Am Sonntag, den 06.10.2019, starteten auch unsere Tigerkids
der gemischten E-Jugend mit ihrem ersten Qualifikationsspieltag in die neue Saison.
Viele unserer Kinder traten an diesem Tag erst das zweite Mal in ihrer Karriere
auf das Handballfeld. Dementsprechend aufgeregt, aber auch motiviert waren die
Mädels und Jungs vor ihren zwei Spielen. Die Nervosität dominierte allerdings
beide Spiele, sodass sich die kleinsten der Tigers schwer taten sich zum Tor
vorzuarbeiten und schaffte man es doch einmal fehlte dann auch noch das Glück.
Der Ball fand an diesem Samstag leider nur jeweils drei Mal den Weg ins Tor der
gegnerischen Mannschaft. So mussten sich unsere Tigerkids gegen das Team des
TSV Aichach und des DJK Hochzoll jeweils mit 11:3 geschlagen geben. Trotz der
komplett neuen Spielsituationen bewiesen die Kids jedoch mit viel Kampfgeist,
dass auch in ihnen schon ein richtiger Tiger steckt und schließlich macht Übung
ja auch den Meister.
Der nächste Qualifikationstag der E-Jugend findet am
12.10.2019 in Bobingen gegen die Kids des TSV Bobingen und des TSV
Schwabmünchen II statt.
Nach der ersten Niederlage bei der Premiere der SG 1871 Gersthofen musste das Team am 29.09.2019 die Reise nach Günzburg antreten. Dass Sonntagsspiele um 17 Uhr selten richtige Handball-Schmankerl sind, konnte auch diese Parte wieder bestätigen. Zusätzlich musste man die Partie auch noch sehr ersatzgeschwächt bestreiten, sodass lediglich acht Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung standen.
Die erste zählbare Aktion konnte die SG für sich verbuchen und
ging so mit 0:1 in Führung. Dies sollte leider die letzte Führung in diesem
Spiel bleiben. Die Bayernliga-Reserve des VfL, die zusätzlich noch mit einigen
Akteuren aus der A-Jugend Bundesliga bestückt war, konnte ihre läuferischen
sowie konditionellen Vorteile nutzen, indem sie jeden Fehlwurf der SG mit
schnell vorgetragenen Kontern bestrafte. Hier muss sowohl Johannes Wittgen, als
auch Udo Kasten im Tor ein großes Lob ausgesprochen werden. Beide vereitelten
im Laufe der Partie mehrere 100-Prozentige Chancen der Legostädter und ließen
diese eine ums andere Mal verzweifeln.
Trotz der Überlegenheit der Gastgeber gelang es der Spielgemeinschaft dennoch, den Anschluss nicht zu verlieren, sodass nach 20 Minuten ein respektables 10:6 auf der Anzeigetafel abzulesen war. Hätte man zwischendurch nicht zu eilig den Abschluss gesucht oder platzierter geworfen, wäre hier sogar ein noch knapperes Ergebnis möglich gewesen. In der Defensive wurde nämlich hart, aber immer fair agiert. Gegen Ende der ersten Hälfte wurde dann aber doch deutlich, dass der SG etwas die Luft ausging, wodurch Günzburg schließlich ein 14:8 mit in die Kabine nehmen konnte.
Den besseren Start in den zweiten Durchgang hatte dann klar der Gastgeber. Innerhalb kurzer Zeit konnte sich der VfL auf 19:11 absetzen, was nach knapp 40 Minuten schon einer Vorentscheidung glich. Zusätzlich schwanden die Kräfte der SG 1871 Gersthofen langsam aber sicher und man hatte Probleme, sich gegen die offensiv agierende Abwehr der Gastgeber klare Chancen zu erarbeiten. Nichts desto trotz bewiesen die Gäste großen Kampfgeist und ergaben sich nicht ihrem Schicksal. Schließlich endete die Partie 31:16 für den VfL Günzburg II. Die
SG 1871 Augsburg II bleibt damit weiter ohne Punkte und steht vorerst im
Tabellenkeller.
Dies kann aber bereits am Heimspieltag am 12. Oktober geändert werden. Ab 15:30 Uhr bestreiten erst die Damen gegen die HSG Lauingen / Wittislingen, dann die Herren II im Derby gegen den TSV Neusäß, und schließlich die Herren I gegen den TSV Friedberg II den ersten großen Heimspielmarathon. Alle Handballverrückten, Fans, Freunde und Bekannte sind herzlich eingeladen, die Teams zu unterstützen, damit die Punkte im Meierweg bleiben. Wir freuen uns auf euch! [MZ]
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Johannes Wittgen, Udo Kasten (beide Tor), Maximilian Koppe (1), Niklas Fischer (5), Goran Tomov (2), Arman Kurtovic, Mathias Ziernhöld (1), Maximilian Öschay (1), Patrick Stiegelmair (4), Alexander Fischer (2)
Handballkrimi endet mit unglücklicher Auftaktniederlage.
In der gerade begonnen Saison startet die neu gegründete SG 1871 Gersthofen in der Bezirksoberliga Schwaben und darf sich mit starken Gegnern messen. Das erste Kräftemessen dieser Art fand am Samstag, den 28.09.2019, beim Landesligaabsteiger TSV Haunstetten II statt. Nach hartem Kampf mussten die Lubos-Männer die ersten beiden Zähler in der allerletzten Sekunde den Gastgebern überlassen und unterlagen mit 30:29.
Vor dem Spiel war eine gewisse Anspannung bei Spielern und Trainer zu verspüren, denn nun ging es richtig los. Noch nie zuvor war man zusammen in dieser personellen Konstellation angetreten, zumal sich die Spielgemeinschaft erst finden musste und man in den Vorbereitungsspielen nicht unbedingt glänzen konnte. Darin offenbarte sich für Lubos Urban, dass noch jede Menge Arbeit vor ihm liegen würde.
