive konnte man sich in den zweiten 30 Minuten auch in der Offensive deutlich steigern.

Diesen positiven Trend in die nächste Partie nach der Faschingspause mitzunehmen muss oberste Priorität haben, denn um die Tabellenspitze nicht aus dem Blick zu verlieren darf man sich auch gegen den vermeintlich schwächeren Gegner TSV Schwabmünchen II keinen Patzer leisten, obwohl dieser derzeit das Schlusslicht des Klassements bildet. Anpfiff zur Begegnung unter ungleichen Voraussetzungen ist am Samstag, den 09.03.2019 um 19:30 Uhr am Meierweg. Zuvor findet das Spiel der männlichen C-Jugend gegen den TSV Gersthofen um 15:30 Uhr, sowie das Kräftemessen der zweiten Mannschaft gegen den DJK Augsburg-Hochzoll um 17:30 Uhr statt. Alle Teams freuen sich auf lautstarke Anfeuerungsrufe von der Tribüne und wünschen eine narrische Faschingszeit.

Auf geht’s Tigers, kämpfen und siegen!

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:

Winkelbauer (Tor), Kranz M. (1), Koppe B., Koppe M., Voit, Schubert (2), Nachbaur (4), Schmölz (8/1), Reisner (5), Bossauer (1/1), Feistle (7).

TSV Meitingen - TSV 1871 Augsburg Herren I
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Herren I – TSV Aichach II 38:24 (20:12)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1
Kantersieg gegen den Letztplatzierten

Nachdem das letzte Spiel gegen den BHC Königsbrunn wetterbedingt verschoben werden musste, stand am vergangenen Wochenende mit dem, derzeit auf dem letzten Tabellenplatz rangierenden TSV Aichach II, ein nicht zu unterschätzender Gegner auf dem Parkett gegenüber. Das Spiel endete mit 38:24 zugunsten der Augsburger Kätzchen, wie der BHC Königsbrunn in seinem letzten Spielbericht titulierte.

Aus dem Hinspiel Anfang der Saison in Aichach war bekannt, dass man auch Kontrahenten, die vermeintlich ob der Position am Ende des Klassements, nicht auf die leichte Schulter nehmen durfte. So vergab man im Herbst beinahe einen zur Halbzeit recht ungefährdet anmutenden Auswärtssieg und konnte nur knapp mit 30:31 die beiden Punkte nach Augsburg entführen. Dass sich dies nicht wiederholte, setzte Coach Lubos unter der Woche alles daran, seine aufgrund der grassierenden Grippewelle personell sehr ausgedünnte Mannschaft auf das Spiel einzustellen. Glücklicherweise waren bis zum Samstagabend nahezu alle Spieler der Stammbesetzung wieder mit an Bord, sodass man aus dem Vollen schöpfen konnte.

Die ersten Minuten der Partie gehörten dem ebenfalls wiedergenesenen Maximilian Kranz, der mit großer Sicherheit von der Kreisläuferposition verwandelte und die Deckung der Gäste schier in den Wahnsinn trieb. Durch diese einfachen Tore konnte man sich bereits nach nur 14 Spielminuten erstmals mit sechs Toren absetzen. In der Defensive agierten die Tigers souverän und ließen die harmlosen Angriffe der Aichacher verpuffen. Unglücklicherweise verletzte sich der Linksaußen Alexander Kranz zu Ende der ersten Halbzeit an der Schulter und konnte das Spiel nicht fortsetzen. Bis zur Halbzeitpause blieb der Vorsprung nahezu konstant, denn man ließ zahlreiche einfache Torgelegenheiten aus Leichtfertigkeit aus, ganz zum Ärger des Trainers. Beim Spielstand von 20:12 Toren wurden die Seiten gewechselt.

Coach Lubos Urban bekräftigte in der Halbzeitansprache, dass sein Team nicht locker lassen sollte, denn aus vorangegangenen Begegnungen und auch dem Hinspiel war bekannt, dass die Gegner etwaige Schwächen nutzen würden um das Spiel wieder ausgeglichener zu gestalten. Hoch motiviert traten seine Schützlinge zurück auf das Spielfeld und wollten den Worten Taten folgen lassen. An diesem Samstagabend sollte zum Gefallen der zahlreichen Anhänger keine Gefahr mehr für einen Heimerfolg bestehen. Die Gäste aus Aichach fanden kaum Mittel die Abwehrreihen zu durchbrechen und auch Elias Winkelbauer im Tor entschärfte einige Würfe erfolgreich. Nach 45 Minuten war auf der Anzeigentafel ein Zwischenstand von 30:18 zu lesen. Infolgedessen konnte allen Spielern genügend Spielzeit eingeräumt werden, sodass sich auch die Nachkömmlinge aus der letztjährigen A-Jugend langsam in den Herrenbereich eingliedern können und Seniorenluft schnuppern durften. Den Schlusspunkt der Partie auf Seiten der Augsburger setzte, der an diesem Abend glänzend aufgelegte Maximilian Kranz mit seinem neunten Treffer. Die Schlusssirene beendete den Schlagabtausch beim Stand von 38:24 für die Heimmannschaft.

