Die Voraussetzungen für diese Partie am Samstag, 20.01.2018, waren nicht gerade gut: Die Zweite bekam gerade so eben eine Mannschaft zusammen, sodass lediglich ein Auswechselspieler zur Verfügung stand. Der Rückraum hatte in dieser Formation noch nie zusammengespielt, und die Heimmannschaft PSV war sichtlich motiviert, ihren ersten Saisonsieg einzufahren.
Dennoch ging es für die Zweite von 1871 gut los: Jan Kandzora warf zwei schnelle Tore, Manfred Fröhlich gelang es, einen Rückhandwurf im gegnerischen Tor unterzubringen – und schon stand es nach vier Minuten 3:0 aus Sicht der Zweiten. Es fing gut an, doch so ging es nicht weiter. Stattdessen kam nun der PSV zum Zug, während 1871 im Angriff zunehmend hilfloser agierte. In der 24.Minute ging die Heimmannschaft erstmals mit 6:5 in Führung. Routinier Alexander Fischer hielt stets dagegen, doch zu diesem Zeitpunkt des Spiels sah es für die 1871er nicht unbedingt nach einem glücklichen Ende aus. Dass es für die zweite Garde der Tigers mit nur einem Tor Rückstand in die Halbzeit ging, war letztlich vor allem Torhüter Udo Kasten zu verdanken, der das ganze Spiel über ein sicherer Rückhalt für das Team war und diverse freie Würfe und Gegenstöße großartig parierte.
In der zweiten Halbzeit bot sich nun den Zuschauern dann endlich wieder ein anderes Bild. In der Abwehr standen die Tigers nun wieder kompakter, im Angriff stellte man um und spielte nun mit zwei Kreisläufern – ein Mittel, das sich bezahlt machte. Der Rückraum der 1871er konnte so mehrere einfache Tore erzielen, sodass die Mannschaft schnell einen Vorsprung von drei Toren heraus spielen konnte – den man bis zum Schluss nicht mehr hergab. Die beiden A-Jugendlichen Samuel Leitenmaier und Maximilian Buck fügten sich gut ins Team ein: Leitenmaier erzielte einige schöne Rückraumtore, und auch Buck zeigte vor allem im Abwehrmittelblock eine starke Leistung.
Am Ende hieß es 20:16 für die Zweite von 1871. Der offiziell zweite Saisonsieg – und eigentlich der dritte, wenn man das wegen einer formalen Lappalie aberkannte Spiel gegen Haunstetten dazuzählt.
Es spielten:
Kasten (Tor), Stadlmeier, Jonas Winkelbauer, Fischer (2), Kandzora (11/2), Fröhlich (2), Leitenmaier (4), Buck (1)
Am vergangenen Sonntag trafen der Aufstiegsaspirant TSV Haunstetten II und der letztplatzierte TSV Augsburg 1871 auf dem Parkett aufeinander. Zu ungewohnt früher Anwurfzeit versuchten die Gäste ihr Bestes zu geben, was letztenendes zu wenig war. Man musste sich zurecht mit 32:19 unterlegen zeigen und bekam in vielen Belangen aufgezeigt, woran es aktuell im Spiel mangelt.
Von Beginn an ließen die Hausherren keine Zweifel aufkommen, wer diese Partie unbedingt für sich entscheiden wollte, sodass sich die Augsburger Jungs bereits nach 15 Minuten mit fünf Toren Rückstand respektvoll vor dem Tempohandball der Haunstetter zurückschreckten. Eigene Undiszipliniertheit handelte zudem unnötige Zwei-Minuten-Zeitstrafen ein, welche gepaart mit harmlos vorgetragenen und nicht mit letzter Konsequenz abgeschlossenen Angriffen dazu führten, dass man bereits zur Halbzeit 18:8 zurücklag. Gerade von den Außenpositionen erwartete Trainer Lubos mehr Aktivität, um so die Rückraumspieler zu entlasten, welche an diesem Tag wahrlich nicht mit hoher Treffsicherheit überzeugen konnten und einige Bälle neben das Tor beförderten. Der effektiv gespielten zweiten Welle der Haunstetter konnten die 1871er aufgrund konditioneller Schwächen wenig entgegensetzen, sodass sich Torwart Späth immer wieder im direkten Duell mit Hannes Spörhase, welcher mit sieben erzielten Treffern erfolgreichster Schütze der Begegnung war, gegenübersah.
In der Halbzeitpause ermunterte Lubos Urban seine Jungs, nicht gänzlich aufzugeben um zumindest nach 60 Minuten die Halle mit Achtung und Würde verlassen zu können und sich nicht wortwörtlich abschießen zu lassen. Nach Wiederanpfiff gelang seinen Mannen jedoch redlich wenig, denn es dauerte bis zur 40. Spielminute ehe das erste Tor in der zweiten Halbzeit zu verzeichnen war. Allein diese Tatsache stellt ein Armutszeugnis für die Angriffsbemühungen seiner Akteure dar. Folglich war die Partie schon zu diesem Zeitpunkt vorentschieden und die verbleibenden Minuten sollten lediglich der Ergebniskosmetik dienen, da die Gastgeber schon auf 17 Tore Vorsprung enteilt waren. Aus Sicht der Augsburger Jungs konnte man nichts weiter verlieren und so besann man sich eines Besseren und spielte wieder druckvoller nach vorne, obgleich die zweite Garde des TSV Haunstetten sehr wohl ein wenig die Fahrt aus dem eigenen Spiel nahm. Wie schon im letzten Spiel gegen den TSV Friedberg III zeigte sich der A-Jugendliche Lucas Schubert und konnte insgesamt vier Mal im Gehäuse von Markus Winter einnetzen. Dies änderte jedoch nichts an diesem in der Höhe verdienten Endstand von 32:19 für den TSV Haunstetten II, welcher damit seine Tabellenführung ausbauen konnte.
Für die Tigers, die abermals ihre Zähne nicht zeigen konnten, bedeutet diese Niederlage, dass die rote Laterne am Meierweg bleibt und es sehr schwer werden wird, den drohenden Abstieg in das Handballunterhaus des Bezirks Schwaben zu verhindern. Bei noch neun ausstehenden Begegnungen benötigen die 1871-Jungs in den nächsten Spielen gegen den TV Niederraunau II, den VSC Donauwörth und den VfL Günzburg II unbedingt zwei Punkte, um sich gegen diese direkten Rivalen im Kampf gegen den Abstieg behaupten zu können. Am Samstagabend um 19.30 Uhr bietet sich die Gelegenheit den ersten wichtigen Schritt für den Verbleib in der Bezirksoberliga zu gehen, denn mit dem TSV Niederraunau II ist ein unmittelbarer Kontrahent am Meierweg zu Gast. Auch dann brauchen die Tigers wieder ihre treuen Mitstreiter auf der Tribüne. Alle zusammen gegen den Abstieg!