Konzentriert erwärmten sich seine Spieler und starteten hoch motiviert in die Partie. Man wusste nicht so genau, mit wem man es zu tun bekommen würde, da man einem ehemaligen Landesligisten gegenüberstand, der es mit Sicherheit zu verstehen wusste körperlich präsent zu agieren. Dem galt es mit aller Macht entgegenzuhalten. In den ersten Minuten des Spiels wurde sofort klar, dass in der Bezirksoberliga eine härtere Gangart die Regel sein würde und man sowohl in der Defensive, als auch in der offensive vollen Körpereinsatz zeigen musste. Das erste Tor für die SG erzielte Timm Erhard und markierte somit die einzige Führung in Halbzeit Eins, denn fortan drückten die Haunstetter Jungs förmlich aufs Gaspedal und konnten schnell zwei Tore Vorsprung zwischen sich und die Augsburger bringen. Es entwickelte sich ein körperbetontes Spiel, bei dem die Abwehrreihen der SG anfangs ein wenig Präsenz vermissen ließen. Erst nach zehn Minuten fand auch der Innenblock bestehend aus Bastian Koppe und Yannik Scherer ein probates Mittel gegen den Kreisläufer des TSV. Der wiedergenesene Lukas Schmölz konnte sich im Angriff vermehrt gegen zwei Spieler durchsetzen und verschaffte dadurch dem Kreisspieler mehr Raum, sodass dieser besser zum Zuge gelangen konnte. Nach 15 Spielminuten befand es Coach Lubos Urban an der Zeit seine Männer beim Spielstand von 7:4 neu einzuschwören, denn jetzt musste man unbedingt dranbleiben. Durch eine engagierte Abwehrarbeit und tollen Torhüterparaden blieb man im Spiel und erwirkte fünf Minuten vor Halbzeitpfiff sogar den Ausgleichstreffer zum 10:10. Kurz vor Ablauf der ersten 30 Minuten erhielt Yannik Scherer bereits seine zweite Zwei-Minuten-Zeitstrafe, sodass zu befürchten war, dass er die Partie nicht über die vollen 60 Minuten bestreiten dürfen würde. Beim Spielstand von 13:12 zugunsten der Hausherren schickten die Unparteiischen die beiden Teams in die Kabinen.
In seiner Halbzeitansprache ermunterte Urban seine Jungs weiter beherzt in der Abwehr zuzupacken und die Haunstetter nicht davonziehen zu lassen. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der zuletzt gezeigten Vorstellung, erwartete sich im Angriff aber noch ein wenig mehr Druck auf das Tor der Haunstetter.
Nach Wiederanpfiff bot sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit. Die Haunstetter Cracks spielten geduldig ihre Angriffe und konnten teilweise zu leicht aus dem Rückraum zum Torerfolg kommen. Im Angriff versuchten die SGler zunehmend durch ein Auflösen zum Kreis hin die offensive 3:2:1-Deckung vor diffizilere Aufgaben zu stellen, was vermehrt gelang und dem Rückraum dadurch mehr Zug zum Tor ermöglichte, sodass Lukas Schmölz und Timm Erhard wertvolle Tore besteuern konnten um den Abstand nicht größer werden zu lassen. Leider behielten die Haunstetter stets mit zwei oder drei Toren Vorsprung die Oberhand im Spiel. Auf der Außenposition konnte Yannis Pauler, ein Neuzugang aus Donauwörth, überzeugen und erzielte einige Tore. Auch auf der anderen Seite wusste der Routinier Michael Reithmeier mit seiner Schnelligkeit zu glänzen und konnte in der 38. Minute auf nur noch ein Tor zum 18:17 verkürzen. Nach 41 Minuten war es soweit, die Gäste gingen mit einem Tor in Führung. Doch dieser Erfolg währte nur kurz und die beiden Schiedsrichter stifteten mit der Auslegung einer Spielsituation auf der halbrechten Abwehrseite enorme Verwirrung, sowohl unter Augsburgern, als auch Haunstettern und Zuschauern. Folgendes ist geschehen: Der Haunstetter Marcus Seybold war im Rückraum auf Höhe der Freiwurflinie Richtung Kreis unterwegs und wurde von Maximilian Kranz rüde durch eine Umklammerung gestoppt. Der Angreifer befreite sich jedoch aus dessen Umklammerung nicht ganz regelkonform und setzte wohl den Ellenbogen dazu ein. Dabei waren sich die beiden Referees nicht eins, wer denn nun eigentlich mit der Zwei-Minuten-Strafe belegt werden sollte. Zunächst verließ nur der Augsburger Spieler das Feld, um nach langer Diskussion der Schiedsrichter einen Gefährten auf der Strafbank aus dem Haunstetter Lager zu bekommen. Fortan fehlte beiden Teams der sechste Feldspieler. Wenige Sekunden später wurde auch Lukas Schmölz zeitweise des Feldes verwiesen. Nichtsdestotrotz gelang den Augsburgern durch den sprunggewaltigen Yannis Pauler die Führung zum 22:23. So ging es auch in die entscheidende Phase des Spieles. Die Augsburger Jungs erkämpften sich Tor um Tor. Nach 58 Minuten war auf der Anzeigentafel ein 28:28 abzulesen, woraufhin sich die Haunstetter eine taktische Auszeit genehmigten. Unglücklicherweise schwanden zudem die Kräfte der Spieler von Lubos Urban, sodass man eine weitere Zwei-Minuten-Zeitstrafe akzeptieren musste und die letzten 41 Sekunden des Spiels einen Mann weniger auf dem Feld hatte. Dennoch nahm man erneut jeglichen Mut zusammen und gewann den Ball in der Defensive. Nach exakt 59:59 Minuten erzielte Lukas Schmölz in Unterzahl den Ausgleichstreffer zum 29:29, doch ein sehr schnelles Anspiel gefolgt von einer sehr unbedachten Aktion auf Höhe der Mittellinie, die einen letzten Wurf auf das Tor der SG verhinderte, zog eine harte, wenn auch regelkonforme Schiedsrichterentscheidung nach sich. Die Schiedsrichter befanden, dass eine klare Torchance vereitelt worden war und entschieden Millisekunden vor dem Ertönen der Sirene auf Siebenmeter für den TSV Haunstetten. Fabian Link ließ Johannes Wittgen im Tor der SG 1871 Gersthofen keine Chance den Ball zu parieren und netzte zum 30:29-Endstand ein. Vor Enttäuschung brachen einige SGler noch auf dem Spielfeld in sich zusammen.
