Nachdem man nun mehrere Wochen auf die nächste Begegnung warten musste und somit alle Zeit hatte die Anfangsschwächen zu minimieren, konnte man am vergangenen Sonntag (21.10.2018) gegen den TSV Aichach II nur knapp die Punkte nach Augsburg entführen. Nach einer spannenden Schlussphase konnte man das Spiel mit 30:31 für sich entscheiden.
Auf dem Papier war das Spiel wohl schon für die Augsburger Jungs entschieden. Genau davor warnte Coach Lubos Urban im Vorfeld der Partie, denn der Gastgeber hatte sprichwörtlich nichts zu verlieren. Von Beginn an zeichnete sich ab, dass der Gegner nicht zu unterschätzen war und man sich Tor um Tor mühsam erspielen musste. Nach neun gespielten Minuten lag man lediglich mit einem hauchdünnen Tor vorne. Auch die doppelte Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen die Aichacher sorgten nicht dafür, dass man in Überzahl sichere Treffer erzielen konnte. Erst nachdem Lukas Schmölz und Lukas Nachbaur das Visier neu justiert hatten, konnte man Mitte der ersten Halbzeit erstmals mit vier Toren in Führung gehen.
Dieser Vorsprung hatte bis zum Pausenpfiff Bestand und beim Spielstand von 14:18 für die Augsburger wurden die Seiten gewechselt. In der Kabine mahnte der Augsburger Trainer erneut, dass man das Spiel auch jetzt nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte und unbedingt konzentrierter im Abschluss agieren musste, um die zwei Punkte nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Kurz nach Wiederanpfiff sah es auch so aus, als ob man den Widerstand des Tabellenletzten gebrochen hätte, denn plötzlich führte man mit sechs Toren. Doch die Freude war nicht von langer Dauer. Mit zunehmender Spieldauer hatten die Augsburger Jungs sichtlich Mühen den großgewachsenen Rückraumshooter Armin Maus erfolgreich am Torwurf zu hindern, was dieser ein ums andere Mal nutzte und den Ball im Netz unterbrachte. Udo Kasten im Tor hatte hier mehrmals das Nachsehen, doch dies wäre durch engagiertere und diszipliniertere Abwehraktionen zu verhindern gewesen. Im Angriff war man in diesen Minuten zu sehr damit beschäftigt technische Fehler zu minimieren und vergab zudem zahlreiche Torgelegenheiten. Diese Nachlässigkeiten im Spielaufbau und Torabschluss wurden im Gegenangriff gnadenlos genutzt, sodass man den Gegner sechs Minuten vor Ende des Spiels wieder auf zwei Tore herankommen lassen musste. In der Crunch-Time musste man wahrlich zittern und bangen, denn im Angriff konnte man sich nicht mehr absetzen und der TSV Aichach setzte alles daran den Ausgleich zu erzielen. Zwei Minuten vor Schluss war es dann geschehen, die Heimmannschaft konnte auf ein Tor verkürzen und hatte den Ausgleich auf der Hand. Letzten Endes konnte der TSV 1871 Augsburg die Auswärtspartie äußerst knapp mit 30:31 für sich entscheiden und bleibt somit weiterhin verlustpunktfrei in dieser noch jungen Saison.
Bis zum ersten Heimspiel am Samstag, den 27.10.2018 um 19:00 Uhr verbleibt den Augsburger Jungs nicht mehr viel Zeit an offensichtlichen Defiziten zu arbeiten. Man erwartet an diesem Tag den Zweitplatzierten TSV Meitingen zu Gast am Meierweg, um den nächsten kleinen Schritt in Richtung direkter Wiederaufstieg zu gehen. Wir freuen uns auf zahlreiche Zuschauer und warten mit einer kleinen Überraschung anlässlich der ersten 60 Minuten Handballsports in heimischer Halle auf.
Erneuter Erfolg für die Herren II gegen den TSV Haunstetten IV.
Im ersten Heimspiel der neuen Saison wollte die Zweite an den guten Start in die Spielzeit anknüpfen – schließlich hatte man zuvor in Königsbrunn gewonnen. Das klappte, die Tigers setzten sich gegen die Vierte von Haunstetten letztlich mit 28:17 durch. Das Ergebnis war allerdings deutlicher, als es der Spielverlauf erahnen ließ, denn auch wenn die zweite Mannschaft von 1871 die ganze Zeit über führte, konnte sie sich doch bis kurz vor Schluss nicht entscheidend absetzen.
Dabei ging es eigentlich ganz gut los: Maximilian Buck, der im Abwehr-Mittelblock erneut eine starke Leistung zeigte, traf vom Kreis, danach gelang im Angriff das ein oder andere einfache Tor, die 6-0 der Zweiten stand recht stabil, und Torhüter Udo Kasten hielt, was zu halten war – und noch einiges darüber hinaus. So stand es nach 15 Minuten bereits 9:4. Ein vergleichsweise solider Vorsprung, zumal die Tigers dieses Mal eine volle Bank hatten, auf der man ungewohnte und lange nicht mehr gesehene Gesichter erblicken konnte. Der Halbzeitstand von 14:9 deutete auch nicht unbedingt darauf hin, dass es im zweiten Abschnitt noch einmal spannend werden würde. Wurde es aber.
