Am kommenden Wochenende greift nun auch die erste Mannschaft ins Spielgeschehen ein, doch die neue Saison unter Coronavorzeichen wirft ihre langen Schatten voraus. Nachdem die Handballsaison 2019/2020 jäh durch das Infektionsgeschehen abgebrochen wurde, sieht sich Lukas Schmölz nun mit zahlreichen zusätzlichen Aufgaben konfrontiert. Schmölz hatte die Mannschaft nach dem Abschied von Lubos Urban, während der Saison übergangsweise übernommen, um den Klassenerhalt zu sichern. Doch soweit war es auf dem Parkett aus allseits bekannten Gründen nicht gekommen. Der Saisonabbruch hatte zur Folge, dass es lediglich Aufsteiger, jedoch keine Absteiger gab. Folglich darf die erste Herrenmannschaft erneut in der Bezirksoberliga Schwaben antreten.
Während des sportlichen Lockdowns waren die Männer um Neu-Trainer Schmölz nicht untätig, denn sie wurden ab Anfang Juni wöchentlich mit Trainingsplänen versorgt und bemühten sich die Grundlagen in Sachen Ausdauer und Kraft zu legen. Ein Betreten der Sportanlagen war unterdes nicht gestattet, sodass nur das Hometraining blieb. Mit den ersten Lockerungen im Breitensport konnte auch das gemeinsame Training in Kleingruppen unter Einhaltung der Hygienevorschriften starten. Aufgrund all dieser, oft sehr kurzfristig verkündeten Entwicklungen, war die diesjährige Vorbereitung wohl eine der schwierigsten seit langem. Gerade zu Beginn merkte man den Spielern den coronabedingt höchst unterschiedlichen Fitnesszustand an, welcher sich von Einheit zu Einheit verbesserte, sodass man mit gutem Gewissen von einer physisch gut vorbereiteten Truppe sprechen kann.
All den negativen Umständen zum Trotz gibt es durchaus auch positive Meldungen. Mit Freude konnte Lukas Schmölz feststellen, dass zwei altbekannte Gesichter den Weg zurück nach Augsburg gefunden haben. Moritz Voit kehrt nach einjähriger Weltreise zurück und verstärkt die Mannschaft auf der rechten Rückraumseite bzw. Außenposition. Außerdem schnürt mit Andreas Polz, ein weiterer Rückkehrer die Schuhe für die SG, der mit seiner Landesligaerfahrung mit Sicherheit ein wenig Rückhalt bieten kann. In beiden Spielern sieht Lukas Schmölz eine Vervollständigung der Mannschaft sowohl im Rückraum, als auch in der Defensive.
Im Teil der Vorbereitung, welcher in der Halle stattfinden konnte, legte man besonderen Wert auf eine rasche Vorwärtsbewegung in der ersten und zweiten Welle, welche ein Schlüssel zum Erfolg in dieser Saison sein soll. Das ausgegebene Saisonziel „Klassenerhalt im Mittelfeld der Liga“ ist bewusst vorsichtig formuliert, da man aus der Vergangenheit nur zu genau weiß, dass es nur wenige Spieltage benötigt um sich am Tabellenende wiederzufinden.
Saisonstart ist am 17.10.2020 beim TSV Bobingen[UPDATE, 16.10.2020: Absage des Spiels – Neuer Termin ausstehend], welchen man in der Vorsaison zwei Mal bezwingen konnte. Die Singoldstädter waren mit ihrer letztjährigen Leistung nicht zufrieden und rechnen sich für die neue Spielzeit dank einer gereiften Mannschaft größere Chancen in der Bezirksoberliga aus. Auch auf Seiten der SG macht man sich Hoffnungen die bevorstehende Partie für sich entscheiden zu können, obwohl man eine robuste Mannschaft erwartet, welche über das schnelle Umschaltspiel zum Torerfolg kommen möchte. Wenngleich es einige unbekannte Variablen gibt, gilt es das erste Spiel mit der nötigen Konzentration anzugehen, um siegreich in die Saison starten zu können.
Im Zuge der Saisonvorbereitung wurde von der Abteilungsleitung für die beiden Spielstätten ein individuelles Hygienekonzept erarbeitet, welches zur Anwendung kommt um Zuschauern das Mitfiebern in der Halle ermöglichen zu können, sofern es die amtlichen Vorgaben gestatten.
Wir freuen uns auf eine spannungsreiche und verletzungsarme Bezirksoberligarunde 2020/2021, die leider stets unter dem Damokles-Schwert namens COVID-19 zu schweben droht und ein ebenso abruptes Ende finden könnte wie die vorangegangene Saison.
Gegen die Mannschaft aus Bäumenheim hatten die Jungs der SG 1871 Gersthofen II noch etwas gutzumachen. Die Leistung im Hinspiel konnte man wohl kaum als Handball bezeichnen, darauf wies auch Coach Alexander Fischer nochmal hin. Unglücklicherweise konnte er diesmal aber nur einen sehr überschaubaren Kader ins Rennen schicken, sodass Benjamin Koppe sein Comeback auf der Platte geben musste. Sage und schreibe zwei Auswechselspieler standen somit einer prall gefüllten Gästebank entgegen.
Der Beginn verlief für die Hausherren leider nicht nach Maß. Bäumenheim konnte den dynamischen Matthias Klement immer wieder gut in Szene setzen, wodurch dieser mehrfach unbedrängt einnetzen konnte. Die Augsburger wehrten sich jedoch nach Kräften, sodass das Match bis zum Spielstand von 6:9 nach 16 gespielten Minuten noch völlig offen war. Durch eigene Ungeschicktheit, sowie der einen oder anderen diskutablen Schiedsrichterentscheidung konnten die Gäste teils in doppelter Überzahl die sich bietenden Räume nutzen und das Ergebnis binnen kurzer Zeit auf 6:13 stellen. Auch eine Auszeit Fischers brachte an diesem Nachmittag keine deutliche Besserung, weswegen nach 30 gespielten Minuten bereits ein deutlicher 8:16 Rückstand aus Sicht der Tiger auf der Anzeigetafel stand.
