Die weite Anreise nach Bäumenheim sollte sich für die Mannen der SG 1871 Gersthofen II nicht lohnen, kam man – leider völlig verdient – mit 23:10 unter die Räder.
Die Partie stand erneut unter keinem guten Stern, da Coach Fischer erneut mit einer sehr dünnen Personaldecke auskommen musste. Nichtsdestotrotz war die Zielvorgabe klar, mit einer vernünftigen Leistung in Offensive und Defensive sollten zwei wichtige Punkte gegen den Abstieg geholt werden. Aber erstens kommt es ja immer anders und zweitens als man denkt…
So gestaltete sich der Beginn der Partie noch recht offen. Die SG 1871 Gersthofen eröffnete bereits nach 39 Sekunden den Schlagabtausch. Leider sollte dies auch die einzige Führung bleiben. Die Gastgeber konnten zuerst ausgleichen und anschließend die Führung übernehmen. Dies beunruhigte die Tiger aber keineswegs, man blieb bis zur 14. Minute stets auf Tuchfühlung.
Aufgrund der geringen Wechselmöglichkeiten machten sich nun aber die ersten konditionellen Defizite bemerkbar, die Bäumenheim mit vollbesetzter Bank eiskalt ausnutzen konnte.
Durch eine sehr harte Regelauslegung seitens des Schiedsrichtergespanns erhielt Alexander Fischer zusätzlich eine doppelte Zeitstrafe, weshalb die Tiger fortan vier Minuten in Unterzahl agieren mussten. Selbiges Schicksal ereilte den Bäumenheimer Mittespieler Jago Heinisch, der dadurch schon nach 29 Minuten seine dritte Zeitstrafe kassierte und vorzeitig Feierabend machen durfte. Der Halbzeitstand von 11:6 ging dem Spielverlauf entsprechend in Ordnung.
In der Pause appellierte Fischer abermals an den Einsatzwillen und Ehrgeiz der SG-Männer. Mit Engagement und Absprache vor allem in der Defensive waren zu diesem Zeitpunkt die zwei Punkte noch im Bereich des Möglichen.
Die zweite Spielhälfte sollte dann zu einer Demonstration werden, wie Handball nicht aussehen sollte. Der SG gelangen in den 30 Minuten sage und schreibe vier Treffer, während Bäumenheim 12 mal einnetzen konnte. Es fehlte den Tigern so ziemlich an allem, was zu einem Handballspiel gehört. Bewegung, Spielwitz, Durchsetzungskraft, Wille, nichts von dem war zu sehen und die Aufzählung könnte noch beliebig weitergeführt werden. Einfachste Spielzüge wurden durch die relativ offensive Abwehr der Gastgeber unterbunden oder im Keim erstickt. So konnten die Gastgeber immer wieder frei vor Udo Kasten auftauchen und nach Belieben treffen. Das mittlerweile schon gewohnte Pech im Abschluss kam natürlich erneut dazu.
Das Spiel endete schließlich mit 23:10 für den TSV Bäumenheim. Lediglich einigen guten Paraden von Udo Kasten und der mangelnden Wurfquote der Gastgeber ist es zu verdanken, dass die „Watschn“ nicht noch deutlicher ausfiel.
Nun gilt es für die Zweite, im kommenden Spiel gegen die DJK Augsburg-Hochzoll endlich das zweifellos vorhandene Potenzial auszuschöpfen und wieder eine vernünftige Leistung auf die Platte zu bringen. Anwurf in der Gersthofer Halle ist am Samstag, 23.11. um 17:30 Uhr. Das Team freut sich über lautstarke Unterstützung von der Tribüne!
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Udo Kasten (Tor), Maximilian Koppe (2), Andrei Lungu, Niklas Fischer, Dominik Grygieratzki (2), Michael Torpier (1), Nico Schwarz (1), Mathias Ziernhöld (2/2), Maximilian Öschay (2/1), Alexander Fischer
Das zweite Heimspiel auf Gersthofer Boden sollte nicht so erfolgreich laufen wie die Premiere. Wie gewohnt bestand die Gastmannschaft aus Friedberg aus „alten Haudegen“, die zwar nicht unbedingt durch hohe Geschwindigkeit, aber dafür durch hervorragendes Spielverständnis überzeugen konnten.
Die Marschroute, die Coach Alex Fischer vorgab, war somit klar: Friedberg ist nur zu schlagen, wenn man aggressiv in der Defensive und dynamisch in der Offensive agiert. Den besseren Start konnte die SG 1871 Gersthofen verbuchen und ging zügig mit 2:0 in Führung. Die Gäste wurden immer wieder im Spielfluss gestört und frühzeitig attackiert, sodass die wenigen Würfe, die Udo Kasten auf sein Tor bekam, recht harmlos waren. Erst nach guten sechs Minuten wurde Kasten zum ersten Mal bezwungen. Im Anschluss luden die Tigers die Gäste durch unnötig leichte Ballverluste und technische Fehler ein, die Führung an sich zu reißen. Die SG blieb jedoch bis zur 23. Minute in Tuchfühlung, sodass die Gäste nie mehr als drei Tore davonziehen konnten. Ab diesem Moment machte sich die – leider mal wieder – dünne Personaldecke der Gastgeber bemerkbar. Einige Spieler fielen kurzfristig durch Krankheit und private Termine aus. Friedberg konnte nun ohne große Gegenwehr zum Halbzeitstand von 13:18 davonziehen.
In der Pause forderte Coach Fischer trotz der geringen Wechselmöglichkeiten weiterhin alles zu geben, schließlich dauert jedes Handballspiel 60 Minuten.
Die Tiger warfen somit in der zweiten Spielhälfte alle verfügbaren Kräfte in den Ring, reichen sollte es an diesem Nachmittag allerdings nicht. Man war in der Abwehr zu oft nicht organisiert genug, kam den berühmten Schritt zu spät, oder wurde immer wieder von den routiniert durchgeführten Spielzügen der Gäste auf dem falschen Fuß erwischt. Man braucht nicht erwähnen, dass sich auf Seiten der SG nun auch noch das fast schon traditionelle Wurfpech dazugesellte. Friedberg nutzte dies eiskalt aus und war nach 45 Minuten bereits zum vorentscheidenden 17:24 davon gezogen. So plätscherte die Begegnung in der Schlussphase ein wenig vor sich hin, ohne dass eines der Teams noch wirkliche Highlights setzen konnte. Lediglich zwei mehr oder weniger unnötige Zeitstrafen auf der Heimseite waren noch erwähnenswert. Das Spiel endete schließlich mit 22:34.
