Gegen den TSV Aichach hatte die SG 1871 Augsburg/Gersthofen noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel in Aichach setzte es eine herbe 35:22 Klatsche, welche es unbedingt wieder gut zu machen galt.
Selbstverständlich blieb dem Team um Coach Schmölz auch in dieser Partie das Verletzungspech treu, sodass dieser wieder nur auf einen relativ dünnen Kader zurückgreifen konnte. Der Motivation und dem Willen, endlich wieder 60 Minuten am Stück zu kämpfen und anschließend erhobenen Hauptes vom Spielfeld zu gehen, tat dies jedoch keinen Abbruch. Entsprechend entschlossen gingen die Mannen der SG von der ersten Sekunde in die Partie. Aus einer kompakten Defensive, die den Aichachern über das gesamte Spiel immer wieder knifflige Aufgaben stellte, erfolgte ein konzentriertes Angriffsspiel. Folgerichtig lag man von Beginn an stets – wenn auch nur knapp – in Führung. Anders als in den vorigen Partien war an diesem Abend klar zu sehen, welchen Matchplan sich die SG zurechtgelegt hatte. Nach knapp 20 Minuten konnten die Tiger sich zum ersten Mal einen Vorsprung von drei Toren erarbeiten. Dies veranlasste den Aichacher Coach dazu, das erste Timeout zu nehmen. Doch auch hiervon ließen sich die Männer diesmal nicht verunsichern, sondern zogen ihr Spiel weiterhin konsequent durch. Daher war es auch wenig überraschend, dass man mit einer 14:10 Führung in die Halbzeit ging. Wer die Saison der Spielgemeinschaft bisher verfolgt hat, weiß, dass die Halbzeitpause nicht der größte Freund des Teams ist. Daher ordnete Coach Schmölz an, dass man erst gar nicht in die Kabine ging, sondern direkt auf der Platte blieb und nach einer kurzen Erfrischungspause direkt wieder den Ball in den eigenen Reihen laufen ließ.
Dieser Schachzug stellte sich zunächst als kluge Entscheidung heraus. Weiterhin agierte das Team hochkonzentriert. Unter der Regie von Bastian Koppe präsentierte sich die Abwehr weiterhin als regelrechtes Bollwerk und auch die Offensive zeigte immer wieder Abschlüsse, die von Überzeugung und Willen geprägt waren. Unglücklicherweise erhielten die Gastgeber nun jedoch auch immer wieder Zeitstrafen, die den Spielfluss zum einen unterbrachen. Zum anderen ermöglichten diese Situationen den Gästen, einfachere Abschlüsse in Tore umzumünzen. Nach 40 Minuten konnte der TSV Aichach so zum ersten Mal zum 20:20 ausgleichen. Ab diesem Moment war die Partie wieder völlig offen. Keines der Teams konnte den „Lucky Punch“ setzen und somit eine Vorentscheidung erzwingen. Positiv hervorzuheben ist hier Erik Wiedemann im Tor, der in dieser Phase teils komplett freie Wurfchancen der Gäste vereitelte und sein Team so vor einem weiteren Ausgleich bewahren konnte. Gleichzeitig ließen die Hausherren ihrerseits jedoch mehrere Hochkaräter hintereinander aus. Die letzten Minuten des Spieles hätten dann auch aus einem Krimi stammen können. Knapp fünf Minuten vor Schluss erzielte Lukas Nachbauer den Treffer zum 26:25, den Aichach erst eine Minute vor Schluss per Strafwurf ausgleichen konnte. In einer hektischen Schlussphase erhielt die SG sogar noch zwei rote Karten, einen leider erfolglosen Sieben-Meter-Wurf und schließlich noch die Chance, das Spiel für sich zu entscheiden, ließ diese Gelegenheit jedoch auch ungenutzt. Somit trennten sich die Teams nach einer spannenden Partie mit 26:26 unentschieden. Nachbetrachtet wäre hier ein Sieg für die Gastgeber absolut verdient gewesen. Über diesen Schönheitsmakel kann man nach einer sehr engagierten Leistung jedoch hinwegsehen. An dieser Stelle wünscht die SG 1871 Augsburg/Gersthofen dem Aichacher Konstantin Schön gute Besserung. Dieser hat sich früh am Knie verletzt und konnte daher leider nicht mehr aktiv am Spielgeschehen teilnehmen. Bereits am Sonntag, 19. März geht es für die Tiger weiter. Um 17:30 Uhr reist man nach Günzburg, welches den TV Gundelfingen knapp mit 24:25 schlagen konnte. Daher ist auch hier wieder von einem engen und spannenden Aufeinandertreffen auszugehen. Wie immer freut sich die Mannschaft über zahlreiche und lautstarke Unterstützung!