Fischer wies in der Halbzeitpause darauf hin, dass es offensiv wie defensiv phasenweise durchaus Lichtblicke gab. Diese galt es somit zu wiederholen und natürlich den Rückstand zu verkürzen. Auch die Passivität der Außen- und Kreisspieler wurde bemängelt. Wie zu erwarten taten sich die Herren der SG 1871 Gersthofen II aber auch im zweiten Durchgang schwer. Dies lag zum einen daran, dass die konditionellen Unterschiede der Teams nun langsam deutlich wurden, zum anderen verschenkte man einige Bälle unnötig durch Abspielfehler und immer wieder falsche Entscheidungen zum falschen Zeitpunkt. Die sehr ungleichmäßig verteilten Zeitstrafen taten ihr Übriges dazu (8 Zeitstrafen für die SG, lediglich eine für Bäumenheim). Die Gäste kontrollierten somit die Partie, bauten den Vorsprung immer weiter aus und konnten so einen ungefährdeten 17:33 Sieg mit nach Hause nehmen.
Für die Jungs der SG 1871 Gersthofen II wird es nun langsam eng, nochmal zu punkten, um wenigstens die rote Laterne an die TSG Augsburg zurückzugeben.
Für die SG 1871 Gersthofen spielten: Udo Kasten (Tor), Andrei Lungu (3), Niklas Fischer (4), Benjamin Koppe, Mathias Ziernhöld (2/1), Maximilian Öschay (3), Patrick Stiegelmair (4/1), Alexander Kranz, Manfred Fröhlich.
Vierte Niederlage in Folge – Aufbäumen der Augsburger kommt zu spät
Am Samstagabend, 07.03.2020 fanden sich die Gäste aus
Göggingen am Meierweg ein, um die nächsten zwei wertvollen Zähler auszufechten.
Nach einer starken zweiten Halbzeit gelang es den Gastgebern aus Augsburg nicht
dem Tabellenführer ein Bein im Kampf um die Meisterschaft zu stellen und sie
unterlagen mit 26:27.
Trotz Corona-Virus kamen zahlreiche Zuschauer aus Göggingen
und Augsburg an den Meierweg, um die Partie zwischen dem unangefochtenen
Spitzenreiter aus Göggingen und der nun etwas abstiegsbedrohten SG 1871
Augsburg zu verfolgen. Lukas Schmölz an der Seitenlinie der Augsburger konnte
nur auf eine sehr begrenzte Anzahl von Spielern zurückgreifen, sodass man sich
die Kräfte einteilen musste. Nichtsdestotrotz forderte er von seinen Männern,
volles Tempo zu gehen, um die Defizite im Positionsangriff über einen schnellen
Ballvortrag über die erste und zweite Welle wettzumachen. Gewillt dem Ligaprimus
die Sause zu vermiesen legte man zügig los und konnte mit 2:0 in Führung gehen,
doch die Abwehr war noch nicht so recht auf der Platte, sodass man dem
Kreisläufer zu viel Raum gewährte und dieser nur noch durch Foulspiel gestoppt
werden konnte. Göggingen konnte durch drei Siebenmeter, den anfänglichen Rückstand
in eine 3:4-Führung umwandeln. Raphael Thoms (TSV Göggingen) ließ Michael
Müller im Tor der Augsburger bei seinen Strafwürfen keine Chance. Dass man sich
in der Defensive steigern musste, war angesichts mehrerer Tore nach klassischem
Abräumen über die Außenspieler zu erkennen. Ein wenig übermotiviert, tatkräftig
zuzupacken musste man bereits nach neun Spielminuten die zweite Zeitstrafe
gegen den Abwehrchef Bastian Koppe hinnehmen, welcher fortan auf der
Außenposition zum Einsatz kam, um nicht Gefahr zu laufen frühzeitig mit einer
roten Karte vom Feld geschickt zu werden. Leider kam nach zwölf Minuten die eigene
Angriffsmaschinerie ins Stocken, denn man fand schlichtweg kein probates Mittel
mehr um die, auf eine offensive 3:2:1-Deckung umgestellte, Gögginger Abwehr zu
durchbrechen. Die Stoßbewegung fand nur sehr sporadisch auf die Nahtstellen
statt und man versuchte aus dem Standhandball heraus zum Torerfolg zu kommen,
was ungemein schwerer war. Auch in der Verteidigung vermisste Trainer Lukas
Schmölz die Querbewegung und das Übergeben seiner Jungs. Zu passiv und teils
auch gedanklich zu langsam ließ man die Gögginger gewähren, sodass diese ihren
Vorsprung bis zur 22 Spielminute auf 8:13 Tore ausbauen konnten. Beim
Spielstand von 10:15 zugunsten der Gäste aus Göggingen beendeten die beiden Schiedsrichter
die erste Halbzeit und baten die Mannschaften in die Kabinen.
Lukas Schmölz zeigte, dass er mit den ersten 15 Minuten durchaus zufrieden war, da man hier den Ball laufen ließ und folglich auch zu Toren kam. Die Defensivarbeit war dem Coach jedoch ein Dorn im Auge, denn hier musste man unbedingt zulegen und miteinander gegen den Angreifer stehen, sodass man weitere Zwei-Minuten-Zeitstrafen vermeiden konnte und nicht unnötig eine Unterzahlsituation heraufbeschwor. Auch die klägliche Chancenverwertung bereitete Schmölz Kopfzerbrechen, denn man durfte diese einhundertprozentigen Möglichkeiten gegen eine Mannschaft wie den TSV Göggingen absolut nicht vergeben, um im Spiel zu bleiben. Des Weiteren motivierte er seine Spieler dazu, wieder schnell über die erste und zweite Welle nach Vorne zu spielen, damit sich das Gögginger Abwehrbollwerk gar nicht erst formieren und man den Gegner überrumpeln konnte, um vielleicht doch noch die Wende im Spiel herbeiführen zu können.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah man zunächst noch
keinerlei Veränderung im Spiel der SG. Den Göggingern gelang nach geduldigem
Aufbauspiel weiterhin der Durchbruch zum Tor oder das Ablegen auf den
Kreisspieler, gegen den man kein Mittel fand. Im Angriff vergab man immer noch Torchancen
am Fließband, sei es aus dem Tempogegenstoß oder vom Kreis. Plötzlich gelang es
den Ball eine Nuance schneller nach vorne zu spielen und prompt konnte man die
Defensive der Gäste, welche wieder auf eine 5:1-Deckung umgestellt hatten,
auseinanderreißen. Doch gelang es nicht näher als auf drei Tore Mitte der
zweiten Halbzeit heranzukommen. Zu diszipliniert und geduldig spielte der
Tabellenführer seine Angriffe zu Ende und erzielte Tor um Tor, obwohl sich die
Abwehr der SGler steigerte und man es vermehrt schaffte die Angreifer zu
doppeln. Aus Sicht der Augsburger waren einige Strafwürfe für die Gäste sehr
leicht vergeben worden, da die beiden Unparteiischen nicht immer einen idealen
Standort fanden, obwohl die Abwehraktionen fair und im rechten Maß verliefen.