Denn nach dem zwischenzeitlichen 16:9 gelang der Heimmannschaft nicht mehr viel und Haunstetten gab trotz des Rückstands nicht auf. Stattdessen stellte das Auswärtsteam auf eine 5-1-Abwehr um, die die Tigers teils überrumpelte. Nach 48 Minuten stand es plötzlich nur noch 18:16 für die Zweite; man musste noch einmal um den Sieg zittern. Dann allerdings klappte bei 1871 im Angriff wieder mehr. Fünf Tore später hieß es 23:16 – und der Sieg war (endlich) außer Gefahr. Die letzten zehn Minuten trudelte das Spiel aus. Mit 4:0 Punkten sieht es momentan gut aus auf der Tabelle. Das nächste Heimspiel gegen Göggingen steht am 27. Oktober an.
Erfolgreiches Auftaktspiel der Herren II in Königsbrunn.
Schön war es nicht, das erste Spiel der Zweiten in der neuen Saison. Gegen die zweite Mannschaft aus Königsbrunn tat sich 1871 auswärts schwer, auch wenn man zunächst ganz gut ins Spiel kam: Dem neu zusammengewürfelten Rückraum mit „Neuzugang“ Patrick Stiegelmair gelangen ein paar einfache Tore, auch wurden die Kreisläufer Udo Kasten und Maximilian Buck gut eingesetzt. Bis zur 26. Minute lag man immer mit einem bis drei Toren vorne. Dann allerdings agierte die Mannschaft in der Endphase der Halbzeit zunehmend unkonzentriert. Einfachste Spielabläufe von Königsbrunn reichten aus, um die 5-1-Abwehr der Zweiten in die Bredouille zu bringen, im Angriff schlossen die Spieler von 1871 zu früh und überhastet ab. So stand es zum Pausenpfiff 13:12 für die Heimmannschaft.
In der zweiten Halbzeit stellte Coach Alexander Fischer die Abwehr wieder auf 6-0 um, was sich als wirkungsvolle Maßnahme erwies. Zwar war das Angriffsspiel der Tigers anfangs immer noch ziemlich holprig, dafür aber bekam man nun kaum noch freie Würfe auf das Tor, und wenn es doch mal welche gab, hielt sie Torhüter Elias Winkelbauer, zumindest fast immer. Nur noch vier Gegentore bekam 1871 in den zweiten 30 Minuten; in Gefahr war der Auswärtssieg in der Schlussphase nicht mehr, auch weil man sich im Angriff stabilisierte und mehr Sicherheit in den Aktionen bekam. Dabei kam der Mannschaft sicher auch zugute, dass das Heimteam aus Königsbrunn kaum wechseln konnte und den Spielern in dieser Phase merklich die Puste ausging. So stand am Ende ein 22:17 aus Sicht der Zweiten von 1871.
Ein Spiel, das sicherlich Verbesserungspotential offenbarte, aber auch ein gelungener Start in die Saison. Zwei Punkte zum Start: Das gab es die letzten Jahre eher selten.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Lorenz, Elias Winkelbauer (beide Tor), Stiegelmair (5/1), Kasten (4), Wessoly (5), Kerner, Jonas Winkelbauer, Kandzora (6/2), Fröhlich, Leitenmaier, Buck (2).
Das lange Warten auf den Anpfiff in die Handballsaison 2018/2019 hat endlich ein Ende.
Nachdem man zum Ende der letzten Runde den schmerzvollen Gang in das Unterhaus des Bezirks Schwabens antreten musste, hat sich die Mannschaft um Coach Lubos Urban einiges vorgenommen, um ihre treuen Fans auch in dieser Spielklasse zu bedienen. Personell ist der Umbruch und damit die Integration von spielhungrigen Jugendspielern in vollem Gange und wir begrüßen an dieser Stelle ein neues Gesicht zwischen den Pfosten des TSV 1871 Augsburg. Mit Alexander Schalk konnte ein neuer Torhüter gewonnen werden, der die bisher recht angespannte Torhütersituation ein wenig zu entspannen helfen soll. Außerdem freuen wir uns über die Rückkehr von Alexander Kranz, der nach überstandener Verletzungspause in der Vorbereitung zum Team hinzustoßen konnte und die Linksaußenposition verstärkt.
Vergangenen Samstag, 29.09.18, traf man im ersten Spiel auf die Auswahl des BHC Königsbrunns. Beim ersten Kräftemessen dieser Spielzeit behielt man mit 21:25 die Oberhand und verbuchte den ersten Zweipunkterfolg.