Für die SG 1871 Augsburg/Gersthofen spielten: Späth, Wiedemann (Tor), Kranz, Koppe (1), Lindloff (4), Seitz (3), Schmölz, Walter (4/3), Nachbauer (6), Kastner, Ziernhöld, Polz (8)
SG-Damen wieder überzeugter Richtung Bezirksklassen-Meister
Am Samstag hatten die Damen der SG die Gelegenheit, die nicht zufriedenstellende Leistung von letzter Woche gegen Göggingen in den Schatten zu stellen. Mit positiver Atmosphäre, gegenseitiger Unterstützung und sichtbarem Willen zeigte man die deutlich auf, warum die Tabellenspitze eine verdiente Position darstellt. Die konsequente Teamarbeit der SG-Ladies wurde mit einem 21:14 gegen die Damen des TSV Weißenhorn belohnt.
Aus den vergangenen Partien weiß man mittlerweile, dass gerade die ersten Minuten bei unseren Damen dafür stehen können, wie auch der Rest des Spiels aussehen könnte. Anders als beim letzten Auswärtsspiel startete man deutlich konzentrierter und in der Offensive. Es war deutlich mehr Tempo im Spiel zu sehen, ohne aber in Hektik zu verfallen und nach zehn Sekunden bereits den Abschluss auf das Tor zu suchen zu suchen. Die Aktionen liefen bedachter ab und auch die Chancenverwertung konnte sich wieder sehen lassen. Anders als in der letzten Partie sahen die Zuschauer mehr Wille auf dem Spielfeld.
Auch die stabile Defensive muss betont werden. Hier rückte man in den richtigen Momenten zusammen, sprach sich gut bezüglich der gegnerischen Kreisspielerin ab und stellte vernünftige Mittelblöcke, sodass den Weißenhornern oft die Ideen ausgingen, wie sie den Ball erfolgreich Richtung Tor bringen können.
Zwar gab es auch ein paar ärgerliche Fehlwürfe und technische Fehler, doch waren diese zum Glück zu keinem Zeitpunkt bedrohlich für den Spielstand. Auch sehr schön zu beobachten war der tolle Zusammenhalt in der Mannschaft. Es wurde sich über jedes einzelne Tor und die Paraden der beiden Torhüterinnen gefreut. Die gute Stimmung auf der Tribüne, der Bank und auf dem Feld trugen zu konsequenter Motivation bei und so konnten die SG-lerinnen schöne Angriffe spielen und eine hochwertige Abwehrleistung zeigen.
Dieser Sieg war gleich auf zwei Ebenen wichtig. Zum einen konnten unsere Damen wieder mehr Selbstbewusstsein aufbauen, zum anderen sichert er den ersten Tabellenplatz in der Bezirksklasse. Aber natürlich besitzen die Sglerinnen den Anspruch, die Rückrunde mit zwei weiteren Siegen zu vervollständigen. Am Samstag, den 25.03. steht erneut ein Heimspiel an. Gegner sind die Damen des TSV Haunstetten IV.
Es wäre super, wenn es mindestens wieder genauso viel Unterstützung geben könnte wie in dieser Partie gegen Weißenhorn. Eins hat uns dieses Spiel nämlich mal wieder gezeigt: Gewinnen kann man nur im Team!
Vergangenen Samstag ging es für die Damen der SG nach zwei Wochen Spielpause weiter im Aufstiegsprozess. Deutlich hatte man die Partie damals in der heimischen Halle gewonnen. Dieses mal taten sich die SG-Ladies deutlich schwerer und lieferten sich ein leider doch eher spannendes Kopf an Kopf Rennen mit den Göggingern. Das Schlimmste, nämlich zwei Punkte zu verschenken, konnte vermieden werden, jedoch ist für die restlichen Spiele in Richtung Aufstieg noch Luft nach oben.