Dennoch bot dieses Spiel, alles was zu einem tollen Handballspiel gehört. Jede Menge Tore, physische Präsenz und einen Ticken Nervenkitzel. Auch wenn das erste Saisonspiel nur undenkbar knapp verloren wurde, so macht das Auftreten der neuen SG 1871 Gersthofen Lust auf mehr. So bemerkte auch Coach Lubos Urban nach dem Spiel, dass er mit dem Spiel seiner Truppe weitestgehend zufrieden war, jedoch direkt auch Schwächen erkennen konnte, an denen bis zum ersten Heimspiel gegen den TSV Friedberg II, dem zweiten Absteiger aus der Landesliga gearbeitet werden soll. Anpfiff zum nächsten Kracherspiel ist am Samstag, 12.10.2019 um 19:30 Uhr am Meierweg.
Wir freuen uns auf zahlreiche Zuschauer sowohl aus
Gersthofen und Augsburg, die uns tatkräftig nach Vorne peitschen werden.
Für die SG 1871 Gersthofen spielten: Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M., Koppe, Erhard (5), Reisner (1), Pauler (4), Schmölz (6), Walter (4), Reithmeier (3), Scherer (3), Tomov, Bossauer (2), Feistle (1).
Erster Spieltag für die männliche D-Jugend gegen den BHC Königsbrunn 09 und DJK Augsburg-Hochzoll
Die ersten beiden Begegnungen der Punkterunde 2019/2020 absolvierte die männliche D-Jugend in Königsbrunn. Beide Spielen verliefen weitgehend identisch. Dem TSV 1871 gelang es leider nicht das Spielgeschehen zu bestimmen. Schnelle und saubere Vorwärtsbewegungen waren an diesem Spieltag seitens der 1871er leider Mangelware. Zu oft war der Aufbau von technischen Fehlern oder überhasteten Abschlüssen unterbrochen worden. Speziell im Angriffsspiel gibt es also noch viel zu tun.
In der Abwehr lief es dagegen etwas besser. Abgesehen von einigen Unkonzentriertheiten und einfachen Fehlern war dieser Teil durchaus in Ordnung. Einsatz und Wille haben schon gestimmt. Beide Partien gingen mit nur einem Treffer Unterschied verloren und speziell in den Schlussminuten waren die Jungs bemüht das Ergebnis doch noch zu drehen.
Durch den Rückzug des BHC Königsbrunn II müssen die Tiger-Jungs bereits am kommenden Sonntag erneut in Schwabmünchen antreten.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Luis, Paul, Thilo Elias, Jonas, Philip, Benjamin, Tim, Erhan, Finn, Erik, Aleksander
Augsburger beenden die Saison mit einem Auswärtssieg beim VfL Günzburg II.
Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen bestritten die
Augsburger Tigers das letzte Saisonspiel am Samstag, 13.04.2019, bei der
Bayernligareserve des VfL Günzburg, welcher zu diesem Zeitpunkt noch geringe
Hoffnungen auf den Aufstieg haben konnte. Das Spiel endete mit einem
25:29-Auswärtserfolg der Männer vom Meierweg.
Nach nur sehr kurzer Regenerationspause nach dem Spitzenspiel gegen den bis dato unangefochtenen BHC Königsbrunn, krönten die Augsburger Jungs eine phasenweise durchwachsene Saison mit einem Sieg im letzten Spiel. Die Vorzeichen der Partie waren gut, denn Trainer Lubos Urban konnte auf alle etatmäßigen Spieler zurückgreifen und diese waren nochmals hoch motiviert. In den ersten Zügen der Begegnung konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen, sodass nach acht Minuten ein 3:3 auf der Anzeigentafel zu erkennen war. Darauf schien es, dass die Gäste sich ein wenig absetzen konnten, doch die Günzburger konterten diesen Ansätzen effektiv und den Augsburgern fehlte im Angriff die letzte Durchschlagskraft. Mitte der ersten Halbzeit konnten die Gastgeber dann mit 9:7 Toren in Führung gehen, doch Lukas Schmölz, der noch um die Torjägerkrone der Bezirksliga Schwaben kämpfte, führte sein Team wieder heran und konnte den Rückstand ausgleichen. Dank Torhüter Winkelbauer konnten mehrere Tempogegenstöße entschärft werden, wodurch die Günzburger um einfache Tore gebracht wurden. Nach dieser noch ausbaubaren Vorstellung, gerade in Sachen Angriffsspiel, bat der tadellose Schiedsrichter die beiden Mannschaften beim Spielstand von 11:13 in die Katakomben.