Zu Beginn der Partie versuchte man die einstudierte offensive Deckung auf den Außenpositionen zu beherzigen und den Gegner dadurch am Spielaufbau zu hindern. Dennoch war das Spiel bis zur achten Spielminute ausgeglichen, denn keine der beiden Mannschaften konnte ihre Möglichkeiten effektiv nutzen und es wurden viele Torchancen kläglich vergeben. Doch dann erwachte Manuel Feistle im Rückraum zum Leben und netzte ein ums andere Mal im gegnerischen Gehäuse ein, sodass nach 17 Minuten erstmals eine Sechs-Tore-Führung auf der Anzeigetafel erschien. Das Spiel wurde von Seiten des BHC Königsbrunn sehr körperbetont geführt. Im eigenen Abwehrspiel ließ man noch etliche Defizite durchblicken. Vor allem die Defensivarbeit gegen den Kreisläufer gestaltete sich zu Teilen zu harmlos und man schenkte den Gastgebern durch zögerliches Heraustreten leichte Tore aus dem Rückraum. Beim Halbzeitstand von 9:15 wurden schließlich die Seiten gewechselt und der Trainer der Tigers forderte von seinen Männern einen ruhigen und konzentrierten Auftritt in der zweiten Hälfte.
Nach dem Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Die TSV 1871-Cracks spielten ihre Angriffe teils zu ungeduldig durch und vergaben einige gute Gelegenheiten die Partie frühzeitig in trockene Tücher zu bringen. Im Gegenzug gab sich der BHC nie auf und kämpfte sich wacker zum Kreis durch. Oft konnte sich die neu formierte Abwehr um Bastian Koppe nicht anders helfen, als einen 7-Meter zu verursachen. Dem Gegner gelang es nach einer turbulenten Phase des Spiels und etlichen 2-Minuten-Strafen sechs Minuten vor Spielende auf 19:23 aufzuholen, doch die Gäste konnten letztlich aufgrund der ersten Halbzeit auch verdientermaßen den Sieg mit nach Augsburg nehmen. Am Ende stand ein 21:25-Auswärtserfolg auf der Habenseite zugunsten der Augsburger Jungs.
Die nächste Begegnung der ersten Herrenmannschaft findet am Sonntag, den 21.10.2018 um 16:00 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums Aichach gegen die zweite Auswahl des letztjährigen Kontrahenten, den TSV Aichach statt. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung, sodass optimale Voraussetzungen für die Mission „Aufstieg“ gegeben sind.
Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich für die Unterstützung unserer Sponsoren, Spender und Gönner, die uns auch in der Saison 2018/2019 treu geblieben sind.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Winkelbauer, Schalk (beide Tor), Kranz M. (3), Koppe B., Schubert (2), Kranz A., Voit (1), Koppe M., Nachbaur (7), Schmölz (3), Reisner (2), Feistle (7).
Die nächste Aufgabe für die erste Herrenmannschaft des TSV 1871 Augsburg wartete am 24.02.2018 im Auswärtsspiel beim Kissinger SC. Nach einem äußerst ausgeglichenen Schlagabtausch konnte man in der entscheidenden Phase des Spiels nicht mithalten und unterlag letztendlich mit 27:25.
Dass die Männer um Coach Lubos Urban den Abstiegskampf beinahe verloren haben steht außer Frage, doch, soll es denn so kommen, möchte man sich würdig aus der Bezirksoberliga Schwaben verabschieden. Dank des Routiniers Udo Kasten verfügte man nun wieder über einen Torhüter, der nach auskurierter Verletzung mit von der Partie sein konnte. In den ersten fünf Minuten gelang den Augsburgern redlich wenig, denn im Angriff verbiss man sich in die aggressive Deckung und konnte nicht zum eigenen Torabschluss gelangen. Die jungen Kissinger spielten temporeich nach Vorne und konnten auf 5:1 davon ziehen. Doch nun nahm sich Rückraumschütze Manuel Feistle ein Herz und setzte sich ein ums andere Mal im Eins-gegen-Eins gegen die harte Verteidigung der Gastgeber durch, bis er in der zehnten Minute sogar den Ausgleich zum 5:5 erzielen konnte. Leider hatte man erneut mit eigenen Disziplinschwierigkeiten zu kämpfen, sodass man die Schiedsrichter schnell gegen sich aufbrachte und fortan nicht mehr auf Milde hoffen konnte. Nach der Auszeit kam es zu etlichen voreiligen Abschlüssen, welche unmittelbar in Gegenstoßtore der Kissinger umgewandelt wurden. Die Hitzigkeit der Partie übertrug sich sowohl auf die Zuschauer, welche Gegenstände auf das Spielfeld warfen, als auch auf einzelne Akteure, welche sich zahlreiche Wortgefechte lieferten. Kurz vor der Halbzeitpause taten sich die TSV-Cracks deutlich schwerer im Abschluss, denn die offensive Deckung der Außenpositionen brachte die Rückraumspieler oftmals an die Grenzen ihres Machbaren, sodass der nötige Druck im Angriffsspiel fehlte. Vergebene Tormöglichkeiten führten dazu, dass der Gastgeber zur Pause mit 14:10 führte.
In der Halbzeitansprache mahnte Trainer Urban, die spielhungrigen Kissinger nicht durch unnötige Ballverluste in die Lage zu versetzen mit Tempogegenstößen zum Abschluss zu kommen. Auch die Außenspieler sollten wieder mehr ins Spiel eingebunden werden, um so den Rückraum zu entlasten.