Nach einer Verspätung durch das nicht-Erscheinen des eingetragenen Schiedsrichters wurde die erste Spielhälfte von dessen Vertretern angepfiffen. Einige Minuten davor sagten sich die Damen beim Handschlag im Kreis, dass es jetzt gelte, wach und konzentriert zu sein. Leider muss man aber sagen, dass beides nicht so richtig auftreten wollte. In der Abwehr der SG-Damen stand man zwar oft stabil und verschob zwischen den Positionen, trotzdem konnte die gegnerische Kreisspielerin zu selten vom Torwurf abgehalten werden. Diesbezüglich gab es auch gute Phasen, in denen es gelang, die Anspiele an den Kreis zu verhindern oder sogar abzufangen. Insgesamt ist das Kassieren von 19 Toren an sich völlig in Ordnung. Das deutlichere Defizit war tatsächlich im Angriff der SGlerinnen zu sehen. Mal zu hektisch, mal zu wenig Überzeugung. Wenn es zu Torwürfen kam, wurden diese leider in zahlreichen Fällen nicht verwandelt. Zudem erfolgten einige Fehlpässe und technische Fehler.
Die Tatsache, dass die Leistung der vergangenen Spiele, vor allem denen im alten Jahr, nicht abgerufen werden konnte, verunsicherte unsere Damen und es zeigte sich eine Art Teufelskreis: Je mehr Fehler passierten, desto mehr verlor man auch den Mut, sich voller Willenskraft durch die Gögginger Abwehr durchzusetzen. Auch die Wechselbank schien verunsichert und so kam auch wenig unterstützende Teampower. Zu der Partie ist an sich nicht mehr zu sagen, als dass beide Mannschaften bis zur 60. Minute jeweils mit ein oder zwei Toren in Führung gingen und dann wieder zurückfielen. Die Sorge, gleich zwei Punkte zu verlieren, konnte zum Glück ausgeräumt werden, doch wäre es natürlich noch schöner gewesen, diese mit nachhause zu nehmen.
Auch wenn dieser Bericht zwar negativ ausfällt, soll das nicht bedeuten, dass das Mannschaftsziel immer noch klar ist. Am 01.04. soll eine ausgiebige Aufstiegsfeier stattfinden! Dafür wird es notwendig sein, nun noch einmal die Zähne zusammenzubeißen, diszipliniert an den Trainingseinheiten teilzunehmen und in den nächsten Spielen den Kopf einzuschalten und sich der bisher erkämpften Punkten bewusst zu machen! Zudem kommt, dass am kommenden Samstag eine Heimpartie ansteht und die Ladies hoffentlich viel Unterstützung erhalten!
Nils Lindloff wird beim Remis gegen den Landesliga-Absteiger aus Gundelfingen am Kreis in die Klemme genommen (Bildquelle: Sport in Augsburg).
SG kommt im Kalenderjahr 2023 an!
Am 4. Februar war der Landesliga-Absteiger aus Gundelfingen zu Gast im Paul-Klee-Gymnasium. Angesichts der drei Niederlagen seit dem Jahreswechsel war die Ausgangslage für die Mannen um Coach Lukas Schmölz klar. Es war an der Zeit, endlich wieder Zählbares auf die Platte zu bringen, um zu verhindern, dass die SG 1871 Augsburg/Gersthofen doch nochmal in der Tabelle abrutscht.
Dementsprechend erinnerte das Trainergespann das Team an das Hinspiel. In Gundelfingen konnte die SG die Partie lange offen halten, ehe man das Spiel durch eigenes Unvermögen frühzeitig abgab. Die Personalsituation stellte Schmölz erneut vor eine Herausforderung. Es fehlten weiterhin Manuel Feistle, Timm Erhard und Manuel Walter, zusätzlich schlugen sich einige Akteure unter der Woche mit Erkältungen herum, sodass erst kurz vor Spielbeginn klar war, wer tatsächlich auflaufen konnte.
Das erste Tor der Partie erzielten die Gundelfinger, die Hausherren kamen zu Beginn nicht direkt ins Spiel, sodass es nach guten zwei Minuten einen Strafwurf benötigte, um sich ebenfalls auf die Anzeigetafel zu bringen. Ab diesem Moment entwickelte zum einen eine Partie auf Augenhöhe, in der sich keine Mannschaft einen nennenswerten Vorteil erarbeiten konnte. Zum anderen war das Match bereits von Anfang an von Nicklichkeiten auf beiden Seiten geprägt, die vom Schiedsrichtergespann größtenteils auch so geduldet wurden. Den einzigen wirklichen Vorsprung konnten die Gäste nach achteinhalb Minuten zum 4:7 erzielen, die SG 1871 Augsburg/Gersthofen ließ sich hiervon aber nicht beunruhigen und hielt sich an den eigenen Matchplan. So erzielte der an diesem Abend stark aufspielende Lukas Schmölz nach einer viertel Stunde wieder den Anschluss zum 8:9. In dieser Phase wechselten die Gastgeber auch bereits den Torhüter, was sich als kluger Schachzug herausstellen sollte. Der junge Erik Wiedemann kam so für den leider etwas glücklos agierenden Dominik Späth ins Tor und konnte sich im weiteren Verlauf des Abends als guter Rückhalt auszeichnen. Beide Teams waren weiterhin bemüht, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken, was aber keiner Mannschaft so richtig gelingen wollte. Bis zum Ende der ersten Hälfte ließen die Hausherren die Gundelfinger immer wieder zu einfach zum Torerfolg vor allem über den Kreisläufer kommen. So ging man schließlich mit einem 14:16 in die Kabine.