Nachdem man auch das zweite Spiel in Folge zu Hause erfolgreich gestalten konnte, ist der Kontakt zum Spitzenduo aus Friedberg und Königsbrunn weiterhin vorhanden und man konnte sich vor dem Verfolger aus Meitingen behaupten. Genau gegen den TSV Meitingen gilt es am kommenden Samstag, den 23.02.2019 um 19:00 Uhr im Auswärtsspiel zu bestehen. Das Hinspiel hatte man mit 23:25 verloren und ist somit auf Wiedergutmachung aus, um den direkten Widersacher auf Distanz zu halten. Die Augsburger Jungs freuen sich auf jeden mitreisenden Unterstützer, um die kleine Siegesserie nicht einreißen zu lassen und sich ein Fünkchen Hoffnung auf den direkten Wiederaufstieg machen zu können.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:

Winkelbauer (Tor), Kranz M. (9), Koppe B. (1), Kranz A., Schubert (3), Wessoly (3), Schmölz (12/1), Reisner (3), Koppe M. (2), Feistle (5), Krizanovic.

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Herren I – TSV Friedberg III 30:21 (16:11)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1

Erster Heimerfolg im Jahr 2019 für die Tigers vor Geisterkulisse.

Auf das erste Spiel des neuen Handballjahres musste die erste Herrenmannschaft des TSV 1871 Augsburg bis zum vergangenen Wochenende warten, denn das Duell mit dem Spitzenreiter aus Königsbrunn musste aufgrund eindringenden Wassers verschoben werden.

Sodass es am letzten Samstag das sehnlichst erwartete Aufeinandertreffen mit der dritten Garde des TSV Friedberg gab, in welchem man sich für die deutliche Auswärtsschlappe revanchieren wollte. Das Spiel endete letztlich mit einem in dieser Höhe überraschenden 30:21-Erfolg für die Tigers.

Das Spiel stand unter dem Vorzeichen nicht weiter Punkte im harten Kampf um die Aufstiegsplätze liegen zu lassen. Seitens des Verbandes leiteten die gleichen Schiedsrichter wie schon im Hinspiel die Begegnung, die für ihre klare Linie bekannt waren, sodass man sich gewiss sein durfte für ungeschickte Abwehraktionen postwendend auch Zeitstrafen zu erhalten. Nach nur zwei Minuten verhängten die Unparteiischen die erste doppelte Zweiminutenstrafte, diesmal jedoch für die Gegner. Motiviert ging man von Anfang an in der Abwehr zu Werke und hinderte die Gäste an einfachen Torerfolgen. Im Gegenzug gelangen in der Anfangsphase mehrere schöne Spielzüge, was dafür sorgte, dass man sich bereits nach elf Minuten auf 8:3 Tore absetzen konnte. Man merkte den Friedbergern deutlich an, dass im Vergleich zum Hinspiel eine gänzlich anders aufgestellte Mannschaft auf dem Parkett stand. Nachdem sich die Hektik der ersten Spielminuten gelegt hatte konnten die 1871er endlich die Früchte für die harte Arbeit in der spielfreien Zeit ernten und nach 30 Spielminuten baten die Schiedsrichter die beiden Teams beim Spielstand von 16:11 in die Kabinen.

In der Halbzeitansprache bekräftigte Coach Lubos Urban mehrfach, dass man weiterhin konsequent seine Chancen nutzen musste, wollte man nicht ein böses Erwachen nach 60 Minuten wie schon so oft in dieser Spielzeit erleben. In der Defensive forderte er noch mehr positive Stimmung um den Verbund zu stärken.