Offensichtlich hatte man diese Vorgaben gut verinnerlicht und man konnte den Rückstand von vier Toren durch ein beherztes Zupacken in der Abwehr und geduldig vorgetragene Angriffe in der 38. Minute zum 16:16 ausgleichen. Die von Anfang an hitzige Partie gewann zusätzlich an Aufregung, denn man konnte das eigene Mundwerk weiterhin nicht zügeln und die Konsequenz folgte auf dem Fuße. Man verlor die nötige Konzentration in der Offensive und in der Abwehr hatte man es Udo Kasten, der dankenswerterweise eingesprungen war, zu verdanken, dass die Kissinger in diesen Minuten nicht wieder deutlicher in Führung gehen konnten und man in Schlagdistanz blieb. Beim Spielstand von 19:19 nach 48 gespielten Minuten, war die Begegnung ergebnisoffen und beide Mannschaften hätten diese für sich entscheiden können, doch den Augsburger Jungs fehlte erneut die nötige Willenskraft und Durchsetzungsfähigkeit im Positionsspiel. Durch Einzelaktionen holte man mehrere 7-Meter heraus, die Eduard Bossauer sicher verwandelte. Kurz vor Spielende vergab man jedoch zahlreiche gute Torchancen und im Gegenzug gelang Kissing nahezu alles, sodass es vier Minuten vor Abpfiff erstmals wieder 26:23 für die Heimmannschaft stand. Trotz letzten Krafteinsatzes konnten die 1871er diesen Rückstand nicht mehr einholen, sodass die Partie mit 27:25 für den Kissinger SC endete.
Obwohl man das „Endspiel“ um den Klassenerhalt verloren hatte, konnte Coach Lubos Urban dem Ganzen doch Positives abgewinnen. Die Mannschaft hatte gezeigt, dass sie sehr wohl in der Lage ist, sich als Team zu präsentieren und nicht vorzeitig den Kopf in den Sand steckt. In den verbleibenden drei Spielen wird es schwer Zählbares zu holen, da mit dem TSV Göggingen und dem TSV Bobingen, gegen den es in der Hinrunde eine herbe Niederlage setzte, zwei spielstarke Mannschaften aufwarten. Gegen den VfL Günzburg gilt es unbedingt zwei Punkte zu holen, um sich zumindest gegen einen in der Tabelle dicht angesiedelten Gegner noch einmal Selbstvertrauen zurückzuholen. Das nächste Spiel bestreitet man am Samstag, den 03.03.2018 um 20.00 Uhr gegen den TSV Göggingen in der grünen Hölle am Meierweg. Wir freuen uns trotz des drohenden Abstiegs über jeden Zuschauer, der uns vielleicht doch das Unmachbare schaffen lässt. Auf geht’s in die Halle.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Kasten U. (Tor), Kranz, Koppe B. (2), Brodmann, Kasten P. (6), Voit, Stiegelmair (1), Adolph (1), Reisner (3), Bossauer (5/5), Feistle (7).
Rumpftruppe konnte gegen Schwabmünchner Tempohandall nichts ausrichten
Das letzte Auswärtsspiel führte die Augsburger Tigers am Samstag, den 10.02.2018, zum TSV Schwabmünchen, der aktuell auf Tabellenplatz Zwei hinter dem TSV Haunstetten II rangiert und sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Landesliga macht. Dies untermauerten die Gastherren eindrucksvoll in einem temporeichen Handball-Faschingsspiel, da die Augsburger mit nur einem Ersatzspieler und ohne etatmäßigen Torhüter anreisten. Somit war die Rollenverteilung klar vergeben und man konnte lediglich auf Schadensbegrenzung hoffen. Am Ende stand ein 33:15 Erfolg für den TSV Schwabmünchen auf dem Papier.
Die nächste Aufgabe im harten Abstiegskampf stand den Männern von Lubos Urban am Faschingswochenende beim Aufstiegsaspiranten TSV Schwabmünchen bevor und wurde durch die sehr dünne Personaldecke zusätzlich erschwert. Die vielen verletzungsbedingten Ausfälle und terminlichen Überschneidungen führten sogar dazu, dass Patrick Kasten gezwungenermaßen sein Comeback als Torhüter feiern durfte und diese Herausforderung für seine Möglichkeiten auch hervorragend meisterte. Wenngleich sein Schwabmünchener Kollege nach dem Abpfiff scherzhaft meinte, er sei der schlechteste Torwart der Liga. Auch das Fehlen von Marek Hustý im Rückraum machte sich erneut bemerkbar, da seine Durchschlagskraft spürbar fehlte.
Die Gastgeber verliehen ihrer Vormachtstellung unmittelbar Nachdruck, denn von Beginn an legten sie einen rasanten Tempohandball vor, dem die Augsburger Jungs früher oder später nicht mehr folgen können sollten. Bereits nach wenigen Minuten lagen die TSVler mit 6:1 in Führung und die Augsburger konnten ihre wenigen, nach endlos langen Angriffen erzwungenen, Möglichkeiten zumeist nicht mit Erfolg abschließen und im Gegenzug direkt der Ersten Welle der Truppe von Coach Marcus Wuttke hinterherrennen. Mehrmals gelang es zwar die Steilangriffe abzufangen, doch erhielt man hier von den beiden Schiedsrichtern direkt Zwei-Minuten-Strafen. Nach der eigenen Auszeit gelang es kurzzeitig wieder auf 9:6 zu verkürzen, doch die Gastgeber schalteten bis zur Halbzeit wieder ein bis zwei Gänge noch oben, sodass die Pausenführung von 16:9 vollkommen verdient war.