Coach Schmölz wies folgerichtig in der Halbzeitansprache darauf hin, dass die Absprache in der Defensive verbessert werden musste, um die Zuspiele auf den Kreisläufer besser zu unterbinden. Ebenso wurde nochmal daran erinnert, was unter der Woche intensiv trainiert wurde. Die Ansage des Trainers kam beim Team an. Die SG verschlief nicht – wie sonst immer wieder – die ersten Minuten der zweiten Halbzeit, sondern war von Anfang an wieder hellwach auf der Platte. So konnte Felix Seitz nach knapp 38 Minuten dann auch endlich den verdienten Ausgleich zum 19:19 erzielen. Kurz zuvor war der Gundelfinger Fabian Deininger mit seiner dritten 2- Minuten-Strafe vorzeitig zum Duschen geschickt worden. Ab dem Ausgleichstreffer nahm die Härte der Partie nochmals zu, was in zahlreiche Zeitstrafen auf beiden Seiten mündete. Insgesamt verhängten die Unparteiischen sieben Zeitstrafen für die SG, Gundelfingen musste fünf Zeitstrafen hinnehmen. In dieser Phase verpassten es die Gastgeber, mit mehr als einem Tor in Führung zu gehen. Statt kluge und klare Abschlüsse herauszuspielen, wurden mehrere Angriffe in Folge überhastet abgeschlossen, was die Torhüter der Gäste vor keine größeren Aufgaben stellte. Jedoch war auch der TV Gundelfingen nicht in der Lage hieraus Kapital zu schlagen. Vor allem Bastian Koppe ist hier hervorzuheben. Er dirigierte seine Abwehr überragend und konnte nur durch Zeitstrafen für vergleichsweise moderate Aktionen gestoppt werden. In der letzten Spielminute beim Stand von 25:25 hätte die SG dann den Deckel auf die Partie machen können, verpasste dies jedoch, als man erneut überhastet den Torabschluss suchte. Den daraus resultierenden Tempogegenstoß konnten die Gäste dann aber ebenfalls nicht in den Siegtreffer ummünzen. So blieb es schließlich beim 25:25 und die SG 1871 Augsburg/Gersthofen konnte die ersten Punkte im Kalenderjahr 2023 verbuchen.
Das Team ist nun also mit reichlich Verspätung im neuen Jahr angekommen, findet sich aber nach wie vor auf einem respektablen siebten Tabellenplatz wieder. Am kommenden Wochenende kommt der Tabellennachbar aus Königsbrunn dann in die Halle am Meierweg. Die Königsbrunner möchten sich ihrerseits sicher für die Niederlage in der Hinrunde revanchieren, die SG möchte selbstverständlich nun wieder einen Lauf starten und die nächsten Punkte auf die Habenseite verbuchen.
Anpfiff im Meierweg ist am Samstag, den 11. Februar um 19:30 Uhr. Wie immer ist lautstarke Unterstützung gefragt!
Für die SG 1871 Augsburg/Gersthofen spielten: Späth, Wiedemann (Tor), Kranz, Koppe, Lindloff (1), Seitz (4), Schubert (1), Schmölz (6), Walter Markus (7/5), Nachbauer (2), Kastner, Ziernhöld, Walter Maximilian (4), Polz
Vergangenen Samstag empfingen die SG-Damen ihre nächsten Gäste. Diesmal war der TSV Aichach II und damit der zweite Tabellenplatz zu Gast. Daher war von Vornherein klar, dass dies eine deftige Partie werden würde. Die Zuschauer wurden mit auf eine Achterbahnfahrt genommen, die dann doch leider mehr Tiefen als Höhen besaß. Die Unsicherheit, die unsere Damen gefühlt 60 Minuten begleitete, machten sich die Zweite des TSV Aichach zum Vorteil und bezwang den Tabellenführer mit einem knappen 21:22.