Bereits am kommenden Samstag, 16. November 2019, geht es für die
Zweite weiter. Das Team ist zu Gast beim Tabellennachbarn in Bäumenheim. Beide
Teams haben erst einen Sieg bei fünf Niederlagen auf dem Konto. Sollte Coach
Fischer zur Abwechslung wieder einen breiteren Kader zur Verfügung haben, sind
die nächsten Punkte gegen den Abstieg sicherlich im Bereich des Möglichen. Alle Fans und Sympathisanten der „zweiten Garde“ sind herzlich
eingeladen, das Team auf die Reise nach Bäumenheim zu begleiten. Der Startschuss
fällt um 19:30 Uhr! [MZ]
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Udo Kasten (Tor), Andrei Lungu (3), Hamed Doumbia, Dominik Grygieratzki (2), Goran Tomov (8), Michael Torpier (5), Mathias Ziernhöld (1), Maximilian Öschay (1), Alexander Fischer (2).
Die Siegesserie der SG 1871-Gersthofen endet durch eine 33:23 (19:11) Niederlage beim BHC Königsbrunn.
Nach drei siegreichen Partien in Folge war die Zielsetzung für die Auswärtspartie am 09.11.2019 ganz klar: die Serie galt es fortzusetzen, um möglichst früh viele wichtige Punkt im Kampf um den Klassenerhalt auf der Habenseite einzusammeln. Trainer Urban konnte dabei auf einen breiten Kader zurückgreifen, wobei in dieser Begegnung die Linkshänder Felix Reisner und Yannis Pauler nicht zur Verfügung standen.
Ungeachtet dessen hatte die SG den deutlich besseren Start in die Begegnung, da zu Beginn der Abwehrblock stand und schöne Angriffskombinationen über den Kreis zu einer 3:6 Führung beitrugen. Torhüter Michael Müller knüpfte nahtlos an seine tolle Leistung aus der Vorwoche an. Ab der achten Spielminute machte sich ein Bruch in der Defensive bemerkbar, da man zusehends größere Probleme mit dem Rückraum der Hausherren aus Königsbrunn bekam. Sowohl Würfe aus der Distanz, als auch kluge Sperren des Kreisläufers führten zu einer Wende, sodass die Gastgeber in der 20. Minute erstmals eine höhere Führung herausspielen konnten. Dazu trugen auch die zahlreichen Zeitstrafen gegen die SG 1871 Gersthofen bei, die sich über weite Strecken der Begegnung in einer Unterzahlsituation behaupten musste. Das unausgeglichene Verhältnis der Zeitstrafen (SG 1871-Gersthofen: 7 vs. BHC Königsbrunn: 2) resultiert insbesondere aus der Schlussphase der ersten Hälfte, als sich die SG kurzzeitig in einer 3-Mann-Unterzahl Situation befand. So war es wenig verwunderlich, dass Königsbrunn weiter davonziehen konnte und letztlich mit einer 19:11 Führung in die Pause gehen konnte.
In der Halbzeitpause gab Trainer Urban seinen Männern mit
auf den Weg, dass man die Partie zu Beginn der ersten Hälfte schon einmal
dominiert hat. Darauf aufbauend solle man sich auf die eigenen Stärken besinnen
und das Spiel gedanklich „auf Null“ zurücksetzen.
Diese Vorgabe wurde direkt umgesetzt, indem man den Kreisläufer Maximilian Kranz besser in Szene setzen konnte und dieser nur durch Fouls gestoppt werden konnte. Die zahlreichen Strafwürfe an diesem Abend konnten von Eduard Bossauer zu 100% verwandelt werden. Nach 35 Minuten schmolz der Rückstand erstmals auf sechs Tore. Zwischenzeitlich erfolgte auf Seiten der SG ein Torhüterwechsel, da Michael Müller bei einem Gegenstoß umgerannt wurde. Hannes Wittgen machte seinen Job jedoch ebenso gut und hielt die Mannschaft im Spiel. Eine Zeitstrafe gegen Königsbrunn nutzte die SG 1871 Gersthofen und setzte den Spielstand auf 22:17. Leider hielt sich diese Phase des Aufbäumens wieder nur zehn Minuten lang, da man in die bekannten Muster aus der ersten Hälfte zurückfiel. Der Königsbrunner Rückraum wurde förmlich zu Torerfolgen eingeladen, da man zu spät auf die jeweiligen Spieler heraustrat. In der Offensive fehlten zudem leider die Alternativen, da die eingespielte Achse mit den beiden Linkshändern fehlte. So kam man in der 50. Minute zwar noch einmal auf 26:21 heran, doch konnte man die Situation nicht weiter verbessern. Vielmehr sorgten vier Gegentreffer in Folge dafür, dass man die letzte Chance auf einen möglichen Punktgewinn aufgeben musste. Das Spiel dümpelte in den letzten Minuten vor sich hin, ehe die Unparteiischen beim Stand von 33:23 die Begegnung beendeten.
Für das anstehende Duell gegen den bis dato ungeschlagenen
Tabellenführer aus Göggingen gilt es nun die Trainingswoche bestmöglich zu
nutzen. Abwehrfehler wie gegen Königsbrunn gilt es definitiv zu vermeiden, da
jede Mannschaft in der Bezirksoberliga diese gnadenlos bestrafen wird. Die
Offensive muss zudem variabler gestaltet werden, um die Gögginger
herauszufordern. Spielbeginn in der Anton-Bezler-Halle ist am 16.11.2019 um
19:30 Uhr.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Müller, Wittgen (TW), M. Kranz (1), B. Koppe (2), Schmölz (4), Bossauer (6/6), Feistle (3), Walter (3), Reithmeier (2), Tomov (2), Torpier, Öschay
Es ist manchmal wie bei einer Wundertüte, man weiß nie, wer bei
der Zweiten der SG 1871 Gersthofen tatsächlich aufläuft. So auch bei der Partie
gegen die dritte Mannschaft des TSV Haunstetten. Coach Alex Fischer musste
leider auf einige seiner Leistungsträger verzichten, welche aus verschiedenen
Gründen nicht zur Verfügung standen. Ebenso fehlte der bis dahin so starke
Torhüter Elias Winkelbauer, der aber von Udo Kasten hervorragend vertreten
wurde.
