Vierte Niederlage in Folge – Aufbäumen der Augsburger kommt zu spät
Am Samstagabend, 07.03.2020 fanden sich die Gäste aus
Göggingen am Meierweg ein, um die nächsten zwei wertvollen Zähler auszufechten.
Nach einer starken zweiten Halbzeit gelang es den Gastgebern aus Augsburg nicht
dem Tabellenführer ein Bein im Kampf um die Meisterschaft zu stellen und sie
unterlagen mit 26:27.
Trotz Corona-Virus kamen zahlreiche Zuschauer aus Göggingen
und Augsburg an den Meierweg, um die Partie zwischen dem unangefochtenen
Spitzenreiter aus Göggingen und der nun etwas abstiegsbedrohten SG 1871
Augsburg zu verfolgen. Lukas Schmölz an der Seitenlinie der Augsburger konnte
nur auf eine sehr begrenzte Anzahl von Spielern zurückgreifen, sodass man sich
die Kräfte einteilen musste. Nichtsdestotrotz forderte er von seinen Männern,
volles Tempo zu gehen, um die Defizite im Positionsangriff über einen schnellen
Ballvortrag über die erste und zweite Welle wettzumachen. Gewillt dem Ligaprimus
die Sause zu vermiesen legte man zügig los und konnte mit 2:0 in Führung gehen,
doch die Abwehr war noch nicht so recht auf der Platte, sodass man dem
Kreisläufer zu viel Raum gewährte und dieser nur noch durch Foulspiel gestoppt
werden konnte. Göggingen konnte durch drei Siebenmeter, den anfänglichen Rückstand
in eine 3:4-Führung umwandeln. Raphael Thoms (TSV Göggingen) ließ Michael
Müller im Tor der Augsburger bei seinen Strafwürfen keine Chance. Dass man sich
in der Defensive steigern musste, war angesichts mehrerer Tore nach klassischem
Abräumen über die Außenspieler zu erkennen. Ein wenig übermotiviert, tatkräftig
zuzupacken musste man bereits nach neun Spielminuten die zweite Zeitstrafe
gegen den Abwehrchef Bastian Koppe hinnehmen, welcher fortan auf der
Außenposition zum Einsatz kam, um nicht Gefahr zu laufen frühzeitig mit einer
roten Karte vom Feld geschickt zu werden. Leider kam nach zwölf Minuten die eigene
Angriffsmaschinerie ins Stocken, denn man fand schlichtweg kein probates Mittel
mehr um die, auf eine offensive 3:2:1-Deckung umgestellte, Gögginger Abwehr zu
durchbrechen. Die Stoßbewegung fand nur sehr sporadisch auf die Nahtstellen
statt und man versuchte aus dem Standhandball heraus zum Torerfolg zu kommen,
was ungemein schwerer war. Auch in der Verteidigung vermisste Trainer Lukas
Schmölz die Querbewegung und das Übergeben seiner Jungs. Zu passiv und teils
auch gedanklich zu langsam ließ man die Gögginger gewähren, sodass diese ihren
Vorsprung bis zur 22 Spielminute auf 8:13 Tore ausbauen konnten. Beim
Spielstand von 10:15 zugunsten der Gäste aus Göggingen beendeten die beiden Schiedsrichter
die erste Halbzeit und baten die Mannschaften in die Kabinen.
Lukas Schmölz zeigte, dass er mit den ersten 15 Minuten durchaus zufrieden war, da man hier den Ball laufen ließ und folglich auch zu Toren kam. Die Defensivarbeit war dem Coach jedoch ein Dorn im Auge, denn hier musste man unbedingt zulegen und miteinander gegen den Angreifer stehen, sodass man weitere Zwei-Minuten-Zeitstrafen vermeiden konnte und nicht unnötig eine Unterzahlsituation heraufbeschwor. Auch die klägliche Chancenverwertung bereitete Schmölz Kopfzerbrechen, denn man durfte diese einhundertprozentigen Möglichkeiten gegen eine Mannschaft wie den TSV Göggingen absolut nicht vergeben, um im Spiel zu bleiben. Des Weiteren motivierte er seine Spieler dazu, wieder schnell über die erste und zweite Welle nach Vorne zu spielen, damit sich das Gögginger Abwehrbollwerk gar nicht erst formieren und man den Gegner überrumpeln konnte, um vielleicht doch noch die Wende im Spiel herbeiführen zu können.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah man zunächst noch
keinerlei Veränderung im Spiel der SG. Den Göggingern gelang nach geduldigem
Aufbauspiel weiterhin der Durchbruch zum Tor oder das Ablegen auf den
Kreisspieler, gegen den man kein Mittel fand. Im Angriff vergab man immer noch Torchancen
am Fließband, sei es aus dem Tempogegenstoß oder vom Kreis. Plötzlich gelang es
den Ball eine Nuance schneller nach vorne zu spielen und prompt konnte man die
Defensive der Gäste, welche wieder auf eine 5:1-Deckung umgestellt hatten,
auseinanderreißen. Doch gelang es nicht näher als auf drei Tore Mitte der
zweiten Halbzeit heranzukommen. Zu diszipliniert und geduldig spielte der
Tabellenführer seine Angriffe zu Ende und erzielte Tor um Tor, obwohl sich die
Abwehr der SGler steigerte und man es vermehrt schaffte die Angreifer zu
doppeln. Aus Sicht der Augsburger waren einige Strafwürfe für die Gäste sehr
leicht vergeben worden, da die beiden Unparteiischen nicht immer einen idealen
Standort fanden, obwohl die Abwehraktionen fair und im rechten Maß verliefen.
Dies brachte sogar Lukas Schmölz auf der Bank in Rage, sodass dieser
gemaßregelt werden musste. Vermeintlich zu Unrecht mit Siebenmetern bestraft,
bot man dem Spitzenteam der Liga ab Mitte der zweiten Hälfte einen heißen
Kampf. In Unterzahl gelang es auf nur noch 21:23 zu verkürzen und man roch
förmlich Lunte, dass in dieser Partie der Drops noch nicht gelutscht sein
sollte. Markus Walter steuerte erfolgreich mit einer blütenweißen Weste vom
Siebenmeterpunkt zehn Tore bei und hielt sein Team im Spiel. Auch in der
Verteidigung funktionierte das Nachrücken nun besser und man machte es dem
Kreisspieler schwer zum Torerfolg zu kommen. Aus dem Rückraum hatten die
Gögginger bis dato noch nicht geshootet. Knapp sechs Minuten vor Spielende
konnte Felix Reisner erstmals auf nur ein Tor für die SG verkürzen. Fortan ließ
Trainer Schmölz eine offensivere 4:2-Formation spielen, um schnell in
Ballbesitz zu kommen und dadurch vielleicht doch noch den Ausgleich oder gar mehr
zu erzielen, doch in der 58. Minute konnten die Gäste ihren Vorsprung erneut
auf 24:27 ausbauen, was gleichbedeutend mit dem Sieg war. Zwar konnte man
wenige Sekunden vor Abpfiff auf 26:27 herankommen, doch verblieb keine Zeit
mehr, den zu diesem Zeitpunkt doch verdienten Ausgleich zu erzwingen. Die
Partie endete somit mit 26:27 für den Tabellenführer, welcher damit seine
Aufstiegsambitionen zwar mühevoller als angenommen, aber doch spielerisch überzeugend
untermauerte. Da der TSV Haunstetten II zeitgleich gegen den BHC Königsbrunn
verloren hatte, konnten die Gäste ausgiebig in der Kabine die Entscheidung im
Kampf um den Aufstieg in die Landesliga feiern.