Dies brachte sogar Lukas Schmölz auf der Bank in Rage, sodass dieser
gemaßregelt werden musste. Vermeintlich zu Unrecht mit Siebenmetern bestraft,
bot man dem Spitzenteam der Liga ab Mitte der zweiten Hälfte einen heißen
Kampf. In Unterzahl gelang es auf nur noch 21:23 zu verkürzen und man roch
förmlich Lunte, dass in dieser Partie der Drops noch nicht gelutscht sein
sollte. Markus Walter steuerte erfolgreich mit einer blütenweißen Weste vom
Siebenmeterpunkt zehn Tore bei und hielt sein Team im Spiel. Auch in der
Verteidigung funktionierte das Nachrücken nun besser und man machte es dem
Kreisspieler schwer zum Torerfolg zu kommen. Aus dem Rückraum hatten die
Gögginger bis dato noch nicht geshootet. Knapp sechs Minuten vor Spielende
konnte Felix Reisner erstmals auf nur ein Tor für die SG verkürzen. Fortan ließ
Trainer Schmölz eine offensivere 4:2-Formation spielen, um schnell in
Ballbesitz zu kommen und dadurch vielleicht doch noch den Ausgleich oder gar mehr
zu erzielen, doch in der 58. Minute konnten die Gäste ihren Vorsprung erneut
auf 24:27 ausbauen, was gleichbedeutend mit dem Sieg war. Zwar konnte man
wenige Sekunden vor Abpfiff auf 26:27 herankommen, doch verblieb keine Zeit
mehr, den zu diesem Zeitpunkt doch verdienten Ausgleich zu erzwingen. Die
Partie endete somit mit 26:27 für den Tabellenführer, welcher damit seine
Aufstiegsambitionen zwar mühevoller als angenommen, aber doch spielerisch überzeugend
untermauerte. Da der TSV Haunstetten II zeitgleich gegen den BHC Königsbrunn
verloren hatte, konnten die Gäste ausgiebig in der Kabine die Entscheidung im
Kampf um den Aufstieg in die Landesliga feiern.
Für die Augsburger und Gersthofener Jungs bedeutete die
vierte Niederlage in Folge, dass man nun unbedingt aus den nächsten Begegnungen
Zählbares hervorbringen muss, denn das Tabellenende rückt immer näher. Nach dem
18. Saisonspiel findet man sich, bei noch vier verbleibenden Partien, mit 13:23
Punkten auf dem zehnten Tabellenrang wieder. Das nächste Spiel bestreiten die
Herren um Trainer Lukas Schmölz bereits am nächsten Samstag, 14.03.2020 um
18:00 Uhr auswärts gegen den TSV Schwabmünchen, welcher durchaus noch Ansprüche
auf Tabellenplatz Drei geltend machen kann. Für die SGler heißt es nun, sich
ordentlich auf diese Partie vorzubereiten, um dem Keller des Klassements wieder
entkommen zu können und frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern, denn mit
Lauingen und Aichach warten auch noch weitere starke Teams im Restprogramm auf
die Schmölz-Jungs, die es zu bezwingen gilt.
Für die SG 1871 Gersthofen traten an: Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M. (2), Koppe B., Erhard (2/1), Reisner (2), Walter (12/10), Scherer (3), Tomov (1), Feistle (3), Öschay.
Die Begegnung am 1. März 2020 fand zu sehr ungewohnter Zeit für
die Mannen der SG 1871 Gersthofen II statt. Bereits um 10:30 Uhr pfiffen die
Unparteiischen die Partie an. Der frühe Zeitpunkt des Spiels stellte für
einzelne Akteure eine ziemliche Herausforderung dar, sodass sich die Kabine
erst nach und nach füllte und Coach Fischer dann doch auf einen akzeptabel
aufgestellten Kader zurückgreifen konnte.
Auch vor dieser Partie gab Fischer die Marschroute vor: Stabiles Defensivverhalten, geduldiges und bewegungsvolles Offensivverhalten waren notwendig um die Routiniers des TSV Friedberg aus der Reserve zu locken. Ebenso sollte jede Möglichkeit eines Gegenstoßes oder einer zweiten Welle genutzt werden, da die Jungs der SG im Schnitt doch die jüngere Mannschaft waren.
Bis zum Zwischenstand von 3:3 nach knappen acht Minuten agierten beide Teams absolut auf Augenhöhe. Defensiv stimmte die Absprache bei der SG, der Angriff spielte sich die Treffer geduldig heraus und nutzte die sich ergebenden Chancen gut. Im Anschluss legten die Gastgeber einen kleinen Zwischensprint hin und konnten sich die erste deutlichere Führung erarbeiten. Coach Fischer wechselte daher auf einigen Positionen und nahm nach 14 gespielten Minuten beim Stand von 8:4 ein Time Out. Offenbar fand er die richtigen Worte, denn die Gäste konnten sich wieder herankämpfen. Über 8:6, 10:8 und 12:11 lieferten die Tiger eine starke Leistung ab. Vor allem der glänzend aufgelegte Goran Tomov konnte sich immer wieder durchsetzen und so wichtige Treffer erzielen. So gingen die beiden Teams mit einem respektablen 15:13 in die Kabinen.
Ausnahmsweise hatte Fischer fast ausschließlich lobende Worte in
seiner Halbzeitansprache übrig. Der Wille, das Spiel zu gewinnen war deutlich
zu spüren und jeder Einzelne motivierte sich, um die routinierten Friedberger
weiter zu ärgern.