Zu Beginn konnten die Tiger das Spiel offen halten, Haunstetten fand anfangs keinen richtigen Hebel, die Defensive der Gäste auszuspielen. Entsprechend konnte die SG sogar nach guten vier Minuten mit 1:3 in Führung gehen. Leider sollte diese Führung keine große Zukunft haben. Die Gastgeber stellten sich besser auf die Defensive der SG 1871 Gersthofen ein und konnten ihren Kreisspieler ein ums andere Mal in Szene setzen, sodass dieser immer wieder völlig freistehend vor Udo Kasten auftauchte und das Runde im Eckigen unterbringen konnte. Dies hatte zur Folge, dass Haunstetten nach 13 gespielten Minuten bereits mit 9:5 in Führung lag. Die Spielgemeinschaft kämpfte dennoch weiter mit großem Einsatz und konnte die Partie bis zur 19. Spielminute noch einigermaßen offen halten. Coach Fischer nahm sein Team-Time-Out und forderte die Mannschaft auf, wieder mehr auf die Absprache in der Defensive zu achten. Leider lief nach dieser Auszeit bei den Tigers jedoch gar nichts mehr zusammen, Haunstetten konnte Tor um Tor davonziehen, was zum Halbzeitstand von 15:7 führte.
In der Halbzeit appellierte Fischer an die Ehre des Teams. Er
forderte das Team auf, sich kämpferisch und motiviert zu präsentieren. Der
letzte Ehrgeiz, den es braucht, um wichtige Punkte gegen den Abstieg zu
sammeln, war für ihn an diesem Nachmittag nicht spürbar.
Die Mannen motivierten sich nochmals untereinander und gelobten Besserung. Wirklich zwingende Aktionen gelangen dem Team jedoch auch in der zweiten Hälfte nicht mehr. Haunstetten hatte wenig Mühe, das Ergebnis immer weiter in die Höhe zu schrauben, da weiterhin die Absprache in der Defensive nicht stimmte. Auch offensiv konnte die SG 1871 Gersthofen nicht überzeugen. Man nahm sich zu viele unnötige Würfe, die dann meist beim Torwart, im Abwehrblock oder neben dem Gehäuse landeten. Der TSV Haunstetten III fuhr so einen ungefährdeten 31:16 Sieg ein, während die SG wieder ein Spiel weniger hat, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Positiv erwähnt werden muss, dass die Neuzugänge Hamed Doumbia und Andrei Lungu ihren Einstand im schwarz-weißen Trikot geben konnten.
Das nächste Spiel der Zweiten findet am kommenden Samstag, 9.
November 2019 statt. Zu Gast im Paul-Klee-Gymnasium wird dann der TSV Friedberg
III sein. Auch bei Friedberg weiß man traditionell nicht, welches Aufgebot
antritt. Anwurf ist um 16:00 Uhr, über zahlreiche Unterstützung freut sich das
Team natürlich. [MZ]
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Udo Kasten (Tor), Maximilian Koppe (3), Andrei Lungu (3), Niklas Fischer, Hamed Doumbia, Dominik Grygieratzki (2), Michael Torpier (2), Jan Kandzora (2), Mathias Ziernhöld (2/1), Maximilian Öschay (2).
Die Partie zwischen dem gastierenden SG 1871 Gersthofen und
dem bis dato zweitplatzierten Kissinger SC am vergangenen Samstag, 02.11.2019
fand einen überraschenden Sieger. Die SG 1871 gewann dank einer starken
Mannschaftsleistung und einem hervorragenden Torhüter das Duell mit 23:26 und
etabliert sich somit im Mittelfeld des Klassements.
Im Vorfeld der Begegnung war klar, dass diese Auswärtsfahrt kein leichtes Unterfangen sein würde, da man es, bei dem seit Jahren mit dem Aufstieg liebäugelnden Kissinger SC, mit einer starken Mannschaft aufnehmen musste. Zugleich konnte Alex Fischer als Vertretung von Lubos Urban nicht auf alle Spieler zurückgreifen, weswegen einigen Jungspielern aus der zweiten Mannschaft eine Chance gegeben wurde sich zu empfehlen. Von Beginn des Spieles an machten die beiden Schiedsrichter klar, dass sie eine konsequente Linie verfolgen und kleinste Rangeleien und Fouls sofort ahnden, was zunächst ein wenig den Spielfluss hinderte, doch insgesamt zu einer allzeit fairen Partie führte. Zunächst einmal mussten sich die Augsburger an die sehr schnelle Spielweise der Heimmannschaft gewöhnen, welche mit unbändigem Antrieb nach vorne stürzten. In den ersten Minuten schenkten sich beide Teams nichts. Kissingen agierte aus einer stabilen Abwehr heraus und schaltete schnell um. Die Gäste ließen in der Anfangsphase zahlreiche Tormöglichkeiten ungenutzt, sodass bis zur elften Minute ein Kopf-an-Kopf-Rennen stattfand. In der 16. Spielminute wusste sich Yannik Scherer im Mittelblock nicht mehr anders zu helfen als den Kreisläufer der Gastgeber am Trikot zu halten, woraufhin er eine gerechtfertigte Zwei-Minuten-Zeitstrafe erhielt. In dieser Unterzahlsituation verteidigte man mit Mann und Maus und verhinderte so, dass Kissingen den Abstand vergrößern konnte. Nachdem auch der Spielmacher der Kissinger, Tim Antonitsch, aufgrund eines zu losen Mundwerks von den Unparteiischen temporär des Feldes verwiesen wurde, konnten die SGler zum 6:6 ausgleichen, auch dank eines gehaltenen Siebenmeters und mehrerer entschärfter Würfe aus dem Feld durch Torhüter Müller. Im Angriff gesellte sich nun bei den Gästen ein wenig Aluminiumpech dazu. Nichtsdestotrotz gelang es durch schöne Einzelaktionen eine Zwei-Tore-Führung herzustellen, welche auch bis zur Halbzeit Bestand hatte, sodass beide Teams beim Spielstand von 10:12 den Gang in die Katakomben antraten.