Die erste Spielhälfte startete wie gewohnt mit dem ersten Tor auf Seite der SG-Ladies sowie einem ausgeglichenen Punktestand. Die Gegnerinnen legten stets mit Toren nach, was man aber darauf schob, dass sich die SG-Damen gerne an die Spielweise der anderen Mannschaft anpassen. Ab der 21. Minute hatte die Situation aber nichts mehr mit Anpassung, sondern vielmehr mit Unkonzentriertheit und -sicherheit zu tun. Hier merkte man einen deutlichen Leistungsabfall bei den Gastgeberinnen. Dieser Knick schien die SG-lerinnen noch nervöser zu machen, denn die Aichacherinnen nutzten ihre Chancen gut und gingen mit einem 10:15 stolz in die Halbzeitpause. Negativ überrascht ging es auch für die SG-Damen zur Besprechung in die Kabine. Coach Alex Fischer versuchte zu beruhigen. Es handele sich um einen starken Gegner, man dürfe sich nicht vom Spielstand verunsichern lassen. Viel mehr ginge es darum, wieder mehr ins eigene Spiel zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Etwas motivierter startete man also die zweiten dreißig Minuten. Der weitere Spielverlauf stimmte Zuschauer und die Mannschaft wieder zuversichtlicher, bis zum 15:16 konnten die Damen der SG wieder aufschließen. Doch leider führte eine Kombination aus Fehlpässen und -würfen, technischen Fehlern und mangelnde Abwehrarbeit dazu, dass die Gäste weiterhin gut performen konnten. Vor allem die Kreisspielerinnen machte der SG-Abwehr zu schaffen. In der Offensive kam es zu häufig zu unüberlegten Torabschlüssen, die definitiv besser hätten vorbereitet werden müssen. Spannend wurde es dann nochmal in den letzten Minuten. In der 59. gelang sowohl Anne Päckert als auch Amela Ahmetovic jeweils ein schönes Tor, nachdem jedoch die Partie endete. Somit ist der „ungeschlagen-Bann“ der SG-Ladies gebrochen. Wir lassen uns davon aber nicht demotivieren. Viel mehr ist es als Weckruf zu verstehen, noch mehr zu geben! Den Platz eins bewohnen wir immer noch und wollen auch dass das so bleibt, deshalb heißt es nun dranbleiben und auf in die nächsten Rückrundenspiele!
Desolate Leistung führt zur zweiten Klatsche in Folge
Auch mit einigen Tagen Abstand fällt es noch schwer, die passenden Worte zur Leistung gegen den TSV Schwabmünchen zu finden. Lieferte man im Hinspiel noch eine ansprechende Leistung ab, sodass man den Favoriten 40 Minuten lang eine offene Partie anbieten konnte, ließ die SG 1871 Augsburg/Gersthofen vergangenen Samstag all das vermissen, was sie eigentlich auszeichnet.
Lediglich die ersten fünf Minuten verliefen auf Augenhöhe. Nach einer 3:1 Führung für die Hausherren konnten die Gäste ausgleichen. Ab diesem Moment kannte die Partie nur eine Richtung: In das Tor der SG. Das Angriffsspiel zu pomadig und ideenlos, die Defensive präsentierte sich diesmal eher wie ein zahnloser Tiger. So hatten es die Gäste leicht, einen Angriff nach dem anderen im Gehäuse der SG unterzubringen. Selbstverständlich spielte es auch eine Rolle, dass das Verletzungspech in dieser Saison ein treuer Begleiter des Teams ist. So fielen sowohl Manuel Feistle, für den die Saison vermutlich vorzeitig beendet ist, als auch Lukas Nachbauer und Manuel Walter aus. Alle drei erwiesen sich in den vorangegangenen Partien als verlässliche Stützen des Teams, deren Fehlen deutlich bemerkbar wurde. Jedoch ändert auch dies nichts daran, dass man ein Handballspiel nur gewinnen kann, wenn man seine klaren Torchancen auch in Zählbares umwandelt. Die Partie war somit bereits nach 30 Minuten vorentschieden, als man sich beim Spielstand von 7:17 in die Kabinen zurückzog.
Coach Schmölz versuchte in der Halbzeitansprache vergebens zu retten, was noch zu retten war. Er wies auf die miserable Torausbeute hin und erinnerte ebenfalls an das Hinspiel, als man auch schon mit einem sehr dünn besetzten Kader antrat.
