Die letzte Begegnung in der Bezirksliga Schwaben führte die Augsburger Tigers am vergangenen Samstag, 16.03.2019, zu eher ungewohnter Anwurfzeit zum TSV Bäumenheim. Im Hinspiel konnte man dem Gegner sehr klar in seine Schranken weisen und auch im Rückspiel waren die Augsburger siegreich und konnten knapp mit 28:32 gewinnen.
Ohne Stammtrainer im Gepäck reiste man in die sehr niedrig gebaute Mehrzweckhalle nach Bäumenheim, die mehr einer Theaterstätte glich, denn einer Sporthalle. Die Enge der Halle und die Nähe der Zuschauer am Spielfeldrand versetzte die Augsburger Jungs offensichtlich in Bedrängnis und man agierte in den ersten Minuten sehr zaghaft im Angriff, sodass sich bis zur zwölften Minute kein Ball in das Gehäuse der Gastgeber verirren wollte. Erst durch einen Siebenmeter wurde der Offensivgeist der Tigers geweckt und es entwickelte sich ein Spiel, welches auf Messers Schneide stand. Trotz Toren von Kranz und Nachbaur gelang es den favorisierten 1871ern nicht in Führung zu gehen, denn der sehr agile Spielmacher der Bäumenheimer, Jago Heinisch, konnte seine Mitspieler durch schnelle Körpertäuschungen immer wieder eindrucksvoll in Szene setzen und die Gästedeckung versagte mehrmals auf ganzer Linie. Kurz vor der Halbzeit waren die, auf dem vorletzten Tabellenplatz befindlichen Bäumenheimer auf drei Tore enteilt, sodass man sich ernsthafte Sorgen machen musste, ob man den Gegner nicht doch zu sehr auf die leichte Schulter genommen hatte. Den Treffer zum 12:10 Halbzeitstand markierte, der überragend kämpfende Lukas Schmölz.
In der Halbzeitansprache merkte Aushilfstrainer Fischer an,
dass man entschiedener mit höherer Geschwindigkeit auf das Tor der
Heimmannschaft spielen musste, um letztlich das Blatt noch einmal wenden zu
können.
So gesagt, besannen sich die Tigers wieder auf ihre schnelle Mitte und man konnte den Pausenrückstand bereits bis zur 35. Spielminute egalisieren. In der Defensive trat man den Angreifern nun aktiv und entschlossen entgegen und konnte sich so einige Bälle erkämpfen, welche im Tempogegenstoß prompt verwandelt wurden. Nach kurzer Diskussion, ob des Gebrauchs von Haftmittel, welches in dieser Halle verboten ist, und einer Sichtkontrolle durch das Schiedsrichtergespann, wurde das Spiel fortgesetzt. Nach einer unglücklichen Abwehraktion auf der rechten Angriffsseite, musste Maximilian Kranz mit der roten Karte vom Spielfeld. Dies nahmen seine Teamkameraden jedoch zum Anlass um endlich das gewohnt starke Angriffsspiel zu eröffnen. Bastian Koppe, der Denker und Lenker der Augsburger, setzte sich wiederholt gegen seinen direkten Gegenspieler durch und verschaffte den Augsburgern die erste Führung nach der Hinausstellung. Postwendend glichen die Gastgeber diesen knappen Vorsprung jedoch aus. Erst in der 46. Spielminute durfte man sich nach einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe für Bäumenheim erstmals über eine Zwei-Tore-Führung freuen. Doch diese Freude war nur von kurzer Dauer, denn das Team um den verletzten Topscorer der Gastgeber, Thomas Reissner (96 Saisontreffer) suchte das Heil in der Flucht nach vorne. Nachdem sich auch die Gäste wieder mit einer kurzen Spielpause für Moritz Voit abmühen mussten, konnte das Heimteam zum letzten Mal auf 23:23 ausgleichen. In der turbulenten Endphase des Spiels nutzte Trainer Fischer sein Teamtimeout effektiv und verschaffte seinen Jungs eine kurze Auszeit, um ihnen letzte Anweisungen für die verbleibenden Minuten zu geben. Diesen knappen Vorsprung galt es über die Zeit zu bringen und nachdem auch die Umstellung der Bäumenheimer hin zu einer Mann-Mann-Deckung nicht von Erfolg gekrönt war, konnten die Augsburger Tigers ihren achten Sieg in Folge mit einer starken Mannschaftsleistung mit 28:32 feiern.