Die Worte, die Coach Alex Fischer in der Pausenansprache fand, trafen offenbar mitten ins Schwarze, denn nach dem Pausentee legten seine Männer konzentriert los und vergrößerten den Vorsprung auf 10:14 Tore. Unterstützt vom, an diesem Tag in Topform befindlichen, Michael Müller im Gehäuse, war die Abwehr nun bissiger als vor der Halbzeitpause. Dies äußerte sich jedoch auch in etwas unüberlegten Defensivaktionen, welche sogleich mit Zwei-Minuten-Strafen geahndet wurden. Nun legte auch Manuel Feistle so richtig los und konnte durch geistreiche Aktionen einige Tore erzielen. Doch in der Verteidigung musste man dem hohen Tempo und der damit verbundenen Konzentration Tribut zollen, sodass die Abwehrreihen in der Folge zu passiv agierten und den Kissingern zu viel Raum boten, welchen diese umgehend ausnutzten. So kämpften jene sich Tor um Tor zurück ins Spiel und beschäftigten die in Überzahl spielenden Fischer-Jungs zusehends. In eigener Unterzahl gelang den Kissingern der Ausgleich zum 18:18 nach 43 gespielten Minuten. Dazu gesellten sich Schwächen im Abschluss auf Seiten der SG, welche deren Trainer dazu nötigten seinen Spieler eine kurze Verschnaufpause zu gönnen. Fortan gelang es wieder sich den Kissingern mit breiter Brust in der Abwehr entgegenzustellen und deren Kombinationshandball zu stören. Im Angriff wurde man zwingender und erarbeitete sich dadurch zwei Siebenmeter, welche Lukas Schmölz sicher verwandelte, sodass nach 54 Minuten erneut eine 21:23-Führung auf der Anzeigetafel zu erkennen war. Doch die Blau-Weißen steckten nicht auf und fanden, nach einer Auszeit, zurück zu ihrem Spiel. Angepeitscht von den eigenen Fans stellten sie in der 56. Minute den Ausgleich zum 23:23 her. Dennoch blieben die SG-Cracks gelassen und ließen sich auch von einer offensiveren Deckungsvariante nicht verwirren. Hinzu kam, dass Michael Müller im Tor seine katzengleichen Fähigkeiten ein ums andere Mal unter Beweis stellte und die Werfer zur Verzweiflung trieb. Die letzten Minuten der Begegnung waren geprägt von einer mannschaftlichen Geschlossenheit, welche man in dieser Saison selten so gesehen hatte. Den vorentscheidenden Treffer zum 23:26-Auswärtssieg erzielte Markus Walter bereits in der 58. Spielminute und man konnte ein letztes Aufbäumen der Kissinger verhindern, indem man, auch mit ein wenig Glück und einigen sehr starken Torhüterparaden, das Momentum auf seiner Seite behalten konnte.
Dieser Auswärtserfolg ist, umso höher einzuordnen, da man
gegen den klar favorisierten Aufstiegsaspiranten als Underdog in die Partie
gestartet war. Durch eine kämpferische Einstellung und Lust am Handballspiel
konnte man den Gastgebern zwei wichtige Punkte um den Klassenverbleib abringen.
Das nächste Spiel findet am kommenden Samstag, 09.11.2019 um 20:00 Uhr beim
Mitaufsteiger BHC Königsbrunn statt, dem man in der vergangenen Spielzeit zwei
Mal die Punkte abnehmen konnte und welcher sich aktuell auf Rang Neun der
Tabelle befindet. Es ist davon auszugehen, dass diese Partie erneut einiges an
Brisanz zu bieten hat und deswegen freuen sich Mannschaftsverantwortliche und
Spieler umso mehr darauf auch in Königsbrunn auf ihre zahlreichen Anhänger
zählen zu können.
Für die SG spielten:
Müller (Tor), Koppe M., Kranz M., Koppe B., Erhard (1), Fischer, Pauler (7), Schmölz (7/2), Walter (2), Reithmeier (2), Scherer (1), Feistle (6), Öschay.
Pflichtsieg an „neuer“ Spielstätte gegen Ichenhausen eingefahren
Das letzte Punktspiel der SG 1871 Gersthofen gegen den bisher sieglosen SC Ichenhausen am vergangenen Samstag, 26.10.2019, endete mit 30:22 für die SG 1871 Gersthofen, welche somit ihre Punktestatistik ausgleichen konnte und sich nach vier Spieltagen nun auf dem siebten Tabellenrang eingefunden hat.
Im Gegensatz zu der Ausgangslage des letztwöchigen Gastspiels in Bobingen, konnte Coach Lubos Urban wieder auf die volle Mannschaftsstärke zurückgreifen, weswegen ein Heimsieg gegen die bereits recht abgeschlagenen Ichenhauser sozusagen die Pflicht vor der Kür kommendes Wochenende in Kissing darstellte. Unglücklicherweise verletzte sich mit Johannes Wittgen einer der beiden Stammtorhüter unmittelbar vor dem Spiel, sodass Elias Winkelbauer aus der zweiten Mannschaft einspringen musste. Für die Augsburger und Gersthofer Jungs war es das erste Mal, dass sie zusammen als ein Team und nicht als Kontrahenten in der Paul-Klee-Turnhalle in Gersthofen auf Punktejagd gingen. Bei dieser Heimpremiere, vor teilweise neuem Publikum, wollte man sich nicht blamieren und so gingen die Herren die Partie höchst motiviert an. Bis zur neunten Minute konnten die Gäste überraschenderweise noch sehr gut mithalten und ein Spielstand von 6:6 Toren ergab sich. Doch dann schalteten die Hausherren einen Gang nach oben, sodass man schon nach 17 Minuten mit 13:6 Toren einen komfortabel anmutenden Vorsprung erspielt hatte. Den Gästen aus Ichenhausen fehlte im Angriff der Druck und die Durchschlagskraft aus dem Rückraum, sodass die Defensive um Abwehrchef Bastian Koppe kaum gefordert war. In der Offensive konnten sich nahezu alle aufgebotenen Spieler in die Torschützenliste eintragen und auch junge Spieler kamen zu wichtiger Spielzeit, um sich an den schnelleren und härteren Seniorenbereich zu gewöhnen. Hervorzuheben ist hier Goran Tomov, der an diesem Tag sein bislang bestes Spiel hinlegte und wertvolle Tore beisteuern konnte. Beim Spielstand von 18:11 schickten die beiden Unparteiischen die Teams nach den ersten 30 Minuten in die Kabinen.
