Die Begegnung zwischen dem TSV 1871 Augsburg und dem SV Mering bzw. zwischen Vater und Sohn fand am Samstag, den 01.12.2018 am Meierweg statt und nach 60 Minuten stand ein klarer 33:23-Erfolg für die Augsburger Tigers auf der Anzeigentafel.
An diesem Samstagabend sollte es zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten kommen, der noch bis vor kurzem das Trikot der 1871er trug. Aus privaten Gründen hatte Patrick Kasten dem TSV den Rücken gekehrt und seinen Vater zwischen den Pfosten zurückgelassen, weswegen dieses Duell im Hause Kasten wohl noch einmal einen anderen Stellenwert hatte, wie dies auf dem Parkett der Fall war, denn dort spielten die aufgrund der letzten verlorenen Spiele bereits in Zugzwang geratenen Tigers gegen den aufstrebenden SV Mering. Das Spiel sollte einiges an Brisanz und Diskussionsbedarf liefern, davon konnte man ausgehen.
Erfreulicherweise konnte Alexander Fischer an der Seitenlinie der Augsburger Jungs, der für den verhinderten Lubos Urban eingesprungen war, wieder auf eine etwas vollere Bank zurückgreifen womit schnellem Tempohandball der Weg geebnet war.
Die Hausherren legten engagiert los und konnten sich nach fünf Minuten mit 3:1 in Front bringen. Jedoch kassierte die aggressive Abwehr hier bereits sämtliche Verwarnungen, sodass für den weiteren Verlauf der Partie mit Unterzahlspiel zu rechnen war, da die beiden Herren in Schwarz bereits aus der letzten Partie dafür bekannt waren, zahlreiche Zeitstrafen zu verhängen. In der Defensive ließen die 1871er zu diesem Zeitpunkt zu viele Nachlässigkeiten zu und man war stets einen Schritt zu spät am Angreifer. In der siebten Minute konnte der SV Mering durch den stark vollstreckenden Andreas Egarter (8 Tore) letztmals einen ausgeglichenen Spielstand herstellen, denn fortan konnten die Meringer dem schnellen Angriffsspiel der Tigers nur noch wenig entgegensetzen.
Die Gäste hatten sogar Glück aufgrund von sehr grenzwertigen Abwehraktionen gegen die heranstürmenden Hausherren nicht schon vor der Halbzeit eine Hinausstellung zu riskieren. Nach 15 Minute legten die Tigers jedoch den Schalter um und man konnte sich durch schnell vorgetragene erste und zweite Welle einfache Tore erspielen, sodass man mit 10:6 in Führung gehen konnte. Auch die Auszeit des Gästetrainers änderte nichts an diesem Fortgang. Lukas Schmölz fand mehr und mehr das Eckige und führte seine Jungs mit einem 16:10 in die Kabine.
Aus vorhergehenden Partien war man davor gewarnt nach der Pause nicht wieder in ein Tief zu verfallen und dem Gegner Angriffspunkte zu bieten. Motiviert, teils übermotiviert, startete man in die zweite Halbzeit und zeigte den Gästen in der Deckung, dass man ihnen keinesfalls die Chance geben wollte erneut heranzukommen. Lukas Schmölz drehte nun so richtig auf und netzte nach vehementem Körpereinsatz ein ums andere Mal ein, sodass dem Torwart nur das Nachsehen blieb. Davon angespornt trat man auch in der Defensive mit verbessertem Stellungsspiel auf und störte die Angriffsbemühungen der Meringer. Den in der ersten Halbzeit sehr guten Shooter mit der Rückennummer 25 konnte man nahezu ganz aus dem Spiel nehmen, allerdings musste man einige Treffer aus dem Rückraum und den Außenpositionen in Kauf nehmen, da man zu wenig auf den Ballführenden heraustrat.
Zwischenzeitlich konnte man sich mit acht Toren absetzen und jeder Spieler durfte sich in die Torschützenliste eintragen. Durch konsequentes Verschieben in der Abwehr und geistreiche, geduldige Angriffe war der Sieg an diesem Abend nicht mehr gefährdet. Das hohe Tempo der Tigers ließ die Meringer Herren Tribut zollen, sodass diese am Ende wenig erwidern konnten. Am Ende stand ein, in dieser Höhe vollkommen verdienter, 33:23-Heimerfolg für die Augsburger Jungs fest, der die Hoffnung auf die direkte Rückkehr in die Bezirksoberliga wieder aufkeimen lässt, auch wenn man im Training weiter an den eigenen Schwächen arbeiten muss.
Der vorweihnachtliche Spielemarathon findet seinen nächsten Höhepunkt am kommenden Samstag, den 08.12.2018. Anpfiff zum Auswärtsspiel gegen den direkt hinter den Augsburgern auf Tabellenplatz Vier befindlichen TSV Wertingen ist um 17.30 Uhr in Sporthalle des Gymnasiums Wertigen. Wie immer freuen sich die Jungs über zahlreiche Unterstützung von den Tribünen.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Kasten, Schalk (beide Tor), Kranz M. (3), Koppe B. (1), Koppe M. (2), Voit (3), Schubert (2), Nachbaur (1), Schmölz (13/3), Reisner (4), Feistle (4).
Zum nächsten Auswärtsspiel traten die 1871er am Samstagabend, 24.11.2018, gegen die dritte Garde des TSV Friedberg an. Mit wem man es schließlich zu tun hatte, war den Verantwortlichen nicht ganz klar, da die Friedberger immer wieder in unterschiedlicher Besetzung antraten. Am Ende musste man sich dieser Überraschungstruppe mit 27:22 geschlagen geben und kassierte die zweite Niederlage in Folge.
In der vergangenen Saison hatte man bereits mit den Friedbergern und ihrer dritten Mannschaft das Vergnügen und stets wusste man nicht gegen wen man nun eigentlich antrat, da die Gastgeber in Sachen Aufstellung munter unter den vorhandenen Mannschaften durchrotierten. Diese Wundertüte sollte die Augsburger Jungs vor eine knifflige Aufgabe stellen, musste man doch verletzungsbedingt auf zahlreiche Spieler verzichten, sodass man sich wieder bei der Zweiten Spieler leihen musste.
