Im letzten Spiel der Hinrunde am 15.12.2018 gab es für die Zweite der Tigers zuhause gegen die zweite Mannschaft von Bobingen erwartungsgemäß wenig zu holen. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass Bobingen um den Aufstieg mitspielt, während 1871 im Tabellenkeller herumkrebst. Die Rollen waren also klar verteilt. Zwar setzte es dann auch eine Niederlage, dennoch war das Spiel aus Sicht der Zweiten kein Debakel. 22 zu 29 war letztlich ein achtbares Ergebnis gegen einen starken Gegner, gegen den ein Sieg nie im Bereich des Möglichen schien.
Bis zur 10. Minute hielten die Tigers gut mit; es stand zu dem Zeitpunkt 4:6 aus Sicht der Heimmannschaft. Danach zog Bobingen davon und konnte sich zur Halbzeit einen Vorsprung von 15:9 herausspielen.
Nach der Pause baute das Auswärtsteam seinen Vorsprung weiter aus und zeigte nun in Angriff und Abwehr, wie sich die unterschiedliche Tabellenpositionierung beider Teams begründet. Der Zweiten der Tigers fiel zu diesem Zeitpunkt nicht viel ein, aber immerhin: Man gab sich nicht auf. Insbesondere Maximilian Wessoly drehte auf und erzielte ab der 40. Minute fünf Tore. So stand am Ende ein Ergebnis, das nicht zu deutlich war – und auf Seiten von 1871 die Erkenntnis, dass man in der Hinrunde den ein oder anderen Punkt mehr hätte mitnehmen können und müssen. Wenn auch nicht gegen das klar bessere Bobingen.
Auswärts in Mering am 09.12.2018 lieferte die Zweite der Tigers ein über weite Strecke gelungenes Spiel ab, führte über lange Zeit und hatte am Ende doch das Nachsehen. Aber von Anfang an.
Zu Beginn machte Neuzugang Raban Francke bei den Tigers auf sich aufmerksam, der von Rechtsaußen insgesamt vier Tore erzielte. Doch auch andere Spieler zeigten starke Leistungen, insbesondere Torhüter Ferdinand Lorenz, der eine Erste-Sahne-Halbzeit erwischte, viele freie Würfe der Meringer wegnahm und einen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Zweite gegen Mering nicht ein einziges Mal in Rückstand geriert. 13:13 stand es zur Pause.
Auch die zweite Spielhälfte ging aus der Sicht der Zweiten gut los. Es war, bis zur 50. Minute etwa, ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich keine der beiden Mannschaften wirklich absetzen konnte. Dass am Ende Mering die Nase vorn hatte, lag daran, dass das Heimteam trotz des knappen Spielstandes nicht nervös wurde, sondern die Partie solide zu Ende spielte. Im Gegensatz dazu ging den 1871ern, aufgrund der schmaleren Besetzung auf der Bank, zum Ende schlicht die Puste aus. Dies zeigte sich in einer Abwehrarbeit, die unkonzentrierter wurde und in vielen kleinen Fehlentscheidungen und Fehlwürfen im Angriff, die sich das Heimteam aus Mering in diesem Ausmaß nicht leistete und daher letztlich verdient gewann. Schade, aber im Gegensatz zu anderen Niederlagen der Zweiten der Tigers in dieser Saison war es eine Niederlage, mit der man noch leben konnte, war das Spiel doch insgesamt okay.
Bevor die Herren II in die Winterpause starten, geht es am kommenden Samstag, 15.12.2018 um 17:30 Uhr nochmal gegen den TSV Bobingen II aufs Parkett.
Kraftakt sichert knappen Auswärtserfolg in Wertingen
Das Aufeinandertreffen in der Bezirksliga Schwaben zwischen dem TSV Wertingen und dem TSV 1871 Augsburg fand am letzten Samstag (08.12.18) statt und endete nach heißem Kampf mit 20:21 für die Tigers.
Da sich die Personalsituation bei den Augsburger Jungs nach dem kurzfristigen Ausfall von Rückraumspieler Moritz Voit weiter angespannt hat, holte man sich weitere Perspektivspieler aus der zweiten Mannschaft ins Boot, um gegen die körperlich rustikal auftretenden Gastgeber gegenhalten zu können. Coach Lubos Urban mahnte eindringlich den geforderten Tempohandball umzusetzen, da man im Positionsangriff definitiv die körperliche Härte zu spüren bekommen würde.