Coach Urban mahnte seine Spieler in der Halbzeitansprache dazu, nicht nachzugeben und sich nicht weiter überrennen zu lassen, obwohl man zahlenmäßig mit der Ersatzbank der Heimmannschaft nicht mithalten konnte und folglich geduldiger im Angriff agieren musste. Zu geruhsam durfte man es im Spiel nach Vorne jedoch nicht angehen, da die beiden Unparteiischen diese Zeitverschleppung unmittelbar mit passivem Spiel ahndeten und somit die Angriffe der Tigers verkürzten.
In den zweiten 30 Minuten bot sich ein ähnliches Bild wie vor der Halbzeit. Schwabmünchen stürmte weiterhin druckvoll und mit ungeheurer Geschwindigkeit auf das Tor von Ersatzkeeper Patrick Kasten und die Augsburger waren bemüht die drohende Niederlage in Grenzen zu halten. Letztenendes reichten sechs erzielte Tore nicht den Abstand zu halten und die torhungrigen Schwabmünchner Spieler gingen die erste und zweite Welle unentwegt bis zum Ende des Spiels. Die Urban-Jungs versuchten zwar dagegen zu halten, obwohl einige Spieler auch auf, für sie ungewohnten Positionen eingesetzt wurden. Dadurch entstand zusätzliche Konfusion in den eigenen Reihen und man konnte sogar die Spielfeldmaße nicht mehr richtig einschätzen, was unverzüglich zu Ballverlusten führte. Dass dem einen oder anderen Spieler die Entscheidungen der Unparteiischen irgendwann zu viel wurden, äußerte sich am Ende in einem Wortgefecht, welches damit endete, dass Maximilian Kranz knapp zwei Minuten vor Ende der Partie das Feld mit der roten Karte frühzeitig in Richtung Kabine verlassen musste. Dies war sichtlich Ausdruck der Verzweiflung, welche sich ob der Personalsituation und der eigenen Unzulänglichkeiten einstellte. Positiv hervorzuheben ist, dass sich Manuel Feistle erneut als erfolgreichster Torschütze auf Seiten des TSV 1871 Augsburg hervortun konnte und auch Julian Brodmann das Tor öfter traf als in den Spielen zuvor. Nach 60 ruhmlosen Minuten beendeten die Herren in Schwarz das Spiel mit dem Endstand von 33:15 für den TSV Schwabmünchen, welcher sich durch diesen Pflichtsieg weiter alle Chancen auf einen Aufstieg in die Landesliga bewahrt. Dank einer engagierten Mannschaftsleistung konnte man verhindern, dass die Niederlage in einen richtigen Kantersieg ausartete und man sich vollends als Karnevalstruppe präsentierte.
Dass die Mission Klassenerhalt nun bei nur nur noch vier verbleibenden Spielen nahezu als gescheitert bezeichnet werden kann, ist nach dieser deutlichen Schlappe nicht mehr von der Hand zu weisen. Dennoch gilt es sich zumindest würdig aus der Bezirksoberliga zu verabschieden und die weiteren Spiele mit vollem Einsatz und als geschlossene Mannschaft anzugehen, sodass vielleicht doch noch ein Wunder geschieht. Vorerst muss man sich mit dem letzten Tabellenplatz mit drei Punkten Rückstand zu einem Nichtabstiegsrang begnügen. Das nächste Spiel der Augsburger Tigers findet nach der Faschingspause am Samstag, den 24.02.2018 um 19.30 Uhr beim Kissinger SC statt.
Tigers-Fluch der knappen Niederlagen hält auch im Derby gegen Gersthofen an
Am vergangenen Samstagabend bestritten die Tigers das Rückspiel gegen den Lokalrivalen TSV Gersthofen, mit dem man aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen hatte und diese begleichen wollte. Trotz starken Starts musste man die Punkte nach einer erneut knappen 20:21-Niederlage an die Gäste abgeben.
Unmittelbar vor Beginn des Derbys erhielten die Handballer des TSV 1871 Augsburg die niederschmetternde Diagnose zur Verletzung (Ruptur von Kreuzband und Meniskus) des erfolgreichsten Rückraumschützen Marek Hustý und somit hatte man diesen langfristigen Ausfall auch gegen den TSV Gersthofen zu kompensieren. Dass die Spieler von Lubos Urban keinesfalls geschockt waren, zeigte sich am sehr strukturierten Angriffsspiel in den ersten 13 Minuten, welches in einer 7:2-Führung resultierte.