Von Beginn an konnte man erkennen, dass die Friedberger körperlich dagegen halten würden. Binnen weniger Minuten waren die gelben Karten auf beiden Seiten ausgeschöpft und es drohte Unterzahlspiel. Nach knapp sieben Minuten führten die Hausherren mit 4:1. In der Abwehr griff man beherzt zu, doch für die Unparteiischen einen Tick zu rabiat und im Angriff wollten die Fäden nicht wirklich zusammenlaufen, da die aggressive Deckungsformation den Augsburger Jungs Probleme bereitete und man nicht zu einfachen Tempogegenstoßtoren gelangte. Man erkämpfte sich jedoch Tor um Tor, sodass man nach 23 Minuten erstmals mit einem Tor in Führung gehen konnte. Der Spielstand von 10:11 Toren war jedoch von kurzer Dauer, denn nach mehreren, teilweise harmlosen, Defensivaktionen war das Spiel für Bastian Koppe schon nach 27 Minuten zu Ende. Die Schiedsrichter verbannten ihn mit seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe vom Spielfeld, wodurch den Augsburgern in der Deckung eine wichtige Stütze für die zweite Halbzeit fehlen sollte.
Mit einem Unentschieden entließen die Herren in Schwarz die beiden Teams in die Kabinen zur Pausenansprache. Lubos Urban, seines Zeichens Trainer der Augsburger, fand deutliche Worte in der Kabine. Man sollte sich mehr auf das eigene Tempospiel verlassen.
Kaum war die Partie wieder angepfiffen, bot sich eine veränderte Spielweise der Gäste. Die Versuche schnellen Tempohandball zu spielen führten zum Erfolg und nach 37 Minuten hatte man knapp die Nase vorne. In dieser Phase stellten die Friedberger ihre Abwehrformation um und nahmen Lukas Schmölz in eine enge Manndeckung, welche die Augsburger scheinbar komplett aus dem Konzept brachte. Man agierte viel zu harmlos im Angriff und musste wieder mehrere leichte Gegentore hinnehmen. Allen voran Florian Pfänder nutzte die mangelnden Absprachen und das nachlässige Heraustreten auf den Gegenspieler und netzte infolgedessen beinahe ungehindert im Tor von Elias Winkelbauer ein, der hielt was zu halten war. Nach einer unglücklichen Abwehraktion sah Markus Kerner direkt Rot und die 1871er verloren mit ihm einen weiteren Spieler. Vier Minuten vor Spielende war man zwar wieder in Schlagdistanz gelangt, doch fehlte an diesem Abend schlicht die nötige Cleverness und Abgebrühtheit um aus den eigenen Tormöglichkeiten mehr Zählbares herauszuholen. In Unterzahl entstand dann auch das Endergebnis von 27:22 für den TSV Friedberg III, welches für die Lubos-Männer die Aufgabe des direkten Wiederaufstiegs beinahe zunichte werden lässt.
Die dritte Niederlage der Saison war nicht ganz unverdient, da man sich nicht auf seine Stärken besonnen hatte und sehr fahrlässig mit den eigenen Chancen umgegangen war. Gleichermaßen fehlte in der Defensive die notwendige Aufopferungsbereitschaft sich für den Nebenmann einzusetzen. Durch diese erneute Niederlage haben die Herren den direkten Anschluss an das Spitzenduo BHC Königsbrunn 09 und den TSV Friedberg III vorerst verloren. In den kommenden Wochen gilt es sich wieder als Mannschaft zu präsentieren und den Abstand auf die Aufstiegsplätze nicht größer werden zu lassen.
Am kommenden Wochenende ist mit dem SV Mering ein alter Bekannter, in Person von Patrick Kasten, welcher den TSV 1871 Augsburg in der Vorbereitung aus persönlichen Gründen verlassen hatte, am Meierweg zu Gast. Anpfiff zu dieser sicher spannenden und hitzigen Partie ist am Samstag, den 01.12.2018 um 19:30 Uhr. Jetzt mehr denn nie brauchen die Tigers Ihre Unterstützung!
Am für die Tigers ungewohnten späten Sonntagnachmittag setzte es gegen den Mitabsteiger VSC Donauwörth eine herbe und in dieser Höhe auch verdiente 29:21 Auswärtsniederlage. Die Vorzeichen für die Partie standen, obwohl zwei Stammspieler fehlten, nicht allzu schlecht, doch man fand absolut nicht ins Spiel, sodass es eine Vollbremsung in Sachen obere Tabellenplätze zu erleiden galt.
Die letzten beiden Begegnungen gegen den TSV Schwabmünchen und den TSV Bäumenheim konnte man dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und vor allem Einstellung für sich entscheiden, woraus man sich erhoffte, dass dieser Aufwärtstrend anhalten mochte. Doch die Personalsituation machte dem Tigers Coach arg zu schaffen, da mit Lukas Nachbaur (verletzt) und Lukas Schmölz zwei sehr wichtige Leistungsträger und Leitwölfe fehlten und er kurzerhand auf zwei Akteure der zweiten Mannschaft zurückgreifen musste.
Die von den Augsburger Damen schon kräftig angeheizte Donauwörter Neudegger Halle erwies sich für die Tigers als Schwitzkasten, der es in sich haben sollte. Von Anfang an machten die Hausherren deutlich, dass die Tigers sich auf einen harten Kampf einstellen mussten und ließen nach fünf Spielminuten das erste Mal aufhorchen als sie plötzlich mit 4:1 in Führung lagen. Den Lubos-Männern fehlte schon hier der nötige Biss in der Abwehr und die Angriffe wurden zu lethargisch vorgetragen, sodass man die Donauwörther Schlussreihe kaum in Bedrängnis bringen konnte. Erst als man in Unterzahl diesen Vorsprung wettmachen konnte, hatte man das Gefühl die Tigers wollten Handball spielen. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer, denn der wuchtige Gäste-Rückraumspieler Sebastian Triebel konnte in dieser Phase mit reichlich Anlauf auf das Tor von Udo Kasten zustürmen und seine Würfe platzieren, sodass es Mitte der ersten Halbzeit wieder 10:5 für die Gastgeber stand. Bei einem beachtlichen 17:10 schickten die Unparteiischen die Spieler in die Kabinen zum Pausentee, der den Augsburger Jungs mit Abstand am wenigsten schmeckte, hatte man sich doch ein komplett anderes Spiel ausgemalt.