Bereits zu Beginn ließen die Gastherren aufhorchen und überrannten die Augsburger mehrmals im Tempogegenstoß. Selbst konnte man nicht wie gewohnt direkt in die erste Welle übergehen, da das Schiedsrichtergespann sehr penibel auf die korrekte Ausführung der Abwürfe achtete. Somit hatte man Probleme ins Spiel zu finden, zumal man sich zunächst einmal an die harte Gangart der Wertinger anpassen musste. Zudem waren einzelne Akteure zu sehr mit sich, den Schiedsrichtern oder Zuschauern beschäftigt und nicht ganz bei der Sache. Zu den beiden Herren in Schwarz sei angemerkt, dass diese vom nächsten Gegner VfL Günzburg stammten und direkt klar machten, dass sie Fouls gnadenlos ahnden würden, indem sie Lukas Schmölz bereits nach drei Minuten mit der ersten Zeitstrafe des Spiels belegten, welche einem verhältnismäßig eher harmlosen Foul folgte.
Dass ein torarmes Spiel drohte, konnte man schon nach wenigen Minuten erahnen. In der Abwehr hatten die Tigers sichtlich Mühe die geduldig spielenden Gastgeber in Schach zu halten und man musste mehrere vermeidbare Treffer über sich ergehen lassen. Nach knapp neun Minuten führten die engagiert zu Werke gehenden Wertinger überraschenderweise mit 6:4 Toren, woraufhin der Coach der 1871er eine taktische Auszeit nahm, um seine Mannschaft neu einzustellen. Insbesondere die Rückwärtsbewegung, welche bis dahin noch mangelhaft, gelinde gesagt nicht vorhanden war, sollte wieder funktionieren. Dadurch wollte man leichte Gegentreffer aus dem schnellen und präzisen Abwurf des Keepers der Hausherren erfolgreicher unterbinden, da diese langen Pässe zumeist ungehindert ihr Ziel fanden. Aus eigenen Überzahlsituationen verschaffte man sich zu wenig Erfolgsmomente, da man zu hastig und ungeduldig, aus teils sehr schlechtem Winkel abschloss und das Tor verfehlte. Nach 30 Minuten des Spielens ohne erkennbaren roten Faden verschwanden die Männer beim Spielstand von 11:9 zur Pausenansprache in die Kabinen.
Betretene Gesichter sah man hier, denn man hatte sich mehr ausgerechnet für die ersten 30 Minuten. Man musste in der zweiten Halbzeit wieder zu einer stabileren Abwehrformation gelangen, um dann im Angriff besonnen die Lücken zu suchen. Mit Feuereifer verließen die Augsburger Tigers die Katakomben und machten sich daran das Besprochene direkt umzusetzen.
Man fand besser in die zweite Halbzeit hinein, doch fehlte in der Abwehr immer noch der nötige Biss. Nach 37 Spielminuten konnten die Wertinger auf 14:11 davoneilen und man hatte große Probleme diesen Vorsprung auszugleichen. Zwar gelang es mehr und mehr die schnellen Tempogegenstöße zu unterbinden, dennoch trat man weiterhin zu zögerlich auf die Rückraumschützen heraus, sodass diesen einige schöne Tore gelangen. Nach knapp 46 Minuten ging endlich ein Ruck durch die bis dato harmlosen Tigers und das Abwehrspiel verbesserte sich merklich. Aus dieser sicheren Defensive heraus konnte man mit zunehmender Dauer wieder mit einer schnellen ersten Welle glänzen und Manuel Feistle, mit sieben Treffern erfolgreichster Augsburger an diesem Abend, konnte sich immer wieder gegen seine Gegenspieler durchsetzen und einnetzen. Als logische Konsequenz konzentrierte sich die Abwehr immer mehr auf den Rückraumshooter, sodass auch andere Akteure sich leichter taten und so kam es, dass man in der 51. Minute erstmals seit der sechsten Minute zum 18:18 ausgleichen konnte. Eduard Bossauer verwandelte treffsicher vom 7-Meter-Punkt und brachte die Tigers damit zurück ins Spiel. Die 6:0-Deckung der Augsburger biss sich nun förmlich in den Angreifern fest und luchste ihnen den Ball ab oder hinderte die Herren in Dunkelblau am Torabschluss. In der 56. Minute hatte sich das Blatt gewendet und die Gäste gingen erstmals mit zwei Toren in Führung. Der Trainer der Heimmannschaft stellte infolgedessen auf eine offensive Mann-Mann-Verteidigung um, um zu schnellen Ballgewinnen zu kommen und doch noch einmal in Führung zu gehen. Maximilian Wessoly markierte jedoch 40 Sekunden vor Abpfiff mit seinem Treffer zum 20:21 den hart erkämpften Auswärtssieg, auch wenn die Wertinger in der letzten Sekunde noch einen Freiwurf zugesprochen bekamen. Letztlich ist dieser Erfolg unter dem Titel „Arbeitssieg“ zu verbuchen, dennoch offenbarte er das phasenweise psychisch zerbrechliche Auftreten der Tigers. Ende gut, zwei Punkte im Sack. Mund abputzen und weitermachen.