Für die Augsburger und Gersthofener Jungs bedeutete die
vierte Niederlage in Folge, dass man nun unbedingt aus den nächsten Begegnungen
Zählbares hervorbringen muss, denn das Tabellenende rückt immer näher. Nach dem
18. Saisonspiel findet man sich, bei noch vier verbleibenden Partien, mit 13:23
Punkten auf dem zehnten Tabellenrang wieder. Das nächste Spiel bestreiten die
Herren um Trainer Lukas Schmölz bereits am nächsten Samstag, 14.03.2020 um
18:00 Uhr auswärts gegen den TSV Schwabmünchen, welcher durchaus noch Ansprüche
auf Tabellenplatz Drei geltend machen kann. Für die SGler heißt es nun, sich
ordentlich auf diese Partie vorzubereiten, um dem Keller des Klassements wieder
entkommen zu können und frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern, denn mit
Lauingen und Aichach warten auch noch weitere starke Teams im Restprogramm auf
die Schmölz-Jungs, die es zu bezwingen gilt.
Für die SG 1871 Gersthofen traten an: Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M. (2), Koppe B., Erhard (2/1), Reisner (2), Walter (12/10), Scherer (3), Tomov (1), Feistle (3), Öschay.
Ebenfalls zuhause, in der Gersthofener Halle, traten am 29.02.2020 die B-Jugendlichen des TSV 1871 Augsburg gegen ihren direkten Tabellennachbar, den TSV Friedberg II, auf das Spielfeld. Die Partie ähnelte einer Achterbahnfahrt bei der letzten Endes die Gäste aus Friedberg den längeren Atem hatten.
Die Jungs des TSV 1871 erwischten einen denkbar schlechten Start in dieses Duell. Denn bereits nach fünf gespielten Minuten stand eine 1:5-Führung für das Friedberger Team auf der Hallenuhr. Ein paar Minuten und Tore später dann der nächste Stein auf dem Weg der Augsburger Jungs: Die Nummern zweier Spieler auf dem Spielberichtsbogen waren vertauscht, was eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe für das Team zur Folge hatte. In dieser Phase hielten die Gäste zwar ihren Vorsprung konnten diesen aber auch nicht weiter ausbauen, denn die Tigers kämpften sich Schritt für Schritt zurück in das Spiel. Auch das Team-Time-Out durch den TSV Friedberg half nicht die Aufholjagd der Augsburger zu beenden. Vorläufiger Höhepunkt der Partie sollte ein direkter Freiwurf vor der Halbzeitpause sein, den Nils gekonnt zu einem 10:12-Halbzeitstand verwandelte.
Das Match war nun wieder komplett offen und die Möglichkeit das Ganze doch noch zu drehen lag nur zwei Tore entfernt. Nach Anpfiff der zweiten Spielhälfte hielten die Gäste jedoch hartnäckig ihre knappe Führung aufrecht. Hinzugesellte sich vermehrter Gesprächsbedarf zwischen den Unparteiischen der Partie und den Spielern der Mannschaft. Die 1871er ließen jedoch nicht von den Friedbergern ab und erzielten fünf Minuten vor Schlusspfiff den langersehnten Anschlusstreffer zum 20:21. Eine darauffolgende rote Karte wegen grober Unsportlichkeit (Ball wegwerfen), welche sicherlich vermeidbar gewesen wäre, verwehrte den 1871-Jungs jedoch mehr oder weniger die Chance das Spiel doch noch zu eigenen Gunsten zu gestalten. Die Friedberger nutzten diesen Umstand umgehend und sicherten sich letzten Endes mit einem finalen Stand von 20:24 die Punkte für dieses Spiel.
In der kommenden Woche am 08.03. geht es für die Augsburger Jungs bereits weiter. Zu Gast beim Tabellenführer BHC Königsbrunn verspricht es ein spannendes Match zu werden. Anpfiff in Königsbrunn ist um 16:00 Uhr. Die Jungs freuen sich über Unterstützung!
Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Eric (Tor), Benjamin, Andre (4), Luis, Sandro, Felix (5), Noah (2), Stefan (1), Nils (8).
Wichtige Big Points liegen gelassen gegen Königsbrunn.
Am Samstagabend, 29.02.2020, trafen die beiden Aufsteiger der vergangenen Bezirksligasaison gegeneinander an. Beide Teams befinden sich im unteren Drittel der Tabelle und benötigten die wertvollen Zähler. Nach 60 Spielminuten fand die Partie mit den Gästen aus Königsbrunn einen würdigen Sieger. Der Mitaufsteiger konnte letztlich mit 18:21 siegreich von Dannen ziehen.
Vor dem Spiel machte Interimscoach Lukas Schmölz seinen
Männern noch einmal recht deutlich wie wichtig dieses Spiel war. Sollte man die
Punkte in eigener Halle behalten können, bedeutete dies zugleich einen kleinen
Vorsprung vor den Abstiegsrängen. Folglich waren alle Spieler bis in die
Haarspitzen motiviert. Doch schon beim Aufwärmen war dies einer Anspannung
gewichen, welche die Begegnung über anhalten sollte.