Nach Wiederaufnahme der schweißtreibenden Spielaktivitäten bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie über weite Teile der ersten Halbzeit. Donauwörth spielte zielstrebig nach vorne und griff in der Abwehr aggressiv und beherzt zu, wohingegen sich die Gäste aus Augsburg immer noch im Tiefschlaf befanden und vor allem in der Defensive zu passiv und körperlos agierten. Die Abwesenheit von Lukas Schmölz machte sich in dieser Phase erneut deutlich bemerkbar, denn den Augsburgern fehlte es schlichtweg auch an Ideen und einem Antreiber, der das Feuer entfachen konnte. Nach nur 39 Minuten gelang den Donaustädtern erstmals eine 10-Tore-Führung, welche beinahe bis zum Schluss bestand haben sollte. Erst als nur noch knapp zehn Minuten auf der Uhr verblieben besannen sich die Tigers eines Besseren und versuchten auch in der Abwehr aggressiv den Ballführenden zu doppeln, um den Gegnern zu Ballverlusten oder hastigen Torabschlüssen zu zwingen. Udo Kasten zeigte hier seine ganze Klasse, indem er zahlreiche Versuche der VSC-Schützen entschärfen konnte und so den Abstand halten konnte. Letzten Endes musste man sich als klarer Verlierer mit 29:21 deutlich geschlagen geben und hofft auf ein baldiges Anknüpfen an die Leistungen in den vorhergehenden Partien.
Durch diese Niederlage haben die Tigers den direkten Anschluss an das Spitzenduo BHC Königsbrunn 09 und den TSV Friedberg III verloren. Die Tabellenspitze nicht aus dem Auge zu verlieren gilt es in der nächsten Partie am kommenden Samstag, den 24.11.2018. Ab 20:00 Uhr steht mit dem zuvor genannten TSV Friedberg III der nächste dicke Brocken auf dem Parkett, den man unbedingt besiegen muss, sofern man das ausgegebene Ziel nicht schon vorzeitig verfehlen möchte. Allerdings war man in der Vergangenheit gegen den Lokalrivalen oft nicht vor personellen Überraschungen gefeit, da dieser aus mehreren Mannschaften Spieler aktivieren konnte.
Darum an alle: ab in die Halle!!!
Anmerkung des Verfassers: fälschlicherweise wurde der Spielort verwechselt. Das Spiel findet in Friedberg statt.
Euphorisiert vom Sieg gegen den TSV Schwabmünchen II legten die Tigers direkt in eigener Halle nach und deklassierten den TSV Bäumenheim mit 35:23. All das Säbelrasseln im Vordergrund war nichts gegenüber der Partie am Meierweg. Langsam kommen die Tigers in Fahrt.
Nachdem man mit gestärkter Brust aus der letzten Partie hervorgegangen war und endlich die geforderte Einstellung und Leistungsbereitschaft gezeigt hatte, hieß der Gegner am vergangenen Samstag TSV Bäumenheim. Im Vorfeld hatten die Gäste angegeben, dass die Tigers ihnen lägen und rühmte sich eines Unentschiedens. Unentschieden waren die 1871er an diesem Samstagabend keineswegs.
Schon vor Anpfiff merkte man den Spielern von Lubos Urban den Siegeswillen an. Loslegen wie die Feuerwehr und dann wieder einbrechen, das wollte man unbedingt verhindern. Die Gastmannschaft war dafür bekannt auf verbaler Linie harte Geschütze aufzufahren und so appellierte der Tigers Coach Urban an seine Mannschaft die Nerven zu bewahren und sich nicht auf diese Provokationen einzulassen. Nach sechs Spielminuten konnte der TSV Bäumenheim letztmals einen Ausgleich zum 2:2 erzwingen, denn fortan wirkte der Abwehrverband der Hausherren sehr geschlossen und konnte sich auch einige Tempogegenstöße erarbeiten, welchen technische Unzulänglichkeiten der Angreifer voran gingen. Die Bäumenheimer Angreifer hatten sichtlich Mühen, die hart zugreifende, aber stets faire Schlussreihe der Augsburger Jungs zu überwinden. Nach nur 13 Minuten sah sich der temperamentvolle Gästetrainer erstmals genötigt eine Auszeit zu nehmen, denn die Lubos-Schützlinge waren mit 8:3 davon gezogen und der Anschluss drohte gänzlich verloren zu gehen. Aufgrund einer unglücklichen Offensivaktion musste man von nun an auf Lukas Nachbaur verzichten, da sich dieser eine Schulterverletzung zugezogen hatte und nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Ein glänzend aufgelegter Rückraum, allen voran Lukas Schmölz brachte die Bäumenheimer Abwehr gehörig ins Stolpern und konnte problemlos einnetzen, sodass zur Halbzeit bereits eine komfortable Führung von 16:9 Toren zu Buche stand.
Ob des recht eindeutigen Spielstandes erinnerte der 1871-Trainer seine Männer, dass man keinesfalls den Schlendrian in der zweiten Hälfte einkehren lassen sollte und konsequent über die erste und zweite Welle zum Erfolg kommen musste.