Nach der Auszeit der Gastmannschaft erlitt das Spiel einen kleinen Bruch und diese konnte sich auf zwei Tore Abstand heranarbeiten. Die Abwehraktionen der 1871er ließen in dieser Phase des Spiels an Aggressivität missen. Die vom Trainer geforderte offensive Deckung der Außenspieler war nicht effektiv genug, weswegen dieser in der eigenen Auszeit kurz vor der Pause eine klare Körpersprache einforderte. Wach gerüttelt von diesen Worten agierten die Augsburger aktiver im Defensivverband und konnten sich bis zur Halbzeit einen Vorsprung von vier Toren herausspielen, den es in der zweiten Halbzeit auszubauen galt. Beim Spielstand von 13:9 für den TSV 1871 Augsburg schickten die Schiedsrichter die beiden Teams in die Kabinen. In der Pausenansprache mahnte Trainer Urban seine Männer zur Gelassenheit und zu einer besseren Chancenverwertung, da doch einige Würfe neben das Tor gingen.
Wie aus zahlreichen Partien dieser Saison bekannt, konnte man die guten Vorsätze für die nächsten 30 Minuten nicht direkt umsetzen und verfiel in den nahezu obligatorischen Tiefschlaf nach dem Pausentee. Andreas Polz (TSV Gersthofen) nutzte dies gnadenlos aus und netzte in der Folgezeit weitestgehend nach Belieben ein. Dies ist sicher auch auf eine offensive Deckungsvariante mit Patrick Kasten zurückzuführen, dem aufgrund der aufreibenden Arbeit vor der Abwehr sichtlich die Puste ausging. Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel bescherten den Gästen aus Gersthofen zudem leichte Ballgewinne und von den Außenpositionen konnten diese mehrmals zum Torerfolg gelangen.
Nachdem die Gäste nach 46 Minuten zum 17:17 ausgeglichen hatten, entwickelte sich ein Schlagabtausch auf einer Höhe. Die Führung wechselte im Minutentakt zwischen beiden Mannschaften hin und her, wobei eben erwähnter Patrick Kasten die Augsburger mit seinen Toren in der Partie hielt. Fünf Minuten vor Spielende lautete der Spielstand 20:20. In der Schlussphase fällten die bis dato gerechten Unparteiischen leider eine gravierende Fehlentscheidung. Vor der Auszeit der Gäste zeigten sie passives Spiel an, nach dem Ablauf der taktischen Unterbrechung jedoch wurde dieses Zeitspiel irrtümlicherweise aufgehoben, wodurch die Augsburger um einen potenziellen Ballgewinn gebracht wurden und den Angreifern ein neuer Angriffsversuch geschenkt wurde.
Wie aus mehreren anderen Begegnungen bereits bekannt, fehlte den Augsburger Handballern letzten Endes das Quäntchen Glück das es braucht, um auch solche Partien für sich entscheiden zu können, denn sechs Sekunden vor Abpfiff gelang es dem Gersthofener Matthias Braun den finalen Treffer zum 20:21 zu erzielen. Den letzten Versuch ein Unentschieden zu erzwingen vergab Moritz Veit jedoch, denn der in der zweiten Halbzeit sichtlich warmgeschossene Keeper der Gäste konnte diesen Wurf entschärfen. Generell kann man die mangelnde Kaltschnäuzigkeit vor dem Gehäuse als eine Ursache der zweiten Derbyniederlage anführen.
Nach dieser neuerlichen Pleite braucht die erste Herrenmannschaft bei verbleibenden fünf Spielen ein Wunder, um nicht den Gang in die Bezirksliga Schwaben antreten zu müssen. Das nächste Kräftemessen findet am 10.02.2018 um 18.00 Uhr beim gegenwärtigen Tabellenführer TSV Schwabmünchen statt. Im Hinspiel war man den Gästen aus dem Augsburger Umland mit 20:26 unterlegen. Für die Lubos-Schützlinge heißt es, trotz der Derbyschlappe an den spielerischen Aufwärtstrend der letzten beiden Spiele anzuknüpfen, um dem, der Tabellensituation nach schier übermächtigen Gegner, vielleicht doch die Punkte abluchsen zu können.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Väth, Winkelbauer (beide Tor), Kranz, Koppe B., Brodmann (1), Kasten (7/2), Voit (1), Stiegelmair, Reisner, Schubert, Bossauer (3/2), Koppe M., Adolph (4), Feistle (4).
In einem torreichen Spiel zog die Zweite in Bobingen am Ende knapp, aber verdient den Kürzeren. Gegen die Heimmannschaft kam man gut ins Spiel, leistete sich aber beim Stand von 4:4 eine Schwächephase, die Bobingen nutzte, um auf 9:4 davonzuziehen. Eine Führung, die die Heimmannschaft die ganze Partie über verteidigen sollte. Immer wieder kamen die Tigers auf ein oder zwei Tore heran, auch zur Halbzeit sah es
beim 15:14 für Bobingen nicht schlecht aus.
Doch auch wenn man das Spiel knapp gestalten konnte: Der letzte Biss in der Abwehr fehlte, um es zu drehen. Gewohnt knapp besetzt, mangelte es der Zweiten vielleicht auch einfach an den nötigen Reserven. Hätte Routinier Gerhard Koch nicht im Tor ausgeholfen, hätte man sogar überlegen müssen, welchen gelernten
Feldspieler man zwischen die Pfosten stellt. Während in der Abwehr bei der Zweiten nicht viel zusammenpasste, sah es im Angriff besser aus. So gelang es der Mannschaft mehrfach, Kreisläufer Maximilian Buck freizuspielen, der acht Tore erzielte. Beim Stand von 21:20 war man das letzte Mal bis auf ein Tor an Bobingen dran – danach spielte das Heimteam die insgesamt faire Partie solide zu Ende. Mit letztendlich drei Toren Abstand gewann der TSV Bobingen diese Partie. Aus Sicht der Tigers eines jener Spiele, dass man eventuell auch hätte gewinnen können, wäre man etwas besser besetzt gewesen.