Die Schiedsrichterbesetzung der Partie war vom Verband etwas unglücklich gewählt worden, denn einer der Unparteiischen fungiert als Trainer eines direkten Konkurrenten in der Bezirksoberliga. Dies stellt in gewisser Weise die Neutralität der Unparteiischen in Frage und ist in einer derart heißen Phase der Saison denkbar unpassend. Nichtsdestotrotz, Handball wird auf dem Parkett entschieden. Das Spiel begann temporeich und die Gäste konnten nach 49 Sekunden die erste Führung verbuchen, welche erst in der 15. Spielminute abgegeben wurde. In der Zwischenzeit beschränkten sich beide Teams auf reihenweise Fehlwürfe und Abwehrrangeleien, welche unmittelbar dazu führten, dass die Palette an Verwarnungen für das Team um Lukas Schmölz voll ausgeschöpft war. Daher wurde das nächste Foulspiel direkt mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe geahndet. Nachdem diese abgesessen war, besann sich Timm Erhard und konnte durch schön herausgespielte Einzelaktionen auf 6:4 für die Augsburger Jungs erhöhen. Nach einer überzogenen Defensivaktion musste jedoch erneut ein SGler das Spielfeld für zwei Minuten verlassen. Diese Überzahlsituation nutzten die Gäste aus Königsbrunn allerdings nicht zwingend aus und scheiterten mehrmals am überragenden Keeper der Augsburger. Im Angriff wurden gerade von der Rechtsaußenposition zahlreiche 100-Prozenter vergeben und der Gästetorwart förmlich warm geworfen. Daher sah sich Trainer Schmölz genötigt eine kurze Besprechungspause zu nehmen, um seine Herren neu einzustellen und anzustacheln. Aus Sicht der Gastgeber schien dies nur mäßig Wirkung gezeigt zu haben, denn Tim Sailer (BHC Königsbrunn) glich mit zwei Toren in der 26. Spielminute zum 7:7-Zwischenstand aus. Nach neuerlichen zwei Minuten gegen die Hausherren, welche jedoch ohne Konsequenzen in Sachen Spielstand blieben, trafen beide Teams nur noch vom Siebenmeterpunkt und Markus Walter stellte mit seinem erfolgreichen Strafwurf den Pausenstand von 9:9 Toren her.
Obwohl der Halbzeitstand ausgeglichen war, warnte Trainer
Schmölz in seiner Ansprache davor die Königsbrunner in ihr gut praktiziertes
Tempospiel kommen zu lassen. Bisher war die erste Welle kein großes Problem, da
die Rückwärtsbewegung im Vergleich zu vielen anderen Spielen der Saison
funktionierte. Im Angriff war abermals die mangelhafte Chancenverwertung zu monieren.
Auch das druckvolle Durchstoßen, welches im Training eingehend geübt wurde,
wollte noch nicht so recht gelingen, sodass man sich schwer tat Lücken in der
Abwehr zu reißen.
Die Partie setzte sich wie folgt fort. Keines der beiden
Teams schaffte es sich nennenswert abzusetzen. Bis zur 41. Minute wanderte die
Führung immer wieder zur SG 1871, woraufhin Königsbrunn postwendend ausgleichen
konnte. In dieser Phase des Spiels ließen die Herrschaften in Blau eine klare
Linie vermissen. Beispielsweise wurde ein wiederholt sehr schlampig
ausgeführter Pass vom Torwart zum Anspiel, der nicht die Hände des Akteurs
fand, nicht wie im Regelwerk vorgesehen mit einem direkten passiven Spiel geahndet,
sodass dies mehrfach auf Seiten der Gäste erfolgte. Eigene Schludrigkeit im
Umgang mit Chancen und ein einknickendes Rückzugsverhalten führten schließlich
dazu, dass Königsbrunn Mitte der zweiten Halbzeit plötzlich mit 14:16 in Front
lag. Man versäumte nun schnell nach vorne zu spielen und mehr Druck auf das
Abwehrbollwerk der Gäste auszuüben. Am eigenen Kreis stellte man sich wenig
clever an und erhielt eine weitere Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Die daraus
resultierende Unterzahlsituation nutzten die BHC-Cracks sogleich aus und
erzielten einen komfortablen 4-Tore-Abstand fünf Minuten vor Spielende. Obwohl
der erst kurz zuvor eingewechselte Maximilian Kranz binnen einer Minute den
Anschluss zum 18:20 bei noch 96 zu spielenden Sekunden erzielen konnte und die
Abwehrformation frühzeitig auf eine offensive 4:2-Manndeckung umgestellt und
sogar auf einen offene Mann-Mann-Deckung rotiert wurde, gelang es nicht mehr
die flinken Jungs aus Königsbrunn einzuholen, sodass Benedikt Eitzenberger mit
seinem Tor zum 18:21 Endstand die nächste Niederlage der SG 1871 Gersthofen
besiegelte, welche aufgrund der desaströsen Torquote auch in Ordnung geht.
Nach nun drei sieglosen Spielen in Folge, müssen die Schmölz
Schützlinge so langsam den Blick nach unten in der Tabelle richten, denn nur
noch wenige Zähler trennen nun vom vermeintlichen Abstiegsrang. Daher heißt es
nun Mund abputzen, Krone richten und weiter fighten. Dass dies gegen den
Ligaprimus aus Göggingen am nächsten Samstag ein derart schwieriges Unterfangen
wird leuchtet ein. Doch vielleicht lässt sich eine Trotzreaktion erzwingen und
man kann dem Spitzenreiter als Underdog ein wenig ärgern. Begrüßen möchten wir
Sie am Samstagabend, 07.03.2020 zur gewohnten Anwurfzeit um 19:30 Uhr in der
Halle am Meierweg. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre Unterstützung in
diesem heiklen Abschnitt der Saison.
Für die SG 1871 Gersthofen auf dem Parkett standen:
Am Samstagabend, 15.02.2020, trat die zuletzt sieglose SG 1871 Gersthofen und der Kissinger SC gegeneinander an. Letzten Endes konnten die Gäste mit 22:30 triumphieren und ihren dritten Tabellenplatz sichern. Für die SG war dies erneut ein herber Rückschlag, denn somit rückte man dem unteren Tabellendrittel wieder beängstigend nahe.
Die Ausgangslage vor dem Spiel war eine andere wie vor dem letzten Spiel gegen Ichenhausen. Nachdem man dieses Spiel auf die leichte Schulter genommen hatte und eine deutliche Niederlage, die in ihrer Höhe verdient war, hinnehmen musste, wollte man gegen die Paartaler ein Ausrufezeichen setzen. Lubos Urban, der sich nach mehrjähriger Tätigkeit nun nicht mehr an der Spielfeldseite der Augsburger Jungs aufhalten wird, legte am Donnerstagabend mit sofortiger Wirkung sein Traineramt nieder. Somit war der für ihn in die Bresche gesprungene Langzeitverletzte Lukas Schmölz erstmals gefordert. Vor dem Spiel appellierte dieser an den Siegeswillen eines jeden Einzelnen, damit sich eine derartige Schmach wie in Ichenhausen nicht erneut wiederholte.