Beherzt legten die Augsburger Jungs los und konnten den Vorsprung stets auf mindestens sechs Toren halten, dennoch fand man eine veränderte Spielweise des Gasts vor. Dieser besann sich nun ebenfalls schnellen Tempohandball zu spielen und gelangte auf diese Weise zu einfachen Toren, welche durch zu zögerliches Defensivverhalten der Augsburger begünstigt wurden. In der Abwehr jedoch fand die Bäumenheimer Truppe kein Mittel mehr gegen den Mann des Abends, Lukas Schmölz, der durch brachialen Körpereinsatz Tor um Tor erzielen und am Ende satte 18 Treffer vorweisen konnte. Langsam schlich wieder eine gewisse Unkonzentriertheit ein, welche die Gäste vermehrt für schnelle Gegenstöße nutzen konnten. Nichtsdestotrotz war es den Schnitzler-Jungs nicht mehr möglich die Augsburger Jungs daran zu hindern die ersten Punkte zu Hause einzusammeln. Letztlich gewann man das Spiel dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugend und ungefährdet mit 35:23 und kann optimistisch auf die nächsten Aufgaben blicken. Nach Ende der Begegnung kam es leider noch zu einem, verbal auf geringem Niveau gehaltenem, Austausch zwischen einzelnen Akteuren, welcher in dieser Form weder auf, noch neben dem Spielfeld etwas verloren hat.
Zur nächsten Partie muss man zum VSC Donauwörth reisen, welcher sich als Mitabsteiger bisher im Mittelfeld des Klassements wieder findet. Anpfiff in der Donauwörther Neudegger-Halle ist am Sonntag, den 18.11.2018 um 17:00 Uhr. Auch hier freut sich die erste Herrenmannschaft auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen, um den nächsten kleinen Schritt in Richtung Wiederaufstieg zu gehen.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Schalk, Winkelbauer (beide Tor), Kranz M. (2), Koppe B. (1), Kranz A. (1), Voit, Schubert (2), Nachbaur (3), Schmölz (18/5), Reisner (2), Feistle (6).
Starke zweite Halbzeit sichert deutlichen Auswärtserfolg.
Nachdem man das Spiel gegen den TSV Meitingen verloren hatte, war man um schnelle Rehabilitation gegen den TSV Schwabmünchen II bemüht. Dank einer starken Teamleistung in der zweiten Halbzeit konnte man die Begegnung verdientermaßen mit 18:28 für sich entscheiden und blickt somit optimistisch in Richtung Tabellenspitze.
Der Dämpfer von letzter Woche sollte so schnell als möglich vergessen gemacht und in positive Leistungen umgewandelt werden. Das galt es im Spiel gegen die zweite Auswahl des TSV Schwabmünchen unter Beweis zu stellen, denn mit einer derart katastrophalen Spielstruktur, wie in der zweiten Halbzeit gegen den TSV Meitingen, musste man auch hier trotz der recht eindeutigen Tabellensituation fürchten unnötig Punkte liegen zu lassen. Unglücklicherweise musste man die Auswärtsfahrt mit einer äußerst dünnen personellen Besetzung antreten, da mehrere Spieler krankheits- oder verletzungsbedingt ausfielen, sodass Coach Urban nur zwei Wechseloptionen zur Verfügung standen.
Der Spielbeginn gestaltete sich recht holprig, da den 1871ern die nötige Durchschlagskraft im Angriff fehlte und der Ball teils sehr ideenlos von rechts nach links gespielt wurde, ohne den nötigen Druck gegen die 6:0-Abwehr zu entwickeln. Aus Verlegenheit wurde dann oft leichtfertig aus ungünstigen Positionen abgeschlossen obwohl man um die eigene Abschlussschwäche in dieser bislang sehr jungen Saison wusste. In der Defensive ließ man sich zunehmend von den langsam vorgetragenen Angriffen der mit einer Reihe älterer Akteure besetzten Schwabmünchener Truppe einlullen, sodass man einige leichte Gegentore hinnehmen musste.
Ein Spielstand von 7:7 nach 15 Minuten war das Resultat dieses bislang wenig unterhaltsamen Handballkaffeekränzchens. Ein wenig Aufregung und Hektik kam in die Partie als der Gastgeber durch Undiszipliniertheit eine doppelte Zwei-Minuten-Zeitstrafe erhielt. Doch auch in der Überzahlsituation machten sich Unkonzentriertheit und zu schneller Abschluss bemerkbar, sodass man sich nicht absetzen konnte und dem Gegner nicht die Tigerzähne zeigte. Die Unparteiischen baten die beiden Mannschaften beim dem Spielverlauf entsprechenden Stand von 13:13 in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff bot sich den mitgereisten Zuschauern eine gänzlich veränderte Mannschaft. Man spielte seine zweite Welle, wie vom Trainer in der Halbzeit gefordert, nun zielstrebig und schnell in Richtung Schwabmünchner Torhüter und konnte durch Tore von Manuel Feistle und Lukas Schmölz binnen wenigen Minuten eine erstmalige Drei-Tore-Führung herausspielen. In der Abwehr fand man nun den nötigen Zugriff auf die Rückraumschützen der Heimmanschaft und doppelte die zusehends langsamer werdenden Angreifer erfolgreich, wodurch sich auch Elias Winkelbauer zwischen den Pfosten um Einiges leichter tat und seinen Jungs durch gute Paraden zusätzlich den Rücken freihielt.
Aufbauend auf dieser mannschaftlichen Geschlossenheit konnte man Mitte der zweiten Halbzeit den Widerstand des Gastgebers brechen und lag mit 15:22 erstmals mit mehreren Toren in Front. Dennoch muss an dieser Stelle angemerkt sein, dass man durchaus höher hätte führen können, wenn man zahlreiche hundertprozentige Torchancen genutzt hätte und noch konsequenter auf Tempospiel gedrückt hätte. Nach 47 Minuten sah sich Schwabmünchens Trainer Schikor gezwungen seiner Mannschaft eine Verschnaufpause zu gönnen. Ob der Altersstruktur hatte sein Team zusehends mit konditionellen Problemen, welche sich vor allem im Rückzugsspiel bemerkbar machten, zu kämpfen.