Zur zweiten Halbzeit muss ehrlicherweise nicht viel gesagt werden. Statt sich nochmals aufzubäumen und die Niederlage in Grenzen zu halten, ließ sich die Mannschaft komplett aus der Halle schießen. Weiterhin traf man das Tor nicht, lud die Gegner regelrecht ein, Tor um Tor zu erzielen und baute zu allem Überfluss nun auch noch einige technische Fehler ins eigene Spiel ein. Schließlich erlöste die Schlusssirene die SG beim Endstand von 16:42 von dieser Partie. An dieser Stelle kann man sich nur bei den zahlreich erschienenen Anhängern der Mannschaft entschuldigen. Für so eine Leistung kommt man an einem Samstag Abend nicht in die Halle. Am Kommenden Wochenende reist das Team zum Tabellenschlusslicht nach Kissing. Ein Blick auf die Tabelle spricht eine vermeintlich klare Sprache. Jedoch muss das Team gewarnt sein. Mit einer ähnlich desaströsen Leistung wird auch der Kissinger SC gnadenlos zuschlagen. Das Hinspiel endete bereits denkbar knapp zu Gunsten der Tiger.
Über jeden einzelnen, der am Samstag um 19:30 in der Paartalhalle zum Unterstützen vorbeikommt, freut sich das Team selbstverständlich.
Für die SG 1871 Augsburg/Gersthofen spielten: Späth, Wiedemann (Tor), Kranz (1), Koppe (1), Lindloff, Erhard (2), Seitz (3), Schubert (3/1), Schmölz, Walter (3/3), Fischer (1), Kastner, Eisen (2), Ziernhöld
Am 22.01. traten die SG-Damen ihr zweites Spiel der Rückrunde an. Gastgeber war der SV Mering, gegen den das Heimspiel letzten Oktober sehr nervenaufreibend war. Dieses dramatische Hinspiel war noch präsent in den Köpfen, weshalb es dieses Mal ein eindeutiger Sieg werden sollte. Dieses Ziel schien durch den Verlauf der ersten Halbzeit gefährdet, wurde aber mit einer herausragenden zweiten Spielhälfte erreicht. Die SG-Ladies bewegen sich wieder ein Stück weiter Richtung Aufstieg und holen zwei Punkte nachhause.
Vor gut gefüllter Zuschauertribüne erfolgte der Anpfiff der Partie. Den Gastgeberinnen merkte man an, dass die erste Mannschaft sein wollte, die den Tabellenführer schlagen kann. Diese Überzeugung hatte scheinbar Einfluss auf die SGlerinnen, da diese zwar vom Punktestand gleichauf waren, aber teilweise sehr verunsichert und nervös waren. Das brachte einige technische Fehler und zu riskante Abspiele mit sich. Auch in der Defensive war man nicht schnell genug und zu passiv. Die Spielemacherin des SV Mering konnte zu vielen erfolgreichen Torabschlüssen kommen. Gelang es jedoch, sie aus dem Spiel zu nehmen, passierten relativ wenige Aktionen in der gegnerischen Offensive. Durch ihre Unkonzentriertheit konnten sich die SG-Damen nicht absetzen und eilten für eine Halbzeitbesprechung in die Kabine. Hier wiederholen sich die Ansagen, die SG-Ladies kämpfen stets mit ähnlichen Blockaden: Mehr Wille, mehr Tempo, schnellere Beine, sicherere Pässe und volle Konzentration forderte Coach Fischer. Die gegenseitige Motivation konnte aber aufrechterhalten werden. Man war definitiv gewollt, als Sieger heimzukehren.
Die ersten Minuten der zweiten Hälfte waren leider weiterhin von den Fehlern aus der ersten Halbzeit geprägt. Riskante Pässe, die abgefangen wurden, technische Fehler und zögerliche Aktionen mit wenig Energie dahinter. Doch dann kam endlich der „turning point“ im Spiel und in den Köpfen der SGlerinnen. Die Abwehr war aufmerksam und schnell auf den Beinen. Auch das Tor wurde hinten sehr gut dichtgehalten. In der Offensive gelangen einige schöne Aktionen, die Kreisspielerinnen wurden gesehen, der Wille hinter 1-gegen-1-Situationen war da und es wurde mit Tempo Druck gemacht. Mering konnte durch die stabile Abwehr lediglich zwei Tore in der gesamten zweiten Spielhälfte erzielen. Als hätte sich ein Knoten in den Köpfen der Tabellenführerinnen gelöst, gaben unsere Damen Vollgas. Auch die positive Stimmung auf der Bank, bei den mitgefahrenen Zuschauern und auf dem Feld muss unterstrichen werden. Sehr geschmeidig setzten sich die Gäste gegen die Heimmannschaft ab und gewannen mit 16:27.