Die auf einigen Positionen veränderte Startaufstellung der Augsburger fand zunächst besser ins Spiel, da man aus einer konzentriert agierenden Defensive heraus eine schnelle zweite Welle einleiten konnte, welche die Kissinger forderte. Nach fünf Minuten führte man mit 3:1 Toren, nachdem der Kissinger Tim Antonitsch beim 7-Meter-Strafwurf am Keeper der SG scheiterte. Solange man geschlossen als Abwehrverband agierte, taten sich die Gäste schwer im Angriff, doch sobald dieses Kollektiv ein wenig aufriss, gelang es den Kissingern sich durchzusetzen. Nichtsdestotrotz konnte man eine knappe Ein-Tor-Führung bis zur 20. Spielminute bewahren. Doch dann geriet das eigene Angriffsspiel ins Stocken. Der schnelle Spielaufbau wurde vehement durch die Kissinger gestört und im Positionsspiel konnte man nicht den notwendigen Druck auf die Nahtstellen entwickeln. Gerade bei Gefahr eines drohenden Zeitspiels behielt man nicht die Nerven und schloss zu zwanglos ab. Durch mehrere ungenutzte Torgelegenheiten, welche die Kissinger postwendend in erfolgreiche Konter ummünzen konnten, brachte man deren Tormaschine ins Laufen, sodass man zwischenzeitlich mit drei Toren zurück lag. Die beiden Unparteiischen baten die Mannschaften beim Zwischenstand von 12:14 in die Kabinen.
Nachdem Lukas Schmölz in seiner Halbzeitansprache klar gemacht hatte, dass man unbedingt an die ersten 20 Minuten anknüpfen musste, um die Kohlen noch aus dem Feuer holen zu können, konnte man sich wieder auf ein Tor herankämpfen. Dennoch tat man sich im eigenen Spielaufbau schwer die Kissinger entscheidend zu fordern, sodass man weiterhin auf Treffer aus dem Nichts hoffen musste, welche Markus Walter mit schönen Unterarmwürfen auch beisteuern konnte. Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit verliefen nicht ganz zum Gefallen des SG-Coachs, doch auch Kissing ließ nun einige Tormöglichkeiten ungenutzt, sodass es nach 36 Spielminuten noch immer nur 15:16 für die Gastmannschaft hieß. Doch leichtfertige Abschlüsse im Tempogegenstoß oder vom Siebenmeterpunkt verwehrten den Ausgleich auf Seiten der Augsburger, was der Tabellendritte binnen weniger Minuten dazu nutzte auf 15:18 zu erhöhen. In der 40. Spielminute ereignete sich eine merkwürdige Situation. Philip Zechmann (Kissinger SC) war im Tempogegenstoß Markus Walter enteilt. Sportlich fair wollte dieser eine Notbremse verhindern. Aus ungeklärter Ursache hob der Kissinger theatralisch ab und brach seinen Wurf ab. Daraufhin deutete das Schiedsrichtergespann auf den Siebenmeterpunkt und schickte beide Akteure mit Zwei-Minuten-Zeitstrafen auf die Bank. Den folgenden Siebenmeter vergab Kissingen. Nach dieser unruhigen Phase schien sich das Spiel zu normalisieren. Den Augsburgern fehlten im Angriff die Ideen und Kissingen verwaltete die Führung. Nach exakt 44:44 Minuten ereignete sich das nächste Kuriosum. Der Kissinger Simon Schneider wurde nach längerer Diskussion mit einer roten Karte des Feldes verwiesen, nachdem er einen direkten Tempogegenstoß verhindert hatte. Erst nach längerer Absprache waren sich die beiden Unparteiischen einig, ob sie die rote Karte zücken sollten. Den anschließenden Siebenmeter verwandelte Eduard Bossauer zum 18:21. Leider wollte sich die anfängliche Stabilität in der Abwehr nicht mehr einstellen, sodass Kissingen die Unruhe für sich nutzte und innerhalb von acht Minuten den Vorsprung verdoppelte. Die SGler schafften es in der Folge nicht, sichere Torchancen zu verwandeln und rannten diesem Rückstand mal mehr, mal weniger bis zum Spielende hinterher. Die Begegnung endete mit 22:30 für den gastierenden Kissinger SC.
Zwei Spiele nacheinander ist es den Männern nun nicht gelungen Zählbares einzufahren. Aus diesem Grund gilt es die anstehende Spielpause über die närrische Zeit zu nutzen und sich gegen den Mitaufsteiger aus Königsbrunn wieder in anderer Verfassung zu präsentieren. Derzeit befindet sich der nächste Gegner auf dem drittletzten Rang. Dennoch sollte man auch diese Partie nicht unterschätzen, denn im Hinspiel musste man deutlich Federn lassen. Damit sich dies nicht wiederholt haben die Spieler und ihr neuer Trainer jetzt knapp zwei Wochen Zeit, um Unzulänglichkeiten und Schwächen auszumerzen, sodass am 29.02.2020 um 19:30 Uhr in der Sporthalle des Paul-Klee-Gymnasiums wieder eine hervorragend eingestellte Mannschaft um die Punkte fighten wird. Aus den verbleibenden sechs Spielen, müssen definitiv weitere Zähler eingefahren werden, um schnellstmöglich nicht mehr mit dem Abstieg in die Bezirksliga fürchten zu müssen. Darum freut sich die SG sehr über lautstarke Unterstützung auf der Tribüne für das Restprogramm der Spielzeit 2019/2020.
Für die SG 1871 Gersthofen spielten: Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M., Koppe B. (3), Erhard (2), Reisner (4), Pauler (3), Weigl, Walter (7/4), Walter, Scherer, Tomov (2), Bossauer (1/1), Feistle, Öschay.
Das Kellerduell gegen die TSG Augsburg verlief ganz und gar nicht nach den Vorstellungen der SG 1871 Gersthofen II. Zu keinem Zeitpunkt konnte man das Spiel an sich reißen, woraus die nächste deutliche Niederlage resultierte.
Vorangegangen war eine „Krisensitzung“ am Donnerstag, die von Coach Fischer und Abteilungsleiter Koppe einberufen wurde. Es wurde völlig zu Recht die Einstellung der Protagonisten angesprochen. Bezeichnend hierfür war leider, dass wie schon über den gesamten Saisonverlauf hinweg erneut nur der harte Kern des Teams es für nötig befand, an der Sitzung teilzunehmen. So einigte man sich darauf, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen und dann in aller Ruhe die Planungen für die kommende Spielzeit anzugehen. Zusätzlich erklärten sich einige „alte Hasen“ dazu bereit, das Team für den Rest der Saison so gut wie möglich zu unterstützen. Hierfür ein herzliches Danke!