Es spielten:
Koch (Tor), Buck (8), Schwarz (5), Stadtlmeier (2), Kandzora (9), Niklas Fischer (6), Fröhlich (2), Alexander Fischer
Das Spiel der beiden bislang schwächsten Teams der Bezirksoberliga fand am Sonntag, den 28.01.2018, zwischen dem VSC Donauwörth und dem TSV 1871 Augsburg statt. Nach 60 Minuten konnten sich die Gäste aus Augsburg für die im Hinspiel erlittene Blamage revanchieren und als Sieger das Parkett verlassen. Das Spiel endete mit 23:28 für die Gastmannschaft.
In den ersten Minuten der Begegnung tasteten sich beide Mannschaften gehörig ab und infolgedessen waren auf Seiten der Gäste nach nur sechs Spielminuten alle Verwarnungen ausgeschöpft, sodass zu befürchten war längere Zeit in Unterzahl agieren zu müssen. Keines der beiden Teams konnte sich zu diesem Zeitpunkt entscheidend absetzen. Die neu formierte Abwehr der Augsburger Jungs tat sich zunächst etwas schwer die Angriffsbemühungen der Gastgeber zu unterbinden und auch im eigenen Positionsspiel kamen einige Bälle aufgrund von Unkonzentriertheiten nicht an. Erst nach rund 18 Minuten war die erste Führung für die Augsburger Tigers zu verzeichnen. Durch effektiv vorgetragene Spielzüge, die Eduard Bossauer gekonnt einleitete, konnte man den Abstand zu den Donauwörthern drei Minuten vor der Halbzeitpause erstmals auf fünf Tore Unterschied bringen. Nach einer gewöhnlichen Offensivaktion musste Goalgetter Marek Hustý allerdings verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen und konnte auch nicht zurückkehren. Nach diesem herben Verlust, waren die Gäste zunächst etwas konsterniert und es bedurfte der Pausenansprache von Coach Lubos Urban, um den unbedingten Siegeswillen aufrecht zu erhalten. Beim Spielstand von 11:15 wurden die Seiten gewechselt.
Zu Beginn der zweiten Spielhälfte war nichts davon zu spüren, dass man einen Leistungsträger verloren hatte, denn Maximilian Kranz drehte nun so richtig auf und erzielte binnen weniger Minuten zwei wichtige Tore. Auch Eduard Bossauer zeigte sich treffsicher von der Sieben-Meter-Linie. In der Defensive konnte man sich dank einer funktionierenden Doppelung der Angreifer festigen, wobei sich vor allem Moritz Voit als Bollwerk herausstellte. Nach 42 Minuten Spielzeit hatte sich ein Fünf-Tore-Vorsprung gefestigt, sodass der Trainer der Donaustädter zur taktischen Auszeit griff, um seine Truppe neu einzuschwören. Dies hatte offenbar Wirkung, denn nach nur wenigen Minuten und einem dubiosen Wechselfehler der Augsburger Torhüter, konnten die Gastgeber auf 19:21 verkürzen und das Spiel war wieder offen. Zum Glück ließen die Tigers zu diesem Zeitpunkt nicht locker. Man besann sich einer konsequenten Deckung und Patrick Kasten agierte als gefährlicher „Indianer“ vor der Abwehrreihe und verwirrte die Angreifer, wodurch diese mehrere Fehlwürfe auf das Tor von Elias Winkelbauer abgaben. Schnell konnte man diese Nachlässigkeiten des Tabellenletzten nutzen und wieder mit vier Toren in Front gehen. Nach 52 Spielminuten nahm Trainer Lubos Urban die Auszeit, um seine Jungs für die letzte Phase der Partie einzustellen, denn man wollte sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen und den ersten Sieg seit unglaublichen acht Spielen einfahren. In den Schlussminuten taten sich beide Teams nichts mehr, da die Unparteiischen es durch zahlreiche Zwei-Minuten-Strafen nicht mehr zuließen, dass alle Akteure mitwirkten. Den Schlusstreffer zum 23:28 zugunsten des TSV 1871 Augsburg erzielte Patrick Kasten per Strafwurf. Letztenendes fand das Spiel einen verdienten Sieger. Es wird sich herausstellen, ob man weitere Spiele auf die Dienste von Marek Hustý verzichten muss.