In seiner Ansprache zur Halbzeit forderte der Tigers-Trainer
eine geschlossene Abwehrformation und einen rascheren Spielaufbau über die
erste und zweite Welle, wollte man doch die beiden Punkte mit zurück nach
Augsburg nehmen.
Nachdem der Unparteiische den Ball zu Halbzeit Zwei freigegeben hatte, bot sich den Zuschauern eine in ihrer Einstellung veränderte Tigers-Truppe. Man setzte jedem Ball wieder energischer nach und versuchte die Günzburger in ihrer Spielentfaltung zu hindern, sodass man in der Offensive geduldig zu weiteren Treffern gelangte. Doch nach wenigen Minuten hatten die Bayernligareservisten durch Julian Rothbauer wieder zum 17:17 ausgleichen können. Das Positionsspiel der Augsburger Jungs wirkte zu diesem Zeitpunkt etwas fahrig und unkonzentriert wodurch sich einige technische Fehler ergaben, die der Gegner eiskalt zu nutzen wusste. Nach diesem zwischenzeitlichen Aufbäumen der Heimmanschaft nahm sich Lukas Schmölz erneut zusammen und erzielte wichtige Tore für sein Team, musste dann jedoch eine zweiminütige Zwangspause einlegen, aus welcher, die zahlenmäßig nun knapp überlegenen Günzburger, jedoch kein Kapital schlagen konnten. Dennoch gelang es ihnen in der 45. Spielminute den Anschlusstreffer zum 21:22 herzustellen. In dieser Phase konnte man den 1871ern deutlich anmerken, dass sie um alles in der Welt auch die letzten beiden zu vergebenden Punkte an den Meierweg entführen wollten und Manuel Feistle sowie Lukas Nachbaur zeigten ihre ganze Klasse und brachten die Tigers erstmals mit vier Toren Abstand auf die Siegergerade. Beim Spielstand von 21:25 sah sich der Heimtrainer genötigt eine taktische Auszeit zu nehmen, um seine Spieler neu einzustellen, doch die Gäste aus Augsburg ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und erzielten Tor um Tor, sodass nach 54 Spielminuten ein 21:28 zu Buche stand. Auch die Treffer der Günzburger Rennert und Hämmerle konnten am Erfolg der Augsburger Jungs nichts mehr ändern, sodass die Partie mit einem dann auch in der Höhe verdienten 25:29 zugunsten des Zweitplatzierten endete.
Erfreulich war auch, dass sich mit Goran Tomov ein weiterer
vielversprechender, junger Akteur den Weg in die erste Herrenmannschaft
erspielt hat und sich mit drei Toren glänzend einfügen konnte. Mit diesem
Auswärtserfolg sicherten sich die Männer von Coach Urban endgültig den Aufstieg
zurück ins Oberhaus des Handballs im Bezirk Schwaben. Zusammen mit dem BHC
Königsbrunn stehen sie als Aufsteiger in die Bezirksoberliga fest, noch ist
jedoch nicht geklärt wie viele Absteiger es geben wird, da es sich ankündigt,
dass die zweite Garde des TSV Haunstetten den Gang aus der Landesliga Süd
antreten muss und somit der TSV Haunstetten III zwangsabsteigen müsste.
Gesichert ist indes, dass der VSC Donauwörth, der TSV Aichach II sowie die
zweite Vertretung des TSV Schwabmünchen in die Niederungen des Handballsports
im nächsten Jahr weichen müssen.
Mit diesem großen Finale gegen den VfL Günzburg II verabschieden sich die Herren würdig aus der Bezirksliga und freuen sich die kommende Spielrunde in der Bezirksoberliga bestreiten zu dürfen. Wir dürfen gespannt in die nahe Zukunft blicken und hoffen, dass Sie uns auch im neuen Spieljahr treu bleiben.
Wir möchten uns wiederholt bei Ihnen als Zuschauer und
Unterstützer für eine fulminante Saison mit wenigen Tiefpunkten bedanken und
verabschieden uns in die wohlverdiente Sommerpause.
Das letzte Spiel vor heimischer Kulisse fand am vergangenen Donnerstag, 12.04.2019, gegen den nahezu unbesiegbaren Meister der Bezirksliga Schwaben, den BHC Königsbrunn statt. Da das Spiel aufgrund von Rutschgefahr verschoben werden musste, fand der Anwurf zu später Stunde unter der Woche statt. Nichtsdestotrotz konnten die Augsburger Tigers in diesem Kräftemessen mit 22:21 die Oberhand bewahren.
Der direkte Wiederaufstieg war bereits am vergangenen
Spieltag bewältigt worden, obwohl man gegen den TSV Wertingen eine bittere
Heimpleite hinnehmen musste. Doch für das Aufeinandertreffen, mit den im
Hinspiel unterlegenen Tabellenführer waren alle Spieler bis in die Haarspitzen
motiviert, wollte man dem Ligaprimus doch noch ein wenig die
Meisterschaftsfeier versalzen. Auch die Zuschauer fanden sich ein letztes Mal
für diese Handballrunde am Meierweg ein und konnten eine von Beginn an höchst
engagierte Mannschaft von Coach Lubos Urban beobachten. Bastian Koppe kam
glänzend in die Partie und konnte die ersten beiden Treffer für sein Team
erzielen, sodass nach sechs Minuten ein 2:2-Unentschieden zu verzeichnen war.