Denn der nächste Kracher vor Weihnachten wartet bereits am nächsten Samstag, den 15.12.2018 um 19:30 Uhr. Am Meierweg zu Gast ist dann die zweite Mannschaft des VfL Günzburg, die man so schon aus der letztjährigen Saison kennt und welche bislang erst eine Partie in der Fremde gewinnen konnte. Die Herren aus Günzburg sind zudem der direkte Verfolger der Augsburger Jungs, weswegen diese Begegnung einiges an Brisanz verspricht. Insgesamt wirkt die Liga sehr ausgeglichen, denn vom Tabellenvorletzten, dem TSV Aichach II, bis hin zum dritten Platz liegen nur vier Punkte Differenz. Darum muss versucht werden, die beiden Zähler in der eigenen Halle zu behalten, um sich etwas Luft auf die weiteren Ränge zu verschaffen und um das Spitzenduo nicht aus dem Blick zu verlieren.
Bei der Zweiten der Tigers ist derzeit der Wurm drin, anders lässt es sich nicht sagen. Entweder, man verliert Spiele trotz guter Leistung, da man keinen Auswechselspieler hat, wie in der Vorwoche in Kissing – oder man scheitert an sich selbst, wenn schon einmal genügend Leute dabei sind. So wie bei diesem Spiel zuhause gegen die TSG II.
Dass man mit einer halbwegs vollen Bank antrat, hieß nicht, dass man irgendwie ins Spiel fand, im Gegenteil: Trotz schneller Tore von Arman Kurtovic (bei seiner Premiere für die Tigers) und Manfred Fröhlich dauerte es nicht lange, ehe die Zweite gegen die Auswärtsmannschaft der TSG ins Hintertreffen geriet. Dies lag an hektischem, konfusem Angriffsspiel, in dem einzig Nico Schwarz im Rückraum überzeugte, vor allem aber an einer Abwehrleistung, die diesen Namen nicht verdiente. TSG II kam zu viel zu leichten Treffern, führte zur Halbzeit mit fünf Toren, und das nicht unverdient.
In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Tigers merklich und holten den Rückstand immer weiter auf. Torhüter Gerhard Koch nahm den ein oder anderen freien Wurf der TSG weg, im Angriff war nun endlich Struktur drin, kurz: Die Zweite zeigte eine Halbzeit, die mit der ersten nicht mehr viel gemein hatte. Allerdings: Es reichte nicht. Gleich drei Mal war man auf ein Tor am Gegner dran und hatte jeweils gute Chancen zum Ausgleich, schaffte es aber nie, diese zu nutzen. Am Ende siegte die TSG mit 26:24, und bei der Zweiten überwog der Gedanke, dass man es aus eigenem Verschulden heraus verbockt hatte. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison, aber hoffentlich zum letzten Mal.
Die Begegnung zwischen dem TSV 1871 Augsburg und dem SV Mering bzw. zwischen Vater und Sohn fand am Samstag, den 01.12.2018 am Meierweg statt und nach 60 Minuten stand ein klarer 33:23-Erfolg für die Augsburger Tigers auf der Anzeigentafel.
An diesem Samstagabend sollte es zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten kommen, der noch bis vor kurzem das Trikot der 1871er trug. Aus privaten Gründen hatte Patrick Kasten dem TSV den Rücken gekehrt und seinen Vater zwischen den Pfosten zurückgelassen, weswegen dieses Duell im Hause Kasten wohl noch einmal einen anderen Stellenwert hatte, wie dies auf dem Parkett der Fall war, denn dort spielten die aufgrund der letzten verlorenen Spiele bereits in Zugzwang geratenen Tigers gegen den aufstrebenden SV Mering. Das Spiel sollte einiges an Brisanz und Diskussionsbedarf liefern, davon konnte man ausgehen.