Diese weiße Weste hat nun schon seit dem 15.12.2018 bestand
und soll auch im Rückspiel gegen den VSC Donauwörth, welcher sich gegenwärtig
auf Tabellenrang Sieben befindet, bestand haben. Anpfiff zu dieser wegweisenden
Partie ist am kommenden Samstag, den 23.03.2019 zu gewohnter Anwurfzeit um
19:30 Uhr am Meierweg. Aus dem Hinspiel ist Coach Lubos Urban sehr wohl
bewusst, dass man die Gäste von der Donau auf keinen Fall unterschätzen darf,
denn diese unterlagen dem Klassenprimus BHC Königsbrunn 09 im letzten Spiel nur
sehr knapp mit 22:24. Da die Donauwörther dieses Jahr akut abstiegsgefährdet
sind, denn nur zwei Punkte trennen sie von der roten Laterne, dürfte auch hier
zu erwarten sein, dass das Team um jeden Zentimeter kämpfen wird. Dank der
Unterstützung der hoffentlich wieder zahlreichen Anhänger, sollten die Tigers
den Gästen sprichwörtlich das Wasser abgraben können und die wichtigen Punkte
im Kampf um den direkten Wiederaufstieg für sich verzeichnen können.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Winkelbauer (Tor), Kranz M. (2), Koppe B. (2), Voit (4), Schubert,
Nachbaur (3), Schmölz (12/4), Reisner, Bossauer (3/1), Feistle (6).
Am vergangenen Samstag, 16.03.2019, stand das Kellerduell der zweiten Garde gegen die Jungs vom Post SV an. Leider konnte man auch diesmal eher nur von einer Rumpftruppe, statt einer vollbesetzten Mannschaft sprechen, sodass sich sage und schreibe sieben Feldspieler und ein Torwart in den Hochsicherheitstrakt an der B17 einfanden. Nachdem das Spiel gegen Göggingen in ähnlicher Besetzung bestritten wurde, rechnete man sich dennoch Chancen aus, einen Erfolg erzielen zu können, was leider gar nicht gelang.
Die Partie kam nur schleppend in Fahrt, was vor allem daran lag, dass die Tigers anfangs recht kompakt in der Abwehr standen und es den Gastgebern so schwer machten, die nötige Lücke zu finden. Auch der weitere Spielverlauf gestaltete sich eher gemächlich. Nach knapp 17 Minuten hatte sich der Post SV zum ersten mal deutlich abgesetzt, ein 6:2 war an den Anzeigetafeln zu lesen. Die Tigers bestachen an diesem Nachmittag mit Sicherheit nicht durch Agilität oder Raffinesse, jedoch kam auch sehr großes Wurfpech dazu, was zahlreiche Pfosten- und Lattentreffer zeigten. Nur zwischendurch kam so etwas Ähnliches wie Handball zu Stande, als Jonas Winkelbauer einige Kreisanspiele erfolgreich verwerten konnte. So ging man bei einem Halbzeitstand von 12:6 in die Kabine und versuchte sich nochmals zu motivieren, da es immer noch möglich war, das Spiel erfolgreicher zu gestalten.
Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist recht schnell erzählt. Die Tiger hatten weiterhin das Pech an den Händen kleben, konditionell stand man ob der zahlreichen Wechselmöglichkeiten schwach da. Dies spielte den Gastgebern natürlich in die Karten. Post konnte mehrere einfache Tore durch Gegenstöße erzielen und schraubte das Ergebnis kontinuierlich nach oben. Nach 54 Minuten waren die Gastgeber auf 24:9 davongeeilt und den Tigern gelang nur noch mehr oder weniger belanglose Ergebniskosmetik. Beim Endstand von 26:12 ertönte die Schlusssirene.
Der kommenden Aufgabe gegen die Tabellenführer aus Neusäß werden sich wieder sieben (plus X) wackere Kämpfer stellen, über jede Unterstützung freut sich das Team. (MZ)
Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Koch (Tor), Kerner, Winkelbauer (3), Krizanovic (3), Ziernhöld (1), Fröhlich (3), Kurtovic, Kasten (2).
Gegen die Mannschaft aus Hochzoll gab es für die Zweite der Tigers am Samstag, den 09. März 2019, erwartungsgemäß nichts zu holen. DJK zeigte dem Team Grenzen auf, auch wenn es phasenweise gar nicht mal schlecht lief. Bis zum 6:9 in der Mitte der ersten Halbzeit war das Spiel noch halbwegs offen, dann zog die Auswärtsmannschaft davon. Dies lag vor allem an den schnellen ersten und zweiten Wellen, die die Hochzoller liefen – je länger das Spiel dauerte, desto schwerer kamen die Männer von 1871 hinterher. Zur Pause stand es 11:19.