Dieser Sieg ist für unser Aufstiegsziel sehr bedeutsam. Das Niveau der zweiten Halbzeit muss kommenden Samstag, den 28.01. beibehalten werden, um hier den 2. Tabellenplatz, den TSV Aichach II, ebenso zu bezwingen! Die Damen freuen sich über eine gefüllte Halle und Unterstützung auf ihrem Weg in die Bezirksliga!
Vergangenen Samstag begann für Damen der SG Augsburg/Gersthofen nach der Weihnachtspause das erste Spiel der Rückrunde. Zu Gast in der Gersthofener Halle war die zweite Mannschaft von Lauingen-Wittislingen. Die Partie hätte aufgrund des Tabellenplatzes der Gegnerinnen um einiges deutlicher ausfallen können und sollen. Aber das schieben wir auf die längere Pause und freuen uns über diesen Beginn der Rückrunde, einem 24:10 und damit zwei weitere Punkte.
Bereits nach 15 Sekunden setzten die SG-Ladies ihr erstes Statement und erzielte das eins zu null. Auch die beiden nächsten Tore erfolgten schnell. Man merkte bereits, wer hier die stärkere Mannschaft auf dem Spielfeld war. Trotzdem muss man sagen, dass gerade deshalb die Lauinger zu häufig zum Wurf kamen. In Sachen Tempo und Passivität passten sich die SG-Ladies ihren Gegnerinnen an. In der Defensive hätte man definitiv ein bis zwei Schritte früher auf die Angreiferinnen herantreten können. In der Offensive kam es oftmals zu überhasteten Aktionen und unvorbereiteten Abschlüssen. Auch die Chancenverwertung lies zu wünschen übrig. Die Lauinger Torhüterin wurde regelrecht mit halbhohen Würfen warm geschossen. Etwas geknickt über den etwas anders erwarteten Spielstand begab man sich mit einem 11:4 in die Halbzeitpause. In dieser forderte Coach Fischer wieder mehr Struktur im Spiel, weniger riskante Pässe und schnellere Beine in der Abwehr.
Die zweite Spielhälfte hatte auch ihre Höhen und Tiefen. Es gelangen schöne Anspiele, Doppelpässe und Torwürfe in die Ecken und nicht auf die Torhüterin. Auf der anderen Seite wurden Bälle weggeworfen, nicht gefangen oder durch zu riskante Pässe in die Hände der Lauinger gespielt. Dies trug auch zu einer negativen Stimmung auf der Bank bei. Es wurde geschimpft und man wurde lauter, was aus rationaler Perspektive bei dem Spielstand sehr sinnlos war. Die Bank schaffte es aber auch wieder, sich die Fans der SG-Damen zum Vorbild zu machen und sich gegenseitig anzufeuern. Zusammenfassend kann man Folgendes sagen:
Zwar ergaben sich keine zu riskanten Phasen, in denen der Sieg gefährdet war, aber in den nächsten Spielen müssen die SG-Ladies dringend auf die Tube drücken und eine Schippe drauflegen.
Dass sie das können, steht außer Frage. Bereits am kommenden Sonntag dürfen sie dies beweisen, nach Mering fahren und gegen den dritten Tabellenplatz antreten du vor allem gewinnen. Das bedeutet Daumen für eine weitere Station Richtung Aufstieg drücken!
Die Abteilungsleitung wünscht allen Spielern, Betreuern, Trainern sowie den Sponsoren der SG ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Nehmen wie die ruhigen Stunden zum Abschalten vom Alltag her, um neue Kraft für das anstehende Jahr 2023 zu schöpfen. Wir wünschen einen guten Rutsch, ein tolles Silvesterfest und bedanken uns bei all denjenigen, die unsere Abteilung 2022 mit vollem Elan, Engagement und der Liebe zum Handball weiter vorangetrieben haben.
Ein großer Dank geht auch an unsere Sponsoren für ihre finanzielle Unterstützung in einem Jahr, das von Krisen und Krieg überschattet wurde. Danke, dass ihr uns dennoch tatkräftig unterstützt habt.
Wir freuen uns auf ein großartiges Jahr 2022 gemeinsam mit euch!
Zum letzten Spiel des Kalenderjahres 2022 und gleichzeitigem Auftakt der Rückrunde empfing die SG 1871 Augsburg/Gersthofen den TSV Göggingen. Aus dem Hinspiel bestand noch eine offene Rechnung, die das Team unbedingt begleichen wollte. Das Vorhaben gelang schlussendlich mit einem deutlichen Sieg, auch wenn der Kader durch einige krankheits- sowie verletzungsbedingte Ausfälle recht dünn besetzt war.