Nichtsdestotrotz schaffte man es wenigstens, eine Mannschaft ins Rennen zu schicken, die durch eine vernünftig besetzte Bank unterstützt wurde. Die ersten zehn Minuten der Partie verliefen noch recht ausgeglichen, sodass es 4:4 stand. Bereits nach dieser kurzen Zeit war aber deutlich zu sehen, dass die SG erneut nicht besonders daran interessiert war, eine vernünftige Abwehrleistung zu liefern. Dadurch hatte es die TSG Augsburg viel zu leicht, zum Torerfolg zu gelangen. Die Gastgeber legten somit den ersten Zwischenspurt ein und führten Mitte der ersten Spielhälfte mit 10:6, woraufhin Coach Fischer das Team-Time-Out nahm. Folgerichtig kritisierte er lautstark die lasche Defensive, welche so gut wie nicht stattfand. Auch die Angriffsleistung ließ schwer zu wünschen übrig. Die erarbeiteten Chancen wurden mehrfach leichtfertig vergeben, indem man den Keeper der TSG regelrecht warm warf. Leider hatte die Auszeit nicht den gewünschten Effekt, die Gastgeber konnten weiterhin nach Belieben auf Udo Kasten im Tor der SG abschließen und den Vorsprung bis zur Halbzeit kontinuierlich auf 17:11 ausbauen.
In der Kabine machte sich Ernüchterung breit. Diese ließ Fischer allerdings nicht gelten, als er darauf hinwies, dass die SG 1871 Gersthofen das Hinspiel immerhin für sich entscheiden konnte. Dass dies an diesem Sonntag nur über Kampf, Wille und Einstellung gehen würde, sollte von Anfang an klar gewesen sein. Der zweite Durchgang verlief jedoch keinen Deut besser. Nur vereinzelt zeigte die SG, dass sie durchaus in der Lage ist, defensiv kompakt zu arbeiten. Sobald dies gelang, waren auch die Mittel der TSG stark begrenzt. Leider konnten die Tiger das vorhandene Potenzial jedoch viel zu selten abrufen. Der Beleg hierfür lässt sich in der Spielstatistik recht deutlich ablesen. Allein Mittespieler Bonifaz Knoller von der TSG konnte neun Treffer erzielen. Von der schwachen Arbeit in der Abwehr sowie dem meist ideenlosen und viel zu statischen Angriff abgesehen, schwächte sich die Zweite der SG mehrfach selbst durch recht unnötige Zeitstrafen. Mitte der zweiten Halbzeit war die Messe somit bereits gelesen, als die TSG zum 29:17 einnetzte. Die SG konnte nur noch Ergebniskosmetik – wenn man dies überhaupt so nennen kann – betreiben. Schließlich endete die Parte auch in der Höhe verdient mit 34:24.
Das Team bedankt sich bei den mitgereisten Zuschauern und freut
sich bereits am kommenden Samstag, dem 15. Februar 2020 auf erneute
Unterstützung, wenn mit dem TSV Haunstetten III ein ganz anderes Kaliber in die
Sporthalle nach Gersthofen reist. Anpfiff ist um 17:30 Uhr. [MZ]
Nach einer desolaten Mannschaftsleistung verlor die SG 1871 Gersthofen am Samstagabend gegen eine Mannschaft aus Ichenhausen, von der man sich mit diesem Spiel im Abstiegskampf schon fast uneinholbar distanzieren hätte können. Leider ließ die komplette Mannschaft von Beginn an jeglichen Kampfgeist vermissen, sodass man vollkommen verdient und mit bedröppelten Gesichtern die Heimreise antreten musste.
In den ersten fünf Minuten war man noch die bessere Mannschaft, ließ im Angriff aber bereits zu viele Bälle liegen, wodurch man die Anfangsphase „nur“ ausgeglichen bestritt. Je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die Gastgeber in das Spiel und fanden nun mit fast jedem Angriff einen Mitspieler der frei abschließen konnte. Im Gegenzug rieb man sich in der Offensive mit viel Kleingruppenspiel auf und musste die Gastgeber davonziehen lassen. Auch eine Auszeit von Trainer Urban brachte nur unwesentliche Verbesserungen ins Spiel der SG. Das Halbzeitergebnis von 16:13 spiegelte die Kräfteverhältnisse nicht so deutlich wieder, wie sie in dieser ersten Halbzeit waren.
Mit Beginn der zweiten 30 Minuten kam zunächst kurz Hoffnung auf, da jetzt die Abwehr besser stand und man über ein schnelles Spiel zu einfachen Toren kam. Anschließend verlor die SG jedoch erneut komplett den Faden und leistete sich in Angriff, Abwehr und Torhüterspiel zu viele elementare Fehler. Spätestens als nach einer Auszeit ein Strafwurf vergeben wurde und man im Gegenzug sogleich das 23:16 hinnehmen musste, wurde allen klar, dass das heute nichts mehr wird. Frustriert vom Spiel ließ die SG nun endgültig die Köpfe hängen und man konnte den Gastgebern bis zur 50. Minute nichts mehr entgegensetzen. Beim Stand von 29:18 ging nochmal ein kleiner Ruck durch die SG’ler als man sich darauf besann, zumindest den direkten Vergleich nicht kampflos zu verschenken. In der Folge konnte man noch bis auf sieben Tore aufholen, was für das Minimalziel gereicht hätte, aber wie schon so häufig in dieser Partie verlor man auch hier wieder zu schnell den Faden und musste sich am Ende deutlich mit 34:25 geschlagen geben.
Das nächste Spiel unserer „Ersten“ findet schon nächsten Samstag gegen den starken Kissinger SC statt. Anpfiff ist hier um 19:30 Uhr in der Halle des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen. Wir sind gespannt, ob man sich hier wieder von der besseren Seite zeigen kann. Das Hinspiel endete 23:26 für die SG 1871 Gersthofen und man kann erwarten, dass sich der aktuell drittplatzierte Gast für die Hinspielniederlage revanchieren möchte.
Für die SG 1871 Gersthofen spielten: Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M., Koppe B. (1), Erhard (5), Pauler (3), Walter (5), Scherer (1), Tomov (6), Feistle (4), Öschay.
Am vergangenen Samstagabend konnten die BOL Männer der SG 1871 Gersthofen den Aufwärtstrend im neuen Jahrzehnt fortsetzen und gewannen nach hart umkämpften 60 Minuten gegen den Fünftplatzierten aus Bobingen mit 28:26 (14:15).