Erfreulicherweise konnte Alexander Fischer an der Seitenlinie der Augsburger Jungs, der für den verhinderten Lubos Urban eingesprungen war, wieder auf eine etwas vollere Bank zurückgreifen womit schnellem Tempohandball der Weg geebnet war.
Die Hausherren legten engagiert los und konnten sich nach fünf Minuten mit 3:1 in Front bringen. Jedoch kassierte die aggressive Abwehr hier bereits sämtliche Verwarnungen, sodass für den weiteren Verlauf der Partie mit Unterzahlspiel zu rechnen war, da die beiden Herren in Schwarz bereits aus der letzten Partie dafür bekannt waren, zahlreiche Zeitstrafen zu verhängen. In der Defensive ließen die 1871er zu diesem Zeitpunkt zu viele Nachlässigkeiten zu und man war stets einen Schritt zu spät am Angreifer. In der siebten Minute konnte der SV Mering durch den stark vollstreckenden Andreas Egarter (8 Tore) letztmals einen ausgeglichenen Spielstand herstellen, denn fortan konnten die Meringer dem schnellen Angriffsspiel der Tigers nur noch wenig entgegensetzen.
Die Gäste hatten sogar Glück aufgrund von sehr grenzwertigen Abwehraktionen gegen die heranstürmenden Hausherren nicht schon vor der Halbzeit eine Hinausstellung zu riskieren. Nach 15 Minute legten die Tigers jedoch den Schalter um und man konnte sich durch schnell vorgetragene erste und zweite Welle einfache Tore erspielen, sodass man mit 10:6 in Führung gehen konnte. Auch die Auszeit des Gästetrainers änderte nichts an diesem Fortgang. Lukas Schmölz fand mehr und mehr das Eckige und führte seine Jungs mit einem 16:10 in die Kabine.
Aus vorhergehenden Partien war man davor gewarnt nach der Pause nicht wieder in ein Tief zu verfallen und dem Gegner Angriffspunkte zu bieten. Motiviert, teils übermotiviert, startete man in die zweite Halbzeit und zeigte den Gästen in der Deckung, dass man ihnen keinesfalls die Chance geben wollte erneut heranzukommen. Lukas Schmölz drehte nun so richtig auf und netzte nach vehementem Körpereinsatz ein ums andere Mal ein, sodass dem Torwart nur das Nachsehen blieb. Davon angespornt trat man auch in der Defensive mit verbessertem Stellungsspiel auf und störte die Angriffsbemühungen der Meringer. Den in der ersten Halbzeit sehr guten Shooter mit der Rückennummer 25 konnte man nahezu ganz aus dem Spiel nehmen, allerdings musste man einige Treffer aus dem Rückraum und den Außenpositionen in Kauf nehmen, da man zu wenig auf den Ballführenden heraustrat.
Zwischenzeitlich konnte man sich mit acht Toren absetzen und jeder Spieler durfte sich in die Torschützenliste eintragen. Durch konsequentes Verschieben in der Abwehr und geistreiche, geduldige Angriffe war der Sieg an diesem Abend nicht mehr gefährdet. Das hohe Tempo der Tigers ließ die Meringer Herren Tribut zollen, sodass diese am Ende wenig erwidern konnten. Am Ende stand ein, in dieser Höhe vollkommen verdienter, 33:23-Heimerfolg für die Augsburger Jungs fest, der die Hoffnung auf die direkte Rückkehr in die Bezirksoberliga wieder aufkeimen lässt, auch wenn man im Training weiter an den eigenen Schwächen arbeiten muss.
Der vorweihnachtliche Spielemarathon findet seinen nächsten Höhepunkt am kommenden Samstag, den 08.12.2018. Anpfiff zum Auswärtsspiel gegen den direkt hinter den Augsburgern auf Tabellenplatz Vier befindlichen TSV Wertingen ist um 17.30 Uhr in Sporthalle des Gymnasiums Wertigen. Wie immer freuen sich die Jungs über zahlreiche Unterstützung von den Tribünen.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten:
Kasten, Schalk (beide Tor), Kranz M. (3), Koppe B. (1), Koppe M. (2), Voit (3), Schubert (2), Nachbaur (1), Schmölz (13/3), Reisner (4), Feistle (4).
Jammerschade, dass die Zweite der Tigers nur mit sieben Mann nach Kissing reiste, also ohne Auswechselspieler. Ein Mann mehr, und es hätte möglicherweise zum Sieg gereicht, der über weite Strecken des Spiels realistisch schien. Aber von Anfang an.