In der Halbzeitpause mahnte der Heimtrainer seine Männer dazu keinesfalls die Geschwindigkeit herauszunehmen und sich in der Abwehr weiter körperlich zu präsentieren. Sich des Sieges nicht zu gewiss sein, das wussten die Spieler nur zu gut aus der vergangenen Saison einzuordnen. Folglich setzten die Gersthofer Jungs alles daran, den beruhigenden Vorsprung zur Halbzeit konstant zu halten, wenn nicht sogar auszubauen. Anfangs gelang dies auch scheinbar mühelos, doch plötzlich war ein Riss im Spiel der Urban-Schützlinge und in der gegnerischen Spielfeldhälfte tat man sich schwer Tore zu erzielen. Das Rückzugsverhalten nach vergebenen Chancen war in dieser Phase der Partie desolat, sodass man zahlreiche einfache Tore von der Rechtsaußenposition aus Tempogegenstößen hinnehmen musste. Auch passte die Abstimmung im Abwehrverbund nicht mehr vollends nachdem Yannik Scherer mit seiner dritten Zwei-Minuten-Zeitstrafe des Spielfeldes verwiesen wurde. Dies führte auch dazu, dass Michael Müller im Tor vermehrt gefordert wurde und sich durch die ein oder andere Torhüterparade auszeichnen konnte. So geschah es, dass der zwischenzeitliche Abstand von zehn Toren auf nur noch fünf Tore zusammengeschmolzen war. Doch dieses Aufbäumen der Ichenhausener hielt nur kurz an und die Herren der SG fanden erfolgreich zurück in die Partie. Den Schlusspunkt der Begegnung setzte, der für den Zwei-Minuten-Sünder Yannik Scherer eingewechselte, Maximilian Kranz mit seinem Tor zum, nur kurzzeitig gefährdeten, 30:22-Heimsieg. Insgesamt dominierte man über weite Spielabschnitte und konnte die Leistung aus der Partie gegen den TSV Bobingen bestätigen.
Das nächste Spiel findet schon am kommenden Wochenende beim aktuell zweitplatzierten Kissinger SC statt. Anpfiff zur Partie in der Paartal-Halle in Kissing ist am Samstag, 02.11.2019 um 19:30 Uhr. Natürlich stellt dieser Gegner eine andere Hausnummer dar. Zu erwarten ist, dass man es mit einer verhältnismäßig jungen Truppe aufnehmen wird, welche durch beständigen Drang nach Vorne und schnellen Tempohandball die beiden Punkte in eigener Halle behalten wollen wird. Dieser Underdog-Rolle ist man sich bewusst, doch vielleicht kann es gelingen den siegessicheren Kissingern ein Bein zu stellen. Eine unschöne Botschaft ereilte Coach Lubos Urban bereits am Montagnachmittag, denn mit Felix Reisner fällt einer seiner beiden Linkshänder auf der rechten Seite verletzungsbedingt für mehrere Wochen aus. Bereits im Vorbericht zur Saison fand Erwähnung, dass man nach derartigen Nachrichten gerade als Mannschaft noch enger zusammenstehen will und muss.
Wir freuen uns über zahlreiche Zuschauer, die uns auch gegen
den favorisierten Kissinger SC tatkräftig anfeuern!
Zum ersten Heimspiel in Gersthofen war die TSG Augsburg zu Gast. Eine Mannschaft, die man bereits aus einigen vorangegangenen Duellen kannte. Coach Fischer wusste daher die Stärken und Schwächen der Gäste auszumachen und sein Team darauf vorzubereiten.
Auch in dieser Partie konnte Fischer wieder auf einen gut
besetzten Kader zurückgreifen, was sich auch im Spielverlauf bemerkbar machte. Von Anfang an ging die SG 1871 Gersthofen hoch konzentriert ins
Match. Eine stabile Defensive machte es der TSG Augsburg sehr schwer, sich
durchzusetzen. Zusätzlich war auch diesmal wieder Torhüter Elias Winkelbauer in
überragender Verfassung. Er hielt, was zu halten war und wuchs sogar immer
wieder über sich selbst hinaus. Auch in der Offensive wurden gute
Wurfmöglichkeiten kreiert, die dann auch souverän im Gehäuse der Gäste
untergebracht werden konnten. Somit hatte man sich bereits nach guten zehn
Minuten den ersten richtungsweisenden Vorsprung von 5:1 erarbeitet. Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts arbeitete die Abwehr
weiterhin sehr konzentriert, folglich konnten Goran Tomov und Maximilan Öschay
einfache Tore durch Konter erzielen. Hoch verdient bat das
Schiedsrichtergespann die beiden Teams dann beim Spielstand von 14:7 für die
Tigers zum Pausentee in die Kabinen.
Coach Fischer ermahnte das Team in der Halbzeitpause, auf keinen Fall nachzulassen. Zu oft hatte man sich in der Vergangenheit bereits mit einer schwachen zweiten Hälfte um den verdienten Lohn gebracht.