Leider sollte die Halbzeitpause aber zum absolut falschen Zeitpunkt kommen. Die Augsburger erwischten einen miserablen Start in den zweiten Durchgang und mussten innerhalb zehn Minuten sieben Gegentreffer bei nur zwei eigenen erzielten Toren hinnehmen. Somit war früh schon die Vorentscheidung gefallen. Die Gründe hierfür waren wie in den vorangegangenen Partien die inkonsequente Abwehr, sowie ein einfallsloser Angriff. Udo Kasten im Tor der Augsburger konnte nicht mehr an seine starke Leistung der ersten Hälfte anknüpfen und auch Goran Tomov tat sich schwer, das Spiel erneut an sich zu reißen. Besonders die cleveren Anspiele der Hausherren an den Kreis machten den Tigers das Leben schwer.
Coach Alex Fischer nahm somit folgerichtig nach 45 Minuten nochmals ein Time Out, um die Missstände anzusprechen und das Team an die Leistung der ersten 30 Minuten zu erinnern. Leider war die Zweite jedoch nicht mehr in der Lage, das Spiel nochmal enger zu gestalten. Mehrere Zeitstrafen gegen die SG taten ihr Übriges dazu. So konnte Friedberg am Ende doch ungefährdet mit 34:22 als verdienter Sieger vom Parkett gehen.
Auch dieses Spiel hat wieder gezeigt, dass in der Zweiten Potenzial vorhanden ist. Es fehlt jedoch an der nötigen Konstanz, eine gute Leistung auch einmal über die volle Distanz zu zeigen.
Die nächste Chance zu beweisen, dass die Jungs kein „Kanonenfutter“ sind, gibt es bereits am kommenden Samstag, 7. März 2020 in der Halle am Meierweg. Um 17:30 Uhr treffen die SGler auf die Mannschaft des TSV Bäumenheim. Im Hinspiel lieferte man eine grausame Vorstellung ab, was es auf jeden Fall zu korrigieren gilt. Auch dies wird natürlich wieder keine leichte Aufgabe, jedoch muss man auf der starken ersten Hälfte gegen Friedberg aufbauen, dann ist auch hier wieder alles möglich!
Wie immer freut sich die Zweite über jeden Fan und
Zuschauer! [MZ]
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Udo Kasten (Tor), Andrei Lungu, Niklas Fischer (1), Luca Weigl (2), Goran Tomov (9), Arman Kurtovic, Jan Kandzora (5/3), Mathias Ziernhöld (3/1), Maximilian Öschay (2), Alexander Kranz.
Wichtige Big Points liegen gelassen gegen Königsbrunn.
Am Samstagabend, 29.02.2020, trafen die beiden Aufsteiger der vergangenen Bezirksligasaison gegeneinander an. Beide Teams befinden sich im unteren Drittel der Tabelle und benötigten die wertvollen Zähler. Nach 60 Spielminuten fand die Partie mit den Gästen aus Königsbrunn einen würdigen Sieger. Der Mitaufsteiger konnte letztlich mit 18:21 siegreich von Dannen ziehen.
Vor dem Spiel machte Interimscoach Lukas Schmölz seinen
Männern noch einmal recht deutlich wie wichtig dieses Spiel war. Sollte man die
Punkte in eigener Halle behalten können, bedeutete dies zugleich einen kleinen
Vorsprung vor den Abstiegsrängen. Folglich waren alle Spieler bis in die
Haarspitzen motiviert. Doch schon beim Aufwärmen war dies einer Anspannung
gewichen, welche die Begegnung über anhalten sollte.
Die Schiedsrichterbesetzung der Partie war vom Verband etwas unglücklich gewählt worden, denn einer der Unparteiischen fungiert als Trainer eines direkten Konkurrenten in der Bezirksoberliga. Dies stellt in gewisser Weise die Neutralität der Unparteiischen in Frage und ist in einer derart heißen Phase der Saison denkbar unpassend. Nichtsdestotrotz, Handball wird auf dem Parkett entschieden. Das Spiel begann temporeich und die Gäste konnten nach 49 Sekunden die erste Führung verbuchen, welche erst in der 15. Spielminute abgegeben wurde. In der Zwischenzeit beschränkten sich beide Teams auf reihenweise Fehlwürfe und Abwehrrangeleien, welche unmittelbar dazu führten, dass die Palette an Verwarnungen für das Team um Lukas Schmölz voll ausgeschöpft war. Daher wurde das nächste Foulspiel direkt mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe geahndet. Nachdem diese abgesessen war, besann sich Timm Erhard und konnte durch schön herausgespielte Einzelaktionen auf 6:4 für die Augsburger Jungs erhöhen. Nach einer überzogenen Defensivaktion musste jedoch erneut ein SGler das Spielfeld für zwei Minuten verlassen. Diese Überzahlsituation nutzten die Gäste aus Königsbrunn allerdings nicht zwingend aus und scheiterten mehrmals am überragenden Keeper der Augsburger. Im Angriff wurden gerade von der Rechtsaußenposition zahlreiche 100-Prozenter vergeben und der Gästetorwart förmlich warm geworfen. Daher sah sich Trainer Schmölz genötigt eine kurze Besprechungspause zu nehmen, um seine Herren neu einzustellen und anzustacheln. Aus Sicht der Gastgeber schien dies nur mäßig Wirkung gezeigt zu haben, denn Tim Sailer (BHC Königsbrunn) glich mit zwei Toren in der 26. Spielminute zum 7:7-Zwischenstand aus. Nach neuerlichen zwei Minuten gegen die Hausherren, welche jedoch ohne Konsequenzen in Sachen Spielstand blieben, trafen beide Teams nur noch vom Siebenmeterpunkt und Markus Walter stellte mit seinem erfolgreichen Strafwurf den Pausenstand von 9:9 Toren her.
Obwohl der Halbzeitstand ausgeglichen war, warnte Trainer
Schmölz in seiner Ansprache davor die Königsbrunner in ihr gut praktiziertes
Tempospiel kommen zu lassen. Bisher war die erste Welle kein großes Problem, da
die Rückwärtsbewegung im Vergleich zu vielen anderen Spielen der Saison
funktionierte. Im Angriff war abermals die mangelhafte Chancenverwertung zu monieren.
Auch das druckvolle Durchstoßen, welches im Training eingehend geübt wurde,
wollte noch nicht so recht gelingen, sodass man sich schwer tat Lücken in der
Abwehr zu reißen.