Gegen Kissing wollten die Tigers zumindest dem Negativ-Trend der vergangenen Wochen etwas entgegensetzen, hatten allerdings bereits vor dem Spiel einsehen müssen, dass das womöglich eine schwere Aufgabe werden würde. Denn: Ein überschaubares Häuflein von gerade einmal sieben Spielern fand sich in Kissing ein. Das hieß: Alle mussten durchackern, komme, was da wolle. Immerhin: Jede Position hatte man mit jemandem besetzt, der dort auch sonst auflief. Und es begann gut. 1871 ging durch ein Tor des starken Außen Markus Kerner in Führung und gab diese die gesamte erste Halbzeit nicht mehr her. Jan Kandzora erwischte gute erste 30 Minuten und erzielte in dieser Halbzeit alleine 9 Tore und auch Torwart Ferdinand Lorenz hielt wichtige freie Bälle. Das gesamte Team bewies an diesem Tag, dass es deutlich mehr kann, als es in den Spielen zuvor gezeigt hatte. Tatsächlich waren die ersten dreißig Minuten die besten der Zweiten von 1871 in der bisherigen Saison. Die Halbzeitführung von 17:14 war hochverdient.
Dass man sich in der Pause vornahm, nicht nachzulassen, setzte man auch um: Bis zur 43. Minute konnte man stets die Führung verteidigen. Dann wurden nicht nur die Akkus der sieben Spieler leerer, die sich nicht auswechseln lassen und kurz Kraft tanken konnten, es kam auch Pech hinzu. Routinier Alexander Fischer hatte Rücken, kämpfte sich aber durch die Partie. Zwei mindestens mal strittige, eher schon reichlich fragwürdige Zwei-Minuten-Strafen um die 44. Minute herum waren schließlich der Wendepunkt des Spiels. Kissing, das sich nicht hatte abschütteln lassen und auf faire Art kämpfte, nutzte die teils zweifache Überzahl, um aus einem Zwei-Tore-Rückstand eine Zwei-Tore-Führung zu machen. Jeder, der schon einmal Handball gespielt hat, weiß, dass es für unterbesetzte Mannschaften schwierig ist, einen Rückstand aufzuholen – und leichter, eine Führung zu verteidigen. So ging es auch der Zweiten der Tigers. Eine Führung hätte man vielleicht bis zum Schluss verteidigen können. Den Rückstand holte man nicht mehr auf. Am Ende stand es 32:26 für Kissing. Schade.
Traurig über die Niederlage konnte man nach dem Spiel allerdings auch nur bedingt sein: Jeder wusste, dass man sein Bestes gegeben hatte, ein Sieg wäre unter den Bedingungen mit ein wenig Glück im richtigen Moment vermutlich drin gewesen, mit ein wenig Pech im falschen Augenblick war er es nicht.
Für den TSV 1871 Augsburg spielten: Lorenz (Tor), Kandzora (13/5), Kerner (5), Krizanovic (2), Wessoly (2), Fröhlich (2), Fischer (2)
Zum nächsten Auswärtsspiel traten die 1871er am Samstagabend, 24.11.2018, gegen die dritte Garde des TSV Friedberg an. Mit wem man es schließlich zu tun hatte, war den Verantwortlichen nicht ganz klar, da die Friedberger immer wieder in unterschiedlicher Besetzung antraten. Am Ende musste man sich dieser Überraschungstruppe mit 27:22 geschlagen geben und kassierte die zweite Niederlage in Folge.
In der vergangenen Saison hatte man bereits mit den Friedbergern und ihrer dritten Mannschaft das Vergnügen und stets wusste man nicht gegen wen man nun eigentlich antrat, da die Gastgeber in Sachen Aufstellung munter unter den vorhandenen Mannschaften durchrotierten. Diese Wundertüte sollte die Augsburger Jungs vor eine knifflige Aufgabe stellen, musste man doch verletzungsbedingt auf zahlreiche Spieler verzichten, sodass man sich wieder bei der Zweiten Spieler leihen musste.