Zu Beginn sah es jedoch absolut nicht nach einem klaren Erfolg aus. Beide Teams spielten direkt mit offenem Visier und verzichteten darauf, sich abzutasten. Nahezu jeder Angriff wurde von den Mannschaften mit einem Tor abgeschlossen. Nach knappen neun Minuten stand es so bereits 6:6 und man konnte schon erahnen, dass es auf eine torreiche Partie hinauslaufen sollte. Wäre die SG in der Defensive nicht so nachlässig gewesen, hätte es jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr so eng sein müssen. Das Team des Gespanns Schmölz/Fischer war in der Abwehr nicht wach genug, sodass die Gäste immer wieder unbedrängt auf den Kreisläufer ablegen konnten, der ein ums andere Mal einfache Tore erzielen konnte. Ebenso nutzte man die zahlreichen Lücken der offensiven Abwehrformation der Gögginger nicht aus, da man im Angriffsspiel Bewegung und Dynamik vermissen ließ. Dominik Späth im Tor ist es zu verdanken, dass Göggingen hier nicht deutlich in Führung ging. Späth lieferte in der ersten Halbzeit eine berauschende Leistung ab und hielt seine Farben somit im Spiel. Erst nach 19 Minuten konnten sich die Tiger besser auf ihre Gegner einstellen und so die erste deutliche Führung erspielen. Tor um Tor zog man nun davon. Markus Walter stellte mit einem verwandelten Strafwurf auf 14:10, was der SG eigentlich ein wenig Sicherheit hätte geben müssen. Die Gäste ihrerseits ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und konnten so bis zur Halbzeit wieder auf 15:13 verkürzen.
In der Pause wies Coach Schmölz darauf hin, dass der Schlüssel zum Sieg zum einen eine Leistungssteigerung in der Abwehr, zum anderen mehr Kreativität im Angriffsspiel sein wird. Ebenso wurde nochmals eindringlich darauf hingewiesen, dass das Hinspiel unbedingt wieder gut gemacht werden musste, da es hier auch wieder gegen einen direkten Konkurrenten ging, den man mit einem Sieg deutlich distanzieren konnte.
Anders als in der Vorwoche kam die SG jedoch nicht so stark aus der Kabine. Stattdessen ließ man die Gäste weiterhin mitspielen, was diese auch ausnutzten und nach 36 Minuten den Ausgleich zum 18:18 erzielten. Bis zur 45. Minute änderte sich wenig am Spielverlauf. Die beiden Mannschaften egalisierten sich und es war nicht abzusehen, wer die zwei Punkte mit nach Hause nehmen sollte. Erst jetzt ging ein Ruck durch die Mannschaft. Es wurde nun endlich konzentriert verteidigt, was dazu führte, dass die Gäste nun immer wieder leichte Ballverluste produzierten. Ebenso waren diese nun öfter dazu gezwungen, aus ungünstigen Situationen abzuschließen, um ein Zeitspiel zu verhindern. So zogen die Gastgeber nun innerhalb von zehn Minuten auf ein deutliches 32:24 durch Lukas Nachbauer davon. Nachbauer war mit zehn Toren erneut der erfolgreichste Torschütze der Tiger. Die Partie endete schließlich mit einem deutlichen 37:27 für die SG. Anhand des Spielverlaufs fällt der Sieg wohl etwas zu deutlich aus. Nichtsdestotrotz sind auch dies wieder zwei sehr wichtige Punkte, um das Saisonziel Mittelfeld erreichen zu können.
Die SG 1871 Augsburg/Gersthofen verabschiedet sich nun in die verdiente Weihnachtspause und überwintert auf einem starken sechsten Tabellenplatz mit einem positiven Punktekonto. Das Team wird nun die erlittenen Blessuren auskurieren und dann am 14. Januar 2023 wieder angreifen. Hier reist man dann zum TSV Bobingen, der den Tigern im Hinspiel eine Klatsche verpasst hat. Auch hier gilt es, sich von einer besseren Seite zu zeigen.
Das Team bedankt sich bei allen Fans, Betreuern und Helfern für ein erfolgreiches Jahr 2022 und freut sich bereits jetzt schon, das Jahr 2023 mindestens genauso erfolgreich zu bestreiten.
Für die SG 1871 Augsburg/Gersthofen spielten: Späth (Tor), Kranz M., Erhard (3), Ziernhöld (1/1), Walter Markus (6/4), Nachbauer (10), Kranz A. (1), Feistle (8), Walter Manuel (5), Polz (3)