Zunächst sollte sich die SG die mahnenden Worte Fischers auch zu Herzen nehmen. Der Vorsprung wurde weiter kontinuierlich ausgebaut, sodass nach 39 Minuten bereits das 22:10 aus Sicht der SG erzielt werden konnte. Ab diesem Zeitpunkt war man sich aber seiner Sache wohl etwas zu sicher und lud die TSG Augsburg ein, das Spiel wieder unnötig spannend zu machen. Die Absprache in der Defensive stimmte nicht mehr, man nahm sich Würfe, die man sich nicht nehmen musste und der eine oder andere technische Fehler schlich sich ein. Coach Fischer reagierte daraufhin und versuchte, sein Team während eines Time-Outs wieder neu zu ordnen. Dies gelang leider nur mäßig. Die Gäste waren in der zweiten Hälfte weiterhin das bessere Team. Glücklicherweise konnte die SG aber von ihrem Zwischenspurt profitieren, sodass der Sieg im Endeffekt zu keiner Zeit wirklich in Gefahr war.
Dennoch darf dies der SG 1871 Gersthofen in den kommenden Spielen nicht erneut passieren, andernfalls wird es sicherlich sehr schwer werden, weitere Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Die Mannschaften trennten sich schließlich mit 30:24, was auch in dieser Höhe durchaus in Ordnung ist.
Weiter geht es für die Zweite bereits am kommenden Samstag. Dann
ist das Team zu Gast beim TSV Haunstetten, Anwurf ist um 16:00 Uhr. Über
zahlreiche und lautstarke Unterstützung wie gegen die TSG freut sich das Team!
[MZ]
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Elias Winkelbauer, Udo Kasten (beide Tor), Maximilian Koppe (5), Jonas Winkelbauer, Andrei Lungu, Niklas Fischer (2), Dominik Grygieratzki, Goran Tomov (6), Michael Torpier (1), Arman Kurtovic (1), Jan Kandzora (9), Mathias Ziernhöld, Maximilian Öschay (5), Maximilian Wessoly (1).
Die beiden ersten Saisonspiele endeten bisher mit jeweils nur einem Tor Unterschied zugunsten des Gegners. Dies sollte gegen den TSV Bobingen nicht erneut geschehen und so setzte man alles daran die ersten beiden Punkte beim Gastspiel in Bobingen zu erringen. Das Spiel endete am Samstagabend, 19.10.2019, nach hartem Kampf mit 22:30 für die SG 1871 Gersthofen.
Die Vorboten des Spiels waren alles andere als gut, da man mit einer Rumpftruppe von gerade einmal acht Feldspielern und zwei Torhütern beim Altrivalen TSV Bobingen antreten musste. Aufgrund von Krankheit war die Spielerdecke von Lubos Urban innerhalb von wenigen Tagen zusammengeschrumpft, sodass sogar noch ein ambitionierter Spieler aus der zweiten Mannschaft aktiviert werden musste, um nicht gänzlich ohne Ersatzspieler zu bleiben. Das Aufwärmen zeigte, dass die Jungs an diesem Abend besonders heiß auf die ersten Punkte in der Bezirksoberliga Schwaben waren und so konnte man dennoch guter Dinge in die Partie starten. Von Anfang an zeigten die Hausherren eine sehr ruppige Gangart, welche den SGlern zunächst ein wenig Probleme bereitete, da man den eigenen Rhythmus noch nicht gefunden hatte. Bis zur siebten Minute schenkten sich die beiden Kontrahenten recht wenig und das Spiel gestaltete sich sehr eng. Schon in dieser Phase konnte Johannes Wittgen im Tor durch zahlreiche Paraden glänzen und hielt seine Vorderleute somit im Spiel. Nach einem, zunächst mit ganzem Herzblut erkämpften und schließlich verwandelten Siebenmeter durch Markus Walter ging ein Ruck durch die Sieben des Augsburger Coaches. Man hatte sich nun auf die harte Spielweise der Bobinger eingestellt und konnte durch konzentrierte und geduldige Angriffe Tor um Tor erzielen, sodass nach zwölf Minuten ein Spielstand von 3:8 zu Buche stand. Auch in Unterzahl gelang den Herren ein wichtiges Tor, welches den Torlauf zum 6:11 bis zur 19. Spielminute einläutete. Nun sah sich Trainer Urban jedoch gezwungen seine Mannen ein wenig einzubremsen, denn es war noch ein weiter Weg bis zum Spielende und man musste mit den eigenen Kräften gut haushalten. Bis zur Halbzeitpause konnte die Führung durch konsequent zu Ende gespielte Angriffe und beherzten Einsatz in der Defensive auf 9:15 ausgebaut werden.
Die kurze Erholungspause nutzte der
Mannschaftsverantwortliche dazu seinen Spielern bewusst zu machen, wie wichtig
eine stabile Defensive und eine geduldige Spielweise in der Offensive noch sein
würden. Man durfte keineswegs ob des recht deutlichen Vorsprungs in
Leichtsinnigkeit verfallen und musste die Konzentration hochhalten, sollte man
eine knappe Niederlage vermeiden wollen.
Nachdem die Unparteiischen die Begegnung für die zweiten 30
Minuten angepfiffen hatten bot sich ein ähnliches Bild wie zu Spielbeginn. Die
Gastgeber versuchten durch aggressive Defensivaktionen den Spielfluss der
Augsburger zu stören, wobei man durchaus mehre zwei Minuten Zeitstrafen
vergeben hätte können. Doch zur großen Überraschung hielt die starke Abwehrleistung
der Lubos-Schützlinge auch in Halbzeit Zwei weiter an, sodass man sich Ball für
Ball in der eigenen Hälfte erarbeiten konnte. Auch die, an diesem Tag,
hervorragenden Torhüterleistungen sind an dieser Stelle hervorzuheben. Mal um
Mal verhinderte Johannes Wittgen im Gehäuse todsichere Tore. Nach ungefähr 40
Minuten schienen die Kräfte zwar zu schwinden, doch durch eine erstklassige
mannschaftliche Geschlossenheit wusste man sich der Angriffe der Bobinger zu
erwehren. Das temporeiche Spiel der Gastgeber wurde immer wieder im Aufbau
unterbunden und die Rückraumschützen der Männer von der Singold verweigerten
nahezu vollends die Arbeit, was mit Sicherheit auch auf die guten
Torhüteraktionen zurückzuführen sein dürfte. Daher sah sich der Heimtrainer
genötigt beim Spielstand von 14:22 in der 50. Minute eine taktische Auszeit zu
nehmen, um auf die Spielgestaltung seiner Herren Einfluss nehmen zu können. Die
etwas langsamere Spielweise der Augsburger machte den, auf schnelle Konter
lauernden, Bobingern zusehends zu schaffen und auch diese offenbarten nun
Lücken in ihrem Abwehrverbund. In den Schlussminuten war lediglich die rote
Karte ohne Bericht für Yannik Scherer, der zuvor für weitaus harmlosere
Aktionen bereits zwei Mal die zwei Minuten auf der Bank verbringen durfte,
etwas betrübend. Den Schlusstreffer zum Endstand von 30:22 markierte Manuel
Feistle, der Toptorschütze der Partie, der sich mit sage und schreibe acht
Treffern in die Torschützenliste eintragen durfte. Hier sind sie also die
ersten beiden Punkte der neuen Saison.