Nachdem man im Hinspiel in Bobingen mit einer extrem ausgedünnten Personaldecke angetreten war und dort schon sensationell zwei Punkte entführt hatte, fand nun das Rückspiel „dahoam“ am Meierweg statt. Beide Mannschaften konnten hier nahezu aus dem Vollen schöpfen, sodass sich bald ein temporeich gestaltetes Spiel einstellte, mit dem zunächst die Gäste besser klar kamen. Immer wieder fanden die Bobinger ihren starken Rechtsaußen und dieser ließ zum Leidwesen der Augsburger nur sehr wenige Würfe im Spiel ungenutzt. In dieser Phase hätten die Gäste schon deutlich in Führung gehen können, da die SG die Anfangsphase offensiv auch eher verschlief. Lediglich der Kampfgeist unserer Männer konnte uns hier im Spiel halten, sodass auch in Unterzahl Tore erzielt und gleichzeitig hinten verhindert werden konnten. So auch kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als die SG zum 14:15 Anschlusstreffer kam.
Nach der Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften ein wildes Hin und Her, bei dem auf beiden Seiten einfache technische Fehler den Spielfluss zerstörten und man stets zwischen Ausgleich und einer Zwei-Tore-Führung für die Gäste hin und her pendelte. Als schließlich nach gut 45 Minuten das erste Mal an diesem Abend eine Führung für die SG auf der Anzeigetafel stand, verlor der vielleicht stärkste Werfer der Gäste die Nerven und handelte sich eine rote Karte vom, an diesem Abend souverän auftretenden, Schiedsrichtergespann ein. In den nächsten zehn Minuten konnte sich die SG dann bis auf vier Tore absetzen und wenige Minuten vor Ende bot sich mehrmals die Gelegenheit das Spiel endgültig zu entscheiden. Leider wurden hier dann einige freie Würfe vergeben, sodass die Gäste kurz vor Ende wieder auf zwei Tore herankommen konnten. Mit cleverem Offensivspiel und wenig Zeit auf der Uhr konnte letztlich der Sieg aber nach Hause gebracht werden und man konnte sich über die nächsten Punkte in dieser Premierensaison freuen.
Nächsten Samstag geht es zum erfahrungsgemäß unangenehmen
Auswärtsspiel nach Ichenhausen. Der Gegner spielt ebenfalls wie die SG bisher ein
sehr starkes Jahr 2020. Ichenhausen rangiert aktuell auf dem vorletzten Platz
und möchte den Aufwärtstrend natürlich fortführen, um den Klassenerhalt noch zu
erreichen. Aufgrund der engen Tabellensituation könnte sich die SG mit einem
Auswärtssieg im direkten Duell bereits auf neun Punkte gegenüber Ichenhausen
absetzen und dadurch deutlich beruhigter und gelassener in die kommenden
Partien starten. Anpfiff ist um 19:15 Uhr in der Franziska-Ziehank-Halle in
Ichenhausen. Zu diesem „4-Punkte-Spiel“ würden wir uns über viel
Unterstützung freuen
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Michael M., Johannes W. (beide Tor), Maximilian K., Bastian K. (1), Andrei L., Timm E. (3), Felix R., Yannis P. (5), Luca W., Markus W. (10), Yannick S. (2), Goran T. (1), Manuel F. (6).
Die erste Begegnung im Handballjahr 2020 für die SG 1871
Gersthofen fand am Samstag, 11.01.2020 in der Paul-Klee-Turnhalle gegen das
Schlusslicht der Liga, den TSV Niederraunau II statt. Nach einer durchwachsenen
ersten Halbzeit konnten die Hausherren schließlich mit 31:20 siegreich vom
Parkett gehen.
Da sich Coach Lubos Urban noch im wohlverdienten
Weihnachtsurlaub befand und sein Co-Trainer Alex Fischer auch nicht mit von der
Partie sein konnte, musste der derzeit verletzte Lukas Schmölz das Taktikbrett
übernehmen. Seiner neuen Aufgabe bewusst, konnte dieser personell aus dem
Vollen schöpfen und musste sogar einen Spieler vom Spielberichtsbogen
streichen.
Auf dem Papier schien dieses Spiel bereits entschieden zu
sein, hatten die Gäste aus Niederraunau bisher keinen einzigen Zähler
eingefahren, doch das dies auf dem Spielfeld sich oft anders gestaltet, dies
sollten die Augsburger selbst erfahren. So tat man gut daran den
Rückraum-Shooter der Niederraunauer Reserve aus dem Spiel zu nehmen. Nach nur
44 Sekunden durfte man dessen erstes von fünf Toren bewundern. Sofort reagierte
Aushilfstrainer Schmölz und ließ diesem wurfgewaltigen Herrn eine
Sonderbewachung zu teil werden. Im Angriff merkte man den SGlern deutlich die
mehr als dreiwöchige Winterpause an. Zu gemächlich wurde noch nach vorne
gespielt und mehrere hochkarätige Möglichkeiten vergeben. Endlich zurück aus
dem schönen Kolumbien fügte sich Yannis Pauler wieder glänzend in das Gefüge
ein und verlieh dem Rückraum von der rechten Seite wieder mehr
Durchschlagskraft. In der Defensive formierte sich der Mittelblock um Bastian
Koppe und ließ den Kreisläufern wenig Luft zum Atmen. Dennoch tat man sich
schwer den Ball im Tor des gegnerischen Teams unterzubringen und so dauerte es bis
zur 17. Spielminute ehe eine erste Vier-Tore-Führung zu Buche stand. Diese
konnte jedoch nicht bis zur Pause gehalten werden, denn die Chancenverwertung
war erneut mangelhaft und am eigenen Kreis fehlte die Absprache untereinander.
Folglich gelang es dem Underdog Tor um Tor heranzukommen und sogar drei
Sekunden vor dem Pausenpfiff den Anschluss zum 14:13 herzustellen.
Die Entwicklung der letzten sechs Minuten in Halbzeit Eins
nahm Lukas Schmölz auch zum Anlass seinen Spielern ins Gewissen zu reden. Ziel
sollte es sein recht schnell wieder einen deutlichen Vorsprung herauszuspielen,
um die wichtigen Punkte in heimischer Halle zu behalten.
Doch der Beginn der zweiten Spielhälfte verlief turbulenter
als so manchen Zuschauer lieb gewesen sein wird. Nach verhältnismäßig harmlosen
Aktionen schickten die beiden Unparteiischen zunächst Bastian Koppe und nur
eine Minute später Goran Tomov mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe auf die Bank.