In der Abwehr versuchte man mit einer 5:1-Formation das Angriffsspiel der Gäste
zu stören, was dazu führte, dass die Gäste aus Königsbrunn einige Würfe neben
das Gehäuse von Elias Winkelbauer setzten. Nach knapp zehn Spielminuten
schaltete sich auch der Topscorer der BHCler, Tim Sailer (139 Treffer) aktiver
in das Spielgeschehen ein und konnte den Anschlusstreffer für seine Mannschaft
erzielen. Nach einem Foul mussten die Gäste die erste Zwei-Minuten-Zeitstrafe
akzeptieren und die Augsburger Jungs gingen erstmals mit 6:3 in Führung. Manuel
Feistle kämpfte sich ein ums andere Mal durch die harte Defensivreihe, sodass
man folglich mit 10:5 nach 22 Spielminuten in Front lag. Diesen recht
komfortabel wirkenden Vorsprung galt es bis zur Halbzeit zu retten, um die
Gemüter der eigenen Spieler und auch das aufbrausende Gemüt des Gästetrainers
abzukühlen. Der Schiedsrichter bat die beiden Mannschaften mit 12:8 zugunsten
des TSV Augsburg 1871 in die Pause.
Der Heimtrainer versuchte seine in voller Euphorie
befindlichen Akteure in seiner Halbzeitansprache zu beruhigen, sodass man
konzentriert an die zweiten 30 Minuten herangehen konnte, ohne große Aufregung
zu schüren. Zu oft hatte man in dieser beinahe abgelaufenen Saison das böse
Erwachen nach dem Seitenwechsel erlebt, welches nur durch mannschaftlich
Geschlossenheit doch noch zu Zählbarem umgewandelt werden konnte.
Prompt kam die Antwort der Königsbrunner, welche den
Wiederanpfiff kaum abwarten konnten. Diese versuchten von der ersten Minute der
zweiten Halbzeit an mehr Geschwindigkeit in ihr Angriffsspiel zu bekommen und
die Lücken in der Augsburger Deckung besser zu nutzen. Tor um Tor näherten sich
die Gäste wieder an, sodass nach 38 Spielminuten der Anschlusstreffer zum 16:15
gelang. Dies ist vor allem einer langsamen Spieleröffnung und zu wenig
Einsatzwillen in der Defensive geschuldet, da man die Rückraumshooter des BHC
mehr und mehr ins Spiel kommen ließ und auch der bullige Kreisläufer mehr Platz
fand. Nachdem man sich im Angriff den ein oder anderen ruhigen Angriff
leistete, der beinahe im Zeitspiel endete, vollstreckte Moritz Voit sicher von
Rechtsaußen bzw. von der rechten Rückraumseite und stellte eine
zwischenzeitliche 19:16-Führung Mitte der zweiten Spielhälfte her. Bis zur 51.
Minute sah es danach aus, dass die 1871er am heutigen Abend als Sieger vom
Spielfeld gehen konnten, denn auch auf Seiten des BHC Königsbrunn machte sich
eine mangelhafte Chancenverwertung breit. Durch einen Siebenmeter konnten diese
erneut auf zwei Tore verkürzen und nach der Auszeit ihres
Mannschaftsverantwortlichen und einer gleichzeitig verhängten
Zwei-Minuten-Strafe gegen Augsburg gelang es auf 21:20 heranzukommen. Diese
Tatsache nötigte TSV-Trainer Lubos Urban an der Seitenlinie dazu eine taktische
Auszeit zu nehmen, um seine Jungs auf die letzten Aktionen des Spiels
einzustellen. Nach 58 Spielminuten konnten die Gäste letztmals auf 22:21
verkürzen, denn in den letzten Minuten wollten die Tigers diesen wichtigen
Prestigesieg nicht mehr verschenken. Eines Verlierers nicht würdig, fielen auf
Seiten der Gäste zum Ende hin unschöne Worte in Richtung der Heimbank. Doch
dies änderte nichts am Spielstand von 22:21, mit dem die Partie nach einem
direkten Freiwurf, der seinen Weg nicht finden wollte, vom Unparteiischen
beendet wurde.
Die Mannschaft hat mit diesem Spiel eindrucksvoll bewiesen,
dass mit ihr immer zu rechnen ist, obwohl man sich im Verlauf der Spielrunde,
gerade zum Ende hin, einige Patzer gegen vermeintlich schwächere Gegner
geleistet hatte. Ferner blieb man das einzige Team, welches gegen den
übermächtigen Bezirksligameister aus Königsbrunn zwei Mal siegreich vom Parkett
gehen konnte. Wie man so schön sagen könnte, die Kätzchen können doch ein wenig
kratzen (in Anlehnung an den Spielbericht des BHC Königsbrunn vom 12.02.2019
nachzulesen unter https://www.handball-in-koenigsbrunn.de/2019/02/12/herren-ii-bhc-reserve-fuehrt-genau-einmal-im-ganzen-spiel-und-siegt-mit-2322/).
Das Finale der Saison 2018/2019 steht nun am kommenden Samstag gegen die
Bayernligareserve des VfL Günzburg an. Da davon auszugehen ist, dass wie im
vergangenen Jahr drei Mannschaften in die Bezirksoberliga Schwaben aufsteigen
werden, könnte man den Gastgebern dabei noch ein Bein stellen, denn rein
rechnerisch ist es ihnen noch möglich am bisher potenziellen dritten Aufsteiger,
dem TSV Meitingen (der TSV Friedberg III kann aufgrund des Verbleibs derer
zweiter Mannschaft nicht aufsteigen) sozusagen in letzter Sekunde
vorbeizuziehen.
Ein herzliches Vergelt’s Gott noch einmal an die zahlreichen
Besucher unserer Heimspiele. Auch für unsere letzte Auswärtsfahrt würden wir
uns freuen, wenn uns ein paar treue Supporter begleiten würden.
Das letzte planmäßige Heimspiel der Saison 2018/2019 fand am vergangenen Samstagabend, 06.04.2019, zwischen dem TSV 1871 Augsburg und den Gästen vom TSV Wertingen statt. Nach einer sehr zerfahrenen Partie mussten sich die Tigers erstmals in der Rückrunde damit abfinden, dass der Gegner mit 21:23 die Punkte vom Meierweg entführte.