Die zweite Halbzeit verlief ähnlich: Teils war es ganz ansehnlich, was die Zweite der Tigers so zusammenspielte, teils wurde man von Hochzoll überrannt. Zwischen Minute 32 und 45 erzielte man nur ein Tor, eine Spielphase, in der das Auswärtsteam seinen Vorsprung deutlich ausbauen konnte. Mit 23:40 war das Ergebnis letztlich deutlich. Mit der Niederlage hatte man gerechnet, negativ bleiben aus Tigers-Sicht bei diesem Spiel vor allem aber zwei Punkte in Erinnerung: Zum einen die Verletzungen zweier Spieler, die für kommenden Partien erst einmal ausfallen, zum anderen die teils sehr konfusen Entscheidungen des Schiedsrichters, die mehrfach Unverständnis und Verärgerung hervorriefen.
1871er setzen Siegesserie gegen Schwabmünchner Reserve fort.
Am vergangenen Samstag, 09.03.2019, begegneten sich die im Positivtrend befindlichen Augsburger Tigers und der recht abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz rangierende TSV Schwabmünchen II zum Punktekampf in der Halle am Meierweg. Das Kräftemessen mit sehr ungleichen Voraussetzungen endete, nach einer mit Strafzeiten gesäten Partie, mit 29:22 für die Hausherren, welche damit ihre Aspirationen auf den direkten Wiederaufstieg untermauerten.
Im Hinspiel konnte man den Gegner trotz
Anfangsschwierigkeiten recht deutlich in seine Schranken weisen. Dies zu
wiederholen galt es im Kampf um Platz Zwei zu zeigen, denn nur ohne sich Patzer
in vermeintlich leichten Spielen zu leisten, kann man am TSV Friedberg III in
der Tabelle vorbeiziehen und dessen neuerliche Auswärtsschwäche nutzen. Dennoch
standen die Vorzeichen in Sachen personeller Ausstattung für Trainer Lubos
Urban ungünstig, denn mit Lukas Schmölz meldete sich ein wichtiger
Schlüsselspieler ab. Aufgrund der aktuell doch länger werdenden Ausfallliste
war die Mannschaft auf lediglich acht Feldspieler zusammengeschrumpft, sodass
man auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen musste. Unglücklicherweise
verletzte sich die Aushilfskraft im zuvor stattfindenden Spiel und die Bank war
nahezu unbesetzt.
Von Beginn an wollte man den Gästen zeigen, wer denn der Herr im Haus war und so langte man in der Defensive in den ersten Minuten etwas übereifrig zu und erhielt prompt die Quittung für eher harmlos anmutende Fouls. Im Angriff versuchte man zunächst mit der Brechstange zum Torerfolg zu kommen und konnte sich dadurch direkt zwei Siebenmeter erarbeiten, welche von Eduard Bossauer mit hundertprozentiger Sicherheit verwandelt wurden. Nach zehn Minuten führte man mit 4:1 Toren, doch nach der ersten Zwei-Minuten-Strafe der Begegnung gegen Moritz Voit drehte sich das Blatt und die Schwabmünchner gelangten durch einfach herausgespielte Tore zum 4:4-Ausgleich. Ehe man sich versah, hatte sich ein knapper Spielverlauf abgezeichnet, wobei den Tigers in dieser Phase die nötige Cleverness im Torabschluss fehlte. In der Defensive versuchte man sich zwar gegenseitig zu motivieren, doch ließ man die nötige Konsequenz im Handeln vermissen, sodass sich die Gästetruppe aus Schwabmünchen bis zur 19. Spielminute in Schlagdistanz halten konnte. Der Spielertrainer der Gäste und sein Assisstent auf der Bank verordneten ihrer Mannschaft in der 23. Minute eine Auszeit, welche jedoch zur Folge hatte, dass sich das Team von Trainer Lubos Urban durch schöne Treffer von Maximilian Kranz endlich auf eine erleichternde 14:8-Pausenführung absetzten konnte.
In der Kabine mahnte der 1871-Coach seine Mannen abermals nicht zu leichtfertig mit dieser Führung umzugehen, denn noch waren 30 Minuten intensiven Handballs zu spielen. Trotz reduzierter Personaldecke forderte er seine Männer auf weiter ein hohes Tempo im Angriff zu gehen, denn über das schnelle Gegenstoßspiel versprach man sich einfache Tore.