Die Partie setzte sich wie folgt fort. Keines der beiden
Teams schaffte es sich nennenswert abzusetzen. Bis zur 41. Minute wanderte die
Führung immer wieder zur SG 1871, woraufhin Königsbrunn postwendend ausgleichen
konnte. In dieser Phase des Spiels ließen die Herrschaften in Blau eine klare
Linie vermissen. Beispielsweise wurde ein wiederholt sehr schlampig
ausgeführter Pass vom Torwart zum Anspiel, der nicht die Hände des Akteurs
fand, nicht wie im Regelwerk vorgesehen mit einem direkten passiven Spiel geahndet,
sodass dies mehrfach auf Seiten der Gäste erfolgte. Eigene Schludrigkeit im
Umgang mit Chancen und ein einknickendes Rückzugsverhalten führten schließlich
dazu, dass Königsbrunn Mitte der zweiten Halbzeit plötzlich mit 14:16 in Front
lag. Man versäumte nun schnell nach vorne zu spielen und mehr Druck auf das
Abwehrbollwerk der Gäste auszuüben. Am eigenen Kreis stellte man sich wenig
clever an und erhielt eine weitere Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Die daraus
resultierende Unterzahlsituation nutzten die BHC-Cracks sogleich aus und
erzielten einen komfortablen 4-Tore-Abstand fünf Minuten vor Spielende. Obwohl
der erst kurz zuvor eingewechselte Maximilian Kranz binnen einer Minute den
Anschluss zum 18:20 bei noch 96 zu spielenden Sekunden erzielen konnte und die
Abwehrformation frühzeitig auf eine offensive 4:2-Manndeckung umgestellt und
sogar auf einen offene Mann-Mann-Deckung rotiert wurde, gelang es nicht mehr
die flinken Jungs aus Königsbrunn einzuholen, sodass Benedikt Eitzenberger mit
seinem Tor zum 18:21 Endstand die nächste Niederlage der SG 1871 Gersthofen
besiegelte, welche aufgrund der desaströsen Torquote auch in Ordnung geht.
Nach nun drei sieglosen Spielen in Folge, müssen die Schmölz
Schützlinge so langsam den Blick nach unten in der Tabelle richten, denn nur
noch wenige Zähler trennen nun vom vermeintlichen Abstiegsrang. Daher heißt es
nun Mund abputzen, Krone richten und weiter fighten. Dass dies gegen den
Ligaprimus aus Göggingen am nächsten Samstag ein derart schwieriges Unterfangen
wird leuchtet ein. Doch vielleicht lässt sich eine Trotzreaktion erzwingen und
man kann dem Spitzenreiter als Underdog ein wenig ärgern. Begrüßen möchten wir
Sie am Samstagabend, 07.03.2020 zur gewohnten Anwurfzeit um 19:30 Uhr in der
Halle am Meierweg. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre Unterstützung in
diesem heiklen Abschnitt der Saison.
Für die SG 1871 Gersthofen auf dem Parkett standen:
Am Samstagabend, 15.02.2020, trat die zuletzt sieglose SG 1871 Gersthofen und der Kissinger SC gegeneinander an. Letzten Endes konnten die Gäste mit 22:30 triumphieren und ihren dritten Tabellenplatz sichern. Für die SG war dies erneut ein herber Rückschlag, denn somit rückte man dem unteren Tabellendrittel wieder beängstigend nahe.
Die Ausgangslage vor dem Spiel war eine andere wie vor dem letzten Spiel gegen Ichenhausen. Nachdem man dieses Spiel auf die leichte Schulter genommen hatte und eine deutliche Niederlage, die in ihrer Höhe verdient war, hinnehmen musste, wollte man gegen die Paartaler ein Ausrufezeichen setzen. Lubos Urban, der sich nach mehrjähriger Tätigkeit nun nicht mehr an der Spielfeldseite der Augsburger Jungs aufhalten wird, legte am Donnerstagabend mit sofortiger Wirkung sein Traineramt nieder. Somit war der für ihn in die Bresche gesprungene Langzeitverletzte Lukas Schmölz erstmals gefordert. Vor dem Spiel appellierte dieser an den Siegeswillen eines jeden Einzelnen, damit sich eine derartige Schmach wie in Ichenhausen nicht erneut wiederholte.
Die auf einigen Positionen veränderte Startaufstellung der Augsburger fand zunächst besser ins Spiel, da man aus einer konzentriert agierenden Defensive heraus eine schnelle zweite Welle einleiten konnte, welche die Kissinger forderte. Nach fünf Minuten führte man mit 3:1 Toren, nachdem der Kissinger Tim Antonitsch beim 7-Meter-Strafwurf am Keeper der SG scheiterte. Solange man geschlossen als Abwehrverband agierte, taten sich die Gäste schwer im Angriff, doch sobald dieses Kollektiv ein wenig aufriss, gelang es den Kissingern sich durchzusetzen. Nichtsdestotrotz konnte man eine knappe Ein-Tor-Führung bis zur 20. Spielminute bewahren. Doch dann geriet das eigene Angriffsspiel ins Stocken. Der schnelle Spielaufbau wurde vehement durch die Kissinger gestört und im Positionsspiel konnte man nicht den notwendigen Druck auf die Nahtstellen entwickeln. Gerade bei Gefahr eines drohenden Zeitspiels behielt man nicht die Nerven und schloss zu zwanglos ab. Durch mehrere ungenutzte Torgelegenheiten, welche die Kissinger postwendend in erfolgreiche Konter ummünzen konnten, brachte man deren Tormaschine ins Laufen, sodass man zwischenzeitlich mit drei Toren zurück lag. Die beiden Unparteiischen baten die Mannschaften beim Zwischenstand von 12:14 in die Kabinen.