Das lange Warten hatte ein Ende. Dieser wichtige
Auswärtserfolg gegen den TSV Bobingen bedeutet für die neu gegründete
Spielgemeinschaft aus Augsburger und Gersthofer Handballern die ersten beiden
Zähler dieser noch langen Saison. Somit konnte man die zwei knappen
Auftaktniederlagen ein wenig wettmachen und blickt nun zuversichtlich auf das
nächste Heimspiel am Samstag, 26.10.2019 um 19:30 Uhr gegen den gegenwärtig auf
dem letzten Platz rangierenden SC Ichenhausen. Ausgetragen wird die Partie in
der Sporthalle des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen. Doch auch diese
Begegnung dürften die Jungs von Lubos Urban, hoffentlich wieder in personeller
Vollbesetzung, nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aus der vergangenen
Saison ist bekannt, dass man gerade gegen vermeintlich schwächere Gegner zu
lässig agierte. Mit einer ähnlichen Einstellung wie im letzten Spiel, sollte
man diesen unbequemen Gegner jedoch bezwingen können und den Platz im
Mittelfeld der Tabelle festigen können.
Wir freuen uns über zahlreiche Zuschauer, die uns auch in
unserer zweiten Heimspielstätte stimmgewaltig unterstützen!
Für die SG spielten: Wittgen, Müller (beide Tor), Koppe B. (2), Erhard (3), Reisner (3), Pauler (3), Walter (7/1), Scherer (1), Tomov (3), Feistle (8), Öschay.
Nachdem man im ersten Saisonspiel nur undenkbar knapp den Kürzeren ziehen musste, sollte dies im zweiten Spiel anders laufen. Doch auch nach 60 Minuten gegen die zweite Auswahl des TSV Friedberg mussten die Herren der SG 1871 Gersthofen am Samstag, den 12.10.2019, als Verlierer vom Parkett gehen. Am Ende war erneut ein 29:30 auf der Anzeigentafel zu lesen, sodass man weiterhin auf die ersten Punkte in der Bezirksoberliga Schwaben warten muss.
Beim Aufwärmen und bei der Ansprache in der Kabine ermunterte Coach Lubos Urban seine Jungs alles in die Waagschale zu werfen, denn man musste sich wahrlich nicht vor dem Gegner verstecken und wollte vor eigenem Publikum zeigen, wie gut die neue Truppe schon zusammengewachsen war. In den ersten Minuten der Partie lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, bei dem auf Seiten der SG vor allem Eduard Bossauer vom Siebenmeterpunkt immer wieder für den Anschluss sorgte. Ab der sechsten Minute wendete sich das Blatt jedoch gänzlich zugunsten der gastierenden Friedberger, denn die Abwehrreihe der SG hatte insbesondere mit den einlaufenden Außenspielern ihre liebe Müh, sodass zahlreiche Siebenmeter, die Valentin Schmid (TSV Friendberg II) sicher verwandeln konnte, die Folge waren. Auch die frühen Zwei-Minuten-Zeitstrafen gegen den Mittelblock verunsicherten die Lubos-Schützlinge zusehends und folglich agierte man bei vielen Aktionen mehr passiv als aktiv. Auch das schnelle Spiel nach vorne wollte noch nicht so recht gelingen und einige Pässe fanden nicht ihren Adressaten. Dies wollte sich der Trainer der Heimmannschaft nicht weiter mit ansehen und so griff er nach 17 Minuten zur taktischen Auszeit, um sein Team neu einzustellen. Leider gelang dies nicht vollends, sodass nach knapp 23 Spielminuten ein beachtlicher Rückstand von sieben Toren entstanden war. Doch dies war den SGlern bereits aus dem ersten Auftreten gegen den TSV Haunstetten II bekannt. Prompt fand man besser ins Spiel und konnte bis zur Halbzeit auf 13:16 verkürzen.
Die Halbzeitansprache bestand in erster Linie darin, die
erste Halbzeit sacken zu lassen und den Kopf für die zweite Hälfte
freizubekommen, um nicht wieder abreißen lassen zu müssen. Urban monierte, dass
man in der Abwehr zu passiv agierte und im Angriff schlichtweg zu wenig
Eigeninitiative ergriff.