Nachdem man in der Woche zuvor beim SV Mering nur zu einem Unentschieden gekommen war, galt es diesen leichten Dämpfer schnell wieder abzuhaken und erneut zum Angriff zu blasen. Trainer Lubos Urban konnte zu seinem Glück auf eine voll besetzte Bank zurückgreifen und forderte von seinen Mannen folglich eine temporeiche und körperlich präsente Spielweise. Aus dem Hinspiel war bekannt, dass den Tigers eine sehr robust und hart agierende Abwehr gegenüber stand und man sich durch schnellen Kombinationshandball einfache Tore erspielen musste. Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Spielaufbau und technischen Fehlern fanden die TSV-Cracks nach drei Spielminuten das erste Mal den Weg vorbei am Gästekeeper. In der Defensive zeigte man den in der Tabellenmitte befindlichen Wertingern, wer der Herr im Haus ist, musste jedoch nach eher harmlosen Aktionen direkt Verwarnungen und eine Zweiminutenstrafe von den Unparteiischen hinnehmen. Nach acht Minuten hatte sich eine enge Partie entwickelt, in der man knapp mit einem Tor in Front lag. Angestachelt von den zahlreichen Zuschauern legten die Augsburger Jungs nun endlich den Schalter um und man konnte bis zur 17. Minute mit 8:4 davonziehen. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer, denn das bis dahin souverän agierende Schiedsrichterduo schickte nach, für den Zuschauer und Spieler nicht nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheidungen gleich drei Spieler der Heimmannschaft mit einer Zweiminutenstrafe vom Spielfeld, sodass man sich einer zahlenmäßig überlegenen Gästetruppe entgegensah. Die Wertinger hatten sichtlich Mühe trotz des personellen Vorteils Gewinn aus dieser Situation zu schlagen, sodass die Lubos-Schützlinge lediglich zwei Treffer in Unterzahl erhielten. Nachdem man im Angriff um einige Möglichkeiten gebracht worden war und die Nerven nur noch am seidenen Faden hingen, schlichen sich zusätzlich auch noch technische Fehler und Aufgeregtheit in das eigene Spiel. Das aus den siegreichen Begegnungen der letzten Wochen bekannte Tempospiel über die erste und zweite Welle fand quasi nicht statt und das Aluminium schien an diesem Abend für die Augsburger Jungs gepachtet zu sein. Daraus resultierte auch der Pausenstand von 9:9.
In seiner Halbzeitansprache schärfte Coach Urban seinen
Spielern ein sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und vor allem durch
schnelle Tore das Momentum auf seine Seite zu bringen. Auch die fahrlässige
Chancenverwertung bot Anlass zu Tadel.
Nachdem die zweiten 30 Minuten eingeläutet waren bot sich jedoch ein gänzlich anderes Bild. Die Gäste aus Wertingen setzten die Vorgaben ihres Trainers überzeugend um und konnten nach 38 gespielten Minuten erstmals mit 11:14 in Vorsprung gehen. Endlich besannen sich die Tigers eines Besseren und versuchten durch temporeichen Ballvortrag zu einfachen Toren zu gelangen, denn man musste der aggressiven Abwehr der Gäste im Positionsangriff zunehmend Tribut zollen. Angesichts des Rückstandes war es tragisch, dass Lukas Nachbaur nach erbittertem Kampf am Kreis nach einem Foul verletzungsbedingt das Spiel beenden musste. Tor um Tor kämpften sich seine Mitspieler wieder an die enteilten Wertinger heran und Lukas Schmölz konnte in der 47. Minute zum 15:15 ausgleichen. Nachdem die erste Zweiminutenstrafe auf Seiten der Gäste gegen Julian Hofbaur ausgesprochen worden war, legte auch Moritz Voit nach und konnte wichtige Tore von der Außenposition erzielen. Die Geschwindigkeit, mit der der Ball durch die Reihen gepasst wurde erhöhte sich zusehends und es war nicht abzusehen, wer diese hitzige Partie für sich entscheiden konnte. Die Schiedsrichter blieben ihrer, aus Augsburger Sicht, etwas unglücklichen Linie auch weiterhin treu. Nichtsdestotrotz hielten die Tigers mit und konnten vier Minuten vor Spielende noch einmal per Siebenmeter den Ausgleich zum 21:21 erzielen. Daraufhin nahm der Trainer der 1871er seine Auszeit, um sein Team für die letzten Spielminuten einzustellen und vielleicht mit der richtigen Stellschraube doch noch den Erfolg zu erwirken. Leider wurde ein Foulspiel an Lucas Schubert, der von der linken Außenposition Richtung Tor absprang vom Schiedsrichtergespann nicht als solches gewertet, sodass nur 22 Sekunden vor dem Ende der Wertinger Matthias Reitenauer mit seinem Treffer die Entscheidung zugunsten der Gäste markieren konnte. Das letzte Tor des Spiels war lediglich Ergebniskosmetik zum 21:23 Auswärtserfolg des TSV Wertingen, welcher dadurch seinen Rang im Mittelfeld des Klassements festigen konnte.