Nachdem Lukas Schmölz in seiner Halbzeitansprache klar gemacht hatte, dass man unbedingt an die ersten 20 Minuten anknüpfen musste, um die Kohlen noch aus dem Feuer holen zu können, konnte man sich wieder auf ein Tor herankämpfen. Dennoch tat man sich im eigenen Spielaufbau schwer die Kissinger entscheidend zu fordern, sodass man weiterhin auf Treffer aus dem Nichts hoffen musste, welche Markus Walter mit schönen Unterarmwürfen auch beisteuern konnte. Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit verliefen nicht ganz zum Gefallen des SG-Coachs, doch auch Kissing ließ nun einige Tormöglichkeiten ungenutzt, sodass es nach 36 Spielminuten noch immer nur 15:16 für die Gastmannschaft hieß. Doch leichtfertige Abschlüsse im Tempogegenstoß oder vom Siebenmeterpunkt verwehrten den Ausgleich auf Seiten der Augsburger, was der Tabellendritte binnen weniger Minuten dazu nutzte auf 15:18 zu erhöhen. In der 40. Spielminute ereignete sich eine merkwürdige Situation. Philip Zechmann (Kissinger SC) war im Tempogegenstoß Markus Walter enteilt. Sportlich fair wollte dieser eine Notbremse verhindern. Aus ungeklärter Ursache hob der Kissinger theatralisch ab und brach seinen Wurf ab. Daraufhin deutete das Schiedsrichtergespann auf den Siebenmeterpunkt und schickte beide Akteure mit Zwei-Minuten-Zeitstrafen auf die Bank. Den folgenden Siebenmeter vergab Kissingen. Nach dieser unruhigen Phase schien sich das Spiel zu normalisieren. Den Augsburgern fehlten im Angriff die Ideen und Kissingen verwaltete die Führung. Nach exakt 44:44 Minuten ereignete sich das nächste Kuriosum. Der Kissinger Simon Schneider wurde nach längerer Diskussion mit einer roten Karte des Feldes verwiesen, nachdem er einen direkten Tempogegenstoß verhindert hatte. Erst nach längerer Absprache waren sich die beiden Unparteiischen einig, ob sie die rote Karte zücken sollten. Den anschließenden Siebenmeter verwandelte Eduard Bossauer zum 18:21. Leider wollte sich die anfängliche Stabilität in der Abwehr nicht mehr einstellen, sodass Kissingen die Unruhe für sich nutzte und innerhalb von acht Minuten den Vorsprung verdoppelte. Die SGler schafften es in der Folge nicht, sichere Torchancen zu verwandeln und rannten diesem Rückstand mal mehr, mal weniger bis zum Spielende hinterher. Die Begegnung endete mit 22:30 für den gastierenden Kissinger SC.
Zwei Spiele nacheinander ist es den Männern nun nicht gelungen Zählbares einzufahren. Aus diesem Grund gilt es die anstehende Spielpause über die närrische Zeit zu nutzen und sich gegen den Mitaufsteiger aus Königsbrunn wieder in anderer Verfassung zu präsentieren. Derzeit befindet sich der nächste Gegner auf dem drittletzten Rang. Dennoch sollte man auch diese Partie nicht unterschätzen, denn im Hinspiel musste man deutlich Federn lassen. Damit sich dies nicht wiederholt haben die Spieler und ihr neuer Trainer jetzt knapp zwei Wochen Zeit, um Unzulänglichkeiten und Schwächen auszumerzen, sodass am 29.02.2020 um 19:30 Uhr in der Sporthalle des Paul-Klee-Gymnasiums wieder eine hervorragend eingestellte Mannschaft um die Punkte fighten wird. Aus den verbleibenden sechs Spielen, müssen definitiv weitere Zähler eingefahren werden, um schnellstmöglich nicht mehr mit dem Abstieg in die Bezirksliga fürchten zu müssen. Darum freut sich die SG sehr über lautstarke Unterstützung auf der Tribüne für das Restprogramm der Spielzeit 2019/2020.
Für die SG 1871 Gersthofen spielten: Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M., Koppe B. (3), Erhard (2), Reisner (4), Pauler (3), Weigl, Walter (7/4), Walter, Scherer, Tomov (2), Bossauer (1/1), Feistle, Öschay.
Das Kellerduell gegen die TSG Augsburg verlief ganz und gar nicht nach den Vorstellungen der SG 1871 Gersthofen II. Zu keinem Zeitpunkt konnte man das Spiel an sich reißen, woraus die nächste deutliche Niederlage resultierte.
Vorangegangen war eine „Krisensitzung“ am Donnerstag, die von Coach Fischer und Abteilungsleiter Koppe einberufen wurde. Es wurde völlig zu Recht die Einstellung der Protagonisten angesprochen. Bezeichnend hierfür war leider, dass wie schon über den gesamten Saisonverlauf hinweg erneut nur der harte Kern des Teams es für nötig befand, an der Sitzung teilzunehmen. So einigte man sich darauf, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen und dann in aller Ruhe die Planungen für die kommende Spielzeit anzugehen. Zusätzlich erklärten sich einige „alte Hasen“ dazu bereit, das Team für den Rest der Saison so gut wie möglich zu unterstützen. Hierfür ein herzliches Danke!
Nichtsdestotrotz schaffte man es wenigstens, eine Mannschaft ins Rennen zu schicken, die durch eine vernünftig besetzte Bank unterstützt wurde. Die ersten zehn Minuten der Partie verliefen noch recht ausgeglichen, sodass es 4:4 stand. Bereits nach dieser kurzen Zeit war aber deutlich zu sehen, dass die SG erneut nicht besonders daran interessiert war, eine vernünftige Abwehrleistung zu liefern. Dadurch hatte es die TSG Augsburg viel zu leicht, zum Torerfolg zu gelangen. Die Gastgeber legten somit den ersten Zwischenspurt ein und führten Mitte der ersten Spielhälfte mit 10:6, woraufhin Coach Fischer das Team-Time-Out nahm. Folgerichtig kritisierte er lautstark die lasche Defensive, welche so gut wie nicht stattfand. Auch die Angriffsleistung ließ schwer zu wünschen übrig. Die erarbeiteten Chancen wurden mehrfach leichtfertig vergeben, indem man den Keeper der TSG regelrecht warm warf. Leider hatte die Auszeit nicht den gewünschten Effekt, die Gastgeber konnten weiterhin nach Belieben auf Udo Kasten im Tor der SG abschließen und den Vorsprung bis zur Halbzeit kontinuierlich auf 17:11 ausbauen.