Somit musste man sich der Angriffsbemühungen der Gäste in doppelter Unterzahl
erwehren. Mit Mann und Maus verteidigte man das eigene Tor und auch die
Abschlussschwäche der Gäste und die starke Torhüterleistung, stellten sicher,
dass sich kein Ball binnen dieser Phase in das Tor verirrte. Bastian Koppe
schien die kurze Verschnaufpause genutzt zu haben, um neu aufzutanken, denn
kaum wieder auf dem Spielfeld erzielte er zwei schön herausgespielte Tore, die
den Trainer der Gäste unmittelbar eine Auszeit abnötigten. Doch diese Auszeit
sollte keinerlei großartige Auswirkungen mehr haben, denn fortan nutzte man
jede sich bietende Torgelegenheit und konnte zwischen der 41. und 50. jeglichen
Gegentreffer verhindern. Daher der zu diesem Zeitpunkt sehr beruhigende
Zwischenstand von 26:15. Abgeklärt und sicher spielten die Hausherren die
letzten zehn Minuten von der Uhr. Erfreulicherweise durfte man zwei neue bzw.
zurückgekehrte Spieler in den eigenen Reihen Willkommen heißen, welche sich
sogleich mit jeweils einem Tor in die Torschützenliste eintragen konnten. Den
Schlusspunkt des Abends lieferte „Bad-Boy“ Maximilian Kranz, der sich seine
achte Zwei-Minuten-Zeitstrafe der Saison wenige Sekunden vor Abpfiff abholte
und somit die interne Statistik vor Yannik Scherer anführt. Das Spiel endete
wohlverdient, wenn auch hart erkämpft mit 31:20 zugunsten der SG 1871
Gersthofen.
Die Hinrunde der Bezirksoberligasaison 2019/2020 ist mit
diesem Spiel abgeschlossen und aus Sicht der Augsburger kann man gerade im
Hinblick auf die lange Verletztenliste einigermaßen zufrieden sein. Für die
Rückrunde hat sich das Team dennoch Einiges vorgenommen, denn das Saisonziel
Mittelfeldplatz steht weiter im Fokus. Um diesem gerecht zu werden gilt es in
den nächsten Partien die nötigen Zähler, die man in der Hinrunde liegengelassen
hatte einzufahren, um mit dem Abstieg alsbald möglich nichts mehr zu tun zu
haben. Die nächste Gelegenheit hierzu bietet sich bereits am kommenden Samstag,
18.01.2020 um 19:30 Uhr am Meierweg, wenn der Gegner keine geringerer ist als
die zweite Vertretung des TSV Haunstetten, welcher man im ersten Spiel nur sehr
unglücklich mit einem Tor unterlegen war. Den gen Landesliga blickenden
Haunstettern möchte man auch in dieser Partie wieder Paroli bieten können.
Für die SG spielten:
Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M., Koppe B. (2), Erhard (3), Reisner (3), Pauler (5), Weigl (1), Walter Markus (4/2), Scherer (4), Tomov (2), Feistle (6), Walter Michael (1), Öschay.
Die Partie der zweiten Mannschaft der SG 1871 Gersthofen zeigte wieder einmal ganz schonungslos die Defizite des Teams auf, die Gäste aus Hochzoll konnten die Punkte daher ohne größere Anstrengungen mitnehmen.
Doch von Anfang an: Coach Fischer konnte wieder auf Torhüter Elias Winkelbauer, sowie Routinier Manfred Fröhlich zurückgreifen, was ihm zumindest die Möglichkeit gab, den anderen tapferen Kriegern ab und an eine kurze Verschnaufpause zu geben. Auch die Marschroute war von Anfang an klar. Es galt, den Tempohandball der Hochzoller zu unterbinden und diese dazu zu zwingen, tatsächlich Handball zu „spielen“. Leider gelang es nur anfangs, die Vorgabe zu erfüllen. Die SG stand in der Defensive recht kompakt, sodass sich die Gäste im Positionsspiel ihre Treffer erarbeiten mussten. In der Offensive konnten die Tiger die ersten Bälle souverän im Tor unterbringen, sodass die ersten zehn Minuten relativ offen verliefen. Ab diesem Moment jedoch geriet das Angriffsspiel der Gastgeber etwas ins Stocken und es schlich sich wieder das altbekannte Wurfpech ein. Hochzoll nutzte dies eiskalt aus und konnte dadurch einfachste Tore über Gegenstöße erzielen. Die SG blieb in den Sprintduellen zumeist nur der zweite Sieger. Eine Vorentscheidung war somit bereits nach 22 gespielten Minuten gefallen, als die Gäste vom 12-Apostel-Platz mit 8:14 davongeeilt waren. Immer wieder wurde in der Partie jedoch sichtbar, dass die DJK durchaus auch ihre Schwächen hat, gerade dann, wenn sie auf eine Abwehr trifft, die Gegenwehr leistet. Da die Gegenwehr an diesem Nachmittag jedoch recht dürftig ausfiel, endete die erste Spielhälfte mit einem deutlichen 11:19.
Die Halbzeitansprache von Coach Fischer beinhaltete die bereits
angesprochenen Punkte und die Aufforderung, sich von diesem Gegner nicht
vorführen oder gar abschießen zu lassen. Auch auf die eigenen Stärken wurde
eingegangen und gefordert, diese noch mehr in die Waagschale zu werfen.
So begann die zweite Halbzeit sogar vielversprechend, die Gastgeber konnten zwei schnelle Tore in Folge erzielen und den Abstand etwas verkürzen. Danach kam aber der Hochzoller Motor wieder auf Touren und machte da weiter, wo er Ende der ersten Halbzeit aufgehört hatte. Tor um Tor wurde erzielt. Die Jungs der SG sahen meistens nur noch den Kondensstreifen am anderen Ende des Spielfelds. Lobend erwähnen muss man hier Udo Kasten im Tor, der mit Glanzparaden einige Chancen zunichte machen konnte. Das Spiel war Mitte der zweiten Halbzeit längst entschieden. Die Tiger erkämpften sich dennoch wacker ihre Tore und wollten eine absolute Demontage verhindern. Dies gelang in gewisser Weise, verhinderte man zumindest, dass die Hochzoller die 40-Tore-Marke nicht mehr knacken konnten. Selbstredend ist dies nur ein schwacher Trost für das Team.
Das Schiedsrichtergespann beendete die Partie nach einer –
zumindest von einer Seite – temporeich geführten Partie schließlich mit 23:37.
Zum Schluss dann doch noch etwas erfreuliches: Alle Feldspieler der SG 1871
Gersthofen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Auch kleine Erfolge
müssen erwähnt werden!
Am kommenden Wochenende ist Pause angesagt. Dies kommt dem Team
sehr entgegen, um die letzen Niederlagen zu verdauen und neuen Mut zu fassen.
Die nächste Begegnung findet dann am 7.