Von Beginn an konnte man erkennen, dass die Friedberger körperlich dagegen halten würden. Binnen weniger Minuten waren die gelben Karten auf beiden Seiten ausgeschöpft und es drohte Unterzahlspiel. Nach knapp sieben Minuten führten die Hausherren mit 4:1. In der Abwehr griff man beherzt zu, doch für die Unparteiischen einen Tick zu rabiat und im Angriff wollten die Fäden nicht wirklich zusammenlaufen, da die aggressive Deckungsformation den Augsburger Jungs Probleme bereitete und man nicht zu einfachen Tempogegenstoßtoren gelangte. Man erkämpfte sich jedoch Tor um Tor, sodass man nach 23 Minuten erstmals mit einem Tor in Führung gehen konnte. Der Spielstand von 10:11 Toren war jedoch von kurzer Dauer, denn nach mehreren, teilweise harmlosen, Defensivaktionen war das Spiel für Bastian Koppe schon nach 27 Minuten zu Ende. Die Schiedsrichter verbannten ihn mit seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe vom Spielfeld, wodurch den Augsburgern in der Deckung eine wichtige Stütze für die zweite Halbzeit fehlen sollte.
Mit einem Unentschieden entließen die Herren in Schwarz die beiden Teams in die Kabinen zur Pausenansprache. Lubos Urban, seines Zeichens Trainer der Augsburger, fand deutliche Worte in der Kabine. Man sollte sich mehr auf das eigene Tempospiel verlassen.
Kaum war die Partie wieder angepfiffen, bot sich eine veränderte Spielweise der Gäste. Die Versuche schnellen Tempohandball zu spielen führten zum Erfolg und nach 37 Minuten hatte man knapp die Nase vorne. In dieser Phase stellten die Friedberger ihre Abwehrformation um und nahmen Lukas Schmölz in eine enge Manndeckung, welche die Augsburger scheinbar komplett aus dem Konzept brachte. Man agierte viel zu harmlos im Angriff und musste wieder mehrere leichte Gegentore hinnehmen. Allen voran Florian Pfänder nutzte die mangelnden Absprachen und das nachlässige Heraustreten auf den Gegenspieler und netzte infolgedessen beinahe ungehindert im Tor von Elias Winkelbauer ein, der hielt was zu halten war. Nach einer unglücklichen Abwehraktion sah Markus Kerner direkt Rot und die 1871er verloren mit ihm einen weiteren Spieler. Vier Minuten vor Spielende war man zwar wieder in Schlagdistanz gelangt, doch fehlte an diesem Abend schlicht die nötige Cleverness und Abgebrühtheit um aus den eigenen Tormöglichkeiten mehr Zählbares herauszuholen. In Unterzahl entstand dann auch das Endergebnis von 27:22 für den TSV Friedberg III, welches für die Lubos-Männer die Aufgabe des direkten Wiederaufstiegs beinahe zunichte werden lässt.
Die dritte Niederlage der Saison war nicht ganz unverdient, da man sich nicht auf seine Stärken besonnen hatte und sehr fahrlässig mit den eigenen Chancen umgegangen war. Gleichermaßen fehlte in der Defensive die notwendige Aufopferungsbereitschaft sich für den Nebenmann einzusetzen. Durch diese erneute Niederlage haben die Herren den direkten Anschluss an das Spitzenduo BHC Königsbrunn 09 und den TSV Friedberg III vorerst verloren. In den kommenden Wochen gilt es sich wieder als Mannschaft zu präsentieren und den Abstand auf die Aufstiegsplätze nicht größer werden zu lassen.
Am kommenden Wochenende ist mit dem SV Mering ein alter Bekannter, in Person von Patrick Kasten, welcher den TSV 1871 Augsburg in der Vorbereitung aus persönlichen Gründen verlassen hatte, am Meierweg zu Gast. Anpfiff zu dieser sicher spannenden und hitzigen Partie ist am Samstag, den 01.12.2018 um 19:30 Uhr. Jetzt mehr denn nie brauchen die Tigers Ihre Unterstützung!
Gegen den TSV Neusäß gab es für die Zweite der Tigers auswärts nicht viel zu holen. Neusäß war zuvor aus der höheren Spielklasse abgestiegen und für 1871 tatsächlich eine Liga zu gut, entsprechend fiel am Ende das Ergebnis aus. Dennoch war das Spiel aus Sicht der Herren II im Vergleich zur Vorwoche sogar so etwas wie eine Steigerung. Im Vergleich zum Heimspiel gegen PSV nämlich hatte 1871 zwei Phasen von jeweils etwa fünf Minuten, in denen etwas zusammenlief, einmal in der ersten, einmal in der zweiten Halbzeit. Es war nicht so, als hätte man gegen Neusäß je eine Chance auf den Sieg gehabt – aber so finster wie die Woche zuvor war die ganze Angelegenheit immerhin auch nicht. Oder anders ausgedrückt: Immerhin zehn der 60 Minuten waren okay, gefühlte neun mehr also als gegen den PSV.