Direkt nach Wiederanpfiff konnte man diese Forderung umsetzen und erhöhte den Vorsprung auf sieben Tore, doch in der Abwehr wurden harmlose Aktionen hart mit Zwei-Minuten-Strafen geahndet, was sich den TSV-Cracks teils nicht erschloss und zu Diskussionen mit dem Unparteiischen führte. Daraufhin musste Bastian Koppe bereits nach 37 Minuten mit der roten Karte infolge dreier Zwei-Minuten-Strafen das Feld verlassen, sodass sich die Bank zusehends leerte. Nachdem man sich von diesem Schreck erholt hatte, legten Maximilian Kranz und der Topscorer des Abends Manuel Feistle eine Serie hin und brachten ihr Team mit 20:12 Toren in Front. Angespornt von den guten Leistungen ihrer Mannschaftskameraden besannen sich auch die bislang recht erfolglos agierenden Mitspieler auf das Torewerfen, wodurch man in der 48. Minute mit 23:14 führte. Wiederholt jedoch waren einige Schiedsrichterentscheidungen nicht direkt nachvollziehbar, sodass sich ein weiterer 1871er eine rote Karte einhandelte. Fortan musste man hoffen, dass kein verletzungsbedingter Ausfall hinzukam, da die Bank von der 48. Spielminute nur noch von den Mannschaftsverantwortlichen besetzt war. Gänzlich unbeirrt von den Geschehnissen war Eduard Bossauer vom Siebenmeterpunkt und netzte zielsicher ein. Ein wenig überrumpelt war man in dieser Spielphase von der taktischen Maßnahme des Gästetrainers, welcher wie bei der WM 2019 bereits zu sehen war, auf den Torhüter verzichtete und stattdessen einen siebten Feldspieler einsetzte, um eine permanente Überzahlsituation im eigenen Angriff herbeizuführen. Dadurch konnten die Schwabmünchner den zwischenzeitlichen 9-Tore-Vorsprung kurzzeitig wieder auf sieben Tore reduzieren, was aber auch einer schlechten Chancenverwertung der Augsburger zu verdanken war. Den Schlusspunkt für den TSV 1871 markierte Manuel Feistle mit seinem zehnten Treffer an diesem Abend, dem nur noch von Ergebniskorrektur der Gäste folgte. Das Spiel endete 29:22 für den nun auf Tabellenplatz Zwei gekletterten TSV 1871 Augsburg.
Die nächste Partie für die erste Herrenmannschaft findet am
nächsten Samstag, den 16.03.2019 um 17:30 Uhr beim TSV Bäumenheim, gegen den im
Hinspiel bereits ein Kantersieg gelandet werden konnte, statt. Mit gestärkter
Brust können die Herren in diese Begegnung starten, denn man konnte durch den
Zweipunkterfolg gegen den TSV Schwabmünchen erstmals in dieser Saison den TSV
Friedberg III vom zweiten Tabellenplatz, der vermutlich den direkten
Wiederaufstieg ermöglicht, verdrängen.
Vor der Saison hatte man die Zweite noch einmal gemeldet, um junge Spieler an den Herrenhandball heranzuführen. Keine schlechte Idee eigentlich, ist doch im Handball der Unterschied zwischen Jugend- und Erwachsenenbereich ziemlich groß. Auswärts gegen die Zweite von Göggingen zeigte sich allerdings, was von dieser Idee übrig geblieben ist: nicht besonders viel. Der Kader der Zweiten der Tigers bestand am Samstag, 23.02.2019, nur aus sieben Mann; ohne Vertreter der alten Garde hätte man gar nicht erst antreten brauchen – und auch so war es knapp. Letztlich hatte die Zweite zwar keinen Auswechselspieler, aber dafür einen erhöhten Altersdurchschnitt. Es gibt bessere Voraussetzungen, zumal Göggingen zu den stärkeren Mannschaften der Liga gehört.
Angesichts dessen schlugen sich die Tigers ziemlich gut. Bis zum 8:8 in der 20. Minute gestaltete man das Spiel gegen die erheblich breiter aufgestellten Gögginger offen, was an einer konzentrierten Angriffsleistung und Udo Kasten im Tor lag, der den ein oder anderen freien Ball der Heimmannschaft wegnahm. Dann allerdings zog Göggingen davon; insbesondere Rückraumspieler Stephan Prihoda bekam das Team von 1871 nie wirklich in den Griff. Zur Halbzeit stand es 15:10, ein akzeptables Ergebnis.
In der zweiten Halbzeit schaffte man es immerhin, gegen Göggingen nicht unterzugehen, nicht zu viele technische Fehler mit daraus resultierendem Tempogegenstoß zu machen – und im Angriff einige schöne Tore zu erzielen. Die Niederlage mit neun Toren ging in Ordnung. Die Leistung passte soweit also eigentlich, mehr war mit diesem Kader und gegen diesen Gegner nicht zu holen.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Kasten (Tor), Fischer (3), Fröhlich (1), Kandzora (10/3), Roppel (4), Ziernhöld (2), Stadlmeier.