In der Kabine machte sich Ernüchterung breit. Diese ließ Fischer allerdings nicht gelten, als er darauf hinwies, dass die SG 1871 Gersthofen das Hinspiel immerhin für sich entscheiden konnte. Dass dies an diesem Sonntag nur über Kampf, Wille und Einstellung gehen würde, sollte von Anfang an klar gewesen sein. Der zweite Durchgang verlief jedoch keinen Deut besser. Nur vereinzelt zeigte die SG, dass sie durchaus in der Lage ist, defensiv kompakt zu arbeiten. Sobald dies gelang, waren auch die Mittel der TSG stark begrenzt. Leider konnten die Tiger das vorhandene Potenzial jedoch viel zu selten abrufen. Der Beleg hierfür lässt sich in der Spielstatistik recht deutlich ablesen. Allein Mittespieler Bonifaz Knoller von der TSG konnte neun Treffer erzielen. Von der schwachen Arbeit in der Abwehr sowie dem meist ideenlosen und viel zu statischen Angriff abgesehen, schwächte sich die Zweite der SG mehrfach selbst durch recht unnötige Zeitstrafen. Mitte der zweiten Halbzeit war die Messe somit bereits gelesen, als die TSG zum 29:17 einnetzte. Die SG konnte nur noch Ergebniskosmetik – wenn man dies überhaupt so nennen kann – betreiben. Schließlich endete die Parte auch in der Höhe verdient mit 34:24.
Das Team bedankt sich bei den mitgereisten Zuschauern und freut
sich bereits am kommenden Samstag, dem 15. Februar 2020 auf erneute
Unterstützung, wenn mit dem TSV Haunstetten III ein ganz anderes Kaliber in die
Sporthalle nach Gersthofen reist. Anpfiff ist um 17:30 Uhr. [MZ]
Nach einer desolaten Mannschaftsleistung verlor die SG 1871 Gersthofen am Samstagabend gegen eine Mannschaft aus Ichenhausen, von der man sich mit diesem Spiel im Abstiegskampf schon fast uneinholbar distanzieren hätte können. Leider ließ die komplette Mannschaft von Beginn an jeglichen Kampfgeist vermissen, sodass man vollkommen verdient und mit bedröppelten Gesichtern die Heimreise antreten musste.
In den ersten fünf Minuten war man noch die bessere Mannschaft, ließ im Angriff aber bereits zu viele Bälle liegen, wodurch man die Anfangsphase „nur“ ausgeglichen bestritt. Je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die Gastgeber in das Spiel und fanden nun mit fast jedem Angriff einen Mitspieler der frei abschließen konnte. Im Gegenzug rieb man sich in der Offensive mit viel Kleingruppenspiel auf und musste die Gastgeber davonziehen lassen. Auch eine Auszeit von Trainer Urban brachte nur unwesentliche Verbesserungen ins Spiel der SG. Das Halbzeitergebnis von 16:13 spiegelte die Kräfteverhältnisse nicht so deutlich wieder, wie sie in dieser ersten Halbzeit waren.
Mit Beginn der zweiten 30 Minuten kam zunächst kurz Hoffnung auf, da jetzt die Abwehr besser stand und man über ein schnelles Spiel zu einfachen Toren kam. Anschließend verlor die SG jedoch erneut komplett den Faden und leistete sich in Angriff, Abwehr und Torhüterspiel zu viele elementare Fehler. Spätestens als nach einer Auszeit ein Strafwurf vergeben wurde und man im Gegenzug sogleich das 23:16 hinnehmen musste, wurde allen klar, dass das heute nichts mehr wird. Frustriert vom Spiel ließ die SG nun endgültig die Köpfe hängen und man konnte den Gastgebern bis zur 50. Minute nichts mehr entgegensetzen. Beim Stand von 29:18 ging nochmal ein kleiner Ruck durch die SG’ler als man sich darauf besann, zumindest den direkten Vergleich nicht kampflos zu verschenken. In der Folge konnte man noch bis auf sieben Tore aufholen, was für das Minimalziel gereicht hätte, aber wie schon so häufig in dieser Partie verlor man auch hier wieder zu schnell den Faden und musste sich am Ende deutlich mit 34:25 geschlagen geben.
Das nächste Spiel unserer „Ersten“ findet schon nächsten Samstag gegen den starken Kissinger SC statt. Anpfiff ist hier um 19:30 Uhr in der Halle des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen. Wir sind gespannt, ob man sich hier wieder von der besseren Seite zeigen kann. Das Hinspiel endete 23:26 für die SG 1871 Gersthofen und man kann erwarten, dass sich der aktuell drittplatzierte Gast für die Hinspielniederlage revanchieren möchte.
Für die SG 1871 Gersthofen spielten: Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M., Koppe B. (1), Erhard (5), Pauler (3), Walter (5), Scherer (1), Tomov (6), Feistle (4), Öschay.
Am vergangenen Samstagabend konnten die BOL Männer der SG 1871 Gersthofen den Aufwärtstrend im neuen Jahrzehnt fortsetzen und gewannen nach hart umkämpften 60 Minuten gegen den Fünftplatzierten aus Bobingen mit 28:26 (14:15).
Nachdem man im Hinspiel in Bobingen mit einer extrem ausgedünnten Personaldecke angetreten war und dort schon sensationell zwei Punkte entführt hatte, fand nun das Rückspiel „dahoam“ am Meierweg statt. Beide Mannschaften konnten hier nahezu aus dem Vollen schöpfen, sodass sich bald ein temporeich gestaltetes Spiel einstellte, mit dem zunächst die Gäste besser klar kamen. Immer wieder fanden die Bobinger ihren starken Rechtsaußen und dieser ließ zum Leidwesen der Augsburger nur sehr wenige Würfe im Spiel ungenutzt. In dieser Phase hätten die Gäste schon deutlich in Führung gehen können, da die SG die Anfangsphase offensiv auch eher verschlief. Lediglich der Kampfgeist unserer Männer konnte uns hier im Spiel halten, sodass auch in Unterzahl Tore erzielt und gleichzeitig hinten verhindert werden konnten. So auch kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als die SG zum 14:15 Anschlusstreffer kam.