Die Augsburger Jungs hielten an ihrer durchdachten Abwehrarbeit fest und zogen Tor um Tor davon, wodurch der deutliche 18:28-Sieg in seiner Höhe durchaus verdient war, obgleich man desaströse erste 30 Minuten geboten hatte, die dem ein oder anderen Fan die Haare zu Berge stehen ließen.
Nun heißt die Devise den Benefit aus diesem Spiel mit in die Begegnung am 10.11.2018 um 19.30 Uhr gegen den TSV Bäumenheim mitzunehmen. Körperlich wird dieses Aufeinandertreffen sich in einer anderen Liga bewegen, wenn man der Statistik Glauben schenken darf. Denn der Gast führt aktuell mit 35 Zeitstrafen die Rangliste der Bezirksliga Schwaben an.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Schalk, Winkelbauer (beide Tor), Kranz M. (4), Koppe B. (3), Kranz A., Schubert (2), Nachbaur (3/1), Schmölz (5), Reisner (3), Feistle (8).
Der knappe Auswärtserfolg gegen den TSV Aichach II war wohl nicht der Warnung genug und so musste man sich im ersten Heimspiel am 27.10.2018, nach klarer Führung zur Pause, am Ende mit 23:25 gegen den TSV Meitingen geschlagen geben.
Die Vorfreude war groß wieder vor eigenem Publikum am Meierweg auf Torjagd zu gehen. Nachdem man im Training unter der Woche auf starke mannschaftliche Geschlossenheit bauen konnte und weiter am Zusammenspiel arbeiten konnte, sah man sich gewappnet für das Aufeinandertreffen mit dem TSV Meitingen.
Dass den Gästen kein leichtes Spiel bevorstand machten die Augsburger Jungs zu Beginn aus einer aggressiven und agilen Deckungsformation klar. In der Abwehr griff man körperlich hart, aber fair gegen die Angreifer durch und man konnte sich dadurch einige Tempogegenstöße, welche jedoch mangelhaft verwertet wurden, verschaffen. Nach zehn Minuten konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen und der Spielstand war mit 6:5 denkbar knapp. Im Angriff fand man zusehends den freien Mitspieler und konnte sich bis zur Halbzeitpause aus einer soliden Defensive heraus einen Vorsprung von 15:10 erspielen. Die harte Spielweise forderte zwar einige Zwei-Minuten-Strafen auf Seiten der Tigers, doch der Spielstand sollte ihnen bis dahin Recht geben.
In der Halbzeitpause ermunterte Coach Urban seine Männer weiterhin die Spielgeschwindigkeit hochzuhalten, um den Gegner konditionell zu ermüden. Nach Wiederanpfiff jedoch bot sich eine veränderte Meitinger Aufstellung, der es gelang binnen zehn Minuten wieder auf 17:15 heranzukommen. Zeitgleich gesellte sich die altbekannte Abschlussschwäche wieder auf die Seite der Hausherren und man konnte in diesen zehn Minuten keinen einzigen Treffer erzielen. Kurz darauf war der TSV Meitingen wieder in unmittelbarer Schlagdistanz und zeigte sich als hartnäckiger Kontrahent, der seine Angriffe effektiv im Gehäuse der 1871er unterbrachte. Vor allem über die Rechtsaußenposition konnten sich die Gäste einige schöne Tore erspielen, welche dazu führten, dass nach 53 Spielminuten der Ausgleich zum 22:22 gelungen war. Zwei-Minuten-Strafen durch unüberlegte und übermotivierte Aktionen in der Abwehr brachten die Lubos-Schützlinge gänzlich aus ihrem Spielkonzept und man rannte dem Gegner fortan hinterher. Die Minuten vergingen, doch die Augsburger Cracks schafften es nicht mehr den knappen Rückstand aufzuholen, sodass man die ersten Zähler in dieser Saison nach hartem Kampf beim Endstand von 23:25 an den neuen Tabellenführer aus Meitingen abgeben musste.
Jetzt heißt es die Köpfe frei bekommen und nach Vorne auf das nächste Spiel zu blicken.
Am kommenden Wochenende darf man sich in Schwabmünchen mit deren zweiter Auswahl messen und hofft auf Zählbares, um die Mission Wiederaufstieg nicht weiter unnötig in Gefahr zu bringen. Auf lautstarke Unterstützung auch in fremder Halle freuen sich die Augsburger Jungs.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Schalk, Kasten (beide Tor), Kranz M., Koppe B. (1), Fischer (2), Koppe M. (1), Voit, Schubert, Nachbaur (3), Schmölz (8/3), Reisner (1), Kranz A., Feistle (7).
Nachdem man nun mehrere Wochen auf die nächste Begegnung warten musste und somit alle Zeit hatte die Anfangsschwächen zu minimieren, konnte man am vergangenen Sonntag (21.10.2018) gegen den TSV Aichach II nur knapp die Punkte nach Augsburg entführen. Nach einer spannenden Schlussphase konnte man das Spiel mit 30:31 für sich entscheiden.
Auf dem Papier war das Spiel wohl schon für die Augsburger Jungs entschieden. Genau davor warnte Coach Lubos Urban im Vorfeld der Partie, denn der Gastgeber hatte sprichwörtlich nichts zu verlieren. Von Beginn an zeichnete sich ab, dass der Gegner nicht zu unterschätzen war und man sich Tor um Tor mühsam erspielen musste. Nach neun gespielten Minuten lag man lediglich mit einem hauchdünnen Tor vorne. Auch die doppelte Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen die Aichacher sorgten nicht dafür, dass man in Überzahl sichere Treffer erzielen konnte. Erst nachdem Lukas Schmölz und Lukas Nachbaur das Visier neu justiert hatten, konnte man Mitte der ersten Halbzeit erstmals mit vier Toren in Führung gehen.