Nach Wiederanpfiff nahmen sich Tigers-Shooter Manuel Feistle und der an diesem Tag glänzend aufgelegte Lukas Nachbaur ein Herz und markierten die nächsten Treffer für ihre Mannschaft, sodass man nach 40 Minuten mit zehn Toren Vorsprung führte und der Gästetrainer sich genötigt sah eine Auszeit zu nehmen, um seine an diesem Tag zu harmlos agierenden Spieler neu einzuschwören. Einzig Matthias Lang bot den Tigers Paroli und verhinderte durch seine insgesamt zehn Treffer einen größeren Abstand. Erfreulich auf Seiten der Gastgeber war zudem, dass Trainer Urban Gelegenheit hatte alle Spieler einzusetzen und sich nahezu jeder Spieler in die Torschützenliste eintragen durfte. Der Vorsprung von zehn Toren hielt sich über weite Teile der zweiten Hälfte konstant, sodass der Heimsieg diesmal nicht in Gefahr war. Den Schlusspunkt des Abends setzte Maximilian Kranz, der sieben Sekunden vor Spielende zum 30. Mal für die 1871er einnetzte. Das Endergebnis dieser im Vorfeld eher heiklen Partie lautete 30:21 für den TSV 1871 Augsburg, der sich dadurch weiterhin Sichtkontakt zum Führungsduo bewahrt hat.

Durch diesen wichtigen Heimerfolg rückte die Tabellenspitze weiter zusammen und mit dem TSV Meitingen hat sich ein nächster Verfolger näher herangepirscht, dem sich die Lubos-Schützlinge im Hinspiel leider knapp geschlagen geben mussten. Spannung ist gewiss in der Handball Bezirksliga Schwaben. Aus diesem Grund freuen sich die Tigers auch im nächsten Heimspiel am 16.02.2019 um 19:30 Uhr gegen den TSV Aichach II auf hoffentlich wieder lautstarke und frenetische Unterstützung von den Rängen.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:

Winkelbauer, Schalk (beide Tor), Kranz M. (2), Koppe B., Koppe M. (2), Kranz A. (2), Schubert (3), Nachbaur (7), Schmölz (5/2), Reisner (2), Kandzora (1), Feistle (6).

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Herren I – VfL Günzbug II 31:26 (10:11)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1
Erfolgreicher Jahresabschluss für die Tigers.

Den letzten Auftritt im Kalenderjahr 2018 gestalteten die Herren I des TSV 1871 Augsburg erfolgreich, indem die Gäste vom VfL Günzburg II mit 31:26 bezwungen werden konnten.

Die Vorzeichen standen ungewöhnlich gut, denn Trainer Lubos Urban hatte einen nahezu vollbesetzten Kader zur Verfügung, um in die letzte Begegnung der Hinrunde zu gehen und möglichst erfolgreich gegen die Bayernligareserve des VfL Günzburg zu agieren. Die Gäste waren bis zum Spielbeginn der ärgste Verfolger der Mannen aus dem Augsburger Norden, gefolgt von einem relativ breiten Mittelfeld in der Tabelle. Aus diesem Grund appellierte Trainer Urban vor Spielbeginn an seine Mannschaft, wie wichtig es wäre sich ein komfortables Punktepolster zu erarbeiten, ehe man sich in die Weihnachtspause verabschieden dürfte.
Während der Woche wurden offensive Abwehrformationen einstudiert, um dem wurfgewaltigen Rückraum der Legostädter keine Möglichkeiten zur vollen Entfaltung ihres Könnens zu gewähren. Zumindest in den ersten Minuten gelang es leider noch nicht die Zielsetzung zu erfüllen. Die Günzburger nutzten allzu oft die Lücken in der löchrigen Abwehr aus, sodass vorerst nicht auf Rückraumabschlüsse zurückgegriffen werden musste. Hinzu gesellten sich auf der eigenen Seite noch zahlreiche vergebene Torchancen, da es trotz mehrerer Möglichkeiten nicht gelingen wollte Tempogegenstöße erfolgreich abzuschließen. Bis zum Spielstand von 5:8 nach ungefähr 15 gespielten Minuten konnten die Hausherren dem Spiel nicht ihren Stempel aufdrücken. Im Anschluss traten allerdings insbesondere Manuel Feistle und Lukas Schmölz hervor und egalisierten den Rückstand mit starken Einzelaktionen binnen weniger Minuten. Lediglich eine Nachlässigkeit kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgte dafür, dass die Gäste mit einem 10:11 den Seitenwechsel durchführten.