Auch nach Wiederanpfiff fanden die Augsburger kein Mittel gegen den stark spielenden Valentin Schmid, der sich auf der Mitteposition immer wieder gegen zu zögerlich heraustretende Verteidiger durchzusetzen wusste. Im Angriff präsentierte man sich nun bissiger und mit mehr Spielwitz. Endlich griffen auch die Rückraumschützen mit mehr Agilität ins Spielgeschehen ein. Folglich konnte man mehrere Durchbrüche erreichen oder Siebenmeter ziehen, welche Eduard Bossauer souverän verwandelte. Nach 38 Minuten war man wieder in Schlagdistanz. Nur noch zwei Tore trennten die beiden Mannschaften, doch fortan wollte zunächst in der Offensive wenig Zählbares gelingen. In der Defensive war man wieder in das passive Spiel der ersten Halbzeit verfallen, daher war man mehrmals nicht rechtzeitig mit vollem Körpereinsatz am Angreifer und musste zwei Siebenmeter hinnehmen, welche, der vom TSV Bäumenheim nach Friedberg gewechselte, Thomas Reissner sicher einnetzte. Fortan betrug der Vorsprung wieder fünf Tore für die Gäste, doch die SG-Cracks gaben nicht auf, sondern besannen sich eines Besseren. Man kämpfte in der Abwehr und im Spielaufbau warf man sich mit aller Gewalt in die Angriffe. Tor um Tor schmolz so der sicher geglaubte Vorsprung der Friedberger erneut dahin. In der 55. Spielminute konnte man sogar wieder auf zwei Tore verkürzen. Doch die Kräfte schwanden und auch die nötige Cleverness wurde nur spärlich zum Vorschein gebracht, sodass Maximilian Kranz 28 Sekunden vor dem Abpfiff nur noch für den Anschlusstreffer und gleichzeitig zum Endstand von 29:30 sorgen konnte. Analog zum vergangenen Spiel in Haunstetten sollte es für die Herren an diesem Samstag nicht reichen, obwohl man in den letzten Sekunden in einer ähnlichen Situation war, diesmal jedoch zu eigenen Gunsten. Dabei fehlte letztlich die schon erwähnte Abgeklärtheit, welche vielleicht noch für einen Siebenmeter sorgen hätte können. Nach Ablauf der Spielzeit meinte der überragendeste Torschütze (12 Tore) der Friedberger den Ball noch Richtung Tribüne feuern zu müssen, woraufhin er mit einer blauen Karte belegt wurde. Dies änderte jedoch nichts mehr am Ausgang des Spiels.
Somit wartet die neue Spielgemeinschaft weiterhin auf die ersten beiden Punkte in der Bezirksoberliga Schwaben. Die gezeigten Leistungen bieten allerdings genug Potenzial zur Verbesserung, um im nächsten Spiel gegen den TSV Bobingen endlich wieder jubeln zu dürfen. Dass die Bobinger die SG keinesfalls unterschätzen lässt sich daran festmachen, dass sich einige Spieler des TSV unter den Zuschauern befanden, um die Spielzüge der SG zu beobachten und Rückschlüsse für das eigene Spiel zu ziehen. Nach nun zwei sieglosen Spielen ist es für die Herren an der Zeit Punkte zu sammeln, um den Abstieg nicht schon vor der Weihnachtspause fürchten zu müssen.
Denn am kommenden Samstag, den 19.10.2019 steigen die beiden altbekannten Rivalen um 19:30 Uhr in Bobingen in den sprichwörtlichen Ring. Vielleicht gelingt den Männern von Trainer Urban dort ja der heiß ersehnte erste Sieg dieser Saison. Allen Anhängern ein großes Dankeschön für die tolle Stimmung und wir würden uns freuen Sie auch in Zukunft bei uns begrüßen zu dürfen.
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Wittgen, Müller (beide Tor), Kranz M. (2), Koppe B. (1), Reisner (2), Pauler (4), Schmölz (3), Walter (2), Reithmeier (3), Scherer (1), Tomov (1), Bossauer (7/6), Feistle (3).
Zum ersten Heimspiel der SG 1871 Gersthofen II am Samstag, 12.10.2019, konnte Coach Alexander Fischer wieder auf einen deutlich besser aufgestellten Kader zurückgreifen. Entsprechend motiviert gestaltete er seine Kabinenansprache vor Beginn der Partie. Das Team münzte die Motivation in eine geschlossene Mannschaftsleistung um.
Von Beginn an entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe. Die Teams gingen konzentriert zu Werke und keine der beiden Mannschaften konnte sich einen entscheidenden Vorteil erarbeiten, sodass die Gäste sich beim Stand von 7:7 nach 15 Minuten gezwungen sahen, die erste Auszeit zu nehmen. Diese wurde jedoch auch auf Augsburger Seite genutzt. Coach Fischer sprach die Dinge an, die noch optimiert werden konnten, lobte aber auch die bisher gezeigte Leistung. Die Chancenverwertung war deutlich besser als in den ersten beiden Partien, Elias Winkelbauer war der gewohnt sichere Rückhalt und die Defensive arbeitete konzentriert.
Weiterhin blieb die Begegnung bis zum 13:13 völlig offen. Das bessere Ende des ersten Durchgangs konnte dann die SG 1871 Gersthofen für sich verbuchen. Zum ersten Mal konnten sich die Tigers eine Zwei-Tore-Führung erarbeiten, sodass man sich mit 15:13 in die Kabinen zur Halbzeitpause zurückzog.
Wie so oft tat die Pause den Augsburgern leider nicht gut. Sie
kamen nach der Unterbrechung nicht richtig in die Gänge und gewährten Neusäß so
die Möglichkeit schnell auf 15:15 auszugleichen. Hätte man in der vergangenen
Saison jetzt wahrscheinlich wieder das Spiel aus der Hand gegeben, sträubten
sich die Augsburger Jungs an diesem Abend mit allen Kräften gegen die drohende
Niederlage. Dies hatte zur Folge, dass sich die Neusäßer, die mittlerweile eine
offensivere Abwehrformation spielten, zwar einen kleinen Vorsprung erarbeiten
konnten, richtig abschütteln ließen sich die Tiger dennoch nicht. Leider war
auch das Glück dann nicht mehr auf Augsburger Seite, so landete der eine oder
andere vielversprechende Wurf am Aluminium, oder der gegnerische Torhüter bekam
noch die Finger an den Ball.
Schlussendlich konnten die Gäste die zwei Punkte aus der Sporthalle am Meierweg entführen, mussten für diesen Sieg aber ein hartes Stück Arbeit investieren. Diese Leistung sollte der SG Mut machen im kommenden Heimspiel gegen die TSG Augsburg dann die ersten Punkte auf die Habenseite verbuchen zu können.
Die Partie findet am 26. Oktober 2019 um 17:30 Uhr in der
Gersthofer Sporthalle statt. Ein Dank geht an die zahlreich erschienenen
Zuschauer, die das Team gegen die TSG gerne wieder begrüßen würde. [MZ]
Für die SG 1871 Gersthofen spielten:
Elias Winkelbauer, Udo Kasten (beide Tor), Maximilian Koppe (2), Jonas Winkelbauer, Niklas Fischer (1), Yannis Pauler (2), Goran Tomov (6), Michael Torpier, Jan Kandzora (3), Mathias Ziernhöld (7/4), Maximilian Öschay, Manfred Fröhlich