Dieser Vorsprung hatte bis zum Pausenpfiff Bestand und beim Spielstand von 14:18 für die Augsburger wurden die Seiten gewechselt. In der Kabine mahnte der Augsburger Trainer erneut, dass man das Spiel auch jetzt nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte und unbedingt konzentrierter im Abschluss agieren musste, um die zwei Punkte nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Kurz nach Wiederanpfiff sah es auch so aus, als ob man den Widerstand des Tabellenletzten gebrochen hätte, denn plötzlich führte man mit sechs Toren. Doch die Freude war nicht von langer Dauer. Mit zunehmender Spieldauer hatten die Augsburger Jungs sichtlich Mühen den großgewachsenen Rückraumshooter Armin Maus erfolgreich am Torwurf zu hindern, was dieser ein ums andere Mal nutzte und den Ball im Netz unterbrachte. Udo Kasten im Tor hatte hier mehrmals das Nachsehen, doch dies wäre durch engagiertere und diszipliniertere Abwehraktionen zu verhindern gewesen. Im Angriff war man in diesen Minuten zu sehr damit beschäftigt technische Fehler zu minimieren und vergab zudem zahlreiche Torgelegenheiten. Diese Nachlässigkeiten im Spielaufbau und Torabschluss wurden im Gegenangriff gnadenlos genutzt, sodass man den Gegner sechs Minuten vor Ende des Spiels wieder auf zwei Tore herankommen lassen musste. In der Crunch-Time musste man wahrlich zittern und bangen, denn im Angriff konnte man sich nicht mehr absetzen und der TSV Aichach setzte alles daran den Ausgleich zu erzielen. Zwei Minuten vor Schluss war es dann geschehen, die Heimmannschaft konnte auf ein Tor verkürzen und hatte den Ausgleich auf der Hand. Letzten Endes konnte der TSV 1871 Augsburg die Auswärtspartie äußerst knapp mit 30:31 für sich entscheiden und bleibt somit weiterhin verlustpunktfrei in dieser noch jungen Saison.
Bis zum ersten Heimspiel am Samstag, den 27.10.2018 um 19:00 Uhr verbleibt den Augsburger Jungs nicht mehr viel Zeit an offensichtlichen Defiziten zu arbeiten. Man erwartet an diesem Tag den Zweitplatzierten TSV Meitingen zu Gast am Meierweg, um den nächsten kleinen Schritt in Richtung direkter Wiederaufstieg zu gehen. Wir freuen uns auf zahlreiche Zuschauer und warten mit einer kleinen Überraschung anlässlich der ersten 60 Minuten Handballsports in heimischer Halle auf.
Das lange Warten auf den Anpfiff in die Handballsaison 2018/2019 hat endlich ein Ende.
Nachdem man zum Ende der letzten Runde den schmerzvollen Gang in das Unterhaus des Bezirks Schwabens antreten musste, hat sich die Mannschaft um Coach Lubos Urban einiges vorgenommen, um ihre treuen Fans auch in dieser Spielklasse zu bedienen. Personell ist der Umbruch und damit die Integration von spielhungrigen Jugendspielern in vollem Gange und wir begrüßen an dieser Stelle ein neues Gesicht zwischen den Pfosten des TSV 1871 Augsburg. Mit Alexander Schalk konnte ein neuer Torhüter gewonnen werden, der die bisher recht angespannte Torhütersituation ein wenig zu entspannen helfen soll. Außerdem freuen wir uns über die Rückkehr von Alexander Kranz, der nach überstandener Verletzungspause in der Vorbereitung zum Team hinzustoßen konnte und die Linksaußenposition verstärkt.
Vergangenen Samstag, 29.09.18, traf man im ersten Spiel auf die Auswahl des BHC Königsbrunns. Beim ersten Kräftemessen dieser Spielzeit behielt man mit 21:25 die Oberhand und verbuchte den ersten Zweipunkterfolg.
Zu Beginn der Partie versuchte man die einstudierte offensive Deckung auf den Außenpositionen zu beherzigen und den Gegner dadurch am Spielaufbau zu hindern. Dennoch war das Spiel bis zur achten Spielminute ausgeglichen, denn keine der beiden Mannschaften konnte ihre Möglichkeiten effektiv nutzen und es wurden viele Torchancen kläglich vergeben. Doch dann erwachte Manuel Feistle im Rückraum zum Leben und netzte ein ums andere Mal im gegnerischen Gehäuse ein, sodass nach 17 Minuten erstmals eine Sechs-Tore-Führung auf der Anzeigetafel erschien. Das Spiel wurde von Seiten des BHC Königsbrunn sehr körperbetont geführt. Im eigenen Abwehrspiel ließ man noch etliche Defizite durchblicken. Vor allem die Defensivarbeit gegen den Kreisläufer gestaltete sich zu Teilen zu harmlos und man schenkte den Gastgebern durch zögerliches Heraustreten leichte Tore aus dem Rückraum. Beim Halbzeitstand von 9:15 wurden schließlich die Seiten gewechselt und der Trainer der Tigers forderte von seinen Männern einen ruhigen und konzentrierten Auftritt in der zweiten Hälfte.
Nach dem Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Die TSV 1871-Cracks spielten ihre Angriffe teils zu ungeduldig durch und vergaben einige gute Gelegenheiten die Partie frühzeitig in trockene Tücher zu bringen. Im Gegenzug gab sich der BHC nie auf und kämpfte sich wacker zum Kreis durch. Oft konnte sich die neu formierte Abwehr um Bastian Koppe nicht anders helfen, als einen 7-Meter zu verursachen. Dem Gegner gelang es nach einer turbulenten Phase des Spiels und etlichen 2-Minuten-Strafen sechs Minuten vor Spielende auf 19:23 aufzuholen, doch die Gäste konnten letztlich aufgrund der ersten Halbzeit auch verdientermaßen den Sieg mit nach Augsburg nehmen. Am Ende stand ein 21:25-Auswärtserfolg auf der Habenseite zugunsten der Augsburger Jungs.
Die nächste Begegnung der ersten Herrenmannschaft findet am Sonntag, den 21.10.2018 um 16:00 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums Aichach gegen die zweite Auswahl des letztjährigen Kontrahenten, den TSV Aichach statt. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung, sodass optimale Voraussetzungen für die Mission „Aufstieg“ gegeben sind.
Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich für die Unterstützung unserer Sponsoren, Spender und Gönner, die uns auch in der Saison 2018/2019 treu geblieben sind.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Winkelbauer, Schalk (beide Tor), Kranz M. (3), Koppe B., Schubert (2), Kranz A., Voit (1), Koppe M., Nachbaur (7), Schmölz (3), Reisner (2), Feistle (7).
Die nächste Aufgabe für die erste Herrenmannschaft des TSV 1871 Augsburg wartete am 24.02.2018 im Auswärtsspiel beim Kissinger SC. Nach einem äußerst ausgeglichenen Schlagabtausch konnte man in der entscheidenden Phase des Spiels nicht mithalten und unterlag letztendlich mit 27:25.
Dass die Männer um Coach Lubos Urban den Abstiegskampf beinahe verloren haben steht außer Frage, doch, soll es denn so kommen, möchte man sich würdig aus der Bezirksoberliga Schwaben verabschieden. Dank des Routiniers Udo Kasten verfügte man nun wieder über einen Torhüter, der nach auskurierter Verletzung mit von der Partie sein konnte. In den ersten fünf Minuten gelang den Augsburgern redlich wenig, denn im Angriff verbiss man sich in die aggressive Deckung und konnte nicht zum eigenen Torabschluss gelangen. Die jungen Kissinger spielten temporeich nach Vorne und konnten auf 5:1 davon ziehen. Doch nun nahm sich Rückraumschütze Manuel Feistle ein Herz und setzte sich ein ums andere Mal im Eins-gegen-Eins gegen die harte Verteidigung der Gastgeber durch, bis er in der zehnten Minute sogar den Ausgleich zum 5:5 erzielen konnte. Leider hatte man erneut mit eigenen Disziplinschwierigkeiten zu kämpfen, sodass man die Schiedsrichter schnell gegen sich aufbrachte und fortan nicht mehr auf Milde hoffen konnte. Nach der Auszeit kam es zu etlichen voreiligen Abschlüssen, welche unmittelbar in Gegenstoßtore der Kissinger umgewandelt wurden. Die Hitzigkeit der Partie übertrug sich sowohl auf die Zuschauer, welche Gegenstände auf das Spielfeld warfen, als auch auf einzelne Akteure, welche sich zahlreiche Wortgefechte lieferten. Kurz vor der Halbzeitpause taten sich die TSV-Cracks deutlich schwerer im Abschluss, denn die offensive Deckung der Außenpositionen brachte die Rückraumspieler oftmals an die Grenzen ihres Machbaren, sodass der nötige Druck im Angriffsspiel fehlte. Vergebene Tormöglichkeiten führten dazu, dass der Gastgeber zur Pause mit 14:10 führte.
In der Halbzeitansprache mahnte Trainer Urban, die spielhungrigen Kissinger nicht durch unnötige Ballverluste in die Lage zu versetzen mit Tempogegenstößen zum Abschluss zu kommen. Auch die Außenspieler sollten wieder mehr ins Spiel eingebunden werden, um so den Rückraum zu entlasten.
Offensichtlich hatte man diese Vorgaben gut verinnerlicht und man konnte den Rückstand von vier Toren durch ein beherztes Zupacken in der Abwehr und geduldig vorgetragene Angriffe in der 38. Minute zum 16:16 ausgleichen. Die von Anfang an hitzige Partie gewann zusätzlich an Aufregung, denn man konnte das eigene Mundwerk weiterhin nicht zügeln und die Konsequenz folgte auf dem Fuße. Man verlor die nötige Konzentration in der Offensive und in der Abwehr hatte man es Udo Kasten, der dankenswerterweise eingesprungen war, zu verdanken, dass die Kissinger in diesen Minuten nicht wieder deutlicher in Führung gehen konnten und man in Schlagdistanz blieb. Beim Spielstand von 19:19 nach 48 gespielten Minuten, war die Begegnung ergebnisoffen und beide Mannschaften hätten diese für sich entscheiden können, doch den Augsburger Jungs fehlte erneut die nötige Willenskraft und Durchsetzungsfähigkeit im Positionsspiel. Durch Einzelaktionen holte man mehrere 7-Meter heraus, die Eduard Bossauer sicher verwandelte. Kurz vor Spielende vergab man jedoch zahlreiche gute Torchancen und im Gegenzug gelang Kissing nahezu alles, sodass es vier Minuten vor Abpfiff erstmals wieder 26:23 für die Heimmannschaft stand. Trotz letzten Krafteinsatzes konnten die 1871er diesen Rückstand nicht mehr einholen, sodass die Partie mit 27:25 für den Kissinger SC endete.
Obwohl man das „Endspiel“ um den Klassenerhalt verloren hatte, konnte Coach Lubos Urban dem Ganzen doch Positives abgewinnen. Die Mannschaft hatte gezeigt, dass sie sehr wohl in der Lage ist, sich als Team zu präsentieren und nicht vorzeitig den Kopf in den Sand steckt. In den verbleibenden drei Spielen wird es schwer Zählbares zu holen, da mit dem TSV Göggingen und dem TSV Bobingen, gegen den es in der Hinrunde eine herbe Niederlage setzte, zwei spielstarke Mannschaften aufwarten. Gegen den VfL Günzburg gilt es unbedingt zwei Punkte zu holen, um sich zumindest gegen einen in der Tabelle dicht angesiedelten Gegner noch einmal Selbstvertrauen zurückzuholen. Das nächste Spiel bestreitet man am Samstag, den 03.03.2018 um 20.00 Uhr gegen den TSV Göggingen in der grünen Hölle am Meierweg. Wir freuen uns trotz des drohenden Abstiegs über jeden Zuschauer, der uns vielleicht doch das Unmachbare schaffen lässt. Auf geht’s in die Halle.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Kasten U. (Tor), Kranz, Koppe B. (2), Brodmann, Kasten P. (6), Voit, Stiegelmair (1), Adolph (1), Reisner (3), Bossauer (5/5), Feistle (7).