Zum Spiel selbst: Da stellte sich die Zweite der Tigers die ersten 24 Minuten gar nicht mal so schlecht an und lag bis dahin mit 13:8 hinten, also theoretisch noch in Reichweite zum Gegner. Im Angriff traf man ab und an aus dem Rückraum und hatte, im Gegensatz zum Spiel gegen PSV, teils sogar Glück, etwa mit Abprallern. In der Abwehr bemühte man sich – bekam allerdings insbesondere Christoph Hermann von Neusäß nie in den Griff. Der groß gewachsene Rückraumspieler netzte am Ende 15 Mal ein. Ein Wert, der für sich spricht. Ab dem 13:8 hatten die Tigers allerdings keinen Zugriff mehr oder scheiterten am stark agierenden Torhüter der Heimmannschaft, die davon zog. 18:8 hieß es zur Halbzeit.
Abschnitt zwei war ähnlich gelagert: Wieder ließ man sich die letzten Minuten abschießen und musste am Ende eine Niederlage in Kauf nehmen, die in der Höhe vielleicht nicht nötig gewesen wäre. Von 16:29 aus der Sicht der Tigers in Minute 48. auf 17:41 am Spielende nur zwölf Minuten später: Das sah dann während des Spiels so hilflos aus, wie es sich liest.
Gegen Kissing hofft das Team trotz allem nun auf einen Aufschwung.
Am für die Tigers ungewohnten späten Sonntagnachmittag setzte es gegen den Mitabsteiger VSC Donauwörth eine herbe und in dieser Höhe auch verdiente 29:21 Auswärtsniederlage. Die Vorzeichen für die Partie standen, obwohl zwei Stammspieler fehlten, nicht allzu schlecht, doch man fand absolut nicht ins Spiel, sodass es eine Vollbremsung in Sachen obere Tabellenplätze zu erleiden galt.
Die letzten beiden Begegnungen gegen den TSV Schwabmünchen und den TSV Bäumenheim konnte man dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und vor allem Einstellung für sich entscheiden, woraus man sich erhoffte, dass dieser Aufwärtstrend anhalten mochte. Doch die Personalsituation machte dem Tigers Coach arg zu schaffen, da mit Lukas Nachbaur (verletzt) und Lukas Schmölz zwei sehr wichtige Leistungsträger und Leitwölfe fehlten und er kurzerhand auf zwei Akteure der zweiten Mannschaft zurückgreifen musste.
Die von den Augsburger Damen schon kräftig angeheizte Donauwörter Neudegger Halle erwies sich für die Tigers als Schwitzkasten, der es in sich haben sollte. Von Anfang an machten die Hausherren deutlich, dass die Tigers sich auf einen harten Kampf einstellen mussten und ließen nach fünf Spielminuten das erste Mal aufhorchen als sie plötzlich mit 4:1 in Führung lagen. Den Lubos-Männern fehlte schon hier der nötige Biss in der Abwehr und die Angriffe wurden zu lethargisch vorgetragen, sodass man die Donauwörther Schlussreihe kaum in Bedrängnis bringen konnte. Erst als man in Unterzahl diesen Vorsprung wettmachen konnte, hatte man das Gefühl die Tigers wollten Handball spielen. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer, denn der wuchtige Gäste-Rückraumspieler Sebastian Triebel konnte in dieser Phase mit reichlich Anlauf auf das Tor von Udo Kasten zustürmen und seine Würfe platzieren, sodass es Mitte der ersten Halbzeit wieder 10:5 für die Gastgeber stand. Bei einem beachtlichen 17:10 schickten die Unparteiischen die Spieler in die Kabinen zum Pausentee, der den Augsburger Jungs mit Abstand am wenigsten schmeckte, hatte man sich doch ein komplett anderes Spiel ausgemalt.
Nach Wiederaufnahme der schweißtreibenden Spielaktivitäten bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie über weite Teile der ersten Halbzeit. Donauwörth spielte zielstrebig nach vorne und griff in der Abwehr aggressiv und beherzt zu, wohingegen sich die Gäste aus Augsburg immer noch im Tiefschlaf befanden und vor allem in der Defensive zu passiv und körperlos agierten. Die Abwesenheit von Lukas Schmölz machte sich in dieser Phase erneut deutlich bemerkbar, denn den Augsburgern fehlte es schlichtweg auch an Ideen und einem Antreiber, der das Feuer entfachen konnte. Nach nur 39 Minuten gelang den Donaustädtern erstmals eine 10-Tore-Führung, welche beinahe bis zum Schluss bestand haben sollte. Erst als nur noch knapp zehn Minuten auf der Uhr verblieben besannen sich die Tigers eines Besseren und versuchten auch in der Abwehr aggressiv den Ballführenden zu doppeln, um den Gegnern zu Ballverlusten oder hastigen Torabschlüssen zu zwingen. Udo Kasten zeigte hier seine ganze Klasse, indem er zahlreiche Versuche der VSC-Schützen entschärfen konnte und so den Abstand halten konnte. Letzten Endes musste man sich als klarer Verlierer mit 29:21 deutlich geschlagen geben und hofft auf ein baldiges Anknüpfen an die Leistungen in den vorhergehenden Partien.