Nach den zuletzt schwächeren Leistungen blicken die Augsburger Jungs nun der finalen Woche entgegen, in der sich am Donnerstagabend um 20:30 Uhr das Nachholspiel gegen den Meister der Bezirksliga Schwaben zuträgt, da das regulär angesetzte Spiel aufgrund der Unbespielbarkeit der Halle kurzfristig abgesagt werden musste. Die Gewährleistung eines verletzungsfreien Spiels für beide Mannschaften konnte aufgrund eindringenden Schmelzwassers durch die Hallendecke nicht verantwortet werden, ganz zum Unverständnis der hoch motivierten Königsbrunner. Ziel der Tigers wird es sein, den BHClern, wie im ersten Saisonspiel bereits bewiesen, das Meistersüppchen ein wenig zu versalzen und den Kommentaren nach dem abgesagten Spiel ein wenig die Spitzzüngigkeit zu nehmen. Rein rechnerisch darf man den Jungs bereits zum direkten Wiederaufstieg gratulieren, obgleich das letzte Wörtchen von Verbandsseite noch nicht gesprochen ist, liegen sie doch zwei Spiele vor Schluss mit vier Punkten Abstand vor den nächsten aufstiegsberechtigten Meitingern. Das letzte Spiel der aktuellen Handballrunde findet dann am folgenden Samstag um 17:30 Uhr auswärts beim VfL Günzburg II statt, welcher zusammen mit den Augsburgern in der Vorsaison abgestiegen war.
Wir bedanken uns herzlich bei unseren Unterstützern für den
Besuch unserer Heimspiele und würden uns freuen den ein oder anderen Zuschauer
am Donnerstagabend begrüßen zu dürfen.
Wegen der erneuten Niederlage in der vergangenen Woche gegen den TSV Niederraunau mussten die 1871er Damen in ihrem letzten Spiel der Saison am Sonntag, den 31.03.2019, jeden möglichen Einsatz bringen. Denn hier bot sich die letzte Chance, auf spielerischem Weg den Platz in der Bezirksliga zu verteidigen. Aufgrund unverwerteter Torchancen und des körperlich sehr betonten Spiels der Gastgeberinnen, welches vom Schiedsrichter überwiegend unbeachtet blieb, musste die schlussendliche Niederlage von 19:24 gegen den TSV Neusäß schweren Herzens auf sich genommen werden.
Da man das Spiel angespannt und eher unkonzentriert startete, fanden die Gegner bereits zu Beginn mehrmals hintereinander den erfolgreichen Abschluss aus dem Rückraum. Zwar brachten auch die 1871-Damen den Ball im Tor der Gegner unter, jedoch ermöglichte man es den Neusäßer Damen ihre Führung auf bis zu sieben Toren auszubauen. In der ersten Halbzeit mangelte es an Unterbrechungen des gegnerischen Spiels und an konsequenter Abwehrarbeit, weshalb die Würfe aus der zweiten Reihe bestenfalls von Torhüterin Marie Holtz entschärft werden konnten. Auch mussten die Damen des TSV 1871 eine Manndeckung der treffsicheren Carola Debor hinnehmen, welche es zusätzlich schwer machte, einfache Tore zu erzielen. Einerseits frustriert aufgrund eigener Fehler, andererseits gezeichnet und verärgert über die brutale Spielart der Neusäßerinnen, verabschiedete man sich mit einem Zwischenstand von 10:14 in die Halbzeit.
Fakt war, dass es nun galt, sich weniger provozieren zu lassen, als sich vielmehr die eigenen Stärken bewusst zu machen und ein bewegungsreicheres Zusammenspiel an den Tag zu legen. Dieser Vorsatz konnte nur bedingt von unseren Damen eingehalten werden. Man traute sich zwar nun auch selbst mehr aus dem Rückraum den Abschluss zu suchen und das oftmals mit Erfolg, jedoch gab es auch vermehrt Würfe auf das Tor des TSV Neusäß, die auf die Torfrau oder direkt daneben platziert wurden. So gelang es den 1871er Damen zwar ihren Rückstand auf drei Tore zu reduzieren, doch legten die Gegnerinnen stets konsequent nach. Durch fehlende Absprache der eigenen Abwehr ließen die Tiger-Ladies mehrere unnötige Pässe zur Neusäßer Kreisspielerin zu, die sich selbst mit dem darauf folgenden Tor belohnte. So konnte die Heimmannschaft ihre Führung wieder ausbauen und lag erneut mit sieben Toren vorne. In der 47. Spielminute musste Carola Debor das Feld wegen großer Schmerzen am Daumen nach abgewehrtem Wurf verlassen. Dies dämpfte die Stimmung im Team der 1871er zusätzlich. Anschließend landete der Ball nur noch lediglich zwei mal im Tor der Gastgeberinnen und die Mädels des 1871 Augsburg mussten eine Niederlage von 19:24 hinnehmen.
Mit dieser Partie beenden die Damen des TSV 1871 Augsburg eine mehr oder weniger erfolglose Saison, bei der lediglich die Ligen-Einteilung für die kommende Saison am Abstieg in die Bezirksklasse noch etwas ändern könnte. Besonders schade hierbei: Wären dem direkten Konkurrenten der Tabelle, dem TSV Neu-Ulm, die Punkte vom abgesagten Spiel gegen die TSG Augsburg nicht geschenkt worden, hätte das Torverhältnis tatsächlich noch gereicht, um auf den vorletzten Tabellenplatz vorzurücken und dem Abstieg nochmal eigenhändig zu entgehen.
Trotz oder gerade aufgrund dieser harten und von zahlreichen Ausfällen geplagten Saison ist aber auch ein neuer, mitreißender Teamgeist entstanden, den die Mädels nun, egal ob Bezirksklasse oder Bezirksliga, nutzen wollen, endlich wieder durchzustarten!
Zweite der Tigers kann miesen Start nicht mehr wettmachen.
Das Spiel der Zweiten gegen TSG am 31.03.2019, lässt sich kurz zusammenfassen: Die Tigers starteten schlecht, lagen früh zurück, spielten ab Mitte der ersten Halbzeit ordentlich, konnten den Rückstand aber bis zum Ende nicht mehr aufholen.