Insbesondere diese letzten zehn Minuten vor dem Pausentee ließen das Gefühl aufkommen, dass der gastgebende TSV 1871 die dominierende Mannschaft darstellte und ein Punktgewinn keineswegs außer Reichweite war. Diesen positiven Zwischenspurt nahm Trainer Urban als Anlass, um sein Team für einen entschlossenen Auftritt in den verbleibenden 30 Minuten zu motivieren.
Den besseren Start erwischten jedoch wiederum die Legostädter, da man im eigenen Angriffsspiel zu ideenlos agierte und sich somit keine klaren Torchancen erspielte. Erst ab der 40. Minute zeigten die Tigers ihr wahres Können, als Kreisläufer Lukas Nachbauer mehrfach gekonnt in Szene gesetzt wurde und erneut Lukas Schmölz dem Spiel die entscheidende Wendung gab. Die erste Führung konnten die Augsburger in der 49. Minute durch einen Doppelschlag feiern, sodass sich die Gäste gezwungen sahen eine Auszeit zu nehmen, um sich neu aufzustellen. Die Tigers wollten sich jedoch die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen und setzten ihren Erfolgskurs fort. Insbesondere die Schlussphase in den letzten fünf Minuten bot einige ansehnliche Aktionen für die Zuschauer in der Halle am Meierweg. Den sehenswerten Schlusspunkt setzte letztendlich wieder Kapitän Lukas Schmölz durch einen erfolgreich abgeschlossenen Kempatrick.

Der TSV 1871 Augsburg konnte sich somit mit 31:26 durchsetzen, den Vorsprung auf die Verfolger vergrößern und durch die Niederlage der Friedberger Reserve gegen Königsbrunn zudem die Distanz auf Platz 2 verringern. Die Zielsetzung für die Rückrunde besteht darin weiterhin souverän aufzutreten und möglichst viele Punkte einzusammeln, damit man die Rückkehr in das schwäbische Oberhaus realisiert. Die Rückrunde wird am 26.01.2019 mit einem Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Königsbrunn eingeläutet. Die Herren I danken an dieser Stelle allen Unterstützern und Freunden für das ausklingende Jahr 2018. Wir freuen uns darauf auch im Jahr 2019 gemeinsam anzugreifen.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Kasten, Schalk (TW), M. Kranz, B. Koppe (1), M. Koppe (1), A. Kranz, Voit (3), Schubert, Nachbauer (6), Schmölz (11/2), Bossauer (1/1), Feistle (8), Krizanovic

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TSV Wertingen – Herren I   20:21 (11:9)

TSV 1871 Augsburg Herren I Saison 2018/2019_1

Kraftakt sichert knappen Auswärtserfolg in Wertingen

Das Aufeinandertreffen in der Bezirksliga Schwaben zwischen dem TSV Wertingen und dem TSV 1871 Augsburg fand am letzten Samstag (08.12.18) statt und endete nach heißem Kampf mit 20:21 für die Tigers.

Da sich die Personalsituation bei den Augsburger Jungs nach dem kurzfristigen Ausfall von Rückraumspieler Moritz Voit weiter angespannt hat, holte man sich weitere Perspektivspieler aus der zweiten Mannschaft ins Boot, um gegen die körperlich rustikal auftretenden Gastgeber gegenhalten zu können. Coach Lubos Urban mahnte eindringlich den geforderten Tempohandball umzusetzen, da man im Positionsangriff definitiv die körperliche Härte zu spüren bekommen würde.

Bereits zu Beginn ließen die Gastherren aufhorchen und überrannten die Augsburger mehrmals im Tempogegenstoß. Selbst konnte man nicht wie gewohnt direkt in die erste Welle übergehen, da das Schiedsrichtergespann sehr penibel auf die korrekte Ausführung der Abwürfe achtete. Somit hatte man Probleme ins Spiel zu finden, zumal man sich zunächst einmal an die harte Gangart der Wertinger anpassen musste. Zudem waren einzelne Akteure zu sehr mit sich, den Schiedsrichtern oder Zuschauern beschäftigt und nicht ganz bei der Sache. Zu den beiden Herren in Schwarz sei angemerkt, dass diese vom nächsten Gegner VfL Günzburg stammten und direkt klar machten, dass sie Fouls gnadenlos ahnden würden, indem sie Lukas Schmölz bereits nach drei Minuten mit der ersten Zeitstrafe des Spiels belegten, welche einem verhältnismäßig eher harmlosen Foul folgte.

Dass ein torarmes Spiel drohte, konnte man schon nach wenigen Minuten erahnen. In der Abwehr hatten die Tigers sichtlich Mühe die geduldig spielenden Gastgeber in Schach zu halten und man musste mehrere vermeidbare Treffer über sich ergehen lassen. Nach knapp neun Minuten führten die engagiert zu Werke gehenden Wertinger überraschenderweise mit 6:4 Toren, woraufhin der Coach der 1871er eine taktische Auszeit nahm, um seine Mannschaft neu einzustellen. Insbesondere die Rückwärtsbewegung, welche bis dahin noch mangelhaft, gelinde gesagt nicht vorhanden war, sollte wieder funktionieren. Dadurch wollte man leichte Gegentreffer aus dem schnellen und präzisen Abwurf des Keepers der Hausherren erfolgreicher unterbinden, da diese langen Pässe zumeist ungehindert ihr Ziel fanden. Aus eigenen Überzahlsituationen verschaffte man sich zu wenig Erfolgsmomente, da man zu hastig und ungeduldig, aus teils sehr schlechtem Winkel abschloss und das Tor verfehlte. Nach 30 Minuten des Spielens ohne erkennbaren roten Faden verschwanden die Männer beim Spielstand von 11:9 zur Pausenansprache in die Kabinen.