Durch diese Niederlage haben die Tigers den direkten Anschluss an das Spitzenduo BHC Königsbrunn 09 und den TSV Friedberg III verloren. Die Tabellenspitze nicht aus dem Auge zu verlieren gilt es in der nächsten Partie am kommenden Samstag, den 24.11.2018. Ab 20:00 Uhr steht mit dem zuvor genannten TSV Friedberg III der nächste dicke Brocken auf dem Parkett, den man unbedingt besiegen muss, sofern man das ausgegebene Ziel nicht schon vorzeitig verfehlen möchte. Allerdings war man in der Vergangenheit gegen den Lokalrivalen oft nicht vor personellen Überraschungen gefeit, da dieser aus mehreren Mannschaften Spieler aktivieren konnte.
Darum an alle: ab in die Halle!!!
Anmerkung des Verfassers: fälschlicherweise wurde der Spielort verwechselt. Das Spiel findet in Friedberg statt.
Es gibt Spiele, die möchte man als Beteiligter vergessen, kaum dass sie vorbei sind. Weil sie so schlecht sind, dass einem die Zuschauer leid tun. Weil keinem Spieler der Mannschaft etwas gelingt, alle sich dem miesen Niveau anpassen, als hätte man sich zuvor abgesprochen. Weil solche Spiele so wenig Spaß machen, dass die Stimmung in der Kabine danach kaum schlechter sein könnte. Die Heimniederlage der Zweiten gegen PSV war so ein Spiel. Während die Tigers in der Vorsaison gegen die Mannschaft von PSV mit einem Unentschieden und einer Niederlage eigentlich eine gute Bilanz hatten, bot sich dieses Mal ein anderes Bild. Das Auswärtsteam von PSV bügelte die Heimmannschaft mit 24:13 ab; die Zweite von 1871 erwischte einen erbärmlich schlechten Tag.
Nichts klappte. Die Abwehr? Machte phasenweise den Eindruck, als wisse sie nicht wirklich, dass man den Gegenspieler davon abhalten sollte, ein Tor zu werfen. Der Rückraum? War nicht existent und warf so schlecht, dass der gegnerische Torwart keine Mühe hatte, so gut wie alles wegzufischen, was auf seinen Kasten kam. Bezeichnend, dass 1871 erst in der 28. Minute ein Tor aus dem Rückraum erzielte – und zwar durch Mathias Ziernhöld, ein Außenspieler, der nur kurz auf der Mittelposition aushalf. Spielfluss? Nicht vorhanden. Ab einem gewissen Zeitpunkt herrschte vor allem allgemeine Verunsicherung.
Der Halbzeitstand von 9:15 war gerechtfertigt, aber, so dachte man zumindest, nicht uneinholbar. An diesem Tag allerdings hätte die Zweite von 1871 auch noch stundenlang weiterspielen können, ohne dem PSV gefährlich zu werden. Tatsächlich passierte, was von den Tigers kaum einer für möglich gehalten hätte: Man spielte im zweiten Abschnitt noch einmal schlechter. Lediglich 4 (!) Tore machten die Spieler der Zweiten in diesen 30 Minute. PSV hatte keinerlei Probleme, den Sieg routiniert mitzunehmen. Dass die Zweite von 1871 so chancenlos war, lag auch daran, dass PSV eine ordentliche Leistung bot – bei den Tigers blieb aber nach dem Schlusspfiff vor allem die Erkenntnis, es so richtig vergeigt zu haben und eigentlich mehr leisten zu können, als man in diesem Duell zeigte. Einzig positiv: Niemand verletzte sich.
Es spielten: Lorenz, E. Winkelbauer (Tor), Kerner (2), Fischer, Kranz, Fröhlich (2), Schwarz (1), Kandzora (4/2), J. Winkelbauer, Krizanovic, Ziernhöld (2)