Nach der Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften ein wildes Hin und Her, bei dem auf beiden Seiten einfache technische Fehler den Spielfluss zerstörten und man stets zwischen Ausgleich und einer Zwei-Tore-Führung für die Gäste hin und her pendelte. Als schließlich nach gut 45 Minuten das erste Mal an diesem Abend eine Führung für die SG auf der Anzeigetafel stand, verlor der vielleicht stärkste Werfer der Gäste die Nerven und handelte sich eine rote Karte vom, an diesem Abend souverän auftretenden, Schiedsrichtergespann ein. In den nächsten zehn Minuten konnte sich die SG dann bis auf vier Tore absetzen und wenige Minuten vor Ende bot sich mehrmals die Gelegenheit das Spiel endgültig zu entscheiden. Leider wurden hier dann einige freie Würfe vergeben, sodass die Gäste kurz vor Ende wieder auf zwei Tore herankommen konnten. Mit cleverem Offensivspiel und wenig Zeit auf der Uhr konnte letztlich der Sieg aber nach Hause gebracht werden und man konnte sich über die nächsten Punkte in dieser Premierensaison freuen.
Nächsten Samstag geht es zum erfahrungsgemäß unangenehmen
Auswärtsspiel nach Ichenhausen. Der Gegner spielt ebenfalls wie die SG bisher ein
sehr starkes Jahr 2020. Ichenhausen rangiert aktuell auf dem vorletzten Platz
und möchte den Aufwärtstrend natürlich fortführen, um den Klassenerhalt noch zu
erreichen. Aufgrund der engen Tabellensituation könnte sich die SG mit einem
Auswärtssieg im direkten Duell bereits auf neun Punkte gegenüber Ichenhausen
absetzen und dadurch deutlich beruhigter und gelassener in die kommenden
Partien starten. Anpfiff ist um 19:15 Uhr in der Franziska-Ziehank-Halle in
Ichenhausen. Zu diesem „4-Punkte-Spiel“ würden wir uns über viel
Unterstützung freuen
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Michael M., Johannes W. (beide Tor), Maximilian K., Bastian K. (1), Andrei L., Timm E. (3), Felix R., Yannis P. (5), Luca W., Markus W. (10), Yannick S. (2), Goran T. (1), Manuel F. (6).
Am vergangen Samstagnachmittag, 25.01.2020 trafen unsere Männer auf die Bayernligareserve des TSV Friedberg. Vor dem Spiel war klar: Nur mit viel Kampfgeist und einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte hier etwas Zählbares mitgenommen werden. Die Rumpftruppe der SG wollte gegen den direkten Tabellennachbar wichtige Punkte im Abstiegskampf gewinnen und sich zugleich für die unnötige Niederlage der Hinrunde in eigener Halle revanchieren.
Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles Spiel, bei dem auf beiden Seiten aus einer starken Abwehr heraus immer wieder Schnellangriffe forciert wurden. In einem harten, aber fairen Spiel wurde seitens der Unparteiischen eine sehr kleinliche Linie vertreten. So konnte auf beiden Seiten das Über-/Unterzahlspiel ausreichend trainiert werden, falls dies in den Trainingseinheiten eventuell vernachlässigt wurde. Dies gipfelte bereits in der ersten Halbzeit darin, dass ein Friedberger mit drei mal 2-Minuten-Zeitstrafen das Spielfeld vorzeitig verlassen musste. Der Rest der ersten Hälfte ist dann schnell erzählt: Die SG’ler scheiterten zusehends am gegnerischen Aluminium, die Friedberger am immer stärker werdenden Michael Müller im Tor der SG 1871 Gersthofen. Mit einem zu diesem Zeitpunkt absolut gerechten 14:17 aus Friedberger Sicht bat schließlich die Hallenuhr die Spieler zum Pausentee.
In der Pause forderte Trainer Urban seine Mannen auf einen ruhigen Kopf zu bewahren und bis zum Ende weiter zu kämpfen. Man wusste, dass die Friedberger weiterhin aufs Tempo drücken werden und das die Drei-Tore-Führung noch nicht reichen würde. Anscheinend trafen diese Worte genau ins Schwarze, denn was ab der Halbzeit bis zur 50. Minute passierte war verrückt.
Nach nicht einmal einer gespielten Minute in Halbzeit Zwei, verbannten die Schiedsrichter diesmal einen SG’ler auf die Tribüne. Zu diesem Zeitpunkt standen der SG 1871 Gersthofen noch insgesamt acht Feldspieler, davon ein U21-Spieler aus der zweiten Mannschaft, zur Verfügung. Die aus der roten Karte resultierende Unterzahl wurde anschließend mit 2:0 Toren gewonnen, sodass man bereits auf fünf Tore enteilt war. Bis zum ersten Tor für die Friedberger vergingen fast sechs Minuten in der zweiten Halbzeit. Hier stand es bereits 15:21 für die Gäste. Bis zur 40. Minute konnte die Führung anschließend sogar auf neun Tore ausgebaut werden (17:26). Zu diesem Zeitpunkt war klar: Hier kann (fast) nichts mehr passieren, aber es geht im Hinblick auf den engen Abstiegskampf um jedes Tor und auch den direkten Vergleich gegen die Friedberger. Man merkte jetzt allerdings zusehends, wie dem Rumpfteam langsam aber sicher die Kräfte ausgingen, sodass die jungen Friedberger Tor für Tor den Vorsprung verkleinerten. Nach 52 Minuten betrug die Differenz nur noch vier Tore. Spätestens jetzt wurde allen klar: Das könnte wirklich nochmal eng werden, zumal nach 53 Minuten auch noch der zweite SG’ler des Feldes verwiesen wurde. Das letzte Aufbäumen der Gastgeber konnte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in der Defensive und clever ausgespielten Angriffen erdrückt werden und letztlich sicherte man sich mit 31:35 den so wichtigen Auswärtssieg, mit dem man sowohl den direkten Vergleich gegen Friedberg gewonnen, als auch den Gastgeber in der Tabelle überholt hat.
Am nächsten Samstag, den 01.02.20, findet das nächste Heimspiel der SG-Männer in der Halle des TSV 1871 Augsburg am Meierweg statt. Gegner ist der TSV Bobingen, der aktuell mit einer ausgeglichenen Bilanz (7 Siege, 7 Niederlagen) auf Platz 5 der Tabelle rangiert. Das Hinspiel in Bobingen konnte die SG 1871 Gersthofen für sich entscheiden. Ein erneuter Punktgewinn gegen Bobingen wäre ein weiterer wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt. Anpfiff ist um 19:30 Uhr.
Für die SG 1871 Gersthofen spielten: Müller (Tor), Kranz M., Koppe B. (2), Erhard (4), Fischer, Pauler (7), Walter (7), Scherer (5), Tomov (4), Feistle (6).