Die erste Herrenmannschaft bewies mit diesem Sieg endlich, dass sie das Handballspielen nicht gänzlich verlernt hat und verschafft sich zumindest etwas Luft vor der roten Laterne. Dass dieses Erfolgserlebnis das Prädikat „Pflichtsieg“ trägt steht außer Frage. Nun bedarf es eines neuerlichen Kraftaktes, um am kommenden Wochenende im Derby gegen den TSV Gersthofen die knappe Hinspielniederlage wettzumachen und weitere wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu sammeln. Anpfiff zu dieser prestigeträchtigen Begegnung ist am Samstag, den 03.02.2018 um 19.30 Uhr in der Halle am Meierweg. Doch bevor die Männer das Parkett betreten, hat das Damenteam ab 17.30 Uhr die TSG Augsburg II zu Gast und hofft dem Drittplatzierten mit einem Heimerfolg die Punkte abnehmen zu können. Sowohl die Handballherren, als auch die Handballdamen freuen sich über zahlreiche Unterstützung von den Rängen.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Väth, Winkelbauer (beide Tor), Kranz (4), Koppe B., Brodmann, Kasten (6), Voit (3), Koppe M., Reisner, Schubert (1), Bossauer (3/2), Feistle (4), Hustý (7/3).
Nachdem bereits das erste Spiel im neuen Jahr gewaltig in die Hose gegangen war, erhoffte man sich im Spiel gegen den TV Niederraunau einen positiveren Ausgang. Doch trotz phasenweise ansehnlichen Handballspiels musste man die Punkte den Gästen mit ins Gepäck geben und verlor die Begegnung mit 29:32. Langsam aber stet muss man sich umsehen, um nicht die letzte Chance auf den Verbleib im Oberhaus des Bezirks Schwabens zu verspielen.
Direkt nach dem Anpfiff konnten die Zuschauer erkennen, dass sich dieses Spiel zugunsten beider Mannschaften entwickeln konnte, da kein Team sich bedeutend absetzen konnte. Nach zehn Minuten befanden sich die Augsburger Jungs mit 7:5 dank zahlreicher Tore von Marek Hustý in Front, aber diese Führung wurde sogleich von den Gästen egalisiert, somit konnte man wenig später eine Zwei-Tore-Führung für den TV Niederraunau von der Anzeigentafel ablesen. Das Abwehrverhalten der 1871er war zu diesem Zeitpunkt desaströs was sich darin äußerte, dass die Rückraumschützen nahezu bis an die 9m-Linie herangelangen konnten, ohne jegliche körperliche Gegenwehr zu spüren und ungehindert einnetzen konnten. Nachdem man selbst im Angriff mehrere hochkarätige Chancen nicht nutzen konnte, spielte sich das Team von Gäste-Coach Bernd Maisch bis zur Halbzeitpause durch durchdachte Spielzüge einen Vorsprung von drei Toren heraus. Beim Spielstand von 13:16 wurden die Seiten gewechselt.
Wie bereits in den vorhergehenden Matches redete
Trainer Lubos Urban seinen Männern Mut zu und verlangte ein engagiertes und körperbetonteres Defensivspiel. Offenbar bekamen seine Spieler dies jedoch nicht zu hören, denn in der Verteidigung war direkt nach Wiederanpfiff kaum Veränderung erkennbar. Die Passivität wurde sogleich bestraft und der Gegner konnte in der 31. Minute den ersten Abstand von fünf Toren herstellen, welcher von den Augsburger Jungs immerhin konstant gehalten werden konnte. Ein letztes Aufbäumen, gestützt auf eine aggressivere Deckung mit Youngster Lucas Schubert an der Spitze der 5:1-Abwehr, brachte die Heimmannschaft in der 41. Spielminute erstmals wieder auf nur zwei Tore heran. Infolgedessen reagierte der TV Niederraunau und variierte seine Angriffstaktik und es war schnell wieder ein komfortabler Vorsprung von sechs Toren herausgespielt. Eine Viertel Stunde vor Ende der Partie besannen sich die Augsburger Jungs endlich dazu auch in der Offensive wieder Gas zu geben und man kämpfte sich Tor um Tor heran, sodass man nach 52 Minuten wieder in Schlagdistanz gelangen konnte. Die Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen die Gäste konnten die Lubos-Schützlinge abermals nicht zu ihren Gunsten nutzen und man musste in Überzahl den wohl entscheidenden Treffer zum 28:30 hinnehmen. Es gelang nicht Torhüter Christian Väth zu entlasten, obwohl dieser aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Dominik Späth die Begegnung alleine bestreiten musste und mit zahlreichen Paraden seine Vorderleute immer wieder im Spiel hielt. Das Kräftemessen der beiden Teams endete mit 29:32 zugunsten der Gäste aus Niederraunau. Erfreulich aus Trainersicht war, dass sich endlich auch die Außenspieler wieder erfolgreicher in die Torschützenliste eintragen konnten, um so den torgefährlichsten Spieler im Rückraum Marek Hustý (11 Tore) zu entlasten und das Spiel unberechenbarer für den Gegner zu gestalten.
Durch diese erneute Niederlage wird das Fahrwasser für die Augsburger Jungs nun bedrohlich seicht und es müssen unbedingt Punkte aus den noch verbleibenden Partien geholt werden, um nicht den Gang in die Bezirksliga Schwaben antreten zu müssen. Dass dies kein leichtes Unterfangen werden wird, dürfte jedem, der den bisherigen Saisonverlauf verfolgt hat, einleuchten. Das nächste Kellerduell findet am Samstag, den 27.01.2018 beim VSC Donauwörth statt gegen den man im Hinspiel 19:22 unterlegen war.