Rumpftruppe konnte gegen Schwabmünchner Tempohandall nichts ausrichten
Das letzte Auswärtsspiel führte die Augsburger Tigers am Samstag, den 10.02.2018, zum TSV Schwabmünchen, der aktuell auf Tabellenplatz Zwei hinter dem TSV Haunstetten II rangiert und sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Landesliga macht. Dies untermauerten die Gastherren eindrucksvoll in einem temporeichen Handball-Faschingsspiel, da die Augsburger mit nur einem Ersatzspieler und ohne etatmäßigen Torhüter anreisten. Somit war die Rollenverteilung klar vergeben und man konnte lediglich auf Schadensbegrenzung hoffen. Am Ende stand ein 33:15 Erfolg für den TSV Schwabmünchen auf dem Papier.
Die nächste Aufgabe im harten Abstiegskampf stand den Männern von Lubos Urban am Faschingswochenende beim Aufstiegsaspiranten TSV Schwabmünchen bevor und wurde durch die sehr dünne Personaldecke zusätzlich erschwert. Die vielen verletzungsbedingten Ausfälle und terminlichen Überschneidungen führten sogar dazu, dass Patrick Kasten gezwungenermaßen sein Comeback als Torhüter feiern durfte und diese Herausforderung für seine Möglichkeiten auch hervorragend meisterte. Wenngleich sein Schwabmünchener Kollege nach dem Abpfiff scherzhaft meinte, er sei der schlechteste Torwart der Liga. Auch das Fehlen von Marek Hustý im Rückraum machte sich erneut bemerkbar, da seine Durchschlagskraft spürbar fehlte.
Die Gastgeber verliehen ihrer Vormachtstellung unmittelbar Nachdruck, denn von Beginn an legten sie einen rasanten Tempohandball vor, dem die Augsburger Jungs früher oder später nicht mehr folgen können sollten. Bereits nach wenigen Minuten lagen die TSVler mit 6:1 in Führung und die Augsburger konnten ihre wenigen, nach endlos langen Angriffen erzwungenen, Möglichkeiten zumeist nicht mit Erfolg abschließen und im Gegenzug direkt der Ersten Welle der Truppe von Coach Marcus Wuttke hinterherrennen. Mehrmals gelang es zwar die Steilangriffe abzufangen, doch erhielt man hier von den beiden Schiedsrichtern direkt Zwei-Minuten-Strafen. Nach der eigenen Auszeit gelang es kurzzeitig wieder auf 9:6 zu verkürzen, doch die Gastgeber schalteten bis zur Halbzeit wieder ein bis zwei Gänge noch oben, sodass die Pausenführung von 16:9 vollkommen verdient war.
Coach Urban mahnte seine Spieler in der Halbzeitansprache dazu, nicht nachzugeben und sich nicht weiter überrennen zu lassen, obwohl man zahlenmäßig mit der Ersatzbank der Heimmannschaft nicht mithalten konnte und folglich geduldiger im Angriff agieren musste. Zu geruhsam durfte man es im Spiel nach Vorne jedoch nicht angehen, da die beiden Unparteiischen diese Zeitverschleppung unmittelbar mit passivem Spiel ahndeten und somit die Angriffe der Tigers verkürzten.
In den zweiten 30 Minuten bot sich ein ähnliches Bild wie vor der Halbzeit. Schwabmünchen stürmte weiterhin druckvoll und mit ungeheurer Geschwindigkeit auf das Tor von Ersatzkeeper Patrick Kasten und die Augsburger waren bemüht die drohende Niederlage in Grenzen zu halten. Letztenendes reichten sechs erzielte Tore nicht den Abstand zu halten und die torhungrigen Schwabmünchner Spieler gingen die erste und zweite Welle unentwegt bis zum Ende des Spiels. Die Urban-Jungs versuchten zwar dagegen zu halten, obwohl einige Spieler auch auf, für sie ungewohnten Positionen eingesetzt wurden. Dadurch entstand zusätzliche Konfusion in den eigenen Reihen und man konnte sogar die Spielfeldmaße nicht mehr richtig einschätzen, was unverzüglich zu Ballverlusten führte. Dass dem einen oder anderen Spieler die Entscheidungen der Unparteiischen irgendwann zu viel wurden, äußerte sich am Ende in einem Wortgefecht, welches damit endete, dass Maximilian Kranz knapp zwei Minuten vor Ende der Partie das Feld mit der roten Karte frühzeitig in Richtung Kabine verlassen musste. Dies war sichtlich Ausdruck der Verzweiflung, welche sich ob der Personalsituation und der eigenen Unzulänglichkeiten einstellte. Positiv hervorzuheben ist, dass sich Manuel Feistle erneut als erfolgreichster Torschütze auf Seiten des TSV 1871 Augsburg hervortun konnte und auch Julian Brodmann das Tor öfter traf als in den Spielen zuvor. Nach 60 ruhmlosen Minuten beendeten die Herren in Schwarz das Spiel mit dem Endstand von 33:15 für den TSV Schwabmünchen, welcher sich durch diesen Pflichtsieg weiter alle Chancen auf einen Aufstieg in die Landesliga bewahrt. Dank einer engagierten Mannschaftsleistung konnte man verhindern, dass die Niederlage in einen richtigen Kantersieg ausartete und man sich vollends als Karnevalstruppe präsentierte.
Dass die Mission Klassenerhalt nun bei nur nur noch vier verbleibenden Spielen nahezu als gescheitert bezeichnet werden kann, ist nach dieser deutlichen Schlappe nicht mehr von der Hand zu weisen. Dennoch gilt es sich zumindest würdig aus der Bezirksoberliga zu verabschieden und die weiteren Spiele mit vollem Einsatz und als geschlossene Mannschaft anzugehen, sodass vielleicht doch noch ein Wunder geschieht. Vorerst muss man sich mit dem letzten Tabellenplatz mit drei Punkten Rückstand zu einem Nichtabstiegsrang begnügen. Das nächste Spiel der Augsburger Tigers findet nach der Faschingspause am Samstag, den 24.02.2018 um 19.30 Uhr beim Kissinger SC statt.