Dezember 2019 in Mering statt. Der Blick auf die Tabelle verrät, dass auch
dieses Team gegen den Abstieg kämpft, ein Sieg würde der SG hier sicher gut zu
Gesichte stehen. Daher freut sich das Team über jeden treuen Fan, der die Reise
mitmacht. Anpfiff in Mering ist um 19:45 Uhr. [MZ]
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Elias Winkelbauer, Udo Kasten (beide Tor), Maximilian Koppe (4), Andrei Lungu (1), Niklas Fischer (5), Dominik Grygieratzki (1), Jan Kandzora (5/2), Nico Schwarz (2), Mathias Ziernhöld (1), Maximilian Öschay (1), Alexander Fischer (2), Manfred Fröhlich (1).
Schwabmünchen eine Nummer zu groß für SG 1871 Gersthofen
Am Samstagabend, 23.11.2019 traten sich die SG 1871
Gersthofen und der TSV Schwabmünchen in der Sporthalle des Paul-Klee-Gymnasiums
gegenüber. Das Kräftemessen endete nach 60 Minuten deutlich mit 17:33 für die
Gäste. Die Negativserie der SG hält somit schon seit drei Spielen an.
Die Vorzeichen der Partie waren mehr als ungünstig, da Coach
Lubos Urban aufgrund einer Knieverletzung, zusätzlich zu den bereits
vermeldeten Ausfällen, nun auch auf Teamkapitän Lukas Schmölz verzichten musste.
Daher wurde der „Doppel-Maxi“ (Maximilian Koppe und Maximilian Öschay) aus der
zweiten Mannschaft nachnominiert, um Alternativen zur Verfügung zu haben und
den jungen Spielern zugleich Spielpraxis zu ermöglichen.
Die ersten Spielminuten vergingen und es war zunächst kein
großer Klassenunterschied auszumachen. Nach knapp sieben Spielminuten führte
die SG sogar hauchdünn mit 3:2 Toren, doch von dort an wollte Vieles nicht mehr
gelingen. Das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff funktionierte in
dieser Spielphase ausgezeichnet, doch war selten von Erfolg gekrönt, da sich
die Schwabmünchner ebenfalls sehr zügig in der Defensive sortierten. Schwabmünchen
agierte aus einer körperlich harten, wenn doch fairen Abwehr heraus und nur
Torhüter Müller und seiner großartigen Paraden war es zu verdanken, dass nicht
jetzt schon das Spiel aus der Hand gegeben wurde. Doch der TSV legte den
Gangwahlhebel um und erhöhte das Tempo von hinten heraus, sodass man mehrere
Tempogegenstöße nicht abwehren konnte und schlicht zu langsam in der
Rückwärtsbewegung war. Oftmals konnten die Gäste eine Überzahl im
Schnellangriff erzwingen und ließen der Abwehr keine Chance. Nach knapp 19
Minuten waren die Schwabmünchener mit 4:8 davongezogen. Das eigene
Angriffsspiel stellte sich als sehr einseitig und Lauf arm dar. Kam man doch
einmal zum Abschluss vergab man diese sicheren Möglichkeiten mangels
Konzentration und Zielgenauigkeit, denn auch die technischen Fehler und
Fehlpässe, vor allem auf die Kreisposition, häuften sich. Dem konnte auch der
sonst so sichere Siebenmeterkiller „Gunnar“ im Tor nichts entgegensetzen, denn
seine Vorderleute vermochten es nicht ihm zu helfen. Zudem kamen auch mehrere
fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns, welches mit der Partie
ein wenig überfordert wirkte. Dies war jedoch nicht ausschlaggebend für diesen
ausbaufähigen Auftritt der ersten Spielhälfte. Beim Spielstand von 7:12
zugunsten von Schwabmünchen wurden die Seiten gewechselt.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste geendet hatte.
Schwabmünchen spielte mit hoher Geschwindigkeit von hinten heraus und
vollendete die einstudierten Spielzüge überlegt, sodass die Führung rasch auf
8:16 anwuchs. Im Angriff fehlte den SGler insbesondere die sonst über Lukas
Schmölz ausgestrahlte Torgefahr aus dem Rückraum. Spielzüge wurden selten zu
Ende gespielt und teilweise war das Auge für den besser postierten Mitspieler
nicht vorhanden, sodass man sich immer mehr in der Abwehr des TSV verbiss. Die
Schwabmünchener Cracks drückten weiter auf das Tempo und man hatte zusehends
Mühe in die schnelle Rückwärtsbewegung zu kommen, sodass die harmlosen Aktionen
in der Offensive mehrmals in leichtfertigen Ballverlusten endeten, welche
wiederum zu Gegentoren führten. Knapp 15 Minuten vor Abpfiff lagen die Gäste
erstmals mit zehn Toren in Front. Dies war scheinbar für einige Spieler Grund
dafür, das Rückzugsverhalten gänzlich einzustellen. In der Schlussphase des
Spiels konnte man kein Schippchen mehr drauflegen und vergab zahlreiche
Tormöglichkeiten kläglich. Selbst Würfe auf das freie Tor fanden nicht ihren
Weg. Die Fehlerquote in Sachen technischer Fehler stieg weiter an und so war es
nur konsequent, dass Schwabmünchen die Spielgeschwindigkeit aufrechterhielt.
Nach einem Torwurfversuch landete Michael Reithmeier unglücklich auf der Hand
und kugelte sich den Daumen aus. An dieser Stelle gute Genesung. Da man sich
nun vollends aufgegeben hatte, verfolgte manch eine Akteur die Partie in
passiver Starre, welche auch der gesamten Bank anzulasten ist. Die eigenen
Offensivbemühungen wurden ideenlos und sehr unsicher vorgetragen, sodass die
17:33-Heimniederlage in ihrer Höhe vollkommen gerechtfertigt ist. Mit
ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die mangelnde Chancenverwertung und
die phasenweise nicht vorhandene Abwehr.
Nun gilt es die eigene Leistung zu reflektieren und Schlüsse
für das nächste Spiel in zwei Wochen gegen die auf Tabellenplatz Fünf
befindliche HSG Lauingen-Wittislingen zu ziehen. Anpfiff hierzu ist am Samstag,
07.12.2019 um 19:30 Uhr in der Halle am Meierweg. Wir hoffen auch hier wieder
auf zahlreiche Unterstützung unserer treuen Anhänger und wünschen ein schönes
spielfreies Wochenende.
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Wittgen, Müller (beide Tor), Koppe M. (1), Kranz M., Koppe B.,
Erhard (3), Walter (6/3), Reithmeier (3), Scherer (2), Tomov (1), Feistle,
Öschay (1/1).