Betretene Gesichter sah man hier, denn man hatte sich mehr ausgerechnet für die ersten 30 Minuten. Man musste in der zweiten Halbzeit wieder zu einer stabileren Abwehrformation gelangen, um dann im Angriff besonnen die Lücken zu suchen. Mit Feuereifer verließen die Augsburger Tigers die Katakomben und machten sich daran das Besprochene direkt umzusetzen.

Man fand besser in die zweite Halbzeit hinein, doch fehlte in der Abwehr immer noch der nötige Biss. Nach 37 Spielminuten konnten die Wertinger auf 14:11 davoneilen und man hatte große Probleme diesen Vorsprung auszugleichen. Zwar gelang es mehr und mehr die schnellen Tempogegenstöße zu unterbinden, dennoch trat man weiterhin zu zögerlich auf die Rückraumschützen heraus, sodass diesen einige schöne Tore gelangen. Nach knapp 46 Minuten ging endlich ein Ruck durch die bis dato harmlosen Tigers und das Abwehrspiel verbesserte sich merklich. Aus dieser sicheren Defensive heraus konnte man mit zunehmender Dauer wieder mit einer schnellen ersten Welle glänzen und Manuel Feistle, mit sieben Treffern erfolgreichster Augsburger an diesem Abend, konnte sich immer wieder gegen seine Gegenspieler durchsetzen und einnetzen. Als logische Konsequenz konzentrierte sich die Abwehr immer mehr auf den Rückraumshooter, sodass auch andere Akteure sich leichter taten und so kam es, dass man in der 51. Minute erstmals seit der sechsten Minute zum 18:18 ausgleichen konnte. Eduard Bossauer verwandelte treffsicher vom 7-Meter-Punkt und brachte die Tigers damit zurück ins Spiel. Die 6:0-Deckung der Augsburger biss sich nun förmlich in den Angreifern fest und luchste ihnen den Ball ab oder hinderte die Herren in Dunkelblau am Torabschluss. In der 56. Minute hatte sich das Blatt gewendet und die Gäste gingen erstmals mit zwei Toren in Führung. Der Trainer der Heimmannschaft stellte infolgedessen auf eine offensive Mann-Mann-Verteidigung um, um zu schnellen Ballgewinnen zu kommen und doch noch einmal in Führung zu gehen. Maximilian Wessoly markierte jedoch 40 Sekunden vor Abpfiff mit seinem Treffer zum 20:21 den hart erkämpften Auswärtssieg, auch wenn die Wertinger in der letzten Sekunde noch einen Freiwurf zugesprochen bekamen. Letztlich ist dieser Erfolg unter dem Titel „Arbeitssieg“ zu verbuchen, dennoch offenbarte er das phasenweise psychisch zerbrechliche Auftreten der Tigers. Ende gut, zwei Punkte im Sack. Mund abputzen und weitermachen.

Denn der nächste Kracher vor Weihnachten wartet bereits am nächsten Samstag, den 15.12.2018 um 19:30 Uhr. Am Meierweg zu Gast ist dann die zweite Mannschaft des VfL Günzburg, die man so schon aus der letztjährigen Saison kennt und welche bislang erst eine Partie in der Fremde gewinnen konnte. Die Herren aus Günzburg sind zudem der direkte Verfolger der Augsburger Jungs, weswegen diese Begegnung einiges an Brisanz verspricht. Insgesamt wirkt die Liga sehr ausgeglichen, denn vom Tabellenvorletzten, dem TSV Aichach II, bis hin zum dritten Platz liegen nur vier Punkte Differenz. Darum muss versucht werden, die beiden Zähler in der eigenen Halle zu behalten, um sich etwas Luft auf die weiteren Ränge zu verschaffen und um das Spitzenduo nicht aus dem Blick zu verlieren.

Für den TSV 1871 Augsburg spielten:

Winkelbauer, Schalk (beide Tor), Wessoly (1), Kranz M., Koppe B., Schwarz, Schubert, Nachbaur (3), Schmölz (4), Reisner (3), Bossauer (3/3), Feistle (7).

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