Die Langfassung: In einem recht ausgeglichenen Spiel erwischte die Heimmannschaft der TSG den deutlich besseren Beginn; nach einer Viertelstunde führte sie 7:3. Das lag daran, dass die Zweite von 1871 in der Abwehr teils konfus agierte und den gegnerischen Rückraumspielern immer wieder gute Wurfchancen ließ. Es lag aber auch daran, dass man im Angriff kaum Tempo reinbrachte und unkonzentriert abschloss. Immerhin: Endgültig wegziehen ließ man die Heimmannschaft nicht. Zwar führte die TSG phasenweise mit acht Toren, doch die Tigers konnten den Halbzeitstand mit 10:15 aus ihrer Sicht zumindest halbwegs erträglich gestalten.
In der zweiten Hälfte gab es ein ähnliches Bild zu sehen: TSG war mal mit neun Toren vorne, mal nur mit vier, aber auf ein oder zwei Tore kam 1871 nicht mehr heran – eine wichtige Marke, will man so ein Spiel noch mal drehen. Dazu brauchte es allerdings auch ein wenig Glück, und „Glück“ und „zweite Mannschaft von 1871“ ist eine Wortkombination, die diese Saison nicht passt. Am Ende stand es 34:30 für die TSG Augsburg II, was in Ordnung ging.
Aus Sicht der Zweiten bleibt es bei der Erkenntnis, dass man spielerisch nicht in den Tabellenkeller gehört, aber dort nun mal seit geraumer Zeit steht und den Rest der Saison noch irgendwie zu Ende bringen muss.
Der TSV 1871 Augsburg konnte sich trotz einer Führung über die gesamte Länge der Spielzeit am 30.03.2019 nicht gegen den SV Mering durchsetzen und musste sich letztendlich mit einem 26:26 Unentschieden zufrieden geben.
Die Marschroute für die letzten vier Begegnungen wurde von Trainer Lubos Urban klar vorgegeben: durch maximalen Einsatz sollte die volle Punkteausbeute eingefahren werden. Hierfür musste erst einmal die große Hürde Mering genommen werden, die den Augsburgern auch schon in der Hinrunde große Probleme bereitete. Zudem gab es in diesem Spiel ein erneutes Wiedersehen mit dem langjährigen Spieler Patrick Kasten, der in dieser Begegnung gegen seinen Vater Udo antreten musste. Obwohl die Tigers berufsbedingt auf Bastian Koppe und Torhüter Elias Winkelbauer verzichten mussten, konnte Trainer Urban auf einen vollen Kader setzen, da Goran Tomov, Maximilian Wessoly, Jorge Manuel Mendes und Alexander Schalk verfügbar waren.
Augsburg erwischte zu Beginn der Partie auch einen guten Start und zog relativ schnell mit 0:3 davon. Man hatte den Rückraum der Hausherren im Griff und auch die Außenspieler kamen nicht an Udo Kasten vorbei. Im weiteren Verlauf schlichen sich jedoch Nachlässigkeiten, sowohl im Angriffs- als auch im Abwehrspiel, ein. Mehrere klare Torchancen wurden vergeben, darunter auch drei Tempogegenstöße. Im Defensivverbund offenbarten sich im Spielverlauf die Probleme bei der Deckungsarbeit gegen den Rechtsaußen Martin Leuprecht, der ein ums andere Mal einnetzen konnte. Statt davonzuziehen gaben die Augsburger bis zur Halbzeitpause einen weiteren Treffer Vorsprung ab und mussten mit 11:13 in die Kabine gehen.
Mit Beginn der zweiten Hälfte kam wieder frischer Schwung in das Spiel der Tigers. Innerhalb von vier Minuten wurde der Spielstand auf 11:17 gestellt. Kurz danach begann jedoch eine Phase mit zahlreichen Zeitstrafen gegen Augsburg. Innerhalb weniger Minuten kam die Heimmannschaft ganz nah heran, indem das Spiel nahezu ausschließlich über die Außenspieler lief. So musste man kurz nach der 40. Spielminute den Anschlusstreffer zum 18:19 hinnehmen. Bedingt durch einen Zwischenspurt der Augsburger, wirkte es so, dass der Treffer zum 20:23 in der 50. Minute einen vorentscheidenden Charakter hatte. Durch einige harte Regelauslegungen durch die Schiedsrichter wurde dieser Trend jedoch jäh gestoppt, da sich der TSV 1871 in der Schlussphase nahezu durchgängig in Unterzahl befand. Diesen Umstand nutzte der SV Mering insbesondere in Person von Martin Leuprecht, der sich bis zum Spielende insgesamt 13 Mal in die Torschützenliste eintragen konnte. Neun Sekunden vor Ablauf der Spielzeit erzielte er den Ausgleichstreffer und entriss den Augsburgern somit den sicher geglaubten Sieg.
Letztendlich müssen sich die Tigers über die eigene Leistung
ärgern, da man vor allem in der ersten Hälfte zahlreiche Hochkaräter
ausgelassen hat. Für die ausstehenden Partien besteht die Zielsetzung weiterhin
darin, möglichst jedes Spiel siegreich zu gestalten. Dies gilt es unter Anderem
auch in der nächsten Heimbegegnung am 06.04.2019 gegen den TSV Wertingen
umzusetzen. Die Partie in der Hinrunde konnten die Männer aus dem Augsburger
Norden nur knapp für sich entschieden, sodass auch in dieser Begegnung viel
Spannung zu erwarten ist. Da es sich hierbei um das letzte Heimspiel dieser
Saison an einem Samstag handelt, würden sich die Herren des TSV 1871 Augsburg
um besonders viel